Viadrus U 28

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Kommentare

  • Peter128 Azubi
    Beiträge: 28
    Hallo (Viadrus 5Glieder)
    Nochmals Viadrus und Holz. Der Ofen ist für Braunkohle konstruiert. Natürlich kann man Holz verheizen. Ich kann hier nur meine Erfahrung wiedergeben. Sicherlich können Andere andere Erfahrungen gemacht haben. Also.... Ich nutze nur den Keramikeinsatz. Mit dem Rost zum einlegen habe ich einfach keine gute Erfahrungen gemacht. Hier nehme ich wie bereits erwähnt ein paar alte Fließen. Die Einhängbleche nutze ich nicht. Ich habe keine Probleme mit dem Nachrutschen, weil ich mein Holz aufrecht stelle. Ich habe 40cm lange Holzscheite. Beim Nachlegen stelle ich diese in den Ofen. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, daß je kleiner die Holzscheite desto besser die Verbrennung. Rießige Klötze brennen nicht gut.
    Es ist richtig, daß Holz im unteren Abbrand nicht so gut brennt. Ursache ist aber folgende... wenn man Holz in den Ofen legt und ein Holzscheit in voller Ofenlänge nachrutscht, dann verdeckt es die Zuglöcher unten . Die folge ist schlechte Verbrennung. Stellt man die Holzscheite, dann rutscht es senkrecht nach. Dazwischen bleibt immer Platz für guten Zug. Es ist auch von Vorteil die obere Klappe etwas offen zu lassen. Da ist die Lösung mit dem "automatischen Schubgestänge" von Mannec natürlich optimal.


  • Beiträge: 7
    Hallo in die Runde! Nach etwas "Abstinenz" aus dem Forum und anderthalb Heizperioden später bin ich wieder etwas schlauer und hab Erfahrungen gesammelt. Da ich einen "komplizierten" Nachbarn habe, lege ich besonderes Augenmerk auf die Rauchentwicklung, quasi "Stressvermeidung". Auf den Rat von Peter, vielen Dank nochmals an dieser Stelle, brenne ich im oberen Abbrand an. Sowie ein Glutbett von gut zehn Zentimetern erreicht ist, wird der Kessel vollgestapelt und auf unteren Abbrand umgestellt. Dazu die Reglerklappe unten bis auf etwa 3 mm schließen (Kette aushängen), hintere Rosette komplett zu (fasse ich nie an), kleiner Aschekasten ganz drin. Und jetzt der Unterschied: Obere Rosette ganz auf und die Tür nur anlehnen (nicht schließen), der Ofen klingt dann wie ein Gasbrenner, es raucht nichts oben raus, Teerentwicklung ist nicht festzustellen. Ich heize nur Nadelholz (Fichte / Kiefer gemischt zu etwa gleichen Teilen) und es läuft prima. Nach einer weile kommt nur noch ein Flimmern aus dem Schornstein, nur bei starkem Frost ist ein dünner schneeweißer Rauch zu sehen, der sich schnell verflüchtigt.

    Damit war ich noch nicht zufrieden und habe experimentiert. Ich brenne jetzt schon im unteren Abbrand an, dazu hat es sich bewährt, im Kessel unten rechts ein kleines Nest mit Anmachholz zu bauen, also direkt vorn an der Tür und ganz nah am Keramikstein. Dieses Nest stapelt man mit Holz zu, von rechts nach links bzw. unten nach oben immer dickere Scheite. Mit dem Holzeinsatz bis unter die "Kesseldecke" vollgestapelt fasst mein Kessel (mit 50 cm Scheiten) rund 80 Liter, also 0.08 RM. Also anbrennen, Rosette oben komplett auf, obere Tür anlehnen, Rest komplett zu und das war es dann schon. Mein Thermostat stelle ich auf 30 Grad (Ich weiß, viel zu zeitig geht die Pumpe an...), damit ich keine Spannungen im Kessel bekomme, denn das Abgas geht nur durch die Kassette rechts, links und oben wird er nur durch den Wasserumlauf warm. Meine ESBE mit 60 Grad-Einsatz macht den Rest. Mit der Technik habe ich mindestens eine Stunde Ruhe, bis ich wieder nachlegen muss. Natürlich gehe ich vorher mal runter, damit sich die Scheite nicht verklemmen und kein Hohlbrand und damit Rauch entsteht. Rund 40 min nach dem anzünden hängt die Heizung komplett am Puffer, die 1000 L sind nach etwa drei Stunden auf 90 Grad. Wenn man es raus hat, kommt absolut kein Rauch aus der Tür beim Nachlegen. Durch die offene Rosette kann man das Geschehen im Ofen gut beobachten. Mit der Technik muss die Luft und auch der Rauch immer durch das ganze Glutbett, dass sich so perfekt von unten nach oben bilden kann. Seit ich den Kessel so fahre, ist die Flugasche im kleinen Kasten ganz fein und gräulich, alles zusammen komme ich mit einem Blecheimer für die Asche jetzt gut fünf Tage hin

    Einziger Nachteil: Die Glut breitet sich von vorn nach hinten und von rechts nach links aus, von daher kann es vorkommen, dass die Scheite etwa 30 Grad schräg nach vorn stehen, was beim nachlegen nervig ist, den Kessel bekommt man dann nicht perfekt voll. Meine Frau umgeht das ganz einfach, sie stapelt vor dem Anzünden nur bis max. Mitte obere Tür und lässt brennen, bis alles glüht. dann mit Schürhaken Glut ausgleichen und nachlegen, funktioniert prima! Große Holzstücke, die unten links liegen, werden vom Wassermantel so gut gekühlt, dass sie nur langsam verbrennen. Habt ihr die kleine Schräge links drin, wenn ihr Holz feuert? Ich hab den Fachausdruck vergessen, laut Anleitung ist die Gussplatte nur beim Kohlenbetrieb drin.

    Und nun meine Fragen:

    Ich habe mehrfach gelesen, dass ihr Fliesen oder Schamotteplatten auf den Rost legt, denn der ist wassergekühlt und vernichtet die Glut (Das ist auch meine Beobachtung.). Wie viel vom Rost deckt ihr ab und wie macht ihr das mit der Asche? Mit meiner Technik könnte man alles abdecken, denn die Luft kommt ausschließlich von oben. Das geht aber nicht wegen dem Ascheanfall... Wie ich das sehe, ist es im Betrieb toll, die Reinigung allerdings nicht. Beweist mir gern das Gegenteil, ich bin für alles offen!

    Stichwort Anthrazit: Darüber habe ich auch nachgedacht, denn die nächste Messung rückt immer näher. Beim stöbern bin ich auf Heizprofi Ibbenbüren Anthrazit gestoßen, gibt es im Sack zu 25 kg. Das ist natürlich nicht günstig, aber günstiger als eine zweite Messung, weswegen es mir das wert sein sollte. Der Kessel hat damit keine Probleme, oder? Ich würde es allerdings nicht übertreiben, sonst kocht mir der Puffer weg. Also vorsichtshalber alle Heizkörper auf und für den Frühling heizen.

    Planung für die Zukunft:

    Die Konvektionsklappe meiner ESBE werde ich wieder entsperren, damit bei Stromausfall Schwerkraftumlauf sichergestellt ist. Ich habe sie gesperrt, weil ich das Verteeren auf die Rücklaufanhebung geschoben habe, auch mit einer "heißeren" Patrone habe ich experimentiert (Da hat schnell der Kessel gekocht...), bin aber wieder bei 60 Grad. Im Betrieb schiebt der Kessel mit 75 - 80 Grad in den Puffer, das ist ok.

    Geregelte Luft von oben

    Mit der Technik gibt es kaum Regelmöglichkeiten, bei starkem Wind schraube ich die Rosette weiter zu. Nur mit Rosette bekommt er zu wenig Luft, traumhaft wäre die obere Tür mit Klappe wie unten. Aber das ist ein komplizierter Umbau und ich will die Tür nicht versauen... Vielleicht hat einer von euch eine Lösung? Ich kann die Tür im Sommer auch ausbauen und zu meinem Schwager schaffen. Der nimmt einen 3D-Scanner und fräst auf der CNC-Maschine eine Tür aus dem Ganzen inkl. Aufnahme für die Luftklappe. Allerdings bekomme ich dafür vermutlich zwei neue Kessel...

    Ich freue mich auf eure Antworten!
  • Mannec Azubi
    Beiträge: 29
    Hallo AnjinSan, wieso noch eine Messung ? Der Heizkessel wird alle 2 Jahre gemessen, scheissegal ob er bestanden hat oder nicht. Ich bin 2 mal durchgerasselt, hab letztens den Schorni gefragt was passiert wenn man die Überprüfung nicht besteht. Er sagt die Werte werden an das Landratsamt weiter geleitet. Hab da nie eine Rückmeldung bekommen. Den Schorni interessiert nur eins, seine Kohle die er bei der Messung verdient! Ich habe weiter oben einen Beitrg geschrieben wie ich mit Steikohlen Koks die Überprüfung mit Bestwerten bestanden habe, versuch es mal so. Meine nächste Messung in zwei Jahren mache ich mit Buchenholz, sonst wirs`s ja langweilig.
  • Beiträge: 7
    Hallo Mannec Azubi, natuerlich wird der Kessel alle zwei jahre gemessen, wenn man durchrauscht, wird die Messung wiederholt, wenn man dann wieder druchrauscht, ist theoretisch die Betriebserlaubnis weg. Dass bei der aktuellen Umwelthysterie das LRA untaetig bleibt, glaube ich kaum... Mein Kollege hat seinen sechs Jahre alten Pelletkessel durch den Schornsteinfeger rausreissen duerfen, weil er die Werte nicht geschafft hat. Garantie war weg und die Techniker konnten nichts machen. Wenn die Messung nur so "lala" waere, wuerde es dieses Forum vermutlich kaum geben.
    Ich hatte Aerger mit dem CO-Gehalt, Feinstaub war top. Wie gesagt, ich lasse mich gern eines besseren belehren, aber die Rechtslage ist in dem Falle recht eindeutig... Ich hab meinem Schorni schon gesagt, er soll zum Kaffee / respektive Flasche Bier vorbeikommen und die Rechnung schicken, alle sind gluecklich. Hat er nicht lustig gefunden!
  • Mannec Azubi
    Beiträge: 29
    Hallo AnjinSan, ich spreche nur aus eigener Erfahrung, ich habe den Kessel vor 4 Jahren eingebaut , erste Messung nicht bestanden! Da gab`s keine zweite Messung die war vor 2 Jahren und auch wieder nicht bestanden, auch hier keine Nachmessung. 3. Messung im Dezember 2018 auch wieder fast durchgefallen, durch Zufall die richtige Kesseleinstellung gefunden, oben bereits beschrieben. Wer weiterhin Probleme mit den Prüfwerten hat sollte es so versuchen.
  • Beiträge: 7
    Hallo Mannec Azubi, das ist gut zu wissen, so einen "toleranten" Schornsteinfeger will ich auch haben. Meiner ist zwar umgänglich, aber das wird nicht passieren, da bin ich mir sicher. Ich bin gespannt auf die nächste Messung, ich werde es mit Anthrazit probieren und mit den Tipps von oben. Bis jetzt habe ich nur Ankündigung zum Kehren, Messung hat er (noch) nicht erwähnt...
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