MAN Brenner

jospr63 Meister
bearbeitet October 2013 in Allgemeine Herstellerdiskussion
Hm..ich hab mich lang gesträubt das Thema anzuschneiden, weil man sich schnell die Fingerchen dabei verbrennen kann.
Ich hab jetzt die Erfahrung machen müssen, daß MAN Brenner reihenweise versagen, weil es nur noch schwefelarmes Heizöl gibt.
Hauptsächlich betroffen davon sind das Flammrohr und in erster Linie das Mischsystem. Die Flammrohre bersten und das Mischsystem raucht es einfach auf.
Alle Brenner der RE Serie von MAN und die BRE Serien von Buderus sind davon betroffen. Allerdings unterschiedlich stark und das interessiert mich jetzt wieder.
Wer damit auch schon Probleme hatte, bitte mal melden und auch mit Details. Vorallem die Ölversorgung interessiert mich als solches. Ist ein 1Strangsystem vorhanden oder ein 2 Strangsystem? Bei welchen der Systeme treten die Fehler gehäuft auf?
Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W

Kommentare

  • v7850GT Azubi
    bearbeitet May 2012 Beiträge: 10
    Hallo, dieses Thema interessiert mich auch und ich kann über folgende Beobachtung berichten: die Brenner die noch mit der Originaldüse Steinen H (natürlich immer gewechselt), bertieben werden zeigen dieses Problem nicht, jedenfalls die ich besucht habe, die Brenner mit dem Problem haben meistens eine andere Düse bekommen Danfoss HFD oder Fluidics HF.
    Dies ist mein Persöhnlicher Eindruck.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet May 2012 Beiträge: 2,758
    v7850GT schrieb:
    Hallo, dieses Thema interessiert mich auch und ich kann über folgende Beobachtung berichten: die Brenner die noch mit der Originaldüse Steinen H (natürlich immer gewechselt), bertieben werden zeigen dieses Problem nicht, jedenfalls die ich besucht habe, die Brenner mit dem Problem haben meistens eine andere Düse bekommen Danfoss HFD oder Fluidics HF.
    Dies ist mein Persöhnlicher Eindruck.


    Hallo,

    wie schaut es mit der Ölversorgung aus? Ist bei den Brennern ein 1 oder 2 Strangsystem verbaut`?
    Das Fabrikat der Düse kann vom Prinzip her keinen Einfluß haben. Typ H von Steinen und auch von Fluidics ( jetzt Danfos) gibt ja lediglich die Spritzbildcharakteristik an, nämlich Hohlkegel. Selbst Typ S dürfte keinen Einfluß auf das Mischsystem haben, weil die Flamme letztendlich vor dem Mischsystem brennt und nicht davor.
    Was eher maßgebend sein kann ist die Gradzahl der Düse. Je höher die Gradzahl, je stabiler die Flamme. Da Blaubrenner eine stablile Flamme benötigen. wird mit mindestens 60° Düsen gearbeitet, meist eher 80°. Brötje hat es in den Anfangszeiten mit dem O-30 Brenner sogar auf 120° gebracht, dann aber auch schnell wieder eingestellt.
    Außerdem muß man ja auch bedenken, dass andere Hersteller von Blaubrennern keinerlei Probleme dieser Art haben.
    Ich denke das muß etwas mit dem Schwefelgehalt im Heizöl zu tun haben. Das kann sich nur um eine schlechte oder nennen wir es lieber falsche Legierung handeln, die einfach zu schnell aufraucht. Letztendlich tauchen die Probleme auch erst mit dem Einsatz von schwefelarmen oder freien Heizöl auf. Davor gab es zwar auch Probleme, aber nicht in diesen Ausmaß.
    Die MAN Brenner hatten zudem schon früher Probleme mit dem Einsatz von diesen selbsternannten Additive im Heizöl, die gerne als "Zusatzleistung" vom Heizöllieferanten in die Tanks geschüttet worden sind. Daraufhin kam ja auch der Warnhinweis auf den Brennern.

    Was mich noch wundert ist, dass der Nachfolger des legendären MAN Brenner MHG keinerlei Probleme dieser Art aufweist.:-?
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  • v7850GT Azubi
    bearbeitet May 2012 Beiträge: 10
    Die Aussage mit dem Schwefelarm- bzw. freien Öl ist auch die Aussage von Buderus zum BRE Brenner und damit verbunden der Standardsatz, man möge das Alter des Brenners bedenken.
    Die Srühcharakteristik ist durch die Bezeichnung schon festgelegt, aber Buderus ist z.B. für die BE Brenner von Fluidics HF auf Danfoss HFD umgeschwenkt, da festgestellt wurde das die Fl. nicht mehr den Anforderungen gerecht wurde.
    Die Düse war für mich in den Fokus geraten, da nach einem Service unter verwendung einer Danfoss HFD die Abgaswerte völlig aus dem Ruder liefen und auch mit Öldruck sich da nichts änderte. Steinen Düse rein und alles war gut, dies mochte ja ein Zufall sein, auch eine defekte neue Düse mögliche Ursache für die Werte, aber da sich auch BRE und MAN Brenner mit unregelmäßigen Ausfällen auf diese Weise beschwichtigen ließen, dachte ich das wäre ein Ansatz und ich hätte hier jemanden gefunden der auch in diese Richtung etwas beobachtet hätte.
    Zur Ölversorgung, so kann ich berichten das sowohl bei Ein- und Zweistrang dieses Problem auftritt und auch mir kein anderer Brenner mit diesem Problem bekannt ist, wobei ich natürlich sagen muß das ich mich hauptsächlich um Viessmann und Buderus kümmere.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet May 2012 Beiträge: 2,758
    v7850GT schrieb:
    Die Aussage mit dem Schwefelarm- bzw. freien Öl ist auch die Aussage von Buderus zum BRE Brenner und damit verbunden der Standardsatz, man möge das Alter des Brenners bedenken.
    Die Srühcharakteristik ist durch die Bezeichnung schon festgelegt, aber Buderus ist z.B. für die BE Brenner von Fluidics HF auf Danfoss HFD umgeschwenkt, da festgestellt wurde das die Fl. nicht mehr den Anforderungen gerecht wurde.
    Die Düse war für mich in den Fokus geraten, da nach einem Service unter verwendung einer Danfoss HFD die Abgaswerte völlig aus dem Ruder liefen und auch mit Öldruck sich da nichts änderte. Steinen Düse rein und alles war gut, dies mochte ja ein Zufall sein, auch eine defekte neue Düse mögliche Ursache für die Werte, aber da sich auch BRE und MAN Brenner mit unregelmäßigen Ausfällen auf diese Weise beschwichtigen ließen, dachte ich das wäre ein Ansatz und ich hätte hier jemanden gefunden der auch in diese Richtung etwas beobachtet hätte.
    Zur Ölversorgung, so kann ich berichten das sowohl bei Ein- und Zweistrang dieses Problem auftritt und auch mir kein anderer Brenner mit diesem Problem bekannt ist, wobei ich natürlich sagen muß das ich mich hauptsächlich um Viessmann und Buderus kümmere.


    Hallo, wie ich sehen kann, bist Du auch in diesem Gewerk tätig. :-)

    Danfos hat ja vor einigen Jahren Fluidics aufgekauft und seither hab ich mit den Fluidics Düsen auch häufiger Ärger. Die laufen eine Woche, manchmal 2 Wochen und dann geht der Brenner aus unerklärlichen Gründen auf Störung und läßt sich auch nicht mehr entstören. Im besonderen Maß sind die kleineren Düsen davon betroffen, so jedenfalls meine gemachte Erfahrung der letzten Jahre.
    Das hat allerdings nichts mit den aufgerauchten Mischsystemen und Flammrohren bei BRE und RE Brennern zu tun. Da muß ein ganz anderer Prozeß ablaufen, was das Material systhematisch zerstört.
    Bei den Düsen muß ich Dir wirklich recht geben und ich schwenke auch so langsam aber sicher zu den Steinen Düsen, obwohl ich mit der Einführung des feineren Filtersystem auch nicht so ganz begeistert bin. Sie neigen sehr schnell, gerade bei den hitzeintensiven Blaubrennern, zum Verkoken am Filter. Das ist jedenfalls meine gemachte Erfahrung der letzten Jahre.
    Bei dem Fall, den Du hattest, welche Düsen hattest Du da exakt eingebaut?
    Man muß das ja ein wenig trennen, weil festgestellt haben wir wohl, dass es Probleme mit den Danfos Düsen gibt, vorallem bei den vormals Fluidics. Dabei lasse ich es mal offen, ob die auch ursächlich für die massiv aufgetretenen Schäden an den Mischsystemen und Flammrohren bei den BRE und RE Baureihen sind.

    Ich hab jetzt auch mal ein wenig schlauer gemacht und bin bei Ebay auf einen Anbieter von diesen Mischsystemen gestoßen, der garantiert, dass seine Legierung durchhält und der bringt das auch in Verbindung mit dem schwefelarmen Heizöl. Den Link dafür hab ich jetzt nicht mehr, aber ich mache mich mal gern auf die Suche danach. Die Mischeinrichtung bietet er für ca. 250€ an.
    Ich möcht hier nur keine Werbung starten, es ist halt rein informativ, um dem Problem mal auf den Grund zu kommen und dauerhaft beim Kunden Abhilfen schaffen zu können.
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 17
    Hallo ! Ich kann hier wahrscheinlich helfen.Mein BRE 1.0 Brenner ging öfter auf Störung. Mein Installateur baute immer wieder eine neue Luftführung ein, die jedoch nach 5 Monaten geschmolzen war. Ich fand dann nach einiger Zeit bei Ebay einen privaten Anbieter, der diese Luftführung aus einem für die Schaufeln von Gasturbinen geeigneten Material " Inconel" anbot. Diese Luftführung erwarb ich. Diese hält nun schon 2 Jahre. Bei der kürzlich durchgeführten jährlichen Revision des Brenners ist diese in einem neuwertigen Zustand.Man findet diese Luftführung- Kosten 88,00 EUR -bei Ebay unter MAN Buderus BRE 1.0 Luftführung für Mischsystem.Ein Video ist unter http:// Reparaturanleitung BRE 1.2 - YouTube verfügbar.
    Beste Grüße vom
    Dieter
  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 17
    Ich glaube , ich kann hier helfen:Ich hatte das Problem, dass die Luftführung meines MAN BRE 1.0 Brenners defekt wurde und die Heizung auf Störung ging.Weil Buderus diese Brenner nicht mehr herstellt ,gibt es von dort dafür keine Ersatzteile mehr.Es gibt zwar Nachbauten bei eBay , die sind jedoch ziemlich teuer. Mein Installateur baute daher diese Luftführungen selbst. Allerdings waren diese regelmäßig nach 5 Monaten defekt - geschmolzen- und die Heizung fiel natürlich wieder aus.Ich stieß dann bei eBay auf einen Anbieter, der die Luftführung aus einem Material - INCONEL - das für die Schaufeln von Gasturbinen verwendet wird, anbot.Eine solche ist nun bei mir seit 2 Jahren im Einsatz und sieht immer noch wie neu aus.Bei eBay findet man diese Luftführung unter : MAN Buderus BRE 1.0 Luftführung für Mischsystem. Kostet EUR 88,00 frei Haus.Siehe auch http:// Reparaturanleitung BRE 1.2 - YouTube
    Grüße vom
    Dieter
    P.S. Die Anbieter der bei eBay angebotenen kompletten Mischsysteme versuchen das Schmelzen der Luftführung durch eine Auskleidung ( ist auf den Bildern der Angebote deutlich sichtbar) zu verhindern. Die Verankerung dieser Auskleidung ist jedoch oft mangelhaft und diese muss dann erneuert werden. Ist also auch im Gegensatz zur der Luftführung aus INCONEL nur eine Notlösung.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 2,758
    D.F-J.S schrieb:
    Ich glaube , ich kann hier helfen:Ich hatte das Problem, dass die Luftführung meines MAN BRE 1.0 Brenners defekt wurde und die Heizung auf Störung ging.Weil Buderus diese Brenner nicht mehr herstellt ,gibt es von dort dafür keine Ersatzteile mehr.Es gibt zwar Nachbauten bei eBay , die sind jedoch ziemlich teuer. Mein Installateur baute daher diese Luftführungen selbst. Allerdings waren diese regelmäßig nach 5 Monaten defekt - geschmolzen- und die Heizung fiel natürlich wieder aus.Ich stieß dann bei eBay auf einen Anbieter, der die Luftführung aus einem Material - INCONEL - das für die Schaufeln von Gasturbinen verwendet wird, anbot.Eine solche ist nun bei mir seit 2 Jahren im Einsatz und sieht immer noch wie neu aus.Bei eBay findet man diese Luftführung unter : MAN Buderus BRE 1.0 Luftführung für Mischsystem. Kostet EUR 88,00 frei Haus.Siehe auch http:// Reparaturanleitung BRE 1.2 - YouTube
    Grüße vom
    Dieter
    P.S. Die Anbieter der bei eBay angebotenen kompletten Mischsysteme versuchen das Schmelzen der Luftführung durch eine Auskleidung ( ist auf den Bildern der Angebote deutlich sichtbar) zu verhindern. Die Verankerung dieser Auskleidung ist jedoch oft mangelhaft und diese muss dann erneuert werden. Ist also auch im Gegensatz zur der Luftführung aus INCONEL nur eine Notlösung.

    Luftführung? Das Teil nennt sich Mischsystem. Außerdem sind die MAN und Buderus Brenner baugleich. Man kann also von MAN das Mischsystem auch für Buderus Brenner verwenden. Von den bei Ebay angebotenen Ersatzteilen weiß ich auch. Nur kamen die erst auf den Markt, als das Problem sich eigentlich schon von selbst erledigt hatte. Seit ca. 1,5 Jahren hab ich kein Mischsystem mehr austauschen müssen. ;-)
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 17
    Das besagte Teil ist die Luftführung im Mischsystem.Dass Buderus früher die "Raketenbrenner" von MAN verbaute geht auch aus meinem Text hervor.Es würde mich interessieren,wodurch sich das zur Diskussion stehende Problem angeblich von selbst erledigt hat..Meines Wissens besteht dieses nach wie vor, sonst würde ja niemand diese Luftführungen aus INCONEL kaufen !?
    Grüße vom
    Dieter
  • jospr63 Meister
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 2,758
    D.F-J.S schrieb:
    Das besagte Teil ist die Luftführung im Mischsystem.Dass Buderus früher die "Raketenbrenner" von MAN verbaute geht auch aus meinem Text hervor.Es würde mich interessieren,wodurch sich das zur Diskussion stehende Problem angeblich von selbst erledigt hat..Meines Wissens besteht dieses nach wie vor, sonst würde ja niemand diese Luftführungen aus INCONEL kaufen !?
    Grüße vom
    Dieter

    Wie auch immer, es gibt das Teil eh nur als gesamtes und das nennt sich nun mal Mischsystem. Das Mischsystem von MAN passt auch in die Buderus BRE Brennereihe. Die Teile sind absolut baugleich. Einzig ist der Zulieferer von Buderus in Konkurs gegangen, weil man wohl Materialien verwendet hat, die den Anforderungen nicht gewachsen waren. Ich hab selbst bei manchen Brennern bis zu 3 mal im Jahr das Mischsystem austauschen müssen. Von den Flammrohren ganz zu schweigen. Die hat es auch reihenweise zerlegt.
    Das Problem hat sich erledigt, weil es das Problem nur in der Übergangszeit gabe, als man das Heizöl von schwefelhaltiges Heizöl auf schwefelarm oder frei umgestellt hat. Früher hatte das Heizöl bis zu 1000 ppm Schwefel/kg und wurde es mit schwefelarmen oder freien Heizöl im Tank vermischt und man kam an runde 160 ppm/kg, dann kamen die Probleme auf. Nur mittlerweile sollte das alles einmal durchgespült worden sein und die Konzentration des Schwefels auf unter 100 ppm/kg gekommen sein. Daher erklärt sich auch die geringere Ausfallrate.
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 17
    Die Probleme mit den Luftführungen im Mischsytem von BRE - Blaubrennern haben sich sicherlich nicht von selbst erledigt. Der Grund der Probleme ist , dass durch die starke Herabsetzung des Schwefelanteils Im Heizöl EL auf jetzt max.0,005 % nach DIN 51603 - 1 die Temperatur der Brennerflamme so stark ansteigt, dass die bisher problemlos funktionierenden Materialien der Luftführung dieser Temperatur nicht gewachsen sind und schnell verschleissen oder sogar schmelzen.Bei den inzwischen nachgebauten Miischsystemen für die BRE - Brenner wird versucht, das Versagen der Luftführung durch eine Auskleidung zu verhindern.Diese Auskleidung ist allerdings auch nur ein Notbehelf, weil deren Verankerung mit dem umgebenden Metall oft versagt.Daher findet die INCONEL - Lösung steigenden Zuspruch.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 2,758
    D.F-J.S schrieb:
    Die Probleme mit den Luftführungen im Mischsytem von BRE - Blaubrennern haben sich sicherlich nicht von selbst erledigt. Der Grund der Probleme ist , dass durch die starke Herabsetzung des Schwefelanteils Im Heizöl EL auf jetzt max.0,005 % nach DIN 51603 - 1 die Temperatur der Brennerflamme so stark ansteigt, dass die bisher problemlos funktionierenden Materialien der Luftführung dieser Temperatur nicht gewachsen sind und schnell verschleissen oder sogar schmelzen.Bei den inzwischen nachgebauten Miischsystemen für die BRE - Brenner wird versucht, das Versagen der Luftführung durch eine Auskleidung zu verhindern.Diese Auskleidung ist allerdings auch nur ein Notbehelf, weil deren Verankerung mit dem umgebenden Metall oft versagt.Daher findet die INCONEL - Lösung steigenden Zuspruch.


    Sorry, aber das Problem mit dem Mischsystem gab es auch schon vor dem schwefelarmen und freien Heizöl. Sicherlich nicht in dem Maße, aber die Materialermüdung gab es vorher auch schon. Wie soll ein niedrigerer Schwefelanteil die Flammtemperatur in die Höhe treiben? :-? Das ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern vom Prinzip her nicht möglich.

    Nein, es hat etwas mit einer chemischen Reaktion zu tun, die bei einer ganz bestimmten Konzentration einsetzt. Nach meiner Erfahrung sind Anlagen davon betroffen, die von der Ölversorgung gesehen mit einen Zweistrangsystem ausgestattet sind. Einstrangsysteme waren eher weniger davon betroffen. Weiterhin ist oftmals und das muss ich wirklich bei einigen Kollegen anprangern die Brennereinstellung als solches eine große Fehlerquelle gewesen. Einen Blaubrenner unter 13% CO2 laufen zu lassen ist schon tödlich und führt auch zu solchen Problemen. Dadurch kommt es zu einer heißen Flamme, weil zuviel Sauerstoff im Spiel ist.

    Wie schon bereits geschrieben, gab es das Problem bei einer Vermischung des neuen und alten Heizöl, aber mir ist persönlich kein Ausfall mehr bekannt geworden, auf Grund des Schwefelanteils im Heizöl.

    Ich möchte ja gar nicht in Abrede stellen, dass ein anderes Material nicht dermaßen stark reagiert hätte, mag ja alles sein, nur ich halte mich lieber an die Herstellerangaben und da bin ich auf der sicheren Seite. ;-)
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet September 2013 Beiträge: 17
    Besten Dank für Ihre interessanten Ausführungen.Da ich ein geschädigter mit permanent verschlissenen Luftführungen im Mischsystem des MAN BRE - Brenners war und dieses Problem nur durch den Materialeinsatz von "Inconel" gelöst werden konnte,würde es mich interessieren welche chemischen Vorgänge, es müsste sich dann um Korrosion handeln, diesen Vorgang auslösen. .Allerdings ist das von mir beobachte Schmelzen des Metalls doch eigentlich ein Folge zu hoher Temperatur und nicht von Korrosion ? Auch würde mich interessieren welche Herstellerangaben eingehalten werden müssen, um den geschilderten Verschleiß zu verhindern
    Grüße vom
    Dieter
  • jospr63 Meister
    bearbeitet October 2013 Beiträge: 2,758
    D.F-J.S schrieb:
    Besten Dank für Ihre interessanten Ausführungen.Da ich ein geschädigter mit permanent verschlissenen Luftführungen im Mischsystem des MAN BRE - Brenners war und dieses Problem nur durch den Materialeinsatz von "Inconel" gelöst werden konnte,würde es mich interessieren welche chemischen Vorgänge, es müsste sich dann um Korrosion handeln, diesen Vorgang auslösen. .Allerdings ist das von mir beobachte Schmelzen des Metalls doch eigentlich ein Folge zu hoher Temperatur und nicht von Korrosion ? Auch würde mich interessieren welche Herstellerangaben eingehalten werden müssen, um den geschilderten Verschleiß zu verhindern
    Grüße vom
    Dieter

    Von Korrosion möchte ich nicht direkt schreiben. Schaut man sich einmal ein zerschossenes Mischsystem an, dann sehe ich in erster Linie eine Verformung des Rings im Anfangsstadium. Danach berstet das Metall und bricht auseinander. Der Rest wird dann wohl einer ungleichmäßigen Verbrennung zum Opfer fallen. In ähnlicher Form sind auch die Flammrohre davon betroffen. Die Störungen resultieren dann aus dem erkannten Fremdlicht, weil die IRD irgendwann den Zündfunken als Fremdlicht erkennt.
    Wichtig bei den RE und BRE ist der richtige Abstand zwischen Düse und dem Mischsystem. Einige Brenner haben dafür einen extra Ring mit einer ganz bestimmten Stärke, damit das Mischsystem richtig justiert werden kann.
    Wie ich in einem anderen Beitrag bereits geschrieben hab, muss der CO2 Gehalt jenseits der 13% liegen. Das ist bei älteren Kessel manchmal schwierig, aber ein erfahrener Monteur misst dann den CO2 Gehalt in der Brennkammer, um nicht über abgasseitige Undichtigkeiten des Kessels zu stolpern.

    Wichtig ist auch die Wahl der Düse. Hohlkegel sind besser als Vollkegel und die 60° sollten auch nicht unterschritten werden.
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet October 2013 Beiträge: 17
    jospr63 schrieb:
    Von Korrosion möchte ich nicht direkt schreiben. Schaut man sich einmal ein zerschossenes Mischsystem an, dann sehe ich in erster Linie eine Verformung des Rings im Anfangsstadium. Danach berstet das Metall und bricht auseinander. Der Rest wird dann wohl einer ungleichmäßigen Verbrennung zum Opfer fallen. In ähnlicher Form sind auch die Flammrohre davon betroffen. Die Störungen resultieren dann aus dem erkannten Fremdlicht, weil die IRD irgendwann den Zündfunken als Fremdlicht erkennt.
    Wichtig bei den RE und BRE ist der richtige Abstand zwischen Düse und dem Mischsystem. Einige Brenner haben dafür einen extra Ring mit einer ganz bestimmten Stärke, damit das Mischsystem richtig justiert werden kann.
    Wie ich in einem anderen Beitrag bereits geschrieben hab, muss der CO2 Gehalt jenseits der 13% liegen. Das ist bei älteren Kessel manchmal schwierig, aber ein erfahrener Monteur misst dann den CO2 Gehalt in der Brennkammer, um nicht über abgasseitige Undichtigkeiten des Kessels zu stolpern.

    Wichtig ist auch die Wahl der Düse. Hohlkegel sind besser als Vollkegel und die 60° sollten auch nicht unterschritten werden.
    Besten Dank für Ihre interessanten Ausführungen ! Allerdings funktioniert die Luftführung aus INCONEL offensichtlich auch problemlos ,wenn der CO2 -Gehalt unter der dem von Ihnen genannten Wert liegt.Bei meinem alten Kessel (1995) und einer sicherlich nicht optimalen CO2 - Einstellung ist das jedenfalls so !
    Beste Grüße vom
    Dieter
  • jospr63 Meister
    bearbeitet October 2013 Beiträge: 2,758
    D.F-J.S schrieb:
    Besten Dank für Ihre interessanten Ausführungen ! Allerdings funktioniert die Luftführung aus INCONEL offensichtlich auch problemlos ,wenn der CO2 -Gehalt unter der dem von Ihnen genannten Wert liegt.Bei meinem alten Kessel (1995) und einer sicherlich nicht optimalen CO2 - Einstellung ist das jedenfalls so !
    Beste Grüße vom
    Dieter
    Aber genau die falsche Einstellung kann ebenfalls zu den genannten Problemen führen. Außerdem verändert sich di Flamme, wenn man zu sehr von den Werten abweicht, was die Störanfälligkeit ebenfalls erhöht.

    Übrigens ist ein Kessel mit Bj 95 durchaus noch Stand der Technik und nicht als alt zu bezeichnen.
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  • D.F-J.S Azubi
    bearbeitet October 2013 Beiträge: 17
    Vielen Dank ! Es ist erfreulich, dass hier im Forum auch Fachleute posten, sodass man bei Problemen mit fachkundigem Rat rechnen kann.
    Grüße vom
    Dieter
  • Beiträge: 3
    Ich bin sehr froh, dass ich auf Grund dieser Diskussion auf eine Lösungsmöglichkeit gestoßen bin.
    Ich hatte das Problem, dass wenn der große Boiler aufgewärmt werden muss mein RE 1.2 Brenner nach dem ersten langen laufen auf Störung ging.
    Beim Ausbau hatte ich dann stets festgestellt, dass die beiden Zündelektroden mit einem Partikel behaftet war und so einen Zündfunken beim Wiederstarten verhindert hat. Gleichzeitig stellte ich fest, dass im Bereich der Elektroden das Mischrohr "angefressen" war. Also Material abgetragen wurde.
    Läuft die Heizung ohne Brauchwasser bei niedrigeren Temperaturen, so lief der Brenner ohne Störung.
    Habe nun das INCONEL Rohr bestellt (übrigens nicht über Amazon, da dort wesentlich teurer als bei Direktbestellung und PayPal).
    Bin doch nun sehr gespannt wie das Ergebnis sein wird, wenn ich das neue Teil einbaue.
    Von meinem Sachverstand aus betrachtet müsste es ein Erfolg werden.
    Werde es berichten.
  • D.F-J.S Azubi
    Beiträge: 17
    Mein Inconel - Flammrohr ist jetzt 2 Jahre in Betrieb und sieht immer noch wie neu aus .:-)
    Beste Grüße vom
    Dieter
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