Röttgen fordert Sanierungspflicht für Altbauten

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) setzt sich für einen Kurswechsel in der energetischen Gebäudesanierung ein. Es bestünden umfassende Vorschriften und Regeln an die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien im Neubau. Diese gelten jedoch nicht für bereits bestehende Gebäude. Auch Ein- und Zweifamilienhäuser sind bislang nicht von einer Pflicht zur Nachrüstung bei einer Sanierung erfasst. Norbert Röttgen sprach diese Forderung laut Handelsblatt in einem 25-seitigen Eckpunktepapier zum neuen Energiekonzept der Bundesregierung aus. Doch das Papier “Modernisierung des Kraftwerksparks: Stillegung ineffizienter Anlagen” geht noch weiter.

Im industriellen Bereich will Röttgen die Energieeffizienz verbessert sehen. Unternehmen sollen nur dann noch energiebedingte Steuervergünstigen in Anspruch nehmen können, wenn das Unternehmen ein Energiemanagementsystem implementiert hat.

Stillegung ineffizienter Kohlekraftwerke

Auch Stein- und Braunkohlekraftwerke will Röttgen effizienter und weniger umweltschädlich gestalten. Er sieht deutsche Kohlekraftwerke einem unzureichenden Kostendruck durch den Emissionshandel ausgesetzt. Anforderungen an die Mindesteffizienz und den Kraftwerkswirkungsgrad würden dabei helfen, alte Kraftwerke nachzurüsten oder nach Ablauf einer Frist ganz aus dem Verkehr zu ziehen.

Foto: Laurence Chaperon

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