Der Heizungsfinder Blog - News zum Thema Heiztechnik
Archiv für die Kategorie ‘Heizkosten’
Wärmepumpen guter Ersatz für Nachtspeicherheizungen
Nachtspeicherheizungen waren vor Jahrzehnten beliebte Heizungen, die sogar gefördert wurden, um die Auslastung von Grundlastkraftwerken zu erhöhen. Heute werden Nachtspeicherheizungen in vielen Haushalten zum Problem: Nachtspeicherheizungen haben einen vergleichsweise hohen Strombedarf und vor dem 1. Januar 1990 eingebaute Nachtspeicherheizungen dürfen nach dem 31. Dezember 2019 nicht mehr betrieben werden. Eine gute Alternative für Nachtspeicherheizungen stellen Wärmepumpen dar, die zwar auch mit Strom betrieben werden, diesen aber wesentlich effizienter nutzen. weiterlesen
Blauer Engel für Energiedienstleistungen mit Energiespar-Garantie-Verträgen
Der Gebäudebestand bietet bekanntlich eines der größten Potenziale zur Energieeinsparung und CO2-Reduktion. Durch gezielte Investitionen in energieeffiziente Gebäudetechnik und durch ein professionelles Energiemanagement könnten diese Potenziale ausgeschöpft werden. Viele Pilotprojekte in öffentlichen Gebäuden und Krankenhäusern zeigen bereits, dass gerade das sogenannte Contracting helfen kann, ohne eigene Investitionen 20 bis 30 Prozent an Energiekosten durch neue Anlagentechnik einzusparen. Eine besonders interessante Form des Contracting ist die vertragliche Gestaltung durch Energiespar-Garantie-Verträge. Diese ermöglichen signifikante Energieeinsparungen und Emissionsminderungen ohne selbst, wirtschaftliche und technische Risiken zu tragen. Für diese Form des Umweltschutzes wird nun ein Blauer Engel für Energiedienstleistungen mit Energiespar-Garantie-Verträgen eingeführt. weiterlesen
Mieter haben Anspruch auf eine verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung
Millionen Mieter dürfte das freuen: Der Bundesgerichtshof hat gestern entschieden (AZ VIII ZR 156/11), dass eine Heizkostenabrechnung nach dem sogenannten Abflussprinzip nicht den Anforderungen der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) entspricht. Das bedeutet, dass eine Heizkostenabrechnung, die nur auf den Vorauszahlungen des Vermieters an seinen Energielieferanten beruht, unzulässig ist. Mieter hätten demnach das Recht, eine Abrechnung der Heizkosten auf Grundlage des tatsächlichen Energieverbrauchs zu verlangen. weiterlesen
2011: niedriger Energieverbrauch bei steigenden Heizkosten
Die Heizkostenbilanz des Jahres 2011 fällt nach Angaben des Energiemanagers Techem gemischt aus. Während die Witterung zu den mildesten seit Beginn der Wetterbeobachtung zählte, haben steigende Brennstoffpreise diesen Vorteil oft unwirksam werden lassen.
Der Energieverbrauch für die Raumheizung ist laut Techem um 18 Prozent niedriger als 2010. Während Nutzer einer Gasheizung laut Prognose circa 13 Prozent weniger Heizkosten verbuchen, müssen Eigner einer Ölheizung im Schnitt wohl mit einem Kostenzuwachs von ungefähr zwei Prozent rechnen.
Deutsche zahlen jährlich mehr als 1000 Euro für das Heizen
Dies ergab die Sonderauswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes (EVS) die das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) vorgenommen hat. Danach wurden im Jahre 2008 insgesamt 38,8 Milliarden Euro für Heizenergie ausgegeben.
Mit 63 Prozent – fast 25 Milliarden Euro – entfiel der Löwenanteil auf die im Schnitt deutlich größeren selbstgenutzten Eigenheime und Eigentumswohnungen. Die Berliner Forscher haben errechnet, dass 2008 im Durchschnitt aller deutschen Haushalte monatlich 82 Euro für Heizenergie ausgegeben wurden, also knapp 1.000 Euro im Jahr.
750 Milliarden Euro für die Gebäudesanierung bis 2030 erforderlich
Auf diese imposante Zahl kommt die heute veröffentlichte Shell-Hauswärmestudie. Diese Mittel wären nötig, um die angestrebte Sanierungsquote von jährlich zwei Prozent bis zum Jahre 2030 zu erreichen, wie Shell in Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) prognostiziert.
In vier Szenarien der Studie werden unterschiedliche Sanierungsraten und -Tiefen durchgespielt, um zu ermitteln, mit welchen Maßnahmen der größte Sanierungserfolg erreicht werden kann. Als besonders effizient haben sich in der Untersuchung Teilsanierungen mit schnellen und günstigen Effekten im Gegensatz zu Vollsanierungen herausgestellt.
EnergieAgentur.NRW gibt Tipps zur Heizungsoptimierung
Viele Heizungen in Deutschland sind nicht richtig eingestellt oder zu selten oder falsch gewartet, wie bereits die “Aktion Brennwertcheck” im Juni bemängelte. Dipl.-Ing. Christian Dahm von der EnergieAgentur.NRW hat einige Tipps und Hinweise zusammengestellt, wie man die Wärmeerzeugung oft noch deutlich optimieren kann.
Bund der Energieverbraucher reicht Beschwerde in Brüssel ein
Wettbewerb ist unzureichend, Transparenz mangelhaft, schwierige Wechselbedingungen und schlechter Verbraucherschutz – daran hapert es am Energierecht in Deutschland nach Ansicht des Bundes der Energieverbraucher. Diese Gründe führten dazu, dass deutsche Bürger viel zuviel für Strom und Gas bezahlen müssen. Der Verband hat deswegen nun Beschwerde in Brüssel eingereicht.
Moderne Heizungspumpen sparen Energie
Eine veraltete Heizungspumpe kann während der Heizperiode für bis zu 10% des Stromverbrauches eines Haushaltes verantwortlich sein, wie die “Initiative EnergieEffizienz” der Deutschen Energie-Agentur (dena) erinnert. Ungeregelte alte Pumpen können somit zusätzliche und unnötige Stromkosten von 120 Euro verursachen.
Diese Umwälzpumpen finden sich vor allem in alten und übergroßen Heizsystemen. Sie arbeiten mit einer unnötig hohen Leistung und passen sich nicht zeitnah dem Wärmebedarf an. Zeitgemäße, geregelte Pumpen erreichen demgegenüber einen vergleichsweise minimalen Verbrauch von 22 Euro im Winter.
Heizspiegel 2011: kalte Winter und teures Heizöl trieben 2010 die Heizkosten nach oben
Die Kosten für ölbeheizte Häuser sind um über ein Drittel gestiegen. Eine 70 Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl zu beheizen kostete im Jahr 2010 850 Euro. 2009 zahlte man mit 630 Euro noch 220 Euro weniger. Heizte man ein ähnliches Gebäude mit einer Erdgasheizung lagen die Heizkosten bei durchschnittlich 805 Euro, einem Anstieg von 20 Euro in einem Jahr. Auch für Fernwärme mussten Nutzer 20 Euro mehr als im Vorjahr auf den Tisch legen. Dies ist das Ergebnis des “Heizspiegel 2011″, den die gemeinnützige CO2-Online GmbH in enger Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) veröffentlicht hat.
Reduziert steigende Energieeffizienz den Nutzen von Nah- und Fernwärmenetzen?
Zu diesem Schluss kommt teilweise eine Studie der Ostfalia-Universität Wolfenbüttel, wie das Fachmagazin TGA-Fachplaner heute berichtet. Die Studie wurde im Auftrag des Institutes für Wärme und Oeltechnik (IWO), des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und das VDZ-Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. Durch steigende Energieeffizienz sinkt der Wärmebedarf deutscher Gebäude immer weiter. Dadurch würde ein klassisches Fernwärmenetz immer unwirtschaftlicher, vor allem in Neubaugebieten mit sehr effizientem Gebäudebestand.
Preiserhöhungen der Gasversorger können anfechtbar sein
Der Verbraucher muss Erhöhungen der Preise nicht immer alternativlos akzeptieren. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, eine Sonderkündigung zu erreichen, wie Jochen Fiedler, Geschäftsführer der Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG, erklärt. Die Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) regelt die Fristen und Bedingungen, wann und wie ein Versorger seine Kunden über Preissteigerungen zu informieren hat.
Nach der GasGVV sind neue Preise mindestens sechs Wochen vorher bekanntzugeben – wichtig: der Versorger muss betroffene Kunden schriftlich informieren. Eine allgemeine öffentliche Bekanntgabe reiche nicht aus. „Es kommt öfter vor, dass ein Grundversorger die Kundenbriefe erst ein paar Tage oder Wochen nach der öffentlichen Ankündigung verschickt. Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Beides muss zur gleichen Zeit erfolgen“, so Fiedler.
Die Thermometer sinken, die Gaspreise steigen
Wie das Verbraucherportal Verivox am 21.09.2011 informiert, haben 237 Gasversorger für die kommenden Monate Preiserhöhungen angekündigt. So sollen im Oktober und November die Preise im Schnitt um 10 Prozent steigen. Bereits jetzt ist im bundesdeutschen Durchschnitt eine höhere Preislage im Vergleich zum Vorjahr erkennbar.
Pelletpreise im September leicht gestiegen
Vor allem im Vergleich zu Heizöl, welches im vergangenen Monat mit 8,18 ct pro Kilowattstunden einen deutlichen Preisanstieg verzeichnete, bleiben Pellets mit 4,69 ct günstig. Dies geht aus den Zahlen hervor, welche der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) unter Bezugnahme auf den hauseigenen DEPV-Preisindex gestern veröffentlichte.
Demnach zahlt man im Durchschnitt für eine Tonne Holzpellets 229,90 Euro. Dies entspricht einem Preisanstieg von nur einem Prozent gegenüber dem August 2011.
Energiesparen mit geringen Mitteln – TU Dresden untersucht Heizkörperthermostate
Thermostatventile werden bei einer Sanierung oft übersehen, obwohl veraltete Geräte einen deutlichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Wie man mit kleinem Kapitaleinsatz Heizkosten sparen kann, zeigt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) anhand einer Studie der TU Dresden. In der Untersuchung verglichen die Forscher Regler, die vor 1988 verbaut wurden, mit aktuellen Bauteilen – und kamen zu sehr klaren Ergebnissen. weiterlesen
Sächsische Energieagentur bemängelt Energieverschwendung in öffentlichen Gebäuden
In Energiekostenabrechnungen erhalten die Empfänger keine Auskunft darüber, wie viel bezogene Energie tatsächlich zur Nutzenergie wird – man erhält nur Informationen über die bezogene Endenergie. So kann der Betreiber nicht herausfinden, wie energieeffizient eine Heizanlage wirklich ist.
Die Sächsische Energieagentur (SAENA GmbH) hat deshalb zusammen mit mehreren Energieberatern öffentliche Einrichtungen in Sachsen mit zusätzlicher Messtechnik versehen, um die Energieeffizienz zu messen. Das Ergebnis der Untersuchung “Initialmessung an Anlagentechnik”: der mittlere Nutzungsgrad vieler Anlagen in Schulen, Kindergärten oder allgemeinen Verwaltungsgebäuden lag nur zwischen 60 bis 80 Prozent.
Erhöhung der Gaspreise ab August
Wie das Verbraucherportal Verivox am 20.07. mitteilte, haben 90 Gasversorger zum August und September 2011 Gaspreiserhöhungen von durchschnittlich 11 Prozent angekündigt. Gründe für die Preisentwicklung seien die gestiegenen Beschaffungskosten. Der Gaspreis ist an Öl- und Großhandelspreise an den Spotmärkten gekoppelt, die im Laufe des Jahres 2011 gestiegen sind. weiterlesen
Steigende Pelletsnachfrage kann auch in Zukunft aus Deutschland gedeckt werden
Der Verbrauch an Holzpellets stieg nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) von ca. 250.000 Tonnen im Jahr 2005 auf 1.200.000 Tonnen im Jahr 2010, Prognose steigend. Trotz des gestiegenen Bedarfs ist der deutsche Wald nach DEPI nicht durch eine Übernutzung gefährdet. Es ist ausreichend Material vorhanden, um auch in den kommenden Jahren eine stabile Pelletproduktion aus dem eigenen Land zu gewährleisten.
Auch die stabile Preisentwicklung mache den nachhaltigen Brennstoff zu einer beliebten Alternative. Der Preisanstieg bei Pellets ist mit durchschnittlich 3 bis 4% bisher gering, und wird nach Angaben des Deutschen Energie- und Pelletverbands (DEPV) auch in den kommenden Jahren nicht höher liegen. weiterlesen
Holzpellets sind jetzt günstiger als im Herbst
Die EnergieAgentur.NRW empfiehlt Besitzern von Holpelletskesseln, ihre Vorrätte nicht erst im Herbst aufzufüllen. Die Preise für Holzpellets sind im frühen Sommer günstiger als später im Jahr. Zum Herbst werden die Preise saisonbedingt wieder steigen. Eine Untersuchung des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) zeigt, daß die Pelletpreise zur Jahresmitte um ca. 10 Prozent niedriger liegen als im Oktober.
Bundesregierung will CO2-Zertifikate für Brennstoffe einführen
Eine entsprechende Regelung soll im Jahr 2015 in Kraft treten. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) heute unter Berufung auf Regierungskreise. Händler von Heizöl, Erdgas, aber auch Holzpellets müssten für ihre Ware dann eine entsprechende Menge an Zertifikaten erwerben. Ob und wie sich eine solche Regelung auf den Heizungsmarkt und die Heizkosten auswirkt, wäre “vom Markt abhängig”.
Nach der Sommerpause seien Treffen geplant, um die Details zu besprechen. “Das wird eine Lösung, die jahrzehntelang Bestand haben wird”, zitiert die FTD einen Regierungsvertreter. Die CO2-Zertifikate sollen die Klimaschutzziele der Bundesregierung stützen.
Wettbewerb: wieviel Energie sparen deutsche Haushalte im europäischen Vergleich?

In einem europaweit ersten Wettbewerb seiner Art sollen Privathaushalte dazu angehalten werden, Strom und Heizenergie einzusparen. Zum “European Climate Cup” von CO2 Online sind private Haushalte aus 10 europäische Ländern aufgerufen, darunter auch Deutschland.
Die Teilnehmer sollen zeigen, wie sie innerhalb eines Jahres effizient und sparsam Strom und Heizenergie nutzen. Als Vergleichsbasis dient ein Energiesparkonto, das jeder Haushalt eröffnet. Alle europäischen Teilnehmer konkurrieren um einen Meistertitel, der am Ende bei einer Siegerehrung verliehen wird.
Deutliche Preissteigerungen bei Öl und Strom
Die Brennstoffspiegel Redaktion hat die aktuellen Preise (20. Mai 2011) für Heizöl, Bio Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Holzpellets, Braunkohlebriketts, Fernwärme und Strom vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich Öl, Erdgas, Strom und Pellets weiter verteuert. Mit knapp 20% fällt die Steigerung bei Öl am höchsten aus. Lediglich Flüssiggas, Braunkohlebriketts und Fernwärme waren im Mai 2011 billiger als vor einem Jahr. Der höchste Preisnachlass ist bei Flüssiggas zu verzeichnen. Es war im Mai rund 16% günstiger als vor einem Jahr.
Im Vergleich zum Vormonat fällt die Preissteigerung saisonbedingt weniger deutlich aus. So haben sich Erdgas, Fernwärme und Strom verteuert. Öl, Flüssiggas, Holzpellets und Braunkohlebriketts waren im Mai günstiger als im April. Als Vergleichswert wurde die Menge von 3.000 Litern Heizöl herangezogen. Die genauen Preise und Preissteigerungen im Überblick:
Erdgasverbrauch im ersten Quartal 2011 leicht gesunken, Strom zieht an
Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) heute mitteilt, ist der deutsche Gasverbrauch im ersten Jahresviertel im Vorjahresvergleich um ein Zehntel gesunken. Von Januar bis Ende März wurden demnach 303,2 Milliarden Kilowattstunden Energie aus Erdgas bereitgestellt. während 2010 noch 335,7 Mrd. kWh verzeichnet worden sind. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt nach Einschätzung des BDEW vor allem in einem tendenziell milden Winter begründet, was den Heizbedarf entsprechend reduzierte.
Monatliche Gas- und Stromabrechnungen sollen mehr Transparenz schaffen
EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) fordert, dass Energieversorger ihre Kunden besser informieren. Dies sagte er in einem Interview mit der “Welt am Sonntag”. Der Gas- und Stromverbrauch sollte möglichst nicht mehr jährlich, sondern monatlich mitgeteilt werden.
“Wer Auto fährt, weiß, wie die Benzinpreise wo sind, wie viel sein Wagen auf hundert Kilometer verbraucht. Im Stromverbrauch oder bei der Wärme sind wir sehr wenig informiert und entscheidungsfähig. Wir wollen keine großen Abrechnungen mehr, die der Kunde nur einmal im Jahr von seinem Versorger bekommt. Stattdessen gibt es eine detaillierte Verbrauchs- und Kostenrechnung, und die jeden Monat”, so Oettinger.
Bild: © European Union, 2011 | Brussels – Berlaymont
Der hydraulische Abgleich: mit geringem Aufwand die Heizkosten senken
Viele Heizungen in Deutschland sind schlecht eingestellt und verschwenden unnötig Energie. Der hydraulische Abgleich ist eine der effektivsten Maßnahmen, um Heizkosten zu senken. Jedoch wissen nur wenige Verbraucher von diesem Instrument und es kann schwierig sein, einen Handwerker zu finden, der für diese Tätigkeit qualifiziert ist. Grundsätzlich geht es darum, dass alle Komponenten einer Heizung gut aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten.
Anhand einer professionellen Heizlastberechnung für jeden Raum gesondert ermittelt und geprüft, auf welche Heizlast die jeweiligen Heizkörper eingestellt sind. Dazu gehört, dass an jedem Heizkörper der richtige Wasserdruck vorhanden ist. Dies kann man unter anderem durch passgenau eingestellte hydraulische Widerstände erreichen. Auch eine zum optimierten Druck passende Pumpe bringt zusätzlichen Nutzen.
dena-Studie: Mehrfamilienhäuser können sozialverträglich saniert werden
Anhand einer Studie, welche die Deutsche Energie-Agentur (dena) durchgeführt hat, kann der Wärmebedarf von Mehrfamilienhäusern ohne Mehrbelastungen für Vermieter oder Mieter um drei Viertel verringert werden. Selbst eine Einsparung von 80 Prozent würde nur zu geringen Steigerungen führen und sei bei steigenden Energiepreisen schnell wärmemietenneutral.
“Die Studie zeigt, wie wir schnell und sozialverträglich ein erstes Etappenziel bei der Sanierung der Wohngebäude in Deutschland erreichen können”, bewertet Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, die Ergebnisse. “Bei den sowieso anstehenden Sanierungen muss die Energieeffizienz in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die Erreichung der Ziele der Bundesregierung ist die Aufstockung der Fördermittel auf vier bis fünf Milliarden Euro jährlich erforderlich”.
Energiesparen mit wenig Aufwand: Kurzratgeber zum richtigen Heizen und Lüften
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) gibt in ihrer neuen Broschüre “Gesund wohnen: Gut gelüftet. Schlau geheizt” nützliche Tipps, wie man mit kleinen Maßnahmen eine Menge Heizkosten einsparen kann.
Die Broschüre zeigt, wie man durch richtiges Lüften Schimmelbildung verhindert und unnötige Wärmeverluste vermeidet: sollte man die Fenster kippen oder nicht? Wo und wann verliert ein Gebäude die meiste Energie? Der Ratgeber gibt Antwort. Die Broschüre kann auf der Webseite der dena kostenfrei als PDF heruntergeladen oder gegen geringes Entgelt als Druckversion bestellt werden.
Mehr Wettbewerb bei Wärmepumpenstrom
Das Bundeskartellamt hat die bisherige Angebotspraxis bei Wärmepumpenstromtarifen für gesetzwidrig befunden. Bislang hatte ein Wärmepumpenbesitzer wenig Auswahl bei der Wahl des Energiedienstleisters, da regionale Anbieter den Markt unter sich aufteilten. Diese faktische Monopolstellung lag darin begründet, dass Versorger ihre sogenannten Lastprofile mit detaillierten Lieferkonditionen nicht veröffentlichen mussten. Konkurrierende Unternehmen konnten somit mangels Berechnungsgrundlagen keine wettbewerbsfähigen Tarife anbieten.
Energiesparer gesucht: CO2-Online vergibt programmierbare Heizkörperthermostate
Programmierbare Heizkörperthermostate können die Heizkosten um bis zu 15 Prozent senken. Der Energiesparclub, ein Projekt der gemeinnützigen CO2-Online GmbH, will herausfinden, wie nützlich ein solches Gerät im Alltag wirklich ist. Im Rahmen des zweiwöchigen Praxistests können vierzehn Haushalte ein “Sparpaket” im Wert von 180 Euro erhalten.
Das Wuppertaler Modell: Energieagentur NRW bietet Energieschuldenberatung
In Kooperation mit der WSE Energie & Wasser AG bietet die Energieagentur Nordrhein-Westfalen in Wuppertal ein Beratungsangebot an, um Energieschulden von Privatpersonen dauerhaft zu reduzieren. Schuldnern in Zwangslagen soll wieder eine finanzielle Planungsmöglichkeit gegeben und Wege aus der Schuldenfalle gezeigt werden. Auch Fallmanager der ARGE werden in die Beratung mit eingebunden. Das Ziel ist, die Eigeninitiative von Betroffenen zu stärken und Impulse zur Selbsthilfe zu geben.

