Der Heizungsfinder Blog - News zum Thema Heiztechnik
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Steuererleichterung energetischer Sanierungen erneut im Vermittlungsausschuss
Am 30.06.2011 verabschiedete der Bundestag den Gesetzentwurf zur Steuererleichterung energetischer Sanierungsmaßnahmen. Nur eine Woche später wurde das Inkrafttreten vom Bundesrat blockiert, da viele Bundesländer eine übermäßige Belastung ihres Haushaltes befürchteten. Nachdem die Beratungen dann im angerufenen Vermittlungsausschuss am 22.11. und 14.12. ergebnislos verliefen, hoffen Branchenverbände und viele Eigenheimbesitzer nun auf eine Einigung am kommenden Mittwoch.
Kritik an der Förderpolitik für regenerative Heiztechnik
215 Millionen Euro wurden 2010 in den Ausbau von Fertigungskapazitäten für Solarthermie, Wärmepumpen und Biomasseheizanlagen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Forschungsinstitute EuPD Research, DCTI und Wuppertal Institut im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien. Nach Aussage der Agentur sei diese Summe zu gering, um die Ausbauziele der Bundesregierung bis 2020 zu erreichen.
Keine Einigung im Vermittlungsausschuss zur Förderung der Gebäudesanierung
Die Lage für Sanierungswillige bleibt weiterhin ungewiss. Der erste von drei möglichen Einigungsversuchen zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist im Vermittlungsausschuss ohne Ergebnis verlaufen. Sollten die verbleibenden zwei Einigungsversuche ohne einen Kompromiss schließen, so wäre das im Sommer dieses Jahres entworfene Gesetz endgültig gescheitert.
Bund der Energieverbraucher reicht Beschwerde in Brüssel ein
Wettbewerb ist unzureichend, Transparenz mangelhaft, schwierige Wechselbedingungen und schlechter Verbraucherschutz – daran hapert es am Energierecht in Deutschland nach Ansicht des Bundes der Energieverbraucher. Diese Gründe führten dazu, dass deutsche Bürger viel zuviel für Strom und Gas bezahlen müssen. Der Verband hat deswegen nun Beschwerde in Brüssel eingereicht.
Bundesregierung ruft den Vermittlungsausschuss an
Wie die Bundesregierung mitteilt, wird sie den Vermittlungsausschuss anrufen, um die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen neu zu verhandeln. Eigentümer (Vermieter, Verpächter und Selbstnutzer) sollen jährlich zehn Prozent der Sanierungsaufwendungen über einen Zeitraum von zehn Jahren steuermindernd geltend machen können. Der Bundesrat hatte diesen Vorschlag unter Verweis auf die hohen Kosten, die auf die Bundesländer zukämen, abgelehnt. In den letzten Tagen hatten einige Bundesländer ihre Kompromissbereitschaft erklärt, so dass eine Anrufung des Vermittlungsausschusses positive Ergebnisse zeitigen könnte.
SPD will Abwrackprämie für alte Heizungen in Nordrhein-Westfalen
Dadurch könnte der CO2-Ausstoß reduziert und Nebenkosten für Mieter und Eigentümer deutlich gesenkt werden. Noch sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 300.000 Heizanlagen installiert, die über 25 Jahre alt sind und Umwelt und Verbraucher belasten. Die ersten tausend Antragsteller sollen für die Verschrottung ihrer Heizung eine Prämie erhalten. Der Vorschlag kommt vom Umweltexperten Andre Stinka gegenüber der WAZ Mediengruppe. Heizen dürfe nicht zum Luxus werden, so Stinka.
Bundesumweltministerium setzt auf nachhaltiges Energiekonzept

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat seinen Jahresbericht 2010 “Innovation durch Forschung” veröffentlicht. Der Bericht zeigt, wie das BMU seine Mittel in die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert.
Der Bericht stellt zudem das Energiekonzept der Bundesregierung vom Herbst 2010 vor. Das Konzept soll als langfristig angelegte Gesamtstrategie dazu führen, dass erneuerbare Energien optimal genutzt und eingesetzt werden. Dabei wird vorangig auf regenerative Energien wie Wind- und Sonnenenergie, Erdwärme und Bioenergie gesetzt, die den Kern der zukünftigen Energieversorgung bilden sollen. Ziel des Energiekonzeptes ist die Verringerung von Treibhausgasemissionen und die Erreichung der Klimaschutzziele. weiterlesen
Steuerliche Förderung der Gebäudesanierung im Bundesrat abgelehnt
Wie Heizungsfinder berichtete, legte die Bundesregierung im Juni einen Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung vor. Dieser wurde nun im Bundesrat abgelehnt. Die Länder sind nicht dazu bereit, einen großen Teil der Finanzlast selber zu tragen. Die Steuermindereinnahmen lägen bei jährlich 1,5 Milliarden Euro, mehr als 57 Prozent davon seien von Ländern und Kommunen zu tragen.
Auch bei der Steuerminderung über Abschreibung gibt es nach Länderkammer noch Ungereimtheiten. Sie fordert mehr finanzielle Gleichberechtigung, da nach dem bisherigen Vorschlag Leute begünstigt würden, die mehr verdienen. Eine Zulage anstatt des bisherigen Abschreibungsmodells würde die Ungleichheiten beheben.
Keine CO2-Zertifikate für Holzpellets
Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) informiert, dass bei einer Einführung von CO2-Zertifikaten für Brennstoffe Holzpellets nicht betroffen sein können. Da Pellets vollständig aus Holz bestehen, einem CO2-neutralen Energieträger, könnten sie nicht mit CO2-Zertifikaten belegt werden.
Die Entscheidung, ob ein Zertifikatesystem für Brennstoffe eingeführt wird, ist noch nicht gefallen. Entsprechende Gespräche will die Bundesregierung nach der Sommerpause aufnehmen.
Bundesregierung will CO2-Zertifikate für Brennstoffe einführen
Eine entsprechende Regelung soll im Jahr 2015 in Kraft treten. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) heute unter Berufung auf Regierungskreise. Händler von Heizöl, Erdgas, aber auch Holzpellets müssten für ihre Ware dann eine entsprechende Menge an Zertifikaten erwerben. Ob und wie sich eine solche Regelung auf den Heizungsmarkt und die Heizkosten auswirkt, wäre “vom Markt abhängig”.
Nach der Sommerpause seien Treffen geplant, um die Details zu besprechen. “Das wird eine Lösung, die jahrzehntelang Bestand haben wird”, zitiert die FTD einen Regierungsvertreter. Die CO2-Zertifikate sollen die Klimaschutzziele der Bundesregierung stützen.
Steuerliche Hilfen für Gebäudesanierung könnten vorgezogen werden
Wie FOCUS Online berichtet, könnte die steuerliche Absetzbarkeit von Gebäudesanierungen schneller kommen als erwartet. Nach Anhörungen im Bundestag am 28. Juni gab es demnach Tendenzen, die Absetzbarkeit von bis zu zehn Prozent der Kosten rückwirkend ab dem 06. Juni 2011 möglich zu machen.
“Wir möchten verhindern, dass in diesem Jahr ein Stau entsteht und Sanierungsmaßnahmen auf 2012 verschoben werden“, so Sebastian Körber, baupolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.
Bild: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Neuregelung der Gebäudesanierung trifft auf Widerstand der Bundesländer
Das Bundeskabinett hofft, Gebäudesanierungen in Deutschland attraktiver zu machen. Da geplant ist, Sanierungsaufwendungen in bestimmten Grenzen steuerlich absetzbar zu gestalten, kann es zu steuerlichen Mindereinnahmen von knapp 1500 Millionen Euro kommen.
Mit 900 Millionen Euro hätten die Bundesländer und Kommunen den größeren Teil der Last zu schultern. Wie die Berliner Zeitung heute berichtet, sind die Bundesländer aber nicht ohne Weiteres geneigt, diese Kosten zu übernehmen.
CO2-Gebäudesanierung soll ab nächstem Jahr 1,5 Milliarden Euro erhalten
Dies berichtet der TGA-Fachplaner heute unter Berufung auf eine gestrige Pressekonferenz in Berlin. Der Betrag von 1500 Millionen Euro soll demnach ab 2012 für Gebäudesanierungsprogramme bereitstehen. Ein großer Teil dieser Mittel soll nicht mehr vom Bundeshaushalt kommen, sondern aus dem Energie- und Klimafonds, der 2011 bereits 500 Millionen Euro der insgesamt 936 Millionen Euro für die Sanierungsprogramme der KfW-Bankengruppe bereitgestellt hat.
Weiterhin hat Peter Götz, kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion angekündigt, “dass von der Koalition eine Abschreibemöglichkeit von 10 % jährlich vorgesehen ist und „die zusätzliche Einrichtung langfristiger Finanzierungsmöglichkeiten der Gebäudesanierung auf marktorientierter Basis“ geprüft werden”.
Novelle des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes in Kraft getreten
Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU verpflichtet die Mitgliedsstaaten, mehr erneuerbare Energien im Kälte- und Wärmebereich einzusetzen. Über die Novelle des EEWärmeG, die seit dem 01. Mai 2011 in Kraft getreten ist, wird diese Anforderung nun in deutsches Recht umgesetzt. weiterlesen
Verbände fordern mehr Beteiligung an der Energiepolitik der Bundesregierung
Die Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Verbandes kommunaler Unternehmen haben heute auf einer Pressekonferenz in Berlin eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Gleichzeitig forderten sie eine Anpassung des Energiekonzeptes. Neben verbesserten Rahmenbedingungen für die erneuerbaren Energien sei es notwendig, die Energieinfrastruktur stärker auf eine dezentrale Stromversorgung umzustellen.
EU-Kommission verabschiedet Pläne für mehr Energieffizienz und Klimaschutz
Die Europäische Kommission hat am 08. März zwei Programme verabschiedet. Der “Energieeffizienzplan 2011″ und der “Fahrplan für eine kohlenstoffarme Wirtschaft in 2050″ haben eine Verbesserung der Energieeffizienz und eine Verminderung von Emissionen zum Ziel. Laut dem Energieeffizienzplan soll eine Verbesserung der europaweiten Energieeffizienz um 20 Prozent erreicht werden. Eine große Rolle spielt demnach der Gebäudesektor, der für knapp 40 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich ist.
Verbände und Gewerkschaften fordern Merkel zu mehr Einsatz für Energieeffizienz auf
Kurz vor dem europäischen Energiegipfel fordert ein Bündnis mehrerer Verbände und Gewerkschaften die Bundeskanzlerin auf, sich dort für rechtlich verbindliche Energiesparziele einzusetzen. Anhand einer Pressemitteilung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) hatte Deutschland im Januar angekündigt, bis 2020 38 Millionen Tonnen Öleinheiten einsparen zu wollen.
Im Energiekonzept wurden jedoch noch 62 Millionen Tonnen Öleinheiten als Zielvorgabe formuliert. “Damit hat sich die Bundesregierung offenbar nach nur 100 Tagen bereits von ihrem Energiekonzept verabschiedet”, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
EU-Kommission plant Zwang zur Sanierung öffentlicher Bauten
Dies geht aus einem Entwurf für den EU-Energieeffizienzplan hervor, über den die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) heute berichtet. Die EU-Kommission will die Mitgliedsstaaten demnach dazu bringen, pro Jahr zwei Prozent der öffentlichen Altbauten zu sanieren. Der Entwurf sieht vor, dass öffentliche Gebäude zu dem energieeffzientesten Zehntel des Gesamtgebäudebestands gehören sollen. Dies würde bedeuten, dass die Sanierungsbemühungen praktisch verdoppelt und höhere Energiestandards als bislang üblich angewendet werden müssten. Auch in anderen Sektoren würde der Entwurf zu weitreichenden Veränderungen führen.
Niedersachsens Umweltminister für einheitliche Biogas-Vergütung
Hans-Heinrich Sander (FDP), der Umweltminister von Niedersachsen, hat sich in einer Diskussionsrunde mit Vertretern mehrerer Biogasunternehmen zur Zukunft des EEG geäußert. Dies berichtet das Unternehmen EnviTec Biogas AG heute in einer Pressemitteilung. Der Kern seines Vorschlages besteht demnach in einer einheitlichen und gesenkten Gesamtvergütung – unabhängig vom verwendeten Inputstoff. Die angestrebte Vergütung liege bei 22 bis 23 Cent pro Kilowattstunde und wäre für 20 Jahre gültig. Das Bundesland Niedersachsen habe bereits einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht.
Stadtwerke Mainz legen Beschwerde gegen das Energiekonzept in Brüssel ein
Wie die Allgemeine Zeitung heute berichtet, haben die Stadtwerke Mainz im Verbund mit zehn weiteren Energieunternehmen einen Beschwerdeschriftsatz bei der EU-Kommission eingereicht. Die Beschwerde gegen das Energiekonzept der Bundesregierung richtet sich vor allem gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. Die Verlängerung verletze die Vorgaben des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), da die Stellung bereits marktbeherrschender Unternehmen weiter gestärkt werde.
Ausschuss bestätigt Kürzungen im CO2-Gebäudesanierungsprogramm
Der Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Mittelkürzung des Sanierungsprogrammes bestätigt. Die SPD-Fraktion hatte gefordert, Kürzungen zu unterlassen und das Programm auf hohem Niveau zu verstetigen. Bündnis 90/Die Grünen forderten, die Sanierungshilfen mit mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr auszustatten und den Einsatz ökologischer Baustoffe zu forcieren.
Europäische Kommission veröffentlicht “Energiestrategie 2020″
Günther Oettinger (CDU), EU-Energiekommissar in der Europäischen Kommission, hat heute in Brüssel die Energiestrategie für die nächsten zehn Jahre vorgelegt. Ziel sei es, die Energieversorgung in Europa auf einen “nachhaltigen und sicheren Weg” zu bringen. Ohne Europäisierung der Energiepolitik sei die Wirtschaft nicht wettbewerbsfähig und klimafreundlich zu gestalten, so Oettinger. Die Schwerpunkte der europäischen Strategie liegen demnach auf der Realisierung von Energieeinsparungen, der Erhöhung von Wettbewerb auf dem Energiemarkt, Verbesserung der Versorgungssicherheit und der Forschungsförderung.
Schlichtungsstelle soll zwischen Energiekunden und Versorgern vermitteln
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie prüft, einen Verein zu gründen, der Energiekunden bei Konflikten mit ihren Energieversorgern gerichtlichen Beistand anbietet. In dem Verein sollen Verbraucherschützer und Energieunternehmen gleichermaßen vertreten sein. Dies geht aus Eckpunkten der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes hervor, die das Ministerium heute bekanntgab. Auch die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt sollen über einen Beirat in dem Schlichtungsverein in die Arbeit des Schlichtungsvereins mit eingebunden sein.
Zum Sanieren motivieren – Leitfaden gegen Sanierungsstau
Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung haben Wissenschaftler des Institutes für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Institutes für sozial-ökologische Forschung (ISOE) untersucht, wie die Sanierungsquote erhöht werden kann. „Wer sich heute mit einer energetischen Sanierung seines Hauses befasst, kann leicht im Sanierungsdschungel verlorengehen. Die Konsequenz ist allzu oft: Stillstand“, erklärt ISOE-Forscher Immanuel Stieß. Vor allem im Bereich des Marketing und der gezielten Kommunikation bestünden massive Hindernisse.
2011 stehen 936 Millionen Euro für die Gebäudesanierung zur Verfügung
Für das kommende Jahr werden 936 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Dies erklärte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Mittel setzen sich aus 436 Millionen Euro des CO2-Gebäudesanierungsprogramms zusammen, welches mit weiteren 500 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds gestützt wird. Die angekündigten Fördergelder verbleiben jedoch nicht ohne Kritik.
Bundestag beschließt Energiekonzept
Das Energiekonzept der Bundesregierung hat heute den Bundestag passiert. Mit 308 Stimmen hat sich die Regierungskoalition aus CDU und FDP gegen 289 Gegenstimmen der Oppositionsparteien durchgesetzt. Dem Beschluss ging eine heftige Debatte im Bundestag voraus, wie die ZEIT berichtet. Während Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) das Energiekonzept erneut als “Revolution” bezeichnete, verurteilte der Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, das Konzept demnach als “Abgrund von Lobby- und Klientelpolitik”.
Europäische Kommission plant Energieeffizienz-Zertifikate
Dies geht nach Angaben der Frankurter Allgemeine Zeitung aus einem Strategiepapier zur EU-Energiepolitik hervor. Diese Zertifikate sollen ähnlich wie Emissionszertifikate funktionieren: Unternehmen erhalten Vorgaben für effiziente Energienutzung. Bleiben diese unter den festgelegten Werten, kann die Resterlaubnis an andere Unternehmen weiterverkauft werden. Auch die Errichtung neuer Kraftwerke soll von dem Effizienzzertifikat abgedeckt werden.
Erneuerbare-Wärme-Prämie für regenerative Heiztechnik gewinnt an Boden
Die FDP zeigte sich heute im Verlauf des achten “Forums Wärmepumpe” offen, ein Instrument zur Förderung regenerativer Wärmegewinnung einzuführen. Michael Kauch, umweltpolitischer Sprecher der FPD, hält ein derartigen Vorschlag für “denkbar”. Das vom Bundesverband Erneuerbare Energien entwickelte Modell sieht vor, dass Importeure und Händler eine Abgabe auf verkauftes Öl oder Gas zahlen. Die gewonnen Mittel sollen zur Förderung regenerativer Heizungen zur Verfügung stehen, ohne dass der Bundeshalt Gelder zur Verfügung stellen muss.
Wer trägt die Kosten einer Gebäudesanierung? Merkel bezieht Stellung
Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärte die Bundeskanzlerin, wie sie die Sanierung von Gebäuden schneller vorantreiben möchte. Eine stärkere Umschichtung von Sanierungs- und Investitionskosten von den Eigentümern auf die Mieter soll eine solche Beschleunigung bewerkstelligen. “Das findet nicht jeder gut”, gab sie im Gespräch zu, ergänzte aber, dass langfristig auch Mieter von niedrigeren Energiekosten profitierten. Investitionen müssten nicht nur für Mieter, sondern auch für Eigentümer attraktiver werden. Der Präsident des Deutschen Mieterbundes e.V. (DMB) protestierte energisch gegen die Ankündigung.
Bundeskabinett beschließt Endfassung des Energiekonzeptes
Die Mitglieder der Bundesregierung billigten heute das von Norbert Röttgen (CDU) und Rainer Brüderle (FDP) vorgelegte Energiekonzept. Mit Ausnahme der Energieversorger stieß das “Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung” auf starke Kritik. Nicht nur die Frage der Laufzeitverlängerung war ausschlaggebend für die mehrheitliche Ablehnung: nach Protesten verschiedener Interessengruppen wurden die Bestimmungen zur Gebäudesanierung deutlich entschärft, obwohl die Bundesregierung plant, die aktuelle Sanierungsrate von einem auf zwei Prozent zu verdoppeln.

