Hilfe bei der Heizungsauslegung

Hallo Leute,

bin neu hier im Forum und habe diese Frage schon einmal in einem anderen Forum gestellt.
Dort wurde ich dafür verbal "verprügelt" :veryconfused: und hoffe hier Antworten zu finden.
Auch wenn meine Überlegungen blödsinn sind, so möchte ich doch erfahren warum und was besser wäre.

ALSO...

Wir haben uns ein altes Haus gekauft und sind dabei es zu renovieren.
Nun soll auch die Heizung modernisiert werden, da aktuell El-Nachtspeicher.

Folgende Eckdaten:

DHH Bj. 1931 Kellerdecke Beton, Rest Holzbalkendecke.
24er Aussenwand Bimstein-Hohlblock (inkl. Putz ca. 30cm) nicht isoliert und habe auch die nächsten 5Jahre nicht vor zu isolieren.
2-Fach Isolierglasfenster Bj. 1994 bleiben vorerst auch.
Dach wird dieses Jahr saniert und gedämmt.
Vorhanden ist ein Schwimmbad (innen) mit ca. 20m^3 (derzeit ausser Betrieb)

UG: Partykeller, Gewölbekeller, Waschraum ca. 45qm
EG: Schlafzimmer 16qm, Bad 14qm Flur+Garderobe je 8qm Schwimmhallenanbau ca. 45qm
OG: Großer offener Wohn-Ess-Küchenbereich ca. 40qm, Flur 5qm, WC 4qm
DG (nach vollstandigem Ausbau): 2 Kinderzimmer je ca. 12qm und ein kleines Bad ca. 10qm

KEIN Gasanschluss im Haus und keine Möglichkeit einen Tank unterzubringen.
Überlege mir aber doch einen Gasanschluss legen zu lassen (2500€ :cry:)

Also ich hab mal (überschlägig) so gerechnet:
Aussenwand (inkl. Fenster) ca. 120qm u-wert ca. 1W/qm*K
Laut u-wert.net habe ich einen Wärmeverlusst von 75kWh/qm pro Heizperiode --> 9000kWh

Schwimmbad: 0,5-1°C Verlusst/Tag, 20m^3 --> 12-24 kWh/Tag
Jahresbedarf bei 20kWh/Tag und 2mal im Jahr Neubefüllung: ca. 8000kWh wahrscheinlich eher weniger.

Ca. 2-3000kWh für Warmwasser(4Pers).

Also insgesamt etwa 20000kWh (wohl eher 22TkWh) abzüglich etwa 5-6000kWh Solarthermieertrag (12qm Vakuumröhre top ausgerichtet) bleiben 16-17T kWh zu beheizen.

Liege ich mit der (überschlägigen !!!) Rechnung in etwa richtig?

Folgendes habe ich mir vorgestellt:

Auf's dach bekomme ich ca. 12qm Solarthermie unter.
Im OG soll ein wasserführender Kamin stehen, der zusammen mit Solar einen Pufferspeicher laden soll. Von dem sollen dann die anderen Zimmer und das Schwimmbad beheizt werden.
Als Backup dann evtl. noch eine 11kW Brennwerttherme.

Nun aber die Fragen:

Solarthermie: Reichen da 12qm für Warmwasser (4Pers) und Schwimmbad im Sommer?
Wieviel nutzbare! Heizleistung geben z.B. Röhrenkollektoren im Sommer ab?

Kamin: Reicht da ein 15kW oder lieber ein 20kW oder 24kW Kamin?

Pufferspeicher: Was soll ich denn hier nehmen und warum?
Kombispeicher mit mehreren WT? Eigene Speicher für Heizung und Brauchwasser? Schichtladespeicher?

Wie ist sowas am effizientesten hydraulich zu verschalten?
Alles einzeln an den PS oder das "vorgewärmte" Wasser von der Solarthermie in den Kamin und dann erst in den PS?
Alles einzeln steuern (Komplettsets im Internet) oder doch lieber zentral steuern?

Fragen über Fragen und zu jedem Thema gibt es unterschiedliche Meinungen. Hoffe ihr könnt mir da ein wenig weiterhelfen und schickt mich nicht gleich zu einem "Fachmann" denn der ist nicht unabhängig und jeder erzählt einem was anderes.

Gruß

Kommentare

  • jospr63 Meister
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 2,758
    Hallo,

    ich halte die Berechnung für recht realistisch. Die große Unbekannte ist natürlich das Schwimmbad. Wenn du sowas vorhast, dann würde ich es wie folgt machen.

    Die Wärme muss vorrangig in einen Pufferspeicher, idealerweise ein Hygienespeicher, der recht groß ausfallen sollte. Wenn ein 1000 Liter in den 'Keller passt, dann nimm den. Aber auf das Kippmaß achten. Dann nimmst du einen zweiten Puffer, einen ganz einfachen mit nur einen Tauscher und mit vielleicht 800 Liter. An diesen wird das Schwimmbad abgefangen. Erst wenn der große Speicher unter Dampf steht und es nichts mehr reinpaßt, dann schaltet ein 3Wegeventil um und füllt den zweiten Speicher mit Wärme oder eine Pumpe schaltet sich ein und schiebt die Wärme halt von a nach b. So ist immer gewährleistet, dass Warmwasser und auch für die Heizung genug Wärme zur Verfügung steht.

    Das Schwimmbad sollte man eher zweit oder drittrangig betrachten.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • papapete Azubi
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 9
    Guten Morgen,

    das hört sich doch mal nach einem echten "Dialog" an :biggrin:

    Also das Schwimmbad wird auch drittrangig betrachtet. Warscheinlich dauert es auch noch 2-3 Jahre bis ich mich an den wage.
    Allerdings war mein Gedanke ihn nicht über einen 2ten Speicher zu speisen, sondern ihn über einen WT zu laden wenn überschüssige Wärme vorhanden ist. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

    Wie sieht es mit dem Rest aus? Warum ein Hygienespeicher und kein Kombi mit Frischwasserstation?
    Leistung des Kamins ausreichend (15kW)?

    Will die Heizung hauptsächlich selber auslegen und mit einer UVR 1611 regeln.
    Was ich verstehen möchte ist ein sinnvoller hydraulischer Plan.
    Wie verschalte ich die 3 Quellen und die verschiedenen Abnehmer (plus Pumpen und Ventile)? Und warum so und nicht anderst (Es gibt ja viele Möglichkeiten)?
    Gibt es ein gutes Freeware-Tool für so einen Hydraulikplan?

    SO... reicht erst mal an Fragen am frühen Morgen :pfeif:
  • jospr63 Meister
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 2,758
    papapete schrieb:
    Guten Morgen,

    das hört sich doch mal nach einem echten "Dialog" an :biggrin:

    Also das Schwimmbad wird auch drittrangig betrachtet. Warscheinlich dauert es auch noch 2-3 Jahre bis ich mich an den wage.
    Allerdings war mein Gedanke ihn nicht über einen 2ten Speicher zu speisen, sondern ihn über einen WT zu laden wenn überschüssige Wärme vorhanden ist. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

    Wie sieht es mit dem Rest aus? Warum ein Hygienespeicher und kein Kombi mit Frischwasserstation?
    Leistung des Kamins ausreichend (15kW)?

    Will die Heizung hauptsächlich selber auslegen und mit einer UVR 1611 regeln.
    Was ich verstehen möchte ist ein sinnvoller hydraulischer Plan.
    Wie verschalte ich die 3 Quellen und die verschiedenen Abnehmer (plus Pumpen und Ventile)? Und warum so und nicht anderst (Es gibt ja viele Möglichkeiten)?
    Gibt es ein gutes Freeware-Tool für so einen Hydraulikplan?

    SO... reicht erst mal an Fragen am frühen Morgen :pfeif:

    Das mit den Frischwasserstationen ist so eine Sache für sich. Klar kann man damit auch arbeiten, aber man sollte sich auch bewußt sein, dass man 2 zusätzliche Fehlerquellen hat. Das ist auf der einen Seite die zusätzliche Pumpe und auf der anderen Seite der Plattenwärmetauscher. Dieser ist besonders in Gebieten mit hohen Kalkanteil im Wasser nicht grad sinnvoll. Daher ziehe ich persönlich den Hygienespeicher vor.
    Mit der UVR 1611 kann man das alles steuern und regeln. Es gibt ein Programm namens TAPP dafür. Damit kann man die Regelung über den PC programmieren. Das Programm erstellt auch eine Art hydraulisches Schema. Umsonst ist es auch noch.
    Es gibt nicht viele Möglichkeiten für den Anschluß. Viele meinen nur, es ist immer gleich und fangen einfach an drauf los zu arbeiten, also ganz ohne Plan auf Papier und im Kopf. Das ist immer zum Scheitern verurteilt.

    Ich kann dir nur raten, wenn du den Beruf nicht gelernt hast, dass du dir zumindestens eine Hilfestellung suchst mit ausreichenden Fachwissen. Ohne Vorkenntnisse wird das nichts.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • papapete Azubi
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 9
    Hallo nochmal,

    habe den Beruf zwar nicht gelernt, bin aber Maschinenbauingenieur und lernbereit.
    Die programmierung der UVR habe ich angeschaut und traue mir das zu.
    Was ich noch verstehen möchte ist die Logig der effizienten Beladung und Entladung des Puffers.
    Gibt es dazu gute Webseiten/Bücher die das gut erklären?

    Es gibt Speicher, die nur Einen Einspeisepunkt haben und das Wasser über ein Steigrohr in der entsprechenden Schicht einschichten.
    Dann gibt es Speicher mit mehreren Einspeisepunkten und die Regelung soll je nach Temperatur einspeisen.
    Aber wie läuft das in der Realität ab? Es soll ja möglichst ein gleichmäßiger Temperaturgradient im Speicher herrschen oder?
  • jospr63 Meister
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 2,758
    papapete schrieb:
    Hallo nochmal,

    habe den Beruf zwar nicht gelernt, bin aber Maschinenbauingenieur und lernbereit.
    Die programmierung der UVR habe ich angeschaut und traue mir das zu.
    Was ich noch verstehen möchte ist die Logig der effizienten Beladung und Entladung des Puffers.
    Gibt es dazu gute Webseiten/Bücher die das gut erklären?


    Bei der UVR ist gar nicht soviel zu programmieren, jedenfalls nicht, wenn man nicht irgendwie den Rasen in Abhängigkeit von Luftfeuchte und Sonneneinstrahlung sprengen möchte. Das ist natürlich auch möglich.

    Ansonsten besitzt die UVR interne Module, die bereits vorprogrammiert sind. Hält man sich an die Anschlußpläne, auch mit der Fühlerbestückung auf der Klemmleiste, ist im Prinzip am Ende nur noch eine Feinabstimmung auf die persönlichen Bedürfnisse nötig. Ich hab sie hier selbst am Laufen und bin sehr zufrieden damit. Das Problem ist halt nur, dass sie für jemanden der nicht technisch versiert ist, sie sehr schwer zu bedienen ist. Es gibt halt keine Oberfläche, auf der Frau einfach nur einen Knopf drückt und dann wird es wärmer. Es ist alles verschachtelt in Untermenüs, durch die man sich erst mühsam durchkämpfen muss. Es gibt noch 2 schlimmere Regelungen von der TA, die ich bei keinem Kunden mehr einbaue, weil die keiner mehr bedienen kann. Das sind die HZR 65 und die UVR 63H.

    Zur effizienten Beladung eines Speicher. Im Prinzip ist das ganz einfach. Man muss dafür sorgen, dass man eine Schichtung der Temperaturen erhält. Habe ich einen Hygienespeicher und auch eine Frischwasserstation, muss ich gewährleisten, dass im oberen Drittel des Speichers immer die min. 60°C vorhanden sind. Entsprechend muss man den Speicher auch hydraulisch anschließen. Bei Sollwertunterschreitung im oberen Drittel muss nachgeheizt werden und zwar unabhängig von der Witterung. Ansonsten ist die Warmwassseraufbereitung nicht gewährleistet. Das bedeutet separaten Anschluß vom Heizgerät zum Boiler bis zum oberen Drittel für die Warmwasseraufbereitung. Die Heizung wird unterhalb des oberen Drittel abgenommen und den System zugeführt und zwar in Abhängigkeit von dem Temperaturbedarf der Heizung. Ein Radiatorkreis benötigt höhere Temperaturen als eine FBH. In beiden Fällen muss die Temperatur nochmals über Mischer entsprechend zurecht gemischt werden, weil mann ja nie wissen kann, was die Sonne in den Speicher schiebt oder wieviel über die Wassertasche an Temperatur in den Speicher gelangt.
    Fassen wir noch ein mal zusammen:

    Anschluß Warmwasser vom Heizgerät = oberes Drittel des Speicher!
    Anschluß Heizung vom Heizgerät = unterhalb des oberen Drittel
    Anschluß Wassertasche = oben und ganz unten am Speicher
    Anschluß Solar = unterer Wärmetauscher
    Abnahme Warmwasserstation = oberes Drittel
    Abnahme Heizung = unterhalb oberes Drittel
    Abnahme Schwimmbad = unteres Drittel

    So bleibt die Schichtung gewahrt und man nutzt die Alternativen Energieträger wie Sonne und Wassertasche optimal aus.

    Als Maschinenbauing. sollte das wirklich keine große Herausforderung darstellen. :-)
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • papapete Azubi
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 9
    OK... soweit so gut. Danke schon mal für die Erklärung.

    Muss im Speicher ein gewisser gleichmäßiger Temperaturgradient vorhanden sein, oder kann ich (weil gerade viel geheizt wird) den Speicher auch z.B. zur Hälfte mit 60°C laden und dann nach unten hin abfallend?
    Kennst Du gute Fachliteratur zu diesem Thema?
  • jospr63 Meister
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 2,758
    papapete schrieb:
    OK... soweit so gut. Danke schon mal für die Erklärung.

    Muss im Speicher ein gewisser gleichmäßiger Temperaturgradient vorhanden sein, oder kann ich (weil gerade viel geheizt wird) den Speicher auch z.B. zur Hälfte mit 60°C laden und dann nach unten hin abfallend?
    Kennst Du gute Fachliteratur zu diesem Thema?

    Ja und zwar, wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt, muss das obere Drittel min. 60°C haben. Das dient dazu die Warmwasseraufbereitung zu gewährleisten und schafft einen zeitlichen Vorsprung, damit das Heizgerät Zeit hat, den Temperaturabfall auszugleichen, wenn jemand Warmwasser zapft. Der ist halt nach Bedarf. Entweder von der Sonne, von der Wassertasche oder, wenn beides nicht vorhanden ist, von dem Heizgerät. Allerdings bemerke ich, dass da doch ein grundlegender Wissensbedarf vorhanden ist.
    Das Problem ist, dass alles sehr umfangreich ist und daher kann man auch kein einzelnes Buch empfehlen, was letztendlich alle Fragen beantworten kann. Ich hab hier über 20 Bücher im Regal, die sich nur mit dem Zeugs beschäftigen. Jedes davon bearbeitet nur ein kleinen Teil vom Ganzen.
    Um einen kleinen Einblick zu bekommen würde ich dies hier kaufen: Die neue Heizung von Marion Schulz; Hubert Westkämper - Fachbuch - buecher.de
    Das gibt zumindestens einen kleinen Einblick auf das, was dich erwarten wird. Möchtest du das komplexe Wissen inhalieren, dann bekommst du sicherlich deinen Ofen mit Wassertasche locker für das Geld, was alleine die Fachliteratur kostet. Das würde ich mir wirklich überlegen.
    Ich kann dir wirklich nur dazu raten einen erfahrenen Installateur hinzu zu ziehen. Theorie und Praxis krachen bei solchen Projekten manchmal unverhofft unangenehm aufeinander. Ich arbeite seit 36 Jahren im Kundendienst und werde oft zu solchen Anlagen gerufen, die von Bauherrn selbst in Angriff genommen worden sind. Es ist immer das Gleiche. Entweder ist die theoretische Ausführung top, aber die praktische schlecht, oder es verhält sich umgekehrt. Ich meine, es geht ja wirklich um viel Geld, was man investiert und dann sollte es auch von Anfang an funktionieren.

    Ich werd mal ein paar Bilder von meiner Anlage machen, damit du mal einen kleinen Einblick bekommst von dem, was dich erwartet. Das dauert allerdings ein wenig, weil mich hat die Grippe erwischt und ich bin noch nicht so ganz auf den Damm.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • papapete Azubi
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 9
    Ok, danke für den Tip... das Buch ist unterwegs.
    Noch ne Frage zu Speicher:
    Hygienespeicher ist klar.
    Was ist aber mit den unterschiedlichen Konzepten zur Beladung?
    Habe bis jetzt folgende gesehen:
    - Einlass von unten und das warme Wasser wird über Steigleitungen je nach Temp. eingeschichtet.
    - Einlässe an unterschiedlichen Stellen (regelung übernimmt Höhe der Einschichtung)
    - Ein WT für Solar, Rest wird oben eingeschichtet.
    - Zwei WT für Solar (Bei einer Solaranlage sinnvoll?)
    - Ein WT für Solar unten und ein WT für Heizung oben.

    Es gibt bestimmt noch andere Varianten.

    Welche ist bei mir nun zu empfehlen und warum?

    Gruß
  • jospr63 Meister
    bearbeitet February 2014 Beiträge: 2,758
    papapete schrieb:
    Ok, danke für den Tip... das Buch ist unterwegs.
    Noch ne Frage zu Speicher:
    Hygienespeicher ist klar.
    Was ist aber mit den unterschiedlichen Konzepten zur Beladung?
    Habe bis jetzt folgende gesehen:
    - Einlass von unten und das warme Wasser wird über Steigleitungen je nach Temp. eingeschichtet.
    - Einlässe an unterschiedlichen Stellen (regelung übernimmt Höhe der Einschichtung)
    - Ein WT für Solar, Rest wird oben eingeschichtet.
    - Zwei WT für Solar (Bei einer Solaranlage sinnvoll?)
    - Ein WT für Solar unten und ein WT für Heizung oben.

    Es gibt bestimmt noch andere Varianten.

    Welche ist bei mir nun zu empfehlen und warum?

    Gruß

    Vorlauf unten gibt es nicht.

    Ein WT unten für den Solarbetrieb ist ausreichend. Man muss den Speicher auch aussuchen nach den Gegebenheiten der Anlage. Da kann ich leider nichts zu sagen, weil ich die Anlage nicht kenne.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • papapete Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 9
    Habe einen Speicher gefunden (Oskar von Ratiotherm) der alle Anschlüsse unten hat und über Steigrohre den Speicher lädt.
    Zur Anlage selber folgende Eckdaten (Falls so ausreichend für einen Tipp zum Speicher):
    11KW Brennwerttherme
    15 oder 20KW Wasserführender Kamin
    12qm Solarthermie.
    Flachheizkörper

    Da wir hier aber im Solarthermie-Unterforum sind fangen wir da mal an.
    Es gibt ja regelrechte Glaubenskriege bzgl. FK/VRK
    Der Markt wird gerade ja mit allem möglichen Zeugs aus Fernost und ost überschwemmt.
    Obwohl da bestimmt der ein oder andere Hersteller dabei ist der gute qualität liefert, habe ich so meine Bedenken(grundlos?).
    Möchte jetzt nicht das super-hightech-maxwirkungsgrad Teil auf dem Dach sondern solide Qualität zu einem guten Preisleistungsverhältnis.
    Habe da folgenden FK mit guten Leistungsdaten zu einem super Preis gefunden:
    Premium One Flachkollektor - Preiserhöhung ab März

    Der EURO L20 AR von Wagner hat zwar bessere Daten, aber lohnt sich da der 4-Fache Preis?

    Einen preislich ähnlichen VRK habe ich auch gefunden:

    Ravensberger HIGH ENERGY 1200 - Preiserhöhung ab März

    Was haltet ihr von den Dingern?

    Gruß
  • PeSo Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 28
    Hallo papapete,
    ich persönlich bin sehr skeptisch gegenüber deinen Plänen... :huh:

    Warum willst du vorerst keine Isolierung? Wenn es generell ausfällt, sieht es anders aus.
    Wenn nicht, du baust dir für viel, sehr viel, Geld eine Anlage zusammen, die unter Umständen nach der Isolierung überdimensioniert ist.
    Also der Gogel poppt mir Werte von bis zu 1,6 bei deinen Steinen entgegen :-(
    die Fenster von 1994 sind bestimmt min. mit 1,1 anzusetzen ---> den u-Wert halte ich für sehr knapp angesetzt!
    Außerdem sind die 120qm wohl zu wenig? Was ist mit dem UG und Schwimmbad? Auch wenn du vielleicht deutlich weniger für diese Räume brauchst, weglassen würde ich sie nicht.

    Im Gegensatz dazu, rechnest du bei 12qm Solarthermie mit 5T kWh... da brauchst du schon einen richtig großen Puffer um diese Menge zu realisieren. Weil im Sommer "läuft dir das über" und der Ertrag geht in den Keller.
    Die Hersteller rechnen das immer auf 1000W/qm schön, wenn du nicht gerade im Referenzhaus sitzt sind wohl eher 800 realistisch.

    Flachheizkörper... ich nehme an Radiatoren... bei den Außenwänden schätzt du welche Vorlauftemperatur?
    Ist ganz entscheidend für den Sinn und Unsinn von Solar!

    Meine Empfehlung:
    Nacht-Stromverbrauchswerte der letzten Jahre auftreiben, vielleicht passen die zu deinen errechneten?
    Und/ Oder Fachmann für Heizlastberechnung inkl. erwarteter Vorlauftemp.
    Und dann weiter planen.

    Beste Grüße
    PeSo



    ******************************************************************
    Wozu Kernkraftwerke? :-?
    bei uns kommt der Strom aus der Steckdose :-P
  • papapete Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 9
    Naja... wahrscheinlich werde ich auf die Isolierung ganz verzichten ausser ich merke, dass die Heizkosten so enorm hoch sind und sich die Investition doch lohnt. (was ich eher bezweifle).

    Weiss nicht woher Onkel Gogel den Wert her hat aber in dem Rechner von u-wert.net wird 1.1 angegeben.

    Das es eher eine überschlägige Rechnung war ist mir bekannt, deswegen habe ich ja auch eher nach oben gerundet.
    Dass die Anlage überdimensioniert ist bezieht sich auf was? Brennwerttherme, Kamin oder Solar?
    Denke dass das Schwimmbad im Sommer so einiges vom solaren "Überschuss" schlucken wird.

    Zu den Heizkörpern:

    Es sind noch keine eingebaut und eine FBH oder Decken-/Wandheizung nicht möglich.
    Deswegen dachte ich an Radiatoren (evtl. überdimensioniert), die man dann mit einer geringeren Vorlauftemperatur (45-50°C) fahren könnte.

    Verbrauchswerte sind nicht zu gebrauchen, da die Dame seit 2008 alleine im Haus lebte und kaum geheizt hat. Daten von "voll belegtem" Haus sind keine vorhanden.

    Gruß
  • PeSo Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 28
    Hallo,
    bereits ohne nachzurechnen, bin ich überzeugt, das sich bei so einem alten Mauerwerk eine Isolierung eher "lohnt" als alles umzubauen und dann immer noch viele tausende kWh durch die Wand zu jagen... :w00t:
    Dein errechneter u-wert wird auch nur zu halten sein, wenn die Fassade absolut in Ordnung und das Gestein wirklich trocken ist!
    Ein ganz wichtiges Kriterium ist nämlich dieses unterschiedliche Wärmeempfinden auf verschiedene Strahlungsarten/ Energieentzug ...
    Du kannst 25'C im Raum haben, aber wenn du in der nähe der unisolierten und damit kalten Wand sitzt, wirst du es als unangenehm empfinden.
    Mein Architekt hat mir mal Zahlen genannt, wo schon allein bis zu 20% weniger kWh notwendig sind
    nur weil man es als warm empfindet!
    Willst du dein Schwimmbad auch im Winter nutzen? Genau da brauchst Isolierung! Sonst nützt dir der beste Röhrenkollektor nix. Und was machst du mit dem Wasserdampf? Schöööne ;-) feuchte Stellen auf kalten Wänden.

    Ich empfinde es generell als besser, gerade bei solchen u-werten, zuerst die Ursache des Energieverlustes zu bekämpfen und dann die Heizung anzupassen.

    Beste Grüße
    PeSo
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    Wozu Kernkraftwerke? :-?
    bei uns kommt der Strom aus der Steckdose :-P
  • PeSo Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 28
    Mir kommt da noch etwas in den Kopf...

    Warum nicht die Feuchtigkeit des Schwimmbades mit der Luft absaugen,
    und mit Wärmerückgewinnung oder gar Wärmepumpe zurück ins Haus/ Puffer?
    (eine kleine WP die dann zwar länger läuft, aber auch nicht gar soviel Luftmasse braucht, das es zieht im Bad :biggrin: )
    Das Bad selbst kannst du ja über die Vakuumröhren beheizen,
    bzw. auch über den Puffer laufen lassen und dafür die Therme weglassen.
    mmhh, bräuchtest du auch keinen Gastank :huh:

    Also Ideen fallen einem schon ein... ;-)
    Grüße
    ******************************************************************
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    bei uns kommt der Strom aus der Steckdose :-P
  • papapete Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 9
    PeSo schrieb:

    ...
    [/B]Willst du dein Schwimmbad auch im Winter nutzen? Genau da brauchst Isolierung! Sonst nützt dir der beste Röhrenkollektor nix. Und was machst du mit dem Wasserdampf? Schöööne ;-) feuchte Stellen auf kalten Wänden.
    ...

    Ja, auch im Winter. Das Schwimmbad ist ein Anbau der an einer Wand an ein anderes Gebäude und an 2 Wänden an das Erdreich angrenzt. Der Rest ist Glasfront. Bei derzeitigen Temperaturen empfinde ich die Wände nicht als kalt.
    PeSo schrieb:
    Mir kommt da noch etwas in den Kopf...

    Warum nicht die Feuchtigkeit des Schwimmbades mit der Luft absaugen,
    und mit Wärmerückgewinnung oder gar Wärmepumpe zurück ins Haus/ Puffer?
    (eine kleine WP die dann zwar länger läuft, aber auch nicht gar soviel Luftmasse braucht, das es zieht im Bad :biggrin: )
    Das Bad selbst kannst du ja über die Vakuumröhren beheizen,
    bzw. auch über den Puffer laufen lassen und dafür die Therme weglassen.
    mmhh, bräuchtest du auch keinen Gastank :huh:

    Also Ideen fallen einem schon ein... ;-)
    Grüße

    Es ist noch ein alter Luftentfeuchter verbaut, der aber nicht mehr funktioniert. Werde ihn gegen einen neuen tauschen und so das Schwimmbad warm und trocken halten.
    Da die Wasserleitung erneuert wird habe ich daran gedacht, doch eine Gasleitung ins Haus zu legen. Die Therme soll dann nur als "Backup" oder in "faulen Zeiten" einspringen.
    Viel "Umbauen" muss ich nicht, da ja nix vorhanden ist... muss alles neu machen.
  • papapete Azubi
    bearbeitet March 2014 Beiträge: 9
    Was haltet ihr von den Kollektoren?
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