#1 (permalink)  
Alt 21. February 2010, 23:37
Junior Member
 
Registriert seit: Feb 2010
Beiträge: 1
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Elysa is on a distinguished road
Question Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wir sind unsicher ob es richtig ist eine Luft-Wasser-WP für unser EFH zu wählen und wüssten gerne wer hier in DD oder der näheren Umgebung eine solche WP nutzt und uns seine Erfahrungen mitteilen kann. Wir würden uns auch gerne mal eine solche WP vor Ort anschauen. Außerdem wüßten wir gerne welche Firmen die besten Luft-Wasser-WP herstellen. Ich habe schon viel im Internet gelesen und leider nicht die besten Resultate gefunden, Dachte das es inzwischen bessere Luft-Wasser-WP auf dem Markt gibt. Kann uns bitte jemand in unserer Entscheidungsfindung helfen?
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 12. March 2010, 20:18
ATR
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Nibe Split

Hallo Elysa,

wir haben eine Luft-Wasser Wärmepumpe der Firma Nibe in unsere neue Doppelhaushälfte einbauen lassen. Es handelt sich hierbei um die Nibe Split. Unser Haus wurde kurz vor Weihnachten abgenommen (160 m2, Fußbodenheizung), eingezogen sind wir vor ca. 3 Wochen. Anfang Januar wurden die Stromzähler eingebaut. Aktuell haben wir ca. 2250 KWh verbraucht (Heizung, Dusche, etc.), was unserer Meinung nach viel zu hoch ist. Die 2250 KWh beziehen sich nur auf die Heizung, für den anderen Hausstrombedarf existiert ein 2. Zähler.

Zudem haben wir Probleme mit der Temperatur unseres Duschwassers. Die Temperatur fällt ca. 2 Minuten nach Duschstart kontinuierlich und merklich ab und erfordert ständig das Nachkorrigieren an der Duscharmatur. Wenn wir beide Duschen gleichzeitig benutzen, geht einer Dusche relativ schnell das warme Wasser aus.

Ganz schlecht ist die Betreuung durch die Firma, die die Heizungsanlage montiert hat. Wir mussten feststellen, dass diese Firma die Heizungsanlage zwar technsich montieren konnte, aber nahezu Null Hintergrundwissen über die Einstellmöglichkeiten hat. Leider existieren auch nur wenige Erfahrungsberichte zu diesem Nibe Heizungstyp im Internet. Zudem ist zu beachten, dass das Aussenaggregat zum Ansaugen der Luft einen kontinuierlichen, summenden Ton von sich gibt (auch Nachts). Je nach Nachbarn, kann das natürlich schnell zum Streitpunkt werden.

Auch zu beachten ist, dass der Netzbetreiber die Wärmepumpe zulassen muss. Das passiert in der Regel ohne Problem, kann aber wie in unserem Fall mit der Auflage gemacht werden, dass ein Rundsteuerempfänger im Haus installiert wird, über den der Netzbetreiber den Strom für die Wärmepumpe bis zu dreimal am Tag (jeweils bis zu 2 Stunden) sperren kann. Bei uns geschieht das 3 x am Tag für jeweils eine halbe Stunde. An sich kein großes Problem, da die Fußbodenheizung nur langsam abkühlt und somit ein Auskühlen des Hauses eher nicht zu erwarten ist. Aber, in dieser Zeit kann auch kein Trinkwasser aufgeheizt werden. Verbraucht man gerade in diesen Sperrzeiten viel Wasser zum Duschen (z. B. weil mehrere Personen duschen möchten), dann kann das schon mal zu Wartezeiten führen, da kein warmes Wasser mehr da ist. Bei unserer Anlage stellen wir auch fest, dass das Aussenaggregat auch nicht direkt wieder anspringt, wenn die Sperrung aufgehoben wird. Das dauert teilweise bis zu einer halben Stunden, bis das Ding wieder läuft uns somit "Wärme" produziert. Das sind wir dann schon bei 3 x einer Stunde Ausfallzeit. Dafür gewährt unser Netzbetreiber auch einen Strompreisrabatt von 3 Cent / KWh. Wir wollten von den Sperrzeiten befreit werden. Das RWE lässt das aber nicht zu.

Wir stehen bzgl. der geschilderten Problem in Diskussion mit unserem Bauträger. Wir hoffen, dass es sich bei den Problemen "nur" um Einstellungsprobleme handelt die hoffentlich auch behebar sind. Zum heutigen Zeitpunkt würden wir Euch empfehlen für die Heizungsmontage ein örtliches Unternehmen auszuwählen, welches schnell verfügbar ist, falls Problem auftauchen. Die Duschwasser- und Verbrauchsthematik sollet ihr intensivst mit diesem Unternehmen klären und Euch beraten lassen. Wir haben uns dabei leider allzusehr auf die "Kompetenz" des Bauträgers verlassen, was aus heutiger Sicht ein Fehler war.

Viele Grüße
ATR
Mit Zitat antworten
  #3 (permalink)  
Alt 30. March 2010, 19:09
Unregistriert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Wärmepumpe

Sehen Sie unter [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. ] diese Anlage hat die oben beschriebene Probleme nicht.

Dieser Winter macht es deutlich: Außentemperaturen im zweistelligen Minusbereich sind ungewohnt aber nicht ungewöhnlich, wie Experten versichern. Konventionelle Luft-/Wasser-Wärmepumpen können allerdings bei diesen Minustemperaturen oft nicht genügend Heizleistung zur Verfügung stellen, so dass ein elektrischer Heizstab oder eine deutlich größere Dimensionierung der Wärmepumpe zum Einsatz kommt – beides keine effizienten Lösungen. Mit der Zubadan-Technologie kann das Unternehmen ZUBATHERM auf beides verzichten und bietet eine hocheffiziente Wärmepumpe mit einer hundertprozentigen Heizleistung bis -25 °C an.
Sind Wärmepumpen im Vergleich mit herkömmlichen Kesselanlagen ein wirtschaftliches
Heizsystem?
Die Wärmepumpe arbeitet mit einem geschlossenen Kreislaufprozess. In diesem Kreislaufprozess
zirkuliert eine Flüssigkeit, die bereits bei niedrigem Temperaturniveau verdampft.
Durch den Verdampfungsprozess wird der Wärmequelle Wärme entzogen. Das zuvor
flüssige Arbeitsmittel verlässt den Verdampfer gasförmig. Das Gas wird in einem Verdichter
komprimiert und damit erwärmt. Das erwärmte Gas gibt die Wärme im Kondensator/
Verflüssiger an das Heizungswasser zur Gebäudebeheizung oder zur Trinkwasserbereitung
ab und verflüssigt sich dabei wieder. Zuletzt wird die noch unter Druck stehende Flüssigkeit
in einem Expansionsventil entspannt, und der Kreislauf beginnt von vorne.
Ja. Die reinen Investitionskosten für eine Wärmepumpe inklusive Wärmequellenerschließung
sind, verglichen mit einem Öl- oder Gasheizkessel, höher. Die Verbrauchsund
Betriebskosten der Wärmepumpe liegen hingegen deutlich unter denen von Öl oder
Gas. Weiterhin können beim Bau Kosten reduziert werden, da weder ein Schornstein noch
eine Abgasführung erforderlich sind. Laufende Kosten wie beispielsweise die regelmäßige
Wartung durch den Schornsteinfeger entfallen ebenso. Die Anschaffung einer
Wärmepumpe rechnet sich also.
Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das durch den Einsatz von einer Kilowattstunde
Strom bis zu fünf Kilowattstunden Umweltwärme gewinnen kann.
Mit Zitat antworten
  #4 (permalink)  
Alt 7. June 2010, 11:02
Unregistriert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von ATR Beitrag anzeigen
kann aber wie in unserem Fall mit der Auflage gemacht werden, dass ein Rundsteuerempfänger im Haus installiert wird, über den der Netzbetreiber den Strom für die Wärmepumpe bis zu dreimal am Tag (jeweils bis zu 2 Stunden) sperren kann. Bei uns geschieht das 3 x am Tag für jeweils eine halbe Stunde. An sich kein großes Problem, da die Fußbodenheizung nur langsam abkühlt und somit ein Auskühlen des Hauses eher nicht zu erwarten ist. Aber, in dieser Zeit kann auch kein Trinkwasser aufgeheizt werden. Verbraucht man gerade in diesen Sperrzeiten viel Wasser zum Duschen (z. B. weil mehrere Personen duschen möchten), dann kann das schon mal zu Wartezeiten führen, da kein warmes Wasser mehr da ist. Bei unserer Anlage stellen wir auch fest, dass das Aussenaggregat auch nicht direkt wieder anspringt, wenn die Sperrung aufgehoben wird. Das dauert teilweise bis zu einer halben Stunden, bis das Ding wieder läuft uns somit "Wärme" produziert. Das sind wir dann schon bei 3 x einer Stunde Ausfallzeit. Dafür gewährt unser Netzbetreiber auch einen Strompreisrabatt von 3 Cent / KWh. Wir wollten von den Sperrzeiten befreit werden. Das RWE lässt das aber nicht zu.
Davon hör ich ja zum ersten Mal. Das können die machen? Das ist doch wohl ne Frechheit! Gibts noch andere Netzbetreiber die sowas veranstalten???
Mit Zitat antworten
  #5 (permalink)  
Alt 7. June 2010, 15:34
ATR
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ja, genau das können die machen ;o) Da gibt es doch tatsächlich auch gesetzliche Regelungen zu. Und ja, es gibt auch andere Netzbetreiber, die das genauso machen. Es hängt also tatsächlich davon ab, wo man wohnt und welcher Netzbetreiber vorhanden ist.
Mit Zitat antworten
  #6 (permalink)  
Alt 7. June 2010, 16:16
Junior Member
 
Registriert seit: May 2010
Beiträge: 13
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Protos is on a distinguished road
Standard WP-Tarif; Massenstrom; TAB 2007 10.2.4

Hallo Elysa

Der WP-Tarif ist eine Möglichkeit, die andere den normalen Tarif zu nehmen. Die Abschaltung ist i.d.R. kein Problem, die Pufferung durch eine FBH macht das locker mit. Ich habe nun 2 kalte Heizperioden hinter mir und konnte wegen der 3*2 Stunden -Regelung keine Komforteinbußen feststellen.

Alerdings machen die Vorschriften der TAB 2007 für WP eine genaue Planung notwendig. Die Regel 10.2.4 sagt, dass die WP nur 6 pro Stunde eingeschaltet werden darf. Und das gilt auch bei allen Netzbetreibern.

Wenn der Mindestmassenstrom für das Netz zu groß ist, bauen die Installateure gerne eine Puffer ein, der aber bei einer FBH völlig überflüssig ist. Gerade die Zubadan muss 1.400 l/h loswerden. Das sind gewaltige Mengen.

Meine LWP hat einen 2*4,5 kW Heizstab und einen Mindestmassenstrom von 720 l/h. Beides Passt nicht zusammen. Nach ca. 1min ist die Ausschalttemperatur erreicht und der Heizstab macht 10 min Pause, was viel zu lange ist und das Gebäude kühlt aus.

Wichtig ist also einen Fachmann zu finden, der alle Aspekte schon bei der Planung berücksichtigt.
__________________
mfg
Protos

Nur korrekt dimensionierte Verdichter und hydraulisch abgeglichene Anlagen vermeiden Vergeudung.
Mit Zitat antworten
  #7 (permalink)  
Alt 8. June 2010, 09:25
Unregistriert
Gast
 
Beiträge: n/a
Smile

Danke!

Das war mir wirklich unbekannt. Bin noch neu in dem Thema. Was mir jetzt nicht ganz klar ist: worin eigentlich die Begründung für so eine Abschaltungsmöglichkeit liegt? Im TAB hab ich nichts dazu gefunden.
Mit Zitat antworten
  #8 (permalink)  
Alt 16. June 2010, 13:08
Henning
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Soweit ich das verstanden habe, besteht diese Möglichkeit, damit die Netzbetreiber die Netzentgelte für speziellen Wärmepumpenstrom aufrechterhalten können indem die Pumpen zu Spitzenzeiten abgeschaltet werden.
Mit Zitat antworten
  #9 (permalink)  
Alt 23. June 2010, 14:54
Kienzle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Mir ist nicht wirklich klar, warum wie oben erwähnt bei einer FBH ein Puffer gänzlich überflüssig sein soll.
Mit Zitat antworten
  #10 (permalink)  
Alt 25. June 2010, 16:18
Unregistriert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard FBH ist Puffer genug

Wenn es ums Puffern geht, kann eine FBH von 150m² soviel Wärme speichern wie 5m³ Wasser.
Damit lassen sich locker die Sperrzeiten der EVUs überbrücken.

Modulierte WPen brauchen i.d.R. keinen Wasserpuffer, wenn der Massenstrom passt und der Temperaturhub des Heizstabes von der Steuerung richtig gehandhabt wird.

mfg
Protos
Mit Zitat antworten
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln




Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.5.2