Solarthermie auch im Mehrfamilienhaus?

Hallo!

Wir planen ein Mehrfamilienhaus (WFL ca. 850qm/ BewohnerInnen ca. 20). Das Gebäude wird gut gedämmt sein (30cm Zellulose), ist ziemlich kompakt gebaut und bietet die Möglichkeit auch mit Solarthermie zuarbeiten.
Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Kapazität?
Geplant ist vor allem eine größtmögliche Unterstützung der Heizung (Niedrigtemperatur Wand Strahlungsheizung, Vorlauftemperatur 30-35Grad. Durch die Strahlungsheizung kann von einem insgesamt etwas geringeren Energiebedarf pro Wohnung ausgegangen werden.) Außerdem soll eine Vorerwärmung und Unterstützung der Warmwasseraufbereitung erfolgen.
Die Ausrichtung kann laut Bebauungsplan direkt nach Süden liegen, das Pultdach ist um 10 geneigt. Wieviele Quadratmeter Kollektor (auch optimal aufgeständert!) würden wir benötigen, 50 oder mehr?
Gibt es hierzu Erfahrungen.
Zusätzlich könnten wir uns auch noch Fassadenmodule Richtung Süden vorstellen.

Um die Anlage möglichst auszunutzen ist zusätzlich an einen großen Schichtspeicher von 100.000Liter gedacht.
Fühlt sich jemand in diesem Forum so beschlagen mir dazu einige Auskünfte zu geben:

Wieviel Prozent Zusatzheizung werden dennoch benötigt werden (eine Berechnung erwarte ich hier natürlich nicht, eine grobe, aber fundierte Schätzung würde mir zunächst reichen!).
Ist es denkbar durch eine entsprechende Ausweitung der Kollektoren in Verbindung mit dem großen Schichtspeicher zu einer ausschließlichen Heizung durch Solarthermie zukommen, oder ist das unrealistisch

Macht eine solche Anlage nach Eurer Meinung Sinn?
Gibt es sonst noch Tipps, Hinweise und Links von Eurer Seite? Weiß jemand, wo wir für so ein Vorhaben vielleicht auch "wissenschaftliche" Unterstützung bekommen könnten?

Vielen Dank für Eure Antworten...

PS.: Welche Art Zusatzheizung erscheint Euch besonders einfach /Günstig im Preis und leicht zu händeln?

Kommentare

  • bearbeitet November 2012 Beiträge: 0
    former schrieb:
    Hallo!

    Wir planen ein Mehrfamilienhaus (WFL ca. 850qm/ BewohnerInnen ca. 20). Das Gebäude wird gut gedämmt sein (30cm Zellulose), ist ziemlich kompakt gebaut und bietet die Möglichkeit auch mit Solarthermie zuarbeiten.
    Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Kapazität?
    Geplant ist vor allem eine größtmögliche Unterstützung der Heizung (Niedrigtemperatur Wand Strahlungsheizung, Vorlauftemperatur 30-35Grad. Durch die Strahlungsheizung kann von einem insgesamt etwas geringeren Energiebedarf pro Wohnung ausgegangen werden.) Außerdem soll eine Vorerwärmung und Unterstützung der Warmwasseraufbereitung erfolgen.
    Die Ausrichtung kann laut Bebauungsplan direkt nach Süden liegen, das Pultdach ist um 10 geneigt. Wieviele Quadratmeter Kollektor (auch optimal aufgeständert!) würden wir benötigen, 50 oder mehr?
    Gibt es hierzu Erfahrungen.
    Zusätzlich könnten wir uns auch noch Fassadenmodule Richtung Süden vorstellen.

    Um die Anlage möglichst auszunutzen ist zusätzlich an einen großen Schichtspeicher von 100.000Liter gedacht.
    Fühlt sich jemand in diesem Forum so beschlagen mir dazu einige Auskünfte zu geben:

    Wieviel Prozent Zusatzheizung werden dennoch benötigt werden (eine Berechnung erwarte ich hier natürlich nicht, eine grobe, aber fundierte Schätzung würde mir zunächst reichen!).
    Ist es denkbar durch eine entsprechende Ausweitung der Kollektoren in Verbindung mit dem großen Schichtspeicher zu einer ausschließlichen Heizung durch Solarthermie zukommen, oder ist das unrealistisch

    Macht eine solche Anlage nach Eurer Meinung Sinn?
    Gibt es sonst noch Tipps, Hinweise und Links von Eurer Seite? Weiß jemand, wo wir für so ein Vorhaben vielleicht auch "wissenschaftliche" Unterstützung bekommen könnten?

    Vielen Dank für Eure Antworten...

    PS.: Welche Art Zusatzheizung erscheint Euch besonders einfach /Günstig im Preis und leicht zu händeln?

    Hallo!

    Gleich vorweg - mit einer solchen Kapazität habe ich keine Erfahrungen. Ich habe vor ein paar Wochen einmal ein paar Mitteilungen der Sächsischen Energieagentur (saena.de) zum Thema "Sonnenhaus" gesehen, die haben von "Sonnenhaus-Institut" berichtet. Die haben wohl schon ein paar Projekte in dieser Hinsicht realisiert: http://www.sonnenhaus-institut.de/index.html . Könnte mir gut vorstellen, dass die dir in der Hinsicht weiterhelfen können. Bislang hatten wir hier eher Projekte im kleineren Ein/Mehrfamilienhausbereich und nie mit Großspeichern.

    Aus dem persönlich Gespräch heraus kann ich auch die Leute von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) sehr empfehlen, die haben mir bei ein paar Fragestellungen auch immer sehr herzlich weitergeholfen, die kennen bestimmt auch Ansprechpartner:

    http://www.dgs.de/

    Allgemein ganz interessant für Grundlageninformationen finde ich bietet auch das Planungshandbuch von (Achtung Herstellername fällt ;-) ) Viessmann: http://www.viessmann.de/content/dam/internet-global/pdf_documents/sonstige/planungshandbuch-solarthermie.pdf . Vielleicht für dein Vorhaben nich 100%ig passend aber kann man ganz gut was bei rausziehen.
  • bearbeitet November 2012 Beiträge: 20
    Moin Former,

    ich habe Deine Anfrage gelesen und möchte Dir mit meinem bisherigen Wissen eventuell ein wenig Hilfe geben.
    Zuerst sind in dem Haus ca. 850m² und 20 Bewohner.
    Eine Solar Thermie Anlage ist eventuell ein wegweisende Richtung.
    Zur Warmwasserzubereitung nutzen wir einen Hygienespeicher mit 2 Solaranschlüssen. Wir (3 Pers.) haben in der Zeit von März bis Oktober ständig "heisses" Brauchwasser. d. h. im Speicher haben wir immer so um die 80°C - 90°C. Durch die Nutzung des Hygienespeichers, der durch die Solaranlage beheizt wird, und es uns, abgesehen von den Stromkosten für die Pumpe der Solaranlage, "keine" weiteren Kosten mehr entstehen.

    Bei einem MFH von ca 10-15 Einheiten werden die Bewohner in dieser Zeit heisses Wasser zur Verfügung haben, ohne dass die Heizung den Warmwasserbedarf aufheizen muss.
    Klar, das ganze hat seinen Preis, aber bei der Menge an Warmwasserbedarf wird sich die Investition bestimmt sehr schnell rechnen.

    Ein Hygienespeicher kostet im Verhältnis zu einem Schichtspeicher mehr, aber in der Zeit der Nutzung werden sich die Kosten schnell amortisieren.

    Die grobe Berechnugn sagt, dass bei einer Nutzung von Vakuumröhren ca 1,5 - 2m² pro Person gerechnet werden sollte. Da Ihr aber auf em Dach genügend Fläche habt, dimensioniert die Größe der Vakuumanlage lieber etwas größer.:thumbup1:

    Da die Ausrichtung gegen Süden geht, wird der Ertrag dementsprechend auch größer sein. Letzte Woche hatten wir bei Sonnenschein und einer Aussentemperatur von ca. 5°C unseren Speicher in der kurzen Zeit der Sonneneinstrahlung unseren Speicher auf ca. 60°C bekommen.

    100.000 L, das ist eine Hausnummer, die man nicht so leicht unterbringen kann. Große Speicher haben eine Kapazität von ca. 2000L und das wären dann bei Euch so ca. 50!!! Speicher. Dies ist ein enormer Platzbedarf.:thumbup1:

    Die Berechnung sagt auch, dass es sinnvoll ist, ca. 50L Speicher pro m² Röhrenkollektor zu nehmen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig zur Seite stehen.

    Linus mein Kater


    "alles kann fliegen, es muss nur schnell genug sein!"
  • Soleg Azubi
    bearbeitet November 2012 Beiträge: 1
    Hallo zusammen,

    als unabhängige Stelle wurde schon das http://www.sonnenhaus-institut.de/ genannt.
    Es gibt auch schon realisierte Projekte dieser Art.

    Zu technischen Detailfragen kann man sich gerne an uns wenden: www.soleg.de
    (Systemanbieter für erneuerbare Energie)
  • ThorbenThorben Administrator
    bearbeitet November 2012 Beiträge: 867
    Hallo Former und ein etwas verspätetes "Willkommen" ! :thumbup1:

    Hoffe, die vorherigen Antworten konnten dir schon einmal etwas weiterhelfen. Wie man sieht, ist die Erfahrungslage bislang etwas beschränkt. Wäre toll, wenn Du uns mit den Planungen auf dem Laufenden halten könntest. Einerseits finden wir vielleicht noch ein paar Sachen heraus und andererseits würde das unseren Lesern bestimmt auch weiterhelfen, wenn ein paar Berichte aus der Planungspraxis hier landen ;-) .
    Administrator & Online-Redakteur
    Heizungsfinder.de
  • jospr63 Meister
    bearbeitet November 2012 Beiträge: 2,758
    former schrieb:
    Hallo!

    Wir planen ein Mehrfamilienhaus (WFL ca. 850qm/ BewohnerInnen ca. 20). Das Gebäude wird gut gedämmt sein (30cm Zellulose), ist ziemlich kompakt gebaut und bietet die Möglichkeit auch mit Solarthermie zuarbeiten.
    Hat jemand Erfahrung mit einer solchen Kapazität?
    Geplant ist vor allem eine größtmögliche Unterstützung der Heizung (Niedrigtemperatur Wand Strahlungsheizung, Vorlauftemperatur 30-35Grad. Durch die Strahlungsheizung kann von einem insgesamt etwas geringeren Energiebedarf pro Wohnung ausgegangen werden.) Außerdem soll eine Vorerwärmung und Unterstützung der Warmwasseraufbereitung erfolgen.
    Die Ausrichtung kann laut Bebauungsplan direkt nach Süden liegen, das Pultdach ist um 10 geneigt. Wieviele Quadratmeter Kollektor (auch optimal aufgeständert!) würden wir benötigen, 50 oder mehr?
    Gibt es hierzu Erfahrungen.
    Zusätzlich könnten wir uns auch noch Fassadenmodule Richtung Süden vorstellen.

    Um die Anlage möglichst auszunutzen ist zusätzlich an einen großen Schichtspeicher von 100.000Liter gedacht.
    Fühlt sich jemand in diesem Forum so beschlagen mir dazu einige Auskünfte zu geben:

    Wieviel Prozent Zusatzheizung werden dennoch benötigt werden (eine Berechnung erwarte ich hier natürlich nicht, eine grobe, aber fundierte Schätzung würde mir zunächst reichen!).
    Ist es denkbar durch eine entsprechende Ausweitung der Kollektoren in Verbindung mit dem großen Schichtspeicher zu einer ausschließlichen Heizung durch Solarthermie zukommen, oder ist das unrealistisch

    Macht eine solche Anlage nach Eurer Meinung Sinn?
    Gibt es sonst noch Tipps, Hinweise und Links von Eurer Seite? Weiß jemand, wo wir für so ein Vorhaben vielleicht auch "wissenschaftliche" Unterstützung bekommen könnten?

    Vielen Dank für Eure Antworten...

    PS.: Welche Art Zusatzheizung erscheint Euch besonders einfach /Günstig im Preis und leicht zu händeln?

    Also ich denke es wird in dieser Größenordnung nicht realisierbar sein. Ich denke hier wird auch falsch gedacht, denn wenn ich die Wärme benötige, hab ich die Sonne nicht zur Verfügung und was passiert, wenn der Sommer kommt und ich die Wärme nicht mehr weg bringe, weil ich keinerlei Abnahme hab? Bei einem gedachten Volumen von 100000 Liter denke ich, dass sich im Sommer ein Problem nach dem anderen auftürmen wird. Je 1000 Liter Wasservolumen speichere ich rund 10 KW Wärme. Wir unterhalten uns dann über ein Volumen von 1000 KW geballter Wärme, die sich in der Größenordnung nicht mehr so einfach kontrollieren läßt.
    Zuerst kommt das Ausdehnungvolumen des Wassers zum Tragen. 10% sollten es sein und das bedeutet ihr müßtest ein Ausdehnungsgefäß von rund 10000 Litern haben. Entsprechend sind dann auch die Sicherheitsventile und Abblaseleitungen dimensioniert.
    Das Thema Notkühlung. Könnt ihr euch vorstellen wieviel Leitungswasser ich durchblasen muß, wenn es mal zu einer Notsituation kommt, damit sich im Speicher kein Dampf bilden kann?

    Nächstes Thema! Wo soll der 100000 Liter Speicher Platz finden? Im Haus vielleicht? Ähem....ich denke das würde jede Traglast eines Fußboden sprengen. Das Haus würde unter Umständen absacken, weil wir unterhalten uns hier über eine relative punktuelle Belastung von 100 Tonnen plus dem Eigengewicht des Speichers.

    Nächstes Thema die Speicherung der Wärme!

    Das ist wohl das schwierigste. Habt ihr einen normalen Keller, unterhalten wir uns über eine Raumhöhe von runden 250 cm. Jetzt haben wir noch Sicherheitsabstände zur Decke und zu den Wänden. Nehmen wir mal an ein Tank kommt dann vielleicht noch auf 2 Meter Höhe. Dann hätten wir eine Grundfläche von rund 60 bis 70 qm, die der Tank benötigen würde. Das wäre jetzt nur der Tank, ohne die dazugehörigen Komponenten. Nächstes Problem! 2 Meter Höhe läßt in Verbindung mit dem großflächigen Tank keine Schichtung der Wärme zu. Das bedeutet die Temperaturen werden sich vermischen und damit sinkt auch der Ertrag der gesamten Anlage.
    Wenn man Anlagen dieser Größenordnung im Kopf hat, dann muß man das auch richtig machen. Man baut das Haus um den Speicher herum. Somit gewinne ich Höhe, erhalte eine Schichtung, weiß aber immer noch nicht, was ich im Sommer machen werde, wenn der Speicher die 100°C erreicht und ich die Wärme nicht gebrauchen kann.

    Ich wollt euch das nicht ausreden, aber ein paar Punkte anmerken, die man vieleicht auch beachten sollte. ;-)
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Supergrobi Azubi
    bearbeitet July 2013 Beiträge: 14
    Ich pack das jetzt mal hier mit rein und highjacke den Thread ;) ! Habe beim HF dazu noch gar nix wirklich gefunden (könntet ihr mal was zu schreiben). Wie wird denn eigentlich Solarthermie in einem MFH überhaupt abgerechnet? Ich hab da nur sehr vage Vorstellungen zu. Läuft das über eine Pauschale? Wird das extra gemacht (zweiter Wärmezähler und so) ?
  • PascalW Administrator
    bearbeitet July 2013 Beiträge: 144
    Supergrobi schrieb:
    Ich pack das jetzt mal hier mit rein und highjacke den Thread ;) ! Habe beim HF dazu noch gar nix wirklich gefunden (könntet ihr mal was zu schreiben). Wie wird denn eigentlich Solarthermie in einem MFH überhaupt abgerechnet? Ich hab da nur sehr vage Vorstellungen zu. Läuft das über eine Pauschale? Wird das extra gemacht (zweiter Wärmezähler und so) ?

    Moin Supergrobi,

    es kommt darauf an, geschrieben steht schon was darüber. Was genau meinst du denn mit "abrechnen" Du willst dir auf ein Mehrfamilienhaus das Ding da Privat draufhauen und für dich nutzen oder oder du bist Hausbesitzer und willst es aufs Dach schmeißen für deine Mieter und das getrennt abrechnen? Ein paar Infos brauchen wir da denke ich noch. Ansonsten findest du vielleicht schon etwas hier? Solarthermie Anlage im Mehrfamilienhaus

    Viele Grüße,
    PascalW
    Administrator & Online-Redakteur
    Heizungsfinder.de
  • jospr63 Meister
    bearbeitet July 2013 Beiträge: 2,758
    Supergrobi schrieb:
    Ich pack das jetzt mal hier mit rein und highjacke den Thread ;) ! Habe beim HF dazu noch gar nix wirklich gefunden (könntet ihr mal was zu schreiben). Wie wird denn eigentlich Solarthermie in einem MFH überhaupt abgerechnet? Ich hab da nur sehr vage Vorstellungen zu. Läuft das über eine Pauschale? Wird das extra gemacht (zweiter Wärmezähler und so) ?


    Man kann und darf die gewonnene Sonnenenergie nicht abrechnen. Man senkt nur die Nebenkosten und kann dafür mehr Miete verlangen, weil, ich glaub 10% der Investionskosten pro Jahr umgelegt werden können. Generell werden dieser Jahre alle MFH mit zentraler Warmwasseraufbereitung mit einem Verbrauchszähler für Wasser und einem Wärmemengenzähler für die verbrauchte Energie der Warmwasseraufbereitung nachgerüstet. Dadurch wird die gewonnene Wärme der Sonne abgezogen von der Gesamtmenge, weil die Heizung logischerweise weniger Energie für die Warmwasseraufbereitung benötigt.

    Das Risiko eines verregneten Sommers trägt dann der Mieter.

    Ich selbst vermiete auch Wohnungen, hab allerdings angefangen es anders zu lösen und bewege mich allerdings auch in einer relativen rechtlichen Grauzone. Die Mietwohnungen haben eigentlich Nachtspeicherofen. Nun ist leider eine Mieterin verstorben und hab die Ofen rausgeschmissen und die Wohnung mit in die vorhandene Zentralheizung integriert. Allerdings vermiete ich die Wohnung wiederum ohne diese Zentralheizung. Der Mieter muss die Heizung per Extravertrag anmieten. Also die Heizung ist nicht Bestandteil des Mietvertrag. Dabei lasse ich es dem Mieter frei selbst für eine andere Heizmöglichkeit zu sorgen, er kann den Vertrag demnach auch kündigen. Abgerechnet wird nach einem Arbeitspreis in Megawatt, den ich an die hiesigen Stadtwerke koppel. Ich denke das ist fair, weil der Mieter die Wohnung komplett selbst steuern kann, als wenn er eine eigene Heizung mit Gas oder Ölofen betreiben würde. Er kann mit dem Verbrauch auch gegen 0 steuern, sofern er nicht gegen die Bestimmungen im Mietvertrag verstößt. ;-)

    Die gesamte Thematik wird in Zukunft noch für Aufruhr sorgen. In 20 Jahren laufen sehr viele Anlagen, wie meine auch, mit einem Energiemix aus Sonne, einem alternativen Energieträger und einem fossilen. Wie will man das denn noch abrechnen? Das ist nicht einmal ansatzweise möglich nach den heutigen Bestimmungen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Supergrobi Azubi
    bearbeitet July 2013 Beiträge: 14
    jospr63 schrieb:
    Man kann und darf die gewonnene Sonnenenergie nicht abrechnen. Man senkt nur die Nebenkosten und kann dafür mehr Miete verlangen, weil, ich glaub 10% der Investionskosten pro Jahr umgelegt werden können. Generell werden dieser Jahre alle MFH mit zentraler Warmwasseraufbereitung mit einem Verbrauchszähler für Wasser und einem Wärmemengenzähler für die verbrauchte Energie der Warmwasseraufbereitung nachgerüstet. Dadurch wird die gewonnene Wärme der Sonne abgezogen von der Gesamtmenge, weil die Heizung logischerweise weniger Energie für die Warmwasseraufbereitung benötigt.

    Das Risiko eines verregneten Sommers trägt dann der Mieter.

    Gut dass du das sagst, da kenne ich nämlich so ein paar Kandidaten die dann scheinbar eine etwas eigenwillige Interpretation vin rechtssicherer Heizkostenabrechnung verfolgen ;-) . Da guck ich nochmal nach.
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