Bundeswehr heizt ab sofort mit Pellets

Die Bundeswehr hat für ihren Standort Oranienstein in Rheinland-Pfalz einen Energieleistungsvertrag mit Johnson Controls abgeschlossen. Im Rahmen eines Projektes im Wert von 1,3 Millionen Euro soll der Armeestützpunkt bis Ende 2010 grundlegend energetisch saniert und modernisiert werden. Die jährlichen Energiekosten liegen bei über 475.000 Euro und man erwartet, die Ausgaben für Heizung und Strom sowie die Treibhausemissionen zu halbieren.

Die Maßnahmen umfassen unter anderem den Austausch eines 850 Kilowatt Ölkessels durch einen entsprechend starken Holzpelletkessel. Zusätzlich werden zwei Mini-BHKWs mit Ferngasleitung installiert, die Beleuchtung ausgetauscht und eine zentrale Wasserenthärtungsanlage eingebaut. Die Investitionskosten werden über die erzielten Einsparungen finanziert. Die Bundeswehr modernisiert bereits einen anderen Standort in Aulenbach.

Agostino Renne, Hauptgeschäftsführer von Energy Solutions Süd- und Mitteleuropa befürwortet die Entscheidung der Bundeswehr, da “Gebäude 35 Prozent der weltweiten Energie verbrauchen und für 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Die Einbeziehung erneuerbarer Energieerzeugungstechniken ermöglicht es, sowohl weniger als auch sauberere Energie zu nutzen, so dass Verbrauch, Kosten und Emissionen sinken.”

Bild: Schloss Oranienstein, Urheber: Warburg

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