Solarheizung: Wer heizt mit Solar?

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Kommentare

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Mein Anhänger hat eine Länge von 3 Meter*1,26m Breite und eine Ladehöhe von 1 Meter. Hab ich den vollgeladen sind 1260 Kilo drauf und zwar knochentrockenes Holz aus Buche. Ich kann dir auch gern die Wiegekarte senden. Du kannst das so nicht vergleichen und hast die falschen Zahlen zu Grunde gelegt. Es macht keinen Unterschied, ob du auf Kubikmeter umrechnest oder nicht. Fakt ist die Differenz zwischen Gewicht und dem Volumen in Verbindung mit der Restfeuchte. Wenn du Holz eingekauft hast, welches noch 30% Restfeuchte hat, dann ist das Gewicht von Haus aus schon 30% höher als das, was man als Berechnungsgrundlage nimmt. Das nennt sich T Atro, also Holz mit 0% Restfeuchte. Jetzt geht es nämlich ins Eingemachte. Du kaufst Luft und Wasser mit ein, daher bekommst du einen günstigeren Preis. Rechnen wir das aus, wenn du das verheizen würdest, gegenüber dem, was ich einkaufe, habe ich bei einer Tonne einen Wert von 2,9 Ster und das immer bei 0 % Restfeuchte. Nun kommt der Wasserinhalt ins Spielt. Ich kaufe mit 5 bis max 10% Restfeuchte ein. Selbst wenn du dein Holz 3 Jahre ablagern würdest, kämst du unter den günstigsten Bedindungen nicht unter 15%. Normal wären 20% Restfeuchte. Das bedeutet du verbrauchst ohnehin schon wesentlich mehr, weil Wasser nun mal nicht brennbar ist und die Verbrennungstemperatur auch noch zusätzlich nach unten schraubt.
    Studiere bitte mal den Link, den ich dir gesendet hab. Gedanklich bist du da wirklich auf dem Holzweg.
    Es ist doch auch ganz einfach nachzurechnen. Anhänger mit 3 Meter Länge, 1,26 Breite und 1 Meter Höhe bedeuten bei mir 1260 Kilo trockenes Buchenholz oder 3 Ster, eher ein wenig mehr. Dann kommt halt noch die Restfeuchte ins Spiel. Ergo kann deine Rechnung überhaupt nicht aufgehen. Tut mir wirklich leid, aber ich bin auch ein eiskalter Rechner und kaufe nicht ein, wenn es sich für mich nicht lohnen würde. Selbst dann, wenn ich teurer einkaufen würde als vielleicht 20% über deinen Preis, würde ich mir durchrechnen, ob ich in der Zeit nicht mit meiner Arbeit mehr Geld machen würde, als ich mit der anstrengenden Holzbearbeitung einsparen würde.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • iolanos Azubi
    Beiträge: 11
    So, ich hab mir jetzt echt mal die Mühe gemacht, und das tatsätsächliche Gewicht von Buchenholz ermittelt.
    Ich habe 7 RM Industrieholz von einer Möbelfabrik bekommen, dieses ist Kammergetrocknet mit einer Restfeuchte von 8-12%. Aus diesem Holz werden Stühle, Tische und andere Möbel hergestellt. Da dies Holz durch die Lagerung beim Händler und dem Transport wieder etwas Feuchtigkeit aufgenommen hat, habe ich zwei Teile auseinandergeschnitten und die Restfeuchte von 12,4% gemessen.
    Jetzt habe ich aus diesem Holz exakt einen Würfel von 10x10x10 geschnitten ( klar, ist ja auch ein Würfel) und das Gewicht ermittelt. Dieser Würfel wog 745 Gramm - hochgerechnet auf den FESTMETER also 745 kg.
    Auf den Raummeter gemessen - dicht gestapelt, wären das 550 kg.
    Da kannst du noch soviel wiegen, das wird einfach nicht weniger - es sei denn, du rechnest in Schüttraummeter, dann hast du ein Gewicht von ca. 380 kg pro Kubikmeter.
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Also wirklich.....hartnäckig bist du!
    Diese Mühe hätte ich mir nicht gemacht, weil mein Anhänger deine These ohnehin über den Haufen geworfen hat. 3 Ster sind nun mal gut 1000 Kilo. Wobei ich jetzt das Gewicht der 3 Ster unberücksichtigt lasse.
    Ich zweifel deine gemachten Erkenntnisse nicht an, aber du hast halt eine Rechnung aufgemacht, die es so nur im Labor geben würde. 10 dm3 lassen sich gut stapeln. Selbst wenn man sie einfach nur so auf einen Anhänger werfen würden, sind sie immer noch wesentlich dichter gepackt, als wenn du Scheitholz aufstapeln würdest.

    Wie viel Kilo hatten denn die 7 RM? Das würde mich einmal interessieren. Und eine Erklärung deinerseits natürlich, wie viel 3 m* 1,26m* 1m an Volumen haben könnte? Deiner Rechnung nach dürfte mein Anhänger ja nur ca. 1,5 Ster laden können. Also irgendwas stimmt da nicht, aber mit deinem analytischen Verstand werde ich sicherlich bald Erleuchtung in mein dunkles Wissen erlangen. :)
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • iolanos Azubi
    Beiträge: 11
    moin

    ...........10 dm3 lassen sich gut stapeln..........

    logisch, ergibt bei 10x10x10 ja auch einen Festmeter. Ein Festmeter ist ein Kubikmeter Holz OHNE Zwischenräume, also ein Block - und der wiegt 745 kg.
    Ein Raummeter ist ein Kubikmeter dicht gestapeltes Holz, also mit Zwischenräumen - gerechnet 745x0,75 - ergibt ein Gewicht von ca. 550 - 560 Kilo.
    Und ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter geschüttetes Holz mit noch mehr Zwischenräumen - gerechnet 550x0,7 - ergibt ca. 380 kg. Dann geht deine Rechnung auf, wenn du das Holz auf den Anhänger geschüttet und nicht gestapelt hast.
    Nun, lassen wir es dabei, wenn mich ein Problem quält, geb ich keine Ruhe, bis es gelöst ist. Das heist aber nicht, daß ich da jemanden auf den Schlips treten möchte - ich diskutiere auch mal gern und heftig. 8-}
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    iolanos schrieb:
    moin

    ...........10 dm3 lassen sich gut stapeln..........

    logisch, ergibt bei 10x10x10 ja auch einen Festmeter. Ein Festmeter ist ein Kubikmeter Holz OHNE Zwischenräume, also ein Block - und der wiegt 745 kg.
    Ein Raummeter ist ein Kubikmeter dicht gestapeltes Holz, also mit Zwischenräumen - gerechnet 745x0,75 - ergibt ein Gewicht von ca. 550 - 560 Kilo.
    Und ein Schüttraummeter ist ein Kubikmeter geschüttetes Holz mit noch mehr Zwischenräumen - gerechnet 550x0,7 - ergibt ca. 380 kg. Dann geht deine Rechnung auf, wenn du das Holz auf den Anhänger geschüttet und nicht gestapelt hast.
    Nun, lassen wir es dabei, wenn mich ein Problem quält, geb ich keine Ruhe, bis es gelöst ist. Das heist aber nicht, daß ich da jemanden auf den Schlips treten möchte - ich diskutiere auch mal gern und heftig. 8-}

    Ich bemerke schon, dass du über einen gewissen Biss verfügst. Das ist nicht schlimm. Ich finde es sehr bemerkenswert, wenn sich Menschen für etwas einsetzen. Das hat in der heutigen Zeit eher schon einen gewissen Seltenheitscharakter.
    Aber nun schreibe ich dir, dass ich das Scheitholz auf dem Anhänger sauber stapel und nicht einfach rauf schütte. Wie erklärst du dir jetzt deine Rechnung?
    Gut, ich hab es nie messen können, welches Gewicht ich auf dem Anhänger hatte, als dieser voll bepackt mit Scheitholz war.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 67
    Hallo baggy,

    leider nichts mehr von Dir gehört, Ok, der Thread ist etwas vom Weg abgekommen.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um eine Nachrüstung einer Solaranlage auf einem bestehenden Haus. Grundsätzlich wäre erst einmal zu prüfen, ob Dein Haus über die richtige Orientierung verfügt, durch Nachbarhäuser oder Bäume verschattet ist. Danach wäre zu prüfen, ob Dein Dach überhaupt für eine Kollektoranlage geeignet ist oder evtl. bereits jetzt krankt und z.B. der First oder die Sparren durchhängt. Wenn das geklärt ist, das Dach geeignet, die Ausrichtung i.O. ist, dann solltet Ihr Euch mit der Anschaffung einer Solarkollektoranlage detailliert auseinandersetzen. Hierzu sind entsprechende Handwerker anzusprechen oder selbst (wenn man handwerklich begabt ist oder der Schwiegervater das kann), entsprechende Komponenten bestellen, die auch förderfähig sind. Wichtig ist, die Maßnahme erfordert nicht nur die Anlage auf den Dach, sondern eine Anpassung der Brennwerttherme (Gas oder Öl, oder auch ein anderes System) und eine Aufstellfläche für den Speicher (Gewicht!) sowie Verlegungsarbeiten innerhalb des Hauses. Hierzu sind ein, zwei Heizungsbauer anzusprechen. Die Anlage sollte die Warmwasserbereitung leisten, aber auch zur Heizungsunterstützung dienen. Wie richtig beschrieben, wird gerade im Winter die Wärme benötigt, die Sonne scheint aber gerade dann weniger. Daher macht es Sinn, eine relativ große Anlage zu installieren, die auch bei wenig Sonne, einen Beitrag zur Energieerzeugung leisten kann. Faustformel, 1 qm Kollektor, für 10 qm Wohnfläche. Das ist aber in Abhängigkeit der Dachfläche (Gauben, DFF usw.) und weiterer Rahmenbedingungen zu bestimmen. Die ganze Maßnahme solltet Ihr von einem Energieberater der DENA begleiten lassen, der gefördert wird.
    Grundsätzlich ist eine Solaranlage eine Sinnvolle Ergänzung um z.B. den Gasverbrauch zu reduzieren und die Heizungsanlage zu schonen, da diese im Sommer wahrscheinlich nicht oder kaum noch benötigt wird.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
  • iolanos Azubi
    Beiträge: 11
    So, ich habe heute mal meine Solarerträge ausgerechnet.
    2014 war ja nun nicht das Jahr mit den vielen Sonnenstunden, geregnet hat es ja nun genug.
    Insgesamt waren es vom 1. Januar bis 31 Dezember 2014 - 5052 kw
    An 154 Tagen war die Heizung komplett aus, da wurden 3840 kw eingespeist - sind im Schnitt pro Tag 25 kw.
    An 101 Tagen Übergangszeit Frühjahr/Herbst lief die Anlage als Heizungsunterstützung mit einer Gesamteinspeisung von 1212 kw - macht im Schnitt pro Tag 12 kw - also täglich ca. die Hälfte von der Haupteinspeisung. Halbiere ich rechnerisch die 101 Tage, komme ich dann auch auf 24 kw und addiere ich dann die 50 Tage, so habe ich rechnerisch ca. 200 Tage nur von Solarthermie mein Haus und das Warmwasser erhitzt.
    Bleiben dann noch 164 Tage übrig, wo die Heizung ( Holzvergaser ) lief.
    Beheizt wurden ca. 220 qm Wohnung, Spülmaschine, und 4 Personen, die täglich duschen.
    Nun kann man ja nicht nur die eingespeisten kw in Öl oder Gas umrechnen, sondern muß bedenken, daß wesentlich mehr als das gebrauchte Öl oder Gas verbrennen würde, da die Verlustleistung zum aufheizen des Kessels ja noch dazu käme.
    An Holz habe ich von Anfang August ( für mich fängt da die neue Heizperiode an ) bis Ende Dezember ca. 5 m³ verbrannt - Kosten für mich - 160 Euro.
    Sollte jetzt noch jemad auf die Idee kommen, Solarthermie würde sich nicht lohnen, der soll weiter seine 2- oder 3000 Euros an die Ölmaffia überweisen.
  • Beiträge: 52
    Hallo!
    Wir persönlich haben auch einen Solaranlage.
    Bei uns stehen zwei Speicher unten im Keller, die, wenn die Sonne mal nicht so arg scheint, die Wärme einspeist.
    Das hält, wenn der Sommer heißt war, sogar für einen Großteil des Winters.

    Mit freundlichen Grüßen

    Reiter80
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Ich überlege wirklich (da die Röhren so viel Wärme produzieren, dass der Puffer im Sommer ab 12 Uhr voll ist (1500 Liter 80 Grad), einen zweiten in die Garage zu stellen.... quasi als Überlauf und losgelöst vom Pelletsbrenner. Eine zweite Idee war der Anschluss an den Pool. Ist jetzt halt schade, dass im Sommer die Energie nicht gespeichert werden kann.
  • Beiträge: 11
    Heinz schrieb:
    P.S.:
    Es gibt eine Übersicht, welche Heizung sich wann rechnet. Solarhäuser von Sunvik. Die bauen reine Solarhäuser. Und selbst die kommen auf mehr als zehn Jahre Amortisationszeit. Übrigens gibt es auf der gleichen Seite auch eine gute Übersicht über alle möglichen Förderprogramme zum Thema Solarheizung (an Kristoff;-)).

    Puh, zehn Jahre Amortisationszeit... da überlege ich es mir persönlich auch zweimal, bevor ich mir Solarzellen anschaffe. Würde gerne mal jemanden treffen, der mir das bei sich zu Hause zeigt und Erfahrungen berichtet.
  • bearbeitet August 2015 Beiträge: 1
    dmb73 schrieb:
    Ich überlege wirklich (da die Röhren so viel Wärme produzieren, dass der Puffer im Sommer ab 12 Uhr voll ist (1500 Liter 80 Grad), einen zweiten in die Garage zu stellen.... quasi als Überlauf und losgelöst vom Pelletsbrenner. Eine zweite Idee war der Anschluss an den Pool. Ist jetzt halt schade, dass im Sommer die Energie nicht gespeichert werden kann.
    Hallo,

    Anschluss am Pool, je nach Wasservolume, wird nicht viel bringen.
    Du brauchts eine Wärmetauscher etc., ist die frage ob sich der Aufwand lohnt.
    Poolheizungen arbeitet im Niedrigtemperaturbereich.


    VG
    James

  • Beiträge: 9
    @jospr63 Meister
    Ich sitze jetzt schon seit 4 Sunden vor dem Rechner und lese mir die Augen wund . . konnte aber einigen anderen Threads entnehmen, das du in Sachen Solartechnik (Warmwasser und Heizungsunterstützt) wohl schon zu den "Fachleuten" zählst.

    Ich konnte auch lesen, das du von einer übergroßen Mengen an Solarmodulen warnst, da im Sommer die erzeugte Wärmemenge . . Zitat. . "nicht abgenommen werden kann".

    Kann ich nicht ganz einfach den Pufferspeicher stark vergrößern (jenseits der 10000 Liter Grenze), um dann ganz einfach die kostenlose Sonnenenergie den Sommer über zu Speichern und länger in den Herbstmonaten und Wintermonaten damit auszukommen? Habe 4 Wohneinheiten zu versorgen und spiele mit dem Gedanken in diese Richtung zu investieren.

    Für eine Antwort wäre ich Dir dankbar.
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Na ja....ich verdiene mein Geld damit. ;-)

    Gebe dich keiner Illusion hin. Es gibt keine Speicher, die die Wärme über einen solch langen Zeitraum speichern können. Es gibt so eine Faustregel. Man kann mit 1000 Liter Puffer rund 10 KW Energie speichern. Das ist das absolute Maximum. Bei einem Heizkörper mit 2000 Watt, kann man sich selbst ausrechnen wie schnell der Speicher leer gesaugt ist. Jetzt möchtest du 4 Wohneinheiten mit Solarthermie versorgen. Wir reden da wahrscheinlich über 20 bis 30 Heizkörper oder eine entsprechende Großflächenheizung. Das wird so nicht funktionieren. Ein einzelnes Haus kann ich selbst steuern, wenn ich das auch selbst bewohne, aber mehrere Wohnungen leider nicht.

    Auf meinem Dach habe ich 72 Vakuumröhren installiert, also auch heizungsunterstützend. Das klappt im Südosten Deutschlands leider nicht so wie gewünscht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir mehr erwartet habe. Ich bekomme von Frühjahr biss Herbst die 600 Liter Warmwasser durchweg voll. das ist kein Problem. Auch gewinne ich rund 6 Wochen, in denen ich eigentlich noch einheizen müsste, es aber nicht brauche, weil die Sonne ausreichend Wärme runter bringt. Das ist Fakt und das kann ich auch belegen.
    Ich verfüge über 3400 Liter Puffervolumen + die 600 Liter Warmwasser. Aber das alles funktioniert auch nur, weil ich trotz Heizkörper nie über 45°C Vorlauftemperatur komme. Bei der Solarthermie geht es immer um die nutzbaren Temperaturen. Selbst wenn nur 50°C in die Puffer kommen, kann ich die Energie nutzen. Bei einer normal ausgelegten Heizung klappt das eher weniger. Letztes Jahr im Sommer, als wir hier einige Wochen über 35°C hatten, hab ich die Puffer voll bekommen. Gut, im Keller war es eine Brutstätte, aber wer benötigt bei 35°C Aussentemperatur eine Heizung?
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 9
    Hmm . . ok . . . Das die Solarkollektoren die gesamte Menge (bei mir im Durchschnitt 50000 KWH/pro Jahr) nicht komplett versorgen können ist mir schon klar. Ich habe da von der Firma Sonnenkraft auf einer Messe etwas entdeckt, 10 Aufdachkollektoren SKR 500 und habe eben deine Kommentare gelesen (wohin mir der ganzen wärme) und da hab ich mir gedacht: Im Sommer speichern (vielleicht 10000 - 20000 Liter Pufferspeicher) und im Herbst und Winter verbrauchen. Dann hätte man zumindest das Problem gelöst, da sich diese große Menge an Wasser ja sehr langsam erwärmt, aber auch in den Zeitperioden, in denen nicht eingespeist wird auch lange brauch bis es abkühlt.

    Zitat von Dir: Man kann mit 1000 Liter Puffer rund 10 KW Energie speichern. Das ist das absolute Maximum . . . ----> bekomme ich einen 10000 Liter Speicher im Hochsommer mit 10 Dachkollektoren nicht auf 90 Grad?
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Das werden die Kollektoren nicht einmal ansatzweise schaffen. Das klappt vielleicht noch in den neuen Energiesparhäusern, aber auch nur unter Vorbehalt.
    Zu den Speichern muss man noch sagen, dass man mit einem Temperaturverlust von 3 bis 10°C/ Tag rechnen muss. Dann kann man sich schnell selbst ausrechnen, wie lang die Wärme im Speicher bleibt.
    10000 Liter Puffer sind eine echte Hausnummer. Die auf 90°C zu bekommen wird einige Tage dauern.
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  • Beiträge: 9
    Mit so einem starken Temperaturverlust habe ich nicht gerechnet. Vielen Dank für deine Informationen. =D>
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Der ist nicht stark, der ist vollkommen natürlich.

    Aber du scheinst mir so ein Freak zu sein, der offen für neue Dinge sein könnte. Schau doch mal hier nach: http://www.eisheizung.com/eisheizung.html
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 9
    ^:)^ Danke
    > du kannst mir gerne weitere Tipps geben, bin für alles offen . . . will ja investieren und sparen :D
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Servus und hallo… sorry, war ein paar Wochen nicht online und schalte mich mal ein. Bei mir läuft seit 2 Jahren ein 16qm Röhrenkollektor + Pelletsheizung nach 2009er KFW 55 Standard bei 300qm beheiztem Wohnraum. Verbaut ist neben dem Röhrenkollektor ein 1500 Liter Puffer.

    Wenn Du keinen alten Öltank mit 15.000 Litern irgendwo im Garten verbuddelt hast, den Du neben dem Puffer evtl. als Zweitspeicher nutzen könntest, würde ich die Hände davon lassen, einen teuren 5.000-10.000 Liter Puffer aufzustellen, um im Sommer Warmwasser vom Dach zu speichern. Das lohnt nicht bzw. ist viel zu teuer…. steht bei dem Aufwand einfach nicht im Verhältnis.

    Bei mir reduziert sich der Pelletsbedarf quasi nur noch auf die Wintermonate. Selbst im Herbst und bei optimaler Ausrichtung der Röhre (von der Region abhängig) wird im Übergang schon deutlich die Heizung (Pellets) entlastet. In meinem Fall fängt der Brenner erst ab Ende Oktober (je nach Wetter) bis Ende März das Arbeiten an. Den Rest (Warmwasser und Heizung) macht die Sonne. Klar gibt es im Übergang auch ein paar schlechte Tage, wo der Brenner unterstützt.

    Reduziere Deine Anlage auf ein erträgliches Maß und verbaue einen großen Puffer. 1500-2000 Liter. Damit kommst Du schon gut weit und überbrückst auch mal ein paar schlechte Tage hintereinander im Übergang.
    Ich hab bei meinem Kollektor darauf geachtet, dass ich keine Kupfer-Heat-Pipes verbaut habe, sondern Edelstahl. Diese halten die enorme Hitzebelastung im Sommer (wenn bei Dir auf dem Dach 150-180Grad Warmer Frostschutz nicht mehr zum Puffer transportiert werden und das Zeug steht) aus. Das Problem ist in der Tat, dass Du keine Abnahme hast und die 1500 Liter oder 2000 Liter relativ schnell voll sind. Dauert bei mir keinen Tag und die Abnahme fährt ihn ja nicht auf Null.

    Idee wäre (wie schon geschrieben)… separaten Kreis mit Wärmetauscher und evlt. einen Außenpool beheizen. Andere nutzen den alten Öltank im Garten (hab schon 15.000 Liter-Teile gesehen) in die dann eingelagert wird. Wobei hier der Wärmeverlust schon deutlich höher ausfällt als bei einem Puffer. Mir war dieser Aufwand einfach zu groß und einen alten Öltank hab ich beim Neubau auch nicht im Garten.

    Plane Deine Anlage auf ein vernünftiges Maß und gut ist. In diesem Jahr (der Winter war ja bekanntlich sehr mild) haben wir nur 2t Pellets verbrannt. Ca. 500 Euro. Heißt.. ich habe meine Häuser mit 300qm Wohnfläche für 41,66 Euro/mtl. geheizt und mit Warmwasser versorgt. Das alles Dank meiner Solaranlage.

    Vg Dirk

    P.S. Eisheizung ist doch die Erfindung von Viessmann. Hatte ich mir anfänglich auch überlegt aber fiel bei mir in die gleiche Kategorie wie WP.
  • Beiträge: 9
    Hallo dmb73 Geselle ,

    danke auch Dir für deine Erfahrung die du uns mitgeteilt hast. Da hab ich auch gleich eine Frage:
    Zitat: . . . keine Kupfer-Heat-Pipes verbaut habe, sondern Edelstahl. Diese halten die enorme Hitzebelastung im Sommer (wenn bei Dir auf dem Dach 150-180Grad Warmer Frostschutz nicht mehr zum Puffer transportiert werden und das Zeug steht) . . . .

    Ich bin absolut kein Fachmann, aber wenn der Frostschutz doch "steht" und so heiß wird, dann muss er sich doch ausdehnen oder gar verdampfen (auffüllen oder gar Reparaturen)?? Und warum wird er nicht weitergefördert? Ist die Max. Temperatur deiner Puffer dann erreicht und das System sagt "STOPP"?
    > hättest du dann noch einen Speicher der auf 90 Grad erwärmt werden würde, hättest du das Problem nicht, ...ODER?

    Grüße aus Franken
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Ob Edelstahl die bessere Wahl ist, wage ich noch zu bezweifeln. Das hängt ein wenig mit dem PH Wert der Flüssigkeit zusammen. Kupfer verhält sich ein wenig besser damit. Außerdem leitet Kupfer die Wärme besser.
    Was viel wichtiger ist, ist die Flüssigkeit in den HeatPipes. Es gibt die Vakuumröhren für verschiedene Breitengrade. Manche sind nur bis -10°C frostsicher. Ich konnte meine 72 Stück auch austauschen, weil sie alle kaputt gefroren waren.
    In den HeatPipes selbst entsteht immer Dampf. Nur so funktionieren sie auch. Es ist ja nur eine geringe Menge an Flüssigkeit enthalten. Diese erwärmt sich und verdampft. Dieser steigt nach oben und gibt die Wärme an den Sammler, in dem die Köpfe gesteckt sind. Von dort wird die Wärme dann in den Keller gebracht.

    Eine Solaranlage muss einfach passen. Das Verhältnis zwischen Kollektorfläche und Speicher ist schon wichtig.
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  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Stimmt, Kupfer hat Vorteile… Edelstahl aber auch. Edelstahl kommt besser mit Hitze klar. Vor 5-10 Jahren mussten viele recht neue Viessmann Röhren getauscht werden, da bei vollem Puffer die Hitze nicht vom Dach wegbekommen wurde und die Kupfer-Heatpipes dieser Belastung (zumindest bei dem Produkt) nicht über Jahre gewachsen waren. Ich gebe Dir aber Recht, dass Kupfer nicht nur Nachteile hat. Ist ein deutlich besserer Wärmeleiter.
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    @Schatzmeister - ich hatte vor Installation meiner Anlage genau die gleichen Gedanken, da ich 2013 sehr oft über defekte Kupfer-Heat-Pipes wegen zu hoher Hitze auf dem Dach bei fehlender Abnahme (Puffer voll) gelesen hatte. Viessmann kaufte damals die Röhrenkollektoren zu (keine Ahnung, wie es heute ist aber es gab einen Modellwechsel). Du wirst bei einer großen Anlage im Sommer an dem Punkt kommen (selbst bei einem großen Puffer), dass der Speicher voll geladen ist. Bei mir 80 Grad. Ist der Puffer voll, wird nicht mehr geladen und die Wärme kann nicht mehr vom Dach. Ich hatte mich deswegen für einen Hersteller von Edelstahlheatpipes entschieden. Neben meinem örtlichen DK-Solar sind z.B. auch die Paradigma Heat-Pipes aus Edelstahl… war zumindest damals so. Edelstahl kommt mit der Hitze deutlich besser zurecht, auch wenn Kupfer z.B. besser leitet. Ist aber in meinen Augen unerheblich und ich wollte eher eine Vorkehrung bzgl. Hitze, da mir ja die defekten Kupfer-Heat-Pipes in Erinnerung waren und ich eine recht große Anlage habe. Bekommst Du die Hitze weg… durch z.B. Pool, ist Kupfer die erste Wahl.
    Da die Röhren im Sommer so effektiv arbeiten und ich den 1500 Liter Puffer niemals über Nacht leer fahre, ist es oft so, dass bereits am nächsten Tag ab 12 Uhr die max. Temperatur erreicht ist. Dann sind da in den Leitungen 150-180 Grad warmer Frostschutz. Die Ausdehnung ist nicht das Problem.. dafür sind Vorkehrungen getroffen aber das Kupfer mag die Dauerhitze nicht. Deswegen bei mir Edelstahl. Jospr hat aber auch Recht, dass beide Materialien Vorteile haben. Es gibt also kein Schwarz-Weiß.
    Warum hab ich mich für die DK-Solar (wird bei mir in der Nähe gebaut.. ist aber sehr teuer) und nicht Paradigma entschieden. Der Hauptpunkt war, dass die Paradigma mit einem konstanten Wasserkreislauf (Sommer wie Winter) arbeitet. Ich wollte aber ein "einfacheres", "robusteres" System. So zumindest meine Gedankengänge.

    Ich kann bei guter Dachausrichtung und geografisch günstiger Lage nur zu einer Röhre bzw. Solaranlage raten. Meine ist erst seit 2 Jahren im Einsatz aber arbeitet hervorragend und ohne Störung, bis auf eine getauschte Röhre, die wohl schon bei Installation einen kleinen Schaden (H-Riss) hatte. Sonst alles vollautomatisch.

    Natürlich muss man auch berücksichtigen, dass die Anlage nicht unbedingt billig war aber im Gegensatz zu den Stormfressern WP, die weder Grün noch energieeffizient sind, bin ich mit der Leistung, Komfort und Wirtschaftlichkeit sehr zufriedne. Und… meine Wärme (ob Sonne oder Pellets) ist deutlich Grüner als der meiste Rest auf dem Markt.
  • Beiträge: 9
    @ dmb73 Geselle
    Danke nochmal . . . . Jetzt weis ich zumindest, das aus meinem Traum eines riesigen Speichers, der zur dauerhaften ganzjährig die Heizung unterstützt geplatzt ist :((

    Ihr seid sicherlich alle vom Fach und konntet eure Anlage selber planen und teilweise oder ganz montieren. Das sieht bei mir leider anders aus und ich muss mich auf einen Heizungsbauer fixieren, der mir dann so eine Anlage montiert. Habe da ein Angebot von Sonnenkraft, die arbeiten aber nicht mit Röhren sondern mit Kollektoren, der preis ist aber jenseits von 15000,-€ bei einer erwarteten Ersparnis von 900 € im Jahr
    > da kann man schon lange mit Heizen, gell ;)
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Servus Schatzmeister…..
    ich bin auch nicht vom Fach, sondern hab mich eingelesen. Ich bin kein Handwerker, sondern komme aus der Unternehmensberatung. Also eher REDEN… zum Glück hat mir der liebe Gott aber keine zwei linken Hände geschenkt.

    Flachkollektoren würde ich nie und nimmer verbauen!!!! Der Wirkungsunterschied zur Röhre ist enorm. Ein Flachkollektor eignet sich nie und nimmer zur Heizungsunterstützung… ist wohl aber recht günstig.
    In meinen Augen sind Flachkollektoren nur für eine günstige Erreichung der EnEv-Vorgaben populär.

    Wie willst Du von jemanden gut beraten werden, der nicht über die Kompetenz oder das gesamte Leistungsspektrum beraten kann bzw. dies nicht anbietet. Dreimal kannst Du raten, was dann am Ende herauskommt. Wenn er keine Röhre anbietet, hat er davon auch keine Ahnung und wird Dir immer zum Flachkollektor raten.

    Ich würde mir mindestens noch einen zweiten und dritten Anbieter ausgucken.
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    @Schatzmeister - wo wohnst Du? Kommt die Heizung in einen Neubau oder Altbau? Was ist Dir an der Heizung wichtig? Geringe Heizkosten p.m.? Ökologischer Energiefaktor? Hole uns mal etwas ab, damit wir mehr Einblick in Deine Denke bekommen. Das müssen wir verstehen, denn Deine letzte Antwort mit dem Flachkollektor macht mich etwas stutzig. Das sind Äpfel und Birnen.

    Es gäbe für mich nur eine einzige Argumentation für einen Flachkollektor und das wäre in Zusammenhang mit einem Neubau die günstige Erlangung des Primärenergiebedarfs nach EnEV 2016. Da eine Solaranlage vom Faktor für die Berechnung begünstigt ist und ein Flachkollektor im Vergleich recht günstig, kann es Sinn machen, diesen Firlefanz aufs Dach zu setzen. ABER… verabschiede Dich dann von all dem, was Du vor hattet mit einspeichern etc. Schon bereits im Übergang kannst Du beim Flachkollektor mit keinem Erstrag rechnen. Heizungsunterstützung kannst Du streichen… ganz im Gegenteil zu dem Röhrenkollektor.

    Was hast Du also vor?

  • Beiträge: 9
    @ dmb73 Geselle

    Ganz einfach: Auf der Jahresabrechnung meines GASANBIETERS steht eine Zahl (Thermische Energie) die im Durchschnitt 50000 KWH/pro Jahr beträgt. Hierfür zahle ich ca. 3000 Euro . B-)

    Ich versorge damit 4 WE, 3 davon vermietet . . ich verkaufe also meinen Mietern die Energie, die ich einkaufen muss.
    Logische Konsequenz
    > ich versuche alternative Lösungen zu finden um Thermische Energie (GAS) zu sparen. Meine derzeitige Zentralheizung ist von 1997 mit einem 400 L WW-Speicher, sonst nix . . . .
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    @Schatzmeister - verstehe! Ist ein Rechenbeispiel. Mit dem Flachkollektor wirst Du quasi nur im Sommer Wärme erzeugen…. dafür sollte er deutlich günstiger sein. Die Röhre wird auch im Übergang zur Heizsaison den Brenner unterstützen (Wichtig dabei.. geografische Lage und Ausrichtung der Anlage nach Süden).

    Ich baue im Herbst bzw. 2017 auch ein 4-Parteienhaus als Mietshaus. Hier werde ich eine Gasheizung (Heizung) + Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verbauen (derzeitige Überlegung). Evtl. kommt noch eine Photovoltaikanlage aufs Dach… dann würde ich den Strom auch an die Mieter verkaufen. Eine Einspeisung lohnt sich kaum noch. Warmwasser plane ich mit Durchlauferhitzern, damit ich bei Mietrückständen hier entkoppelt bin und das dem Versorger überlasse.

    Die Speicherung von z.B. 10.000 Litern heißen Wasser in einem XXL Puffer macht schon so keinen Sinn. Viel zu teuer und unwirtschaftlich.

    Ich bin mir gerade noch nicht sicher, ob der Invest überhaupt sinn macht oder Du nicht alles beim Alten hältst. Wie gesagt… ein Rechenbeispiel. Ein 16qm Röhrenkollektor, 2.000Liter-Puffer mit Integration an bestehende Heizung + Installation wird Dich auch ca. 15.000 Euro kosten.

    Vg Dirk
  • Beiträge: 9
    Genau Dirk

    Ich hab jetzt 4 Meinungen
    > und alle 4 sind anders >:)
    Wenn ich jetzt nochmal vor der Entscheidung stehen würde ein Mietshaus zur Altersvorsorge zu bauen würde ich liebe in die Kneipe gehen und das Geld verfressen . .
    > will dich aber in keinster Weise in deiner Entscheidung beeinflussen :))
    P.S. Warmwasserversorgung der einzelnen Wohnungen würde ich mit einem Absperrventil versehen, das nur der Vermieter entriegeln kann
    > die Versorgung von Mietnomaden mit Warmwasser gehört nicht zur Grundversorgung :))
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Kein Problem… meine Entscheidung steht und die ersten beiden Wohneinheiten sind quasi bereits vermietet. Ich wohne im Speckgürtel aber noch auf dem Land und muss mein Geld investieren. Beim Thema Heizung sind meine Ansätze beim Vermietobjekt grundsätzlich ANDERE als bei meiner eigenen Heizungsanlage.

    Na dann viel Erfolg!
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