Holzpellets, Wärmepumpe und Solaranlage zeigen Gasversorgern die rote Karte

Holzpellets, Waermepumpe und Solaranlage zeigen Gasversorgern die rote KarteGroßereignisse wie die Fussball Europameisterschaft werden gerne genutzt, um schlechte Nachrichten zu verbreiten. Nahezu untergangen im Fussballrausch ist die Ankündigung vieler Gasversorger, unverzüglich oder in den kommenden Monaten, ihre Gaspreise um durchschnittlich 7 Prozent anzuheben. Dies sollte zum Anlass genommen werden, um den Gasversorgern mit einem Umstieg auf Holzpellets, Wärmepumpe oder Solarwärmeanlage die rote Karte zu zeigen.

Insgesamt haben 32 Gasversorger angekündigt, in den kommenden Monaten ihre Gaspreise zu erhöhen. Laut den Vergleichsportalen Verivox und Check24 sollen die Gaspreise dann um bis zu 16 Prozent steigen. Dass dies nicht immer mit betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit zu tun hat, zeigt das Beispiel E.ON. Der Großkonzern konnte durch Nachverhandlung bestehender Verträge eine Rückerstattung von rund 1 Milliarde Euro herausholen. Trotz dieses Geldsegens wird E.ON jedoch nicht von der ebenfalls angekündigten Gaspreiserhöhung absehen. Eine Ausnahme gibt es lediglich bei EnBW, die den Preis für den Tarif “ErdgasPlus” um 0,9 Prozent senken wird. Dies beruht allerdings auf einer Tarifumstellung, da der vorherige Gas-Grundversorgungstarif ein relativ komplizierter Stufentarif war.

Bei soviel Dreistigkeit sollte jeder Gaskunde seinem Gasversorger die rote Karte zeigen und sich über moderne, kostengünstige und umweltfreundliche Alternativen Gedanken machen. Die Auswahl ist groß. Wer ganz umsteigen möchte, für den sind Holzpelletheizungen und Wärmepumpen eine gute Alternative. Holzpelletheizungen bestechen durch ihre CO2-Neutralität. Das heißt, das beim Verbrennen der Holzpellets nur soviel CO2 abgegeben wird wie das Holz beim Wachsen aufgenommen hat. Weiterer Vorteil: Holzpellets bestechen durch eine hohe Preisstabilität. Während die Gaspreise immer weiter steigen, ist der Preis für Holzpellets in den letzten Jahren konstant geblieben.

Eine weitere Alternative sind Wärmepumpen. Hier bietet sich die Erdwärmeheizung aber auch eine Luftwärmepumpe an. Je nach Wärmepumpenart und Gebäudebeschaffenheit wird ein Drittel bis ein Viertel der benötigten Heizenergie an Strom nötig. Gerade dies führt aber auch zu einer hohen Betriebskostenstabilität, da eine Strompreissteigerung absolut nur zu einer geringen Steigerung der Heizkosten führt. Daneben bestechen Wärmepumpen durch ihre einfache Handhabung und ihre Wartungsfreiheit. Während bei Holzpelletheizungen für Nachschub gesorgt werden muss und auch der Schornsteinfeger zweimal pro Jahr kommen muss, kommt eine Wärmepumpe ganz ohne diesen Zusatzaufwand aus.

Wer seine Gasheizung weiterhin nutzen möchte und trotzdem weniger Gas verbrauchen will, der sollte über eine Kombination Gasheizung und Solarwärmeanlage nachdenken. Diese kann zur Brauchwasser- als auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Eine Brauchwasserunterstützung besticht gerade im Sommer. Hier kann dann gänzlich auf die Gasheizung verzichtet werden. Eine Solarwärmeanlage zur Heizungsunterstützung spart überdies in den Übergangsmonaten im Frühjahr und im Herbst eine Menge Gas ein. Und natürlich werden nicht nur Heizkosten gespart. Eine Solarwärmeanlage reduziert wie auch die Wärmepumpe und die Holzpelletheizung die CO2-Emissionen und schützt somit das Klima.

Robert

Online-Redakteur bei Heizungsfinder.de
Robert ist Online-Redakteur für Heizungsfinder - dem Verbraucherportal zum Thema Heizungen.

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2 Kommentare

  1. Thorsten Boiler
    vom 7. Juli 2012

    Diese Preistreiberei der letzten Jahre war ja wirklich auch eine Frechheit! Ich denke wenn man es schafft zukünftig mehr Solaranlagen zu produzieren, können WIR bald die Preise machen und nicht die Versorger.


  2. Richard Roses
    vom 10. Juli 2012

    @Thorsten
    Um soviel Anlagen in Betrieb zu nehmen um Druck aufzubauen vergehen noch Jahre!


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