Bei Holz bleiben?

Liebe Gemeinschaft,

ich wohne seit zwei Wochen in einem alleinstehenden Haus mit sehr kleinen Zimmern (je ca. 12 qm). Im EG sind vier Zimmer. In der Küche steht ein uralter Holzschürofen, auf dem man auch kochen kann. Er heizt ein wenig das daneben liegende Schlafzimmer mit. Ob das im Winter ausreicht, kann ich noch nicht beurteilen. In der Frühe ist es jedenfalls jetzt schon merklich kühl, da das Feuer über Nacht ja ausgeht. Für die Küche selber finde ich das ganz okay. Dann gibt es im EG noch ein kleines Büro mit einem genauso uralten, aber viel kleineren Holzofen, der von oben bestückt wird. Daneben ist das Wohnzimmer, das mit diesem Holzofen jedenfalls nicht mitgeheizt werden kann. Außerdem ist es sehr anstrengend, zwei Holzöfen am Laufen zu halten, vor allem den im Büro, da ständig nachgelegt werden muss und mich das beim konzentrierten Arbeiten doch sehr stört. Ich arbeite übrigens den ganzen Tag daheim.

Im OG sind noch zwei Zimmer mit Dachschrägen ohne jegliche Heizung. Keller gibt es nicht.

Warmwasser wird ausschließlich über einen Boiler im Bad erzeugt.

Nun zu meinen Fragen:

1. Ist es sinnvoll, im Büro einen modernen Holzofen einzubauen, der bedienungsfreundlicher ist? Muss man bei modernen Holzöfen auch alle 20 Minuten nachlegen? Oder wäre eine Elektroheizung sinnvoller? Ölradiatoren brauchen ja ziemlich viel Strom. Heizlüfter sind zu laut. Vielleicht Infrarot? Oder etwas ganz anderes?

2. Wie könnte man das Schlafzimmer zusätzlich kostengünstig über Nacht ein wenig beheizen?

Der Einbau einer Zentralheizung kommt vorerst nicht infrage, da ich kein Budget dafür habe. Es geht also wohl um Einzelöfen.

Kommentare

  • jospr63 Meister
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    Warum holst du dir keinen Pelletofen? Der hat einen Vorratsbehälter und du kannst ihn temperaturabhängig und zeitlich steuern.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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    Klingt gut. Die gibt es ja schon ab ca. 260 Euro (Nemaxx P6). Ich muss mal mit dem Kaminkehrer reden, ob der Schornstein dafür taugt bzw. was man umbauen müsste und was es kostet.
  • jospr63 Meister
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    Da kannste locker rund 1200 Euronen drauflegen. Für 260 € gibt es nicht einmal Schrott.
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    Heute war der Kaminkehrer da. Er meinte, ein Pelletsofen mit Gebläse kann nicht zusätzlich zu einem normalen Holzofen betrieben werden. Der in der Küche soll aber bleiben. Er riet mir zu einem Kaminofen mit Speckstein, der 5 bis 6 kW liefert. Da ist die Wahl natürlich auch schwer. Vielleicht der hier: FIREPLACE Kaminofen Paris? https://www.amazon.de/FIREPLACE-Kaminofen-Naturstein-Panoramasichtscheibe-Fireplace/dp/B008H30X4U/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8
  • jospr63 Meister
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    Das ist natürlich schlecht.

    Den hab ich übrigens auch im Wohnzimmer stehen. Allerdings nutze ich ihn nur ganz selten, da er sich nur sehr sehr schwer regulieren lässt. Innerhalb einer halben Stunde hab ich 30°C im Wohnzimmer. Aber er funktioniert halt irgendwie......nur Wunder sollte man davon nicht erwarten.
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    Na ja, dann kann er ja prima das Wohnzimmer mitheizen :-) Das soll angeblich mit einem Turmventilator ganz gut funktionieren.
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    Na ja, dann kann er ja prima das Wohnzimmer mitheizen :-) Das soll angeblich mit einem Turmventilator ganz gut funktionieren. Aber regulieren lassen sich Holzöfen doch generell schlecht? Hängt die Temperatur nicht von der aufgelegten Holzmenge ab?
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    Oder würdest du mir einen anderen empfehlen? Mir wäre halt wichtig, dass er die Wärme einigermaßen speichert, auch wenn er aus ist, und dass man nicht ständig nachlegen muss. Einmal die Stunde sollte ausreichen.
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    Oder würdest du mir einen anderen empfehlen? Mir wäre halt wichtig, dass er die Wärme einigermaßen speichert, auch wenn er aus ist, und dass man nicht ständig nachlegen muss. Einmal die Stunde sollte ausreichen.
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,418
    Der speichert die Wärme eher kaum. Man bemerkt es sofort, wenn die Flammen kleiner werden. Will man einen richtigen Speicher, dann nimmt man einen Grundofen. Der ist gemauert und hält die Wärme wesentlich besser.
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  • Beiträge: 12
    Okay, Grundofen fällt aus, weil zu teuer. Dann bliebe als wichtigstes Kriterium neben dem Preis, dass man nicht ständig nachlegen muss.
    Die Sekundärluftzufuhr scheint wichtig zu sein, wenn ich das richtig verstehe.

    Mir wird das leider zu kompliziert. Ich werde es mit einem Wärmewellenofen und einem Hypridheizer (Wärmewelle plus Radiator) versuchen. Für einen Winter wird es mich finanziell schon nicht umbringen. Jedenfalls sind die in der Anschaffung günstiger. Meine Räume sind ja klein und die Dinger sind mobil, sodass ich tagsüber das Büro und abends das Wohnzimmer heizen kann.
  • Beiträge: 9
    Hallo Andrea,
    was kannst du Neues berichten? Hast du mit einem Wärmewellenofen und einem Hypridheizer versucht?
    Viele Grüsse,
    Ellaf
  • Beiträge: 12
    Sorry, dass ich so spät antworte. Ich habe nicht mitbekommen, dass ein Posting kam.

    Ich kann einiges Neues berichten. Ich hatte mir einen Wärmewelleofen DeLonghi HMP 2000 besorgt. Der steht jetzt im Bad, das er auch superschnell warm bekommt. Das Büro hat er einigermaßen warm bekommen, er musste aber durchgehend laufen. Das lag aber möglicherweise daran, dass die Tür zum Wohnzimmer immer offen steht. Beide Räume haben um die 12 qm. Weil das auf Dauer brutal ins Geld geht, bin ich jetzt doch wieder bei Holz. Ich habe die verschiedensten Holzbrikettsorten ausprobiert. Momentan heize ich mit Nadelholz und Anfeuerhölzern an und lege, wenn genug Glut da ist, Buchenholz drauf. Den Büroofen (ein WamslerTaurus Grande) lasse ich über Nacht ausgehen, in der Küche (ein alter Holzkochofen von Lohberger ohne Fenster) lege ich über Nacht drei Kohlebriketts rein. Die viel gelobten Rindenbriketts haben die Glut nicht über Nacht gehalten, warum auch immer.

    Ganz im Griff habe ich das alles noch nicht. Mein Holzverbrauch erscheint mir recht hoch. Gut, ich muss ja zwei Öfen den ganzen Tag betreiben. Ich weiß nicht, wenn das Büro oder die Küche teils 24 Grad erreicht hat, ob ich warten soll, bis die Temperatur wieder bei 18 Grad ist. Aber dann müsste ich neu anfeuern. Ob das effektiver ist?

    Und teilweise haben wir hier diese drückende Wetterlage (Inversionswetterlage?), bei der es schwierig ist, die Öfen zum Brennen zu bringen. Das qualmt dann ohne Ende, was bei den kleinen Räumen echt heftig ist. Der Küchenofen ist nicht mehr ganz dicht, da qualmt es dann auch zumindest ein bisschen, wenn das Türchen zu ist. Und man muss es ja mehrmals öffnen, um das Feuer zu kontrollieren bzw. um Abhilfe zu schaffen.

    Die Eisnächte machen sich immer erst einen Tag später bemerkbar, weil die Kälte so lange braucht, um durch die dicken Wände zu kommen (hat mir ein Fachmann erzählt).

    Unterm Strich bleibt es also doch bei Holz und ich freue mich wie nie zuvor auf den Frühling ...
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