Brandenburg gewinnt “Leitstern 2010″ im Bundesländervergleich Erneuerbare Energien

Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien haben das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) die Anstrengungen der deutschen Bundesländer für die erneuerbaren Energien untersucht. Im Vergleich zwischen politischen Rahmen­bedingungen, Wirtschaftseffekten, Zubaudynamiken und vielen weiteren Faktoren hat das Bundesland Brandenburg zum zweiten Mal in Folge den Sieg davongetragen.

Brandenburg ist demnach für seine ambitionierten Ausbauziele, hohe Anteile von Wind- und Biogas und den Anstrengungen für Forschung und Entwicklung ausgezeichnet worden. In der Kategorie “Aufsteiger” erhielt auch das Land Thüringen einen Leitstern. Das Bundesland war von Platz 10 auf Platz 2 aufgestiegen und ist Spitzenreiter beim Zubau erneuerbarer Energien. Bayern erhielt den dritten Leitstern in der Kategorie “Bürgerengagement” für die breite Akzeptanz der Erneuerbaren im Bewusstsein der Landesbürger und die umfangreiche Nutzung von Biomasseanlagen, Photovoltaiksystemen und Wärmepumpen.

“Ausbauerfolge bei den Erneuerbaren Energien sind nicht nur eine Frage von Windstärken und Sonnenstunden. Die Bundesländer haben es selbst in der Hand, ob sich innovative Unternehmen ansiedeln, wo neue Technologien produziert werden und welche Planungsvorgaben für Anlagen und Projekte herrschen. Die Bundesländer verfügen über zahlreiche Handlungsspielräume”, so Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, zu der Frage, ob die Bundesländer angesichts der bundesweiten Maßnahmen wie dem EEG eigene Akzente setzen können.

Bild: Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck bei der Preisverleihung in Berlin, Agentur für Erneuerbare Energien

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