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Energieszenarien der Bundesregierung unter starker Kritik veröffentlicht
Die Bundesregierung hat heute die Energieszenarien veröffentlicht, die als Basis für das im September erscheinende Energiekonzept dienen. Vertreter mehrerer Verbände kritisierten die Schlussfolgerungen aus den Szenarien scharf. Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) bezeichnete die Studie als Auftragsgutachten mit bereits vorher feststehendem Ergebnis. Auch in der Bundesregierung selbst ist man sich über die Deutung der Ergebnisse uneinig.
Laut ZEIT betrachtet Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke im Zeitrahmen von 12-20 Jahren als optimal, während Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) der Ansicht ist, dass eine Laufzeitverlängerung nur geringe Auswirkungen auf Strompreise und Klimaschutz hat.
Energiedebatte nicht auf Atomkraft verkürzen
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnten indes davor, die Debatte um die Energieszenarien nur auf die Frage der Atomkraft zu verkürzen. Für Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, steht vor allem die bessere Integration erneuerbarer Energien in die bestehenden Netze und die Erforschung besserer Speichertechnologien im Vordergrund. Auch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen müsse weiter vorangebracht werden.
Bild: Norbert Röttgen und Rainer Brüderle präsentieren die Energieszenarien, Quelle: BMWi
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