Anschlusszwang an Nah- und Fernwärmenetz gibt Energieversorgern zunehmend Monopolstel

PascalW Administrator
bearbeitet November 2014 in Neuigkeiten
Nehmen wir mal an, Sie planen einen Hausbau in einem Neubaugebiet.*Die Planung ist so gut wie abgeschlossen und nun ist “nur noch” die Wahl der passenden Heizung für Ihr neues Haus zu klären. Natürlich versucht man immer einen guten Mittelweg zwischen möglichst geringen Anschaffungs- und den nachfolgenden*Betriebskosten zu finden. Sie haben die Fördermöglichkeiten ausgelotet und […]

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Kommentare

  • SockoSocko Meister
    bearbeitet November 2014 Beiträge: 643
    Nehmen wir einmal an es ginge nicht um Geld, sowohl von der Einen oder der Anderen Seite.

    Wir nehmen also an es geht in diesen Fragen wirklich um Umweltschutz, dann ist es absolut sinnvoll die Eigenbrötlerei zu untersagen und damit die "Schadstoffe" zu unterbinden. Mal ganz davon ab das die "Fernwärme" sonst nur zu Umweltwärme würde. Gerade bei den Stadtwerken sind Fernwärmekraftwerke sinnvoll da neben der elektrischen Leistung die Prozesswärme mehrfach nutzen können.

    Damit steigt der Wirkungsgrad von 35% schnell auf 90%. Außerdem werden die Abgase über ECHTE professionelle Filteranlagen im Industriemaßstab zurück gehalten. Gar kein Vergleich zur "CO2-neutralen" Verbrennung vor Ort.

    Energetische Zukunft heißt nicht das jeder alles selber verbrennt.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet November 2014 Beiträge: 2,758
    Nicht böse sein Socko, aber ich bin das vollkommen anderer Meinung. Du beziehst alles auf den Stromverbrauch und der Herstellung. Klar fällt dann die Wärme als Abfallprodukt ab. Nur das Problem ist ja, dass wir die großen Kraftwerke überhaupt haben.
    Optimal würde es funktionieren, wenn nur soviel produziert werden würde, wie auch gebraucht wird. Je größer ein Kraftwerk ist, desto schlechter kann man es an plötzlich veränderten Bedarf anpassen. Das bedeutet allerdings auch, dass die alle mit einer sehr sehr schlechten Ausnutzung der Energie arbeiten. Das wird auch niemand verhindern, der ein Fernwärmenetz vorschreibt, denn was ist im Sommer, wenn es kaum Abnahme für die Wärme gibt? Die Netze müssen für die Warmwasseraufbereitung trotzdem unter Dampf gehalten werden. Allein die daraus resultierenden Stillstandsverluste ...... die ohnehin schon hoch genug sind........



    Ich denke wir müssen weg von dem Klüngel und alles dezentralisieren! Das ist mit heutigen Mitteln noch nicht ganz so leicht, aber auf den Weg sind wir.

    Weiterhin halte ich es nicht für gut, dass Leute sich daran eine goldene Nase verdienen, die sowas einerseits beschließen können und andererseits sich selbst im Vorstand der Wärmeversorgung wieder finden.

    Wir haben hier auch ein Fernwärmenetz und die versuchen natürlich alle großen Abnehmer erstmal an sich zu reißen. Leider sind für die Abnehmer die Unkosten im Schnitt 20% gestiegen.

    Es war noch nie gut irgendwelche Parallelgesellschaften zwanghaft am Leben zu erhalten. Wer die bezahlen will - gerne, aber die Freiheit muss halt bleiben, dass manche Menschen auch andere Wege vorziehen wollen, nämlich intelligentere Wege!
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • SockoSocko Meister
    bearbeitet November 2014 Beiträge: 643
    Grundsätzlich gebe ich dir recht. Aber das was du schilderst ist Zukunftsmusik, leider. Natürlich sind größere Zentraleinheiten nicht besonders gut. Ich finde es aber immer noch besser jetzt, solange es noch keine Stromherstellungsalternative gibt, zumindest den Wirkungsgrad zu erhöhen. Die "Freiheit" des Verbrauchers richtet sich letztlich auch nur nach seinem Geldbeutel.

    Wie die energiemäßige Zukunft aussehen wird liegt ohnehin nicht in der Hand der Endverbraucher, das machen die Mächtigen dieser Erde unter sich aus.
  • jospr63 Meister
    bearbeitet November 2014 Beiträge: 2,758
    Und genau da liegt ja auch der Fehler. Die Politik wird wieder versuchen die großen Konzerne in eine Monopolstellung zu bringen. Halt nur auf eine andere Art. Das beginnt ja bereits mit der Einspeisevergütung für Gas und Strom. Von wem bekommen die Leute das Geld? Nur von den großen Konzernen.

    Man muss wirklich umdenken und alles in ein andere Richtung lenken. Aber wie das so ist, wenn man etwas verkauft was zählbar ist. Sowas kann man natürlich besteuern und genau darum geht es letztendlich auch. Stell dir einmal vor ein ganzer Ort ist autark versorgt und niemand weiß so genau wer was und wie viel produziert? Das ist für den Staat eine Horrorvorstellung.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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