Welche Holzheizung ist am besten?

bearbeitet January 2012 in Holzheizung, Holzkessel
Hi all,

weil ich’s so gemütlich finde habe vor mir demnächst eine Holzheizung anzuschaffen. Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Vom Feeling her finde ich ja nen Kamin am besten. Damit kann ich aber wohl nicht mein ganzes Haus heizen. Oder gibt es sowas doch? Fänd es auf jeden Fall super eine Heizung zu haben, die mit Stückholz zu beheizen ist.

Need help: Würde gerne wissen was andere für Holzheizungen haben und wie zufrieden Sie damit sind.

Grüße, Alex H.

Kommentare

  • bearbeitet November 2009 Beiträge: 0
    Hallo Axel H.,

    mit einem Holzscheit-Kaminofen können Sie nur einen Wohnraum beheizen. Es gibt jedoch wasserführende Kaminöfen, die eine Zentralheizung bei der Heißwasserbereitung unterstützen.

    Wenn Sie Ihr gesamtes Haus oder Ihre gesamte Wohnung mit einer Holzheizung beheizen möchten, empfehle ich Ihnen die Anschaffung einer Pelletheizung, eines Holzvergaser Heizkessels oder eines Hackgutkessels.

    Mehr informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

    Holzheizung Vegleich

    Pelletofen - Die drei Ofenarten

    Viele Grüße, Dennis.
  • bearbeitet January 2010 Beiträge: 0
    Die unbestritten tolle optische Wirkung eines Kamin erlebe ich seit 10 Jahren. Nehme ich die gleiche Holzmenge für den Holzvergaser, so beheize ich damit das gesamte Haus. Die Effizenz ist damit verdeutlicht.
  • bearbeitet June 2010 Beiträge: 0
    Kamine zur Heizungsunterstützung kenne ich, das ist gar nicht so schweirig, kann man wohl auch nachträglich anschließen. Aber ob das für das ganze Haus reicht? Möchte ich doch bezweifeln....
  • bearbeitet June 2010 Beiträge: 0
    Naja Rolle, das funktioniert schon. Wir haben 2 Kamine im Haus. Heizleistung so um die 8 kwh. Das ist durchaus komfortabel. Nur ist die Heizleistung recht ungleichmäßig verteilt in den Räumen. Hängt halt immer auch von der Heizleistung des Kamins ab.
  • bearbeitet June 2010 Beiträge: 0
    Das ist aber auch nur wirklich optimal wenn man die Kamine "eh schon" im Haus hat. Ansonsten bevorzuge ich doch eher ne richtig schöne Pelletheizung. Pellets rein, läuft :-) .
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Würde ich doch auch sagen.halte eine holzzentralheizung/holzvergaser bzw. eine Pelletheizung für sinnvoller als lauter Einzelkamine zu befeuern. jedenfalls ist es anstrengungsärmer ;-).
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Hallo Alex H.

    ich habe ein Haus, das ich seit 25 Jahren mit Holz beheize, die ersten 10 Jahre habe ich dies mit
    einem Kachelofen getan und seit 15 Jahren habe ich einen Holzvergaserkessel.
    Von der Kahelofenheizung bin ich aus folgenden Gründen wieder weggekommen:
    Zuerst war ich es leid jeden Tag das Holz in den Wohnraum zu schleppen, was auch immer mit
    Schmutz verbunden war, weiterhin war die Temperatur auf der Etage nicht gleichmäßig verteilt,
    d.h. im Wohnbereich war es sehr warm, im Bereich von Bad und Schlafzimmer sehr kühl.
    Also kaufte ich mir nach 10 Jahren einen Holzvergaserkessel mit einem 1000 Liter Pufferspeicher
    und einen 500 Liter Solar-Brauchwasserspeicher, das Brennholz kann ich ich ausreichender
    Menge im Heizungsraum lagern ( 12 Ster ) und in den Sommermonaten ist die Heizung aus
    und das Brauchwasser wird von der Sonne erwärmt.
    Nach 15 Jahren denke ich bereits über eine neue Holzheizung nach, diesmal werde ich den
    Holzvergaserkessel nicht nach der Leistung, sondern nach dem Füllraum aussuchen
    (je größer, je besser) und ich werde auf meinen solaren Brauchwasserspeicher verzichten
    und einen zweiten Pufferspeicher von 1000 Liter aufstellen, die Solarwärme werde ich über
    einen externen Wärmetauscher schichtenweise auf die Pufferspeicher bringen ( viel günstiger
    als Schichtenspeicher) und das Brauchwasser werde ich mit einer Frischwassersation
    erwärmen ( kein abgestandenes Wasser, keine Legionellen).

    Günstige Holzheizungen findet man über solgross.de
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Hallo solgross! Du scheinst ja vom Fach zu sein. Was ist denn genau der Unterschied zwischen Pelletheizung und Holzvergaser? Ist doch beides ne Holzheizung? Und wofür ist welches System besser, oder ist das dasselbe?
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Hallo Fergus 12,

    unter Pellets versteht man kleine gepreßte Holzteile mit einem Durchmesser von ca. 4-6 mm
    und einer Länge von 5-12 mm, diese Pellets werden von einem Vorratsraum, bzw. von einem
    Pelletsbehälter über eine Förderschnecke zum Pelletkessel gefördert, dort fallen die Pellets
    in eine Brennerschale und werden elektrisch angezündet und je nach Wärmebedarf werden
    viele oder wenige Pellets gefördert.
    In der Anheizfase des Pelletskessel werden mehr Pellets benötigt, als in der Dauerbrandfase,
    deshalb sollte die Dauerbrandfase möglichst lange dauern, dieses erreicht man durch einen
    Pufferspeicher der über 2 Thermostate beladen wird, d.h. der Pufferspeicher soll über die
    Kesselpumpe auf eine hohe Temperatur aufgeheizt werden (ca. 70°C) nachdem diese
    Temperatur erreicht ist, wird der Pelletsbrenner von der Förderschnecke nicht mehr bedient
    und erst wenn die Temperatur im Pufferspeicher auf ca 55°C abgekühlt ist, wird der
    Pelletsbrenner wieder mit Pellets bedient.
    Der Holzasche wird überwiegend manuell entfernt, was im Übrigen kein großer Aufwand ist,
    d.h. in der Winterzeit alle 2 Wochen.
    Die Pelletsheizung ist fast vollautomatisch und ist etwa vergleichbar mit einer Öl - oder Gas-
    heizung, allerdings sind die Pellets in der Regel günstiger zu erwerben

    Bei der Holzvergaserheizung ist der Brennstoff Scheitholz, der Unterschied zu einer
    herkömmlichen Holzheizung ist folgender.
    Der Holzvergaserkessel besteht aus 2 Brennkammern, in der oberen Brennkammer wird
    das Holz verbrannt wie in einem konventionellen Holzkessel, durch eine Gebläse werden
    die Rauchgase von der oberen Brennkammer durch eine Düse in die untere Brennkammer
    geleitet, wobei in der Düse Frischluft zugeführt wird und in der unteren Brennkammer werden
    die Rauchgase sehr sauber verbrannt, es entsteht eine blaue Flamme, ähnlich wie bei einer
    Gasheizung und ein Rauchaustritt am Kamin ist kaum noch zu erkennen.
    Damit das Kesselfeuer möglichst lange brennt, kommt auch hier ein Pufferspeicher zum
    Einsatz, wer es komfortabel haben möchte, dem kann ich nur empfehlen, dass er einen
    Holzvergaserkessel mit einem möglichst großen Füllraum wählt, für die Bestimmung des
    Puffervolumens nehme ich nicht die Kesselleistung als Maßstab, sondern den Füllraum,
    ( Formel: Füllraumvolumen des Kessels x 10 = Puffervolumen )
    ( Beispiel: Füllraumvolumen des Kessels = 200 Liter x 10 = 2000 Liter Pufferspeicher ),
    wer es noch komfortabler haben möchte, der sollte einfach das Puffervolumen erhöhen,
    außerdem bietet es sich noch an, dass die Heizung durch eine Solaranlage ergänzt wird,
    allerdings würde ich die Größe der Kollektorfläche nur für die Brauchwassererwärmung
    und evtl. zur Heizungsunterstützung in der Übergangszeit auslegen, denn Holz ist im
    Vergleich zu anderen Brennstoffen sehr günstig.
    Bei der Holzvergaserheizung hat man einen größeren Aufwand, da das Holz manuell in die
    obere Brennkanner eingelegt werden muß, in der Regel ist dies ein mal pro Tag und die
    Holzasche muß ein mal pro Woche entfernt werden.

    Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit, das wäre der Kombikessel, d.h. einen Kessel in dem
    sowohl Pellets als auch Scheitholz verbrannt werden kann.
    Aber Vorsicht, es werden schon lange diese Kombikessel angeboten, diese haben oft nur
    einen Mäßigen Erfolg, da meist beide Brennstoffe in einer Brennkammer verbrannt werden,
    das Ergebnis ist oft, dass beides nicht richtig funktioniert, ich empfehle Kombikessel, wo
    jeder Brennstoff seinen eigenen Brennraum hat, und er sollte so funktionieren, dass der
    Pelletsbrenner automatisch anspringt, wenn das Scheitholz abgebrannt ist.

    Weitere Informationen findest du unter solgross.de
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Besten Dank solgross, das war ja mal ein richtiges Informationsinferno :-D !

    Eine Frage hätt ich dann aber noch, wenns dich nicht stört: gibt es wesentliche Effizienzunterschiede zwischen einer Pelletheizung und einer Holzvergaserheizung? oder nimmt sich das prinzipiell nichts? Könnte mir vorstellen, dass man beim Heizen mit Holzscheiten viel stärker auf das verwendete Holz (Trocknung, Harzanteil etc) angewiesen ist, als bei den normierten Pellets?
  • bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Hallo Fergus 12

    Moderne Pellets- und Holzvergserkessel erreichen Wirkungsgrade von über 90 % und sind
    deshalb ziemlich gleich zu bewerten, allerdings von der ökologischen Seite ist die Holz-
    vergaserheizung höher einzustufen, da bei der Produktion von Pellets zusätzlich Energie
    aufgewendet wird, weiterhin ist Brennholz in der Regel günstiger als Pellets.
    Beim Kauf der Pellets mußt du auf die Qualität achten, denn auch da gibt es Unterschiede und
    die Pellets müssen absolut trocken gelagert werden.
    Beim Brennholz gibt es natürlich auch Unterschiede, denn Hartholz ( z.B. Buche od. Eiche ) hat
    einen höheren Heizwert als Weichholz ( z.B. Tanne od. Fichte ), vom Holzvolumen ausgehend,
    auf alle Fälle sollte die Restfeuchte im Brennholz weniger als 20 % betragen.
    Wenn Brennholz gekauft wird, sollte man nicht nur nach dem Zeitraum der Trocknung fragen,
    denn der Trocknungsort ist auch ein sehr wichtiger Faktor, weil das Brennholz im Wald viel
    langsamer trocknet, als auf einer freien Fläche, wo die Sonne scheint und der Wind durch
    den Holzstapel weht.

    Weitere Informationen findest du auf solgross.de
  • ThorbenThorben Administrator
    bearbeitet July 2010 Beiträge: 0
    Sehr gute Informationen, solgross!

    Heute ist übrigens auch eine Broschüre zu Holzhackschnitzelheizungen von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe veröffentlicht worden.
    (http://www.heizungsfinder.de/blog/unabhangige-marktubersicht-zu-hackschnitzel-heizungen/#more-1117)
    Über obigen Artikel kann man auch direkt zur Broschüre kommen.
    Administrator & Online-Redakteur
    Heizungsfinder.de
  • bearbeitet August 2010 Beiträge: 0
    Hallo solgross! Wenn du sagst, für die Pelletproduktion wird mehr Energie aufgewendet - haben Pellets dann nicht aber dafür wiederum einen höheren Brennwert? Das müsste sich doch eigentlich ausgleichen.
  • bearbeitet August 2010 Beiträge: 0
    Mich würde auch mal interessieren, was für Anbieter sich eigentlich so auf dem Holzheizungs-Markt bewegen. Also was für Hersteller es gibt und wie groß da die Unterschiede zwischen den Modellen sind. Kann da jemand Erfahrungen mitteilen oder mir Daten geben?
  • bearbeitet September 2010 Beiträge: 0
    hallo
    Wie ist es mit holzheizungkessel wenn ich schon ölheizung im keller habe? Danke dir voraus
  • bearbeitet September 2010 Beiträge: 0
    Hallo miro!

    Meinst du so einen einzelnen Kessel/Ofen? Kannst du an den Heizkreislauf anschließen! Kann man entweder direkt so kaufen oder entsprechend nachrüsten (lassen).
  • bearbeitet September 2010 Beiträge: 0
    Hallo liebe Gemeinde,
    ich wollte auch mal ein allgemeines Statement dazu abgeben.
    Meine Erfahrung nach 8 jÄhriger Nutzung eines 8KW Kaminofens ist die,dass man sich folgende Fragen stellen muss:
    -Möglichkeiten der selbstständigen Holzbeschaffung
    -Möglichkeiten der Lagerung für ca. 6-8fm Holz für 3 Jahre(Trocknungszeit)
    oder Finanzierung von 2fm pro Jahr für ca. 50-80 Euro

    Jetzt zum Wärmeverhalten(Kuschelfaktor)
    -Standort im größten Raum des Wohnbereichs-dementsprechend ist die Strahlungswärme sehr angenehm,jedoch ist in den restlichen Räumen die Temperatur 2-5 Grad kühler.
    Daraus schlussfolgert sich dass man es nur als Zusatz-oder Übergangsheizung nutzen kann.
  • bearbeitet September 2010 Beiträge: 0
    Aber prinzipiell ist es doch machbar? Man könnte doch einfach statt einem Heizungssystem 1-2 Öfen im Haus verteilen.... oder ist das ineffizient?
  • bearbeitet September 2010 Beiträge: 0
    3 Jahre Trockungszeit, Gefion? Ist das nicht ein wenig zuviel? Zwei Jahre sind doch eigentlich ausreichend, oder bringt das noch zusätzlichen Nutzen?
  • bearbeitet October 2010 Beiträge: 0
    Interessanterweise hab ich gerade auf einer anderen Seite gelesen, dass die Zahl an Holzheizungen dieses Jahr wieder stark gestiegen ist... ich glaube es war bei der FNR. Ist ein wenig schade, dass Holzheizungen so wenig Beachtung finden, die meisten kennen ja nur die Pelletheizungen (nicht, dass die schlecht wären).
  • bearbeitet November 2010 Beiträge: 0
    Also klar kann man mit nem Kaminofen auch das Haus beheizen... also ich meine in einer Kombination mit ner guten Solaranlage ist das sehr gut möglich... also wenn man Bock hat immer nachzufüllen :-D. Aber das ist gar kein Ding, wenn man nicht in nem alten Schloss mit offener Zugbrücke wohnst, geht das.
  • bearbeitet January 2011 Beiträge: 0
    Die im Moment besten Holzheizungen sind die von Fröling das ist der absoulute Mercedes unter den Kesseln, vergleichbar dazu sind noch ETA (da der Kessel fast baugleich mit dem Fröling ist, Fischer war auch ein interessanter Hersteller, der jetzt allerdings unter einem anderen Namen läuft so was ich da mitbekommen habe, HDG ist auch Okay), man kann eigentlich sagen Hersteller aus Österreich sind auf diesem Markt TOP.... Finger weg von Holzheizungen der Firmen ATMOS (billiger Tschechenofen) , Buderus (noch nicht auf dem neuesten Stand, haben den anschluß verpasst, in Sachen Ölheizung weiterhin TOP), auch Guntamatic hat da seine Probleme bis der Ofen erstmal richtig läuft.
    so das reicht für heute
  • bearbeitet January 2011 Beiträge: 0
    Buderus nicht auf dem Neuesten Stand? Dachte immer das wäre ein deutscher Qualitätshersteller? Die gehören doch zu Bosch? Wo sind denn da Defizite?
  • jospr63 Meister
    bearbeitet September 2011 Beiträge: 0
    Bimmel schrieb: »
    Buderus nicht auf dem Neuesten Stand? Dachte immer das wäre ein deutscher Qualitätshersteller? Die gehören doch zu Bosch? Wo sind denn da Defizite?

    Die Defizite bestehen darin, daß Buderus zu Bosch und Bosch zu Siemens gehöhrt und das sagt eigentlich schon alles aus. Und vergiß alles was mit Deutscher Qualität zu tun hat. Es gibt keine deutsche Qualität mehr, die es irgendwie auch nur annähernd in Erwähnung zu ziehen wäre. Ich hab nicht umsonst alle Produkte aus dem Haus Siemens verbannt. 'Wird Zeit, daß in dem Haus Siemens ein Umdenken in Gang kommt.
    W
  • Uniqueline Azubi
    bearbeitet January 2012 Beiträge: 0
    @solgross

    obwohl du es eigentlich perfekt beschrieben hast, ich muss dir hier etwas wiedersprechen:

    Holzpellets sind für den Endkunden oder Endverbraucher 6 mm ( in allen Normen) im Durchmesser und bis zu 30 mm lang.
  • valentino Azubi
    bearbeitet January 2012 Beiträge: 0
    @Unregistriert

    Hallo
    ich habe seit zwei Jahren einen Holzvergaser Guntamatic BMK 30 mit 4800ltr Puffer
    und Warmwasser. Startet sehr gut ,170ltr Füllraum einmal am Tag anheizen im Winter
    und im Sommer für Warmwasser einmahl die Woche 5Personen 240qm Zweifamilienhaus
    gruß valentino
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