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Alt 5. May 2010, 23:01
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Hallo an alle hier,
wir wollen in der zweiten Jahreshälfte ein KfW 85 Haus bauen. 1,5 Etagen, ca. 110qm Wohnfläche. Im Vorharz. Bis auf die Heizung ist eigentlich alles schon geklärt...
In der Zwischenzeit hab ich viel gelesen und Infos von verschiedenen Seiten eingeholt.
Bei einer Musterhausbesichtigung hat uns der Verkäufer auf die Luft-Wasser WP aufmerksam gemacht. Er sagte er hätte in seinem Haus (weiß nich was er für ein Haus hat)auch so ein System verbaut, und er hätte letzten Winter nicht gefroren. Und auch die Stromkosten waren mit 300-400 €uro noch gut im soll.
Ein selbstständiger Heizungsbauer sagte mir, daß heutige Luft- Wasser WP bei einem modernen EFH mit etwa 120qm (ca. 7 KW Heizleistung) eine Vorlauftemp. von 50 Grad erreichen (ohne Zuheizen), und auch bei -10 grad Außentemp. ohne Zuheizer auskommen. Lediglich bei extremen Außentemp. würde die Heizsonde anspringen (aber da verbraucht man ja auch bei jeder anderen Heizung mehr).
Im Internet dagegen, wird überall geschrieben, daß eine Luft-Wasser WP im Bereich unter +5 Grad kaum noch effektiv ist und nicht ohne zuheizen auskommt...
Was soll ich jetzt glauben ?
Ich hab mir alternativ dazu auch mal die Geschichte mit den Erdwärmekörben angesehen. Käme in Frage für mich, wenn die Sache mit der Luft- Wasser WP wirklich nicht hinhauen sollte. Da ich nicht mit Flächenkollektoren arbeiten kann und will und die Sondenbohrung doch sehr teuer ist, klingt es für mich als eine echte Alternative.
Was meinen Sie zu dem Ganzen?
Gruß Ingo
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  #2 (permalink)  
Alt 6. May 2010, 13:04
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Hallo

Bei der Auswahl des Energieträgers wird es über kurz oder lang zu Preisangleichungen kommen, sodass andere Kriterien zum Zuge kommen.

Zum Energeiträger:
Ist Erdgas verfügbar und was kostet der Anschluss?
Ist ein Lagerraum vorhanden und was kostet der Öltank oder das Pelletslager?
Strom ist eh vorhanden. Was kostet der WP-Stromanschluss?

Beim Gebäude:
Ist Niedertemperaturheizung geplant? Vorlauftemperaturen bei -20°C max. 40°C? z.B. FBH.
Dann können auch Niedertemperaturwärmeerzeuger zum Einsatz kommen, z.B. WP oder Gasbrennwertkessel. Ölkessel scheidet dann aus.

Bei der WP gilt noch: Sind die Aussentemperaturen häufig unter -10°C wird es mit LWP unrentabel.
Ist das Grundstück groß genug kann ein Erdkollektor die Energie liefern. Erdsonden rechnen sich in der Regel nicht. Der Massenstrom der WP muss vom Anlagennetz direkt aufgenommen werden. Hier muss genau hingeschaut werden. Eine Pufferung erfogt über die FBH. Ein Wasserpuffer kostet nur und verschlechtert die JAZ. Die WP darf nicht zu groß sein. Bei LWP sind JBS über 2000 notwendig.

mfg
Protos
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  #3 (permalink)  
Alt 3. June 2010, 10:26
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Thorben is on a distinguished road
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Mein Vorposter hat schon einige ausgezeichnete Gesichtspunkte erwähnt, besten Dank für den gut überlegten Beitrag!

In Sachen Sondenbohrungen / Erdwärmepumpen sollte man bedenken, dass diese zwar oft höhere Startinvestitionen erfordern, aber langfristig günstiger sein können. Die Erdwärme ist konstant, während man bei Luft-Wasser WPs doch von recht stark schwankenden Temperaturen abhängig ist. Eine Erdwärme WP ist sicherlich berechenbarer in ihrer Heizleistung.

Falls Sie eine Luft-Wasser WP installieren sollten, könnten Sie überlegen, für den Winter einen zusätzliche Heizung zu erwerben, z.B. Gas oder Öl, und die WP im sogenannten [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] laufen zu lassen.

Geändert von Thorben (4. June 2010 um 17:56 Uhr)
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  #4 (permalink)  
Alt 7. June 2010, 16:24
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Protos is on a distinguished road
Standard Trivalenter Betrieb ist nur teuer

Hallo Thorben

Wenn mit WP geheizt wird, dann aber bitte nur damit, und bei LWP ergänzt mit einem Heizstab.

Paraleller Betrieb von 2 Wärmeerzeugern verursacht sowohl erhöhte Investitionen (2 Anlagen mit Steuerung) und erhöhte Betreibskosten (2 * Grundgebühr, 2 Zähler Strom und Gas, 2 Netze dito, Kaminkeherer, ..)

Hier freut sich nur der Installateur über den Mehrwert.
__________________
mfg
Protos

Nur korrekt dimensionierte Verdichter und hydraulisch abgeglichene Anlagen vermeiden Vergeudung.
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  #5 (permalink)  
Alt 9. June 2010, 14:18
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Thorben is on a distinguished road
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Hallo Protos,

ein guter Gesichtspunkt!

Worauf ich hinauswollte: mit einer reinen Luft-Wasser WP sollte man sich bewusst sein, dass der Heizstab bei entsprechenden Temperaturbedingungen durchaus eine große Menge an Strom verbrauchen kann.
In dem Fall hat man eine *relativ* unberechenbare Wärmequelle (was die Kosten angeht). Auch sollte man darauf achten, einen guten Anbieter für [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] zu finden, um diesen Faktor zu minimieren.
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  #6 (permalink)  
Alt 6. August 2010, 09:54
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@protos: was würdest du zu einer Kombination aus WP und einer Solarthermieanlage sagen? Ist so eine Kombination effektiv?
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  #7 (permalink)  
Alt 22. September 2010, 14:30
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Graf is on a distinguished road
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Ist an sich kein Problem... muss man nur gut aufpassen, wie groß man die entsprechenden Systeme dimensioniert. Grad im Winter muss ja die WP entsprechend mehr leisten, wenn der Ertrag der Solaranlage runtergeht.
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  #8 (permalink)  
Alt 23. September 2010, 17:08
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Immortus is on a distinguished road
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Ich muss Thorben recht geben, die Schwankungen bei Luft-Wasser-WP ist mir persönlich ein wenig zu unsicher. Gibt es denn Statistiken darüber, wie sich das sagen wir im Gegensatz zu Erdwärme auswirkt? Gerade im Winter wird so eine LW-WP nicht wirklich was leisten können...und dann als Ergänzung zu einer Solarthermie Anlage? Mach wenig Sinn, wenn beide ihre Höchstleistung im Sommer haben.

Dann doch lieber eine sichere Erdwärmesonde, oder ;)
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  #9 (permalink)  
Alt 5. October 2010, 11:40
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Graf is on a distinguished road
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Eine LW-WP ist natürlich nicht (selten) als Einzelsystem zu gebrauchen (da gibts natürlich auch andere Meinungen). Aber wenn man das gut mit einem zweiten vorhandenen System kombiniert, kann das genau das richtige sein, denn so eine LW-WP ist ja auch preiswerter!
Macht schon Sinn so ein System.
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  #10 (permalink)  
Alt 12. November 2010, 15:45
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Luft-Wasser? Effizienzhaus und Fussbodenheizung? Ja! Sonst? NEIN!
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