Energieagenturen: Atomdebatte lenkt vom Energiesparen und Sanieren ab

Der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) hat heute die Streichungen von KfW-Mitteln kritisiert. Aufgrund der Kürzungen ab dem ersten September seien Klimaschutz- und Energieeffizienzziele kaum noch wirksam zu erreichen. Auch die Bundesmittel für 2011 seien mit vorraussichtlich 436 Millionen Euro (2010: 2,2 Milliarden Euro) viel zu niedrig angesetzt, um belebende Impulse für die Gebäudesanierung zu erzeugen.

“Man hat den Eindruck, die Bundesregierung verwendet ihre Energien vor allem auf die Einigung zur geplanten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, anstatt sich dem für die Energie- und Klimaschutzbilanz weitaus bedeutsameren Gebäudebereich zu widmen, der auch in ihrem nationalen Energiekonzept keine große Rolle zu spielen scheint. Es schadet Wirtschaft wie Verbrauchern, die notwendige Diskussion um den Bestand erfolgreicher Förderprogramme einer langwierigen Atomdebatte zwischen Bund und Ländern zu opfern.”, so Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des eaD.

Bild: Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V., Berliner Energieagentur GmbH

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