Umfrage sagt: Neues Heizungssystem muss sich mittelfristig rechnen

PascalW Administrator
bearbeitet August 2013 in Neuigkeiten
Innerhalb von drei bis sieben Jahren müsste sich eine neue Heizung amortisieren, damit die Hälfte aller Hausbesitzer ihr alte Anlage erneuern. Zu diesem Schluss kommt die TNS Emnid, die eine Umfrage im Auftrag von Primagas durchgeführt hat. Ein Drittel der befragten sind Modernisierungswillig bei vier bis sieben Jahren Amortisationszeit TNS Emnid führte im Juni 2013 [...]

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Kommentare

  • Grisu Azubi
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 28
    Das ist mal wieder typisch. Die Heizung möchte ich mal sehen, die sich nach einem Tausch nach vier bis sieben Jahren "amortisiert". Was denken die denn? Heizen die noch mit einem Lagerfeuer im Wohnzimmer? Und überhaupt: bei nem Auto schaut auch (kaum) einer darauf, ob es sich "rechnet". Ist ja keine Geldanlage.

    Manchmal frag ich mich schon, was sich die Leute bei solchen Umfragen denken. Wenn ich eine Heizung habe, die störungsfrei läuft und noch nicht alt ist, werd ich doch den Teufel tun und mir ne Neue einbauen, die sich dann VIELLEICHT (geht ja auch gerne mal kaputt ne) in 14 Jahren mal rechnet. Man kann theoretisch ja auch mit Ressourcen pflegend umgehen und erstmal seinen alten Scheiß kaputtmachen bevor man sich was Neues holt. Kauft sich jeder nach 4 Jahren ein neues Auto weil´s was sparsameres gibt werden die Müllkippen auch nicht gerade leerer. Lasst eure alten Möhren erstmal richtig einstellen und bedienen :-p .
  • jospr63 Meister
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 2,758
    Grisu schrieb:
    Das ist mal wieder typisch. Die Heizung möchte ich mal sehen, die sich nach einem Tausch nach vier bis sieben Jahren "amortisiert". Was denken die denn? Heizen die noch mit einem Lagerfeuer im Wohnzimmer? Und überhaupt: bei nem Auto schaut auch (kaum) einer darauf, ob es sich "rechnet". Ist ja keine Geldanlage.

    Manchmal frag ich mich schon, was sich die Leute bei solchen Umfragen denken. Wenn ich eine Heizung habe, die störungsfrei läuft und noch nicht alt ist, werd ich doch den Teufel tun und mir ne Neue einbauen, die sich dann VIELLEICHT (geht ja auch gerne mal kaputt ne) in 14 Jahren mal rechnet. Man kann theoretisch ja auch mit Ressourcen pflegend umgehen und erstmal seinen alten Scheiß kaputtmachen bevor man sich was Neues holt. Kauft sich jeder nach 4 Jahren ein neues Auto weil´s was sparsameres gibt werden die Müllkippen auch nicht gerade leerer. Lasst eure alten Möhren erstmal richtig einstellen und bedienen :-p .


    Du triffst den Nagel schon richtig auf den Kopf. Ein Auto darf schon mal 30-40000 Euronen kosten und jeder kennt wirklich jeden Knopf und Hebel und dessen Bedeutung, wenn man ihn drückt oder bedient. Nur bei der eigenen Heizung hört es dann auf mit dem technischen Verständnis. Man bemerkt es bereits bei der Einweisung, dass dann Sprüche fallen: Ach wissen sie was, stellen sie es einfach so ein, dass es passt, was bedeutet,man fährt garantiert noch ein paar Male hin, weil die nicht optimal eingestellt ist und das vielleicht noch usw. Alleine der Mehrverbrauch durch falsch eingestellte Regelungen verursachen Mehrkosten, die garantiert ein paar hundert Euro im Jahr ausmachen können. Nur wenn das eigene Auto mal 10% mehr schluckt als angegeben, dann wird sofort mit Anwälten gedroht.
    Ich denke da ist in den Köpfen der Leute erheblicher Nachholbedarf angesagt. Das ist wie mit dem Unterschied zwischen Glauben und Wissen, aber wer wenig weiß, muss sehr viel Glauben haben.
    Irgendwann, so nach dem vierten Male schraubt man einfach die Heizkurve nach oben und merkwürdigerweise passt es dann, obwohl die Einsparung gleich 0 ist. Am Schlimmsten sind die Leute, die einfach zuviel Zeit haben und den ganzen Tag ihren Hals aus dem Fenster hängen lassen. Da sind mittlerweile 25°C in der Hütte, eine Hand liegt immer auf dem Heizkörper und der wird plötzlich kühler. Welch ein Wunder, aber wenn der Zuvielzeithabende und den ganzen Tag am Fenstersitzende zufällig auch noch ein Firmenfahrzeug vom Hof fahren sieht, braucht man auf den Anruf in der Firma auch nicht lange warten. "Kann es sein, dass ihr Monteur einen Fehler gemacht hat, weil meine Heizung ist ganz kalt. Seit er hier war funktioniert die Heizung nicht mehr."
    Man kennt ja im Laufe der Jahre die Häuser, wo sich Leute dieser seltsamen Gattung aufhalten und dort hämmert die Anlage ohnehin ohne Ende mit min 75°C und egal bei welchen Außentemperaturen. Nur das bezahlen alle anderen mit, die dort wohnhaft sind.
    Das geht sogar soweit, dass man alle halbe Jahre zu zig Stellen fährt, nur um die Uhren von Sommer auf Winterzeit oder umgekehrt zu stellen. Ich weiß nicht, was die mit ihren anderen Uhren im Haus machen, komischerweise können die umgestellt werden, nur nicht die von einer Heizung und selbst dann, wenn es sich um einen 0815 Raumthermostaten handelt mit Analoguhr.

    Dann gibt es natürlich auch noch die Technikfreaks. Das sind die Leute, die sich morgens extra den Wecker stellen, um Daten zu notieren. Man kommt dorthin und wird gleich mit einem Buch konfrontiert, indem alle erdenklichen Temperaturen akribisch eingetragen worden sind und natürlich auch der Verbrauch von Gas oder Öl. Kommt es irgendwann einmal zu einer kleinen Abweichung von der selbsterrechneten "Norm", hat man auch schon den Supergau am Hals. Dann müssen die '"Parameter" optimiert werden, weil es ja fern ab von allen guten Geistern liegt, dass man eventuellen Mehrverbrauch selbst verursacht haben könnte.

    Wie dem auch sei, es liegt immer in der Hand der Betreiber eine Anlage effizient zu betreiben. Durch Unwissenheit, durch fehlende Bereitschaft sich mit der eigenen Heizung zu beschäftigen, durch Fehlinformation von dritter Seite und natürlich auch durch falsch ausgerechnete und installierte Anlagen werden die Heizkosten zusätzlich in die Höhe getrieben.

    Ich kann da auch noch einmal ein kleines Beispiel nennen. Dabei handelte es sich um ein Mehrfamilienhaus, in dem ich in einer Wohnung Thermostatventile eingebaut hab, weil sich die Eigentümer der 'Wohnung darüber beschwerten im Monat rund 800€ Heizkosten zu haben. Gut, die Wohnung war rund 200 qm groß und das Haus aus den 60 er Jahre, aber als ich die getauscht hatte, haben die sich beschwert, dass sie frieren. In der Wohnung waren in jeden Raum, ob genutzt oder nicht, über 25°C. Total genervt hab ich am Ende die Köpfe abgeschraubt und alte Köpfe montiert, die nicht auf die Raumtemperatur reagieren. Ich hab 3 Kreuze gemacht, als die die Wohnung verkauft hatten, weil die Nebenkosten zu hoch geworden sind.

    Irgendwann werd ich noch mal ein Buch schreiben. Aber ich denke es wird kein Verkaufsschlager werden, weil sich viele selbst erkennen würden und wer gibt schon gerne Fehler zu? :-?
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • ThorbenThorben Administrator
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 867
    Da habe ich wie fast immer nichts hinzuzufügen : ) .
    jospr63 schrieb:

    Irgendwann werd ich noch mal ein Buch schreiben. Aber ich denke es wird kein Verkaufsschlager werden, weil sich viele selbst erkennen würden und wer gibt schon gerne Fehler zu? :-?

    Also ich würd´s sofort kaufen :) mach mal!
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  • jospr63 Meister
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 2,758
    Thorben schrieb:
    Da habe ich wie fast immer nichts hinzuzufügen : ) .



    Also ich würd´s sofort kaufen :) mach mal!


    Erst nach erfolgreichen Erscheinen der Holzpreisapp!
    Wie steht es denn mit der Programmierung? Ich bin sicher, Du machst da extreme Fortschritte und wir können uns das Teil bald runterladen.
    :biggrin:
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  • ThorbenThorben Administrator
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 867
    :pfeif: das habe ich befürchtet. Ich glaube ich bin damit ungefähr so weit wie Du mit dem Buch... äh ich muss weg :juggle: .
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  • PascalW Administrator
    bearbeitet August 2013 Beiträge: 144
    Hahahaha :-) Na das Thema wird Thorben jetzt glaub ich noch ewig verfolgen. Ich würde jedenfalls das Buch UND die App kaufen. Mehr Unterhaltung braucht kein Mensch.
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