Fraunhofer ISI erstellt erstmalig Kosten-Nutzen-Analyse erneuerbarer Energien

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) kommt im ersten Zwischenbericht einer Analyse im Auftrag des BMU zu dem Schluss, dass die positiven Effekte erneuerbarer Energien deutlich überwiegen. Die Gesamt­fördersumme von 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 vermied nach Angaben des ISI Umwelt­schäden von 7,8 Millarden Euro. 791 Millionen Euro, die an Anlagenbetrieber von Photovoltaikanlagen ausgezahlt wurden, stünden weitaus höhere Steuereinnahmen gegenüber. Auch im Arbeitsmarkt verzeichnen die ISI-Forscher vorteilhafte Auswirkungen der Erneuerbaren: in allen erstellten Szenarien seien eindeutig positive Beschäftigungseffekte festgestellt worden.

Im weiteren Verlauf des Forschungsprojekts wird das Fraunhofer ISI die festgestellten Entwicklungen auf die Jahre 2020 und 2030 projizieren. Hierfür arbeitet das Institut mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), dem Deutschen Institut für Wirtschafts­forschung (DIW) und dem Institut für Zukunfts­energiesysteme (IZES) zusammen. Dies soll die langfristigen Wirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien besser berücksichtigen. Auch anderweitige Effekte wie die Auswirkungen erneuerbarer Energien auf die deutsche Innovationsintensität, Spill-Over-Effekte auf Technik und Politik sowie die Veränderung gesellschaftlicher Werte durch die neuen Technologien sollen im weiteren Verlauf des Forschungsvorhabens genau beleuchtet werden.

Bild: Fraunhofer-Institut für  System- und Innovationsforschung ISI

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