Merkel für Ende der Bindung von Öl- und Gaspreis / EEX-Gasindex als Zukunftsmodell

Geht es nach Angela Merkel, müssen Gaskunden in Zukunft nicht höhere Preise für Gas bezahlen, sobald der Ölpreis steigt. “Sie wissen, dass der Gaspreis und der Ölpreis aneinander gekoppelt sind. Das ist sachlich bei Weitem nicht geboten.”, sagte Sie bei ihrem Besuch der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. “Deshalb habe ich mit Freude gehört, dass die Leipziger Börse daran arbeitet, einen Gasindex zu entwickeln, der eine eigenständige Preisbildung ermöglichen würde. Ich glaube, das ist ein weiterer Schritt zu mehr Wettbewerb.”

In ihrer Rede betonte Merkel ihre Hoffnung, dass die EEX zu einem der zentralen Plätze des europäischen Energiehandels wird: “Es ist wünschenswert, dass Leipzig eine sehr domiante Rolle hat.” Die Stadt leiste mit der Arbeit auf dem Energiemarkt einen wesentlichen Beitrag zu einem einheitlichen Energiemarkt in Europa. Merkel besuchte die EEX im Rahmen ihrer Energiereise durch Deutschland.

Ölpreisbindung immer stärker in der Kritik

Die Ölpreisbindung  ist in Deutschland seit den sechziger Jahren in Kraft und wurde ursprünglich als Mittel zur Förderungen von Investitionen im Gassektor und zur Sicherung der Ölpreise vereinbart. Bundeskartellamt und Verbraucherschutzorganisationen kritisieren seit längerem die Ölpreisbindung. Bereits im März 2010 hatte der BGH die Ölpreisbindung für Sonderverträge in einem Urteil für unwirksam erachtet.

Bild: European Energy Exchange AG

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