Alternativer Kalkschutz / es muß nicht immer Ionenaustausch (Salzlösung) sein

Hallo liebes Forum,
ich hoffe, das Thema passt in diese Rubrik ganz gut. Wir hatten ja letztes Jahr unser Bauvorhaben (ich berichtete) fertiggestellt und verzichteten aufgrund des mittleren Kalkwertes zunächst auf einen Kalkschutz. Da wir aber anscheinend dennoch recht kalkhaltiges Wasser haben und unser Wasser von der Solaranlage/Pelletsbrenner einen Wärmetauscher für das Brauchwasser betreibt, haben wir hier die Problematik mit dem Kalk. Wenn man sich vorstellt, dass eine 1mm Kalkschicht schon zu enormen Leistungsverlusten führt, will ich hier tätig werden.

Leider liest man viel und wenn man einen Heizungsinstallateur fragt, bekommt man je nach Produkt (welches von ihm angeboten) wird, die unterschiedlichsten Meinungen. Aufgrund eines Test von Stiftung Warentest in den 2000er, bei denen von 13 alternativen Kalkschutzgeräten 10 durchgefallen sind, begründet sich heute noch die meist negative Meinung bzgl. dieser Alternative. Unglaublich... ist aber wirklich so!!! Und selbst ich war erstmal von dem vordergründigen "Wissen" abgeschreckt. Liest man sich ein und fängt an, sich mit der Thematik zu beschäftigen, ist eben doch nicht alles Schwarz-Weiß.

Nachdem nun auch ein Freund vom Aufbau her eine ähnliche Heizungsanlage in einem Mietshaus betreibt wie ich (also Totwasser-Pufferspeicher mit zwei Energiequellen/Solar und Pellets, die einen Wärmetauscher für die Brauchwassererwärmung "befeuern") und ein solches alternatives Kalkschutzgerät betreibt, werde ich dies ebenfalls in ANGRIFF nehmen.

Ein Ionenaustausch kommt dabei bei mir und der Verwendung von Salz nicht in Frage. Ich möchte weder mein Trinkwasser qualitativ verändern, noch regelmäßig Sackweise Salz in ein Gerät füllen müssen. Was eine Ressourcenverschwendung!!! Grundsätzlich geht's mir ja nur um das Verhindern der Verstopfung.

Wer also sicher gehen möchte, dass die alternative Kalkschutzanlage auch wirklich tut, was sie verspricht, muss auf ein Prüfsiegel achten!!! DVGW geprüft

Bei mir sind es jetzt 3 mögliche Anlagen, Hersteller, die in Frage kommen:
- Judo I-Balance
- Grünbeck Geno-4k
- Perma Trade Wassertechnik PT 25

Wer noch weitere gute alternative Anlagen kennt, soll sich gerne bei mir melden. Eine finale Bewertung steht noch aus und Preise hole ich gerade ein. Muss man bei der Perma einen Filter wechseln (alle 5 Jahre), so braucht es bei der Judo gar nichts. Welche nun das beste Konzept verfolgt... mag ich noch nicht beurteilen. Preis dürfte bei allen 3en um die 2.000 Euro liegen.

Wichtig!!! Die Anlage hängt direkt nach dem Vorfilter bzw. dem Hauswasseranschluß/Eingang Haus. Da die Zusammensetzung der Kalkmoleküle verändert wird (vereinfachte Darstellung), lagern diese sich bis zu einer gewissen Temperatur nicht mehr im Rohrsystem ab. Der Kalk ist aber selbstverständlich noch vorhanden?! Dort, wo er am Ende als stehendes Wasser (z.B. Duschkopf) verdampft, bleiben natürlich auch Kalkrückstände zurück. Das sollte man wissen. Außerdem soll das Wasser (z.B. bei der Judo) nicht über 80 Grad erhitzt werden, da sich dies dann aufhebt und das Kalkproblem bestehen bleibt (wieder sehr vereinfacht ausgedrückt).

Bei mir ist der Puffer mit dem Totwasser auf max. 80 Grad eingestellt (danach schaltet die Solaranlage und der Pelletsbrenner ab). Läuft das Frischwasser jetzt durch den Wärmetauscher, wird dies auf max. 65 Grad erhitzt.. die Totwasserseite hat 80 Grad. Sollte kein Problem sein. Viel höher dürfen die Temperaturen aber beim alternativen Kalkschutzgerät nicht sein!!!!!!

Freue mich über Infos und Beiträge.

P.S. Wenn Euer Heizungsinstallateur nur einen Anbieter im Programm hat oder sich mit dieser Sache nicht auskennt, empfehle ich dringend eine dritte Meinung, wenn Ihr Euch noch nicht für ein System (Anbieter) entschieden habt. Mein Installateur ist fähig aber hat hier nur BWT im Programm und hält nicht viel von dieser Lösung (aber eher nach dem Motto... hab ich noch nie verbaut und Salz ist sicher). Kann ich also vergessen. Ich suche mir eine Anlage aus und dann den entsprechenden Spezialisten.

Vg Dirk

Kommentare

  • Beiträge: 1
    Hallo Dirk,

    da meine Heizung (Gasheizung von Brötje) mir immer mehr Probleme bereitet - der Wärmetauscher ist bereits zum 2. Mal entkalkt worden - und die Heizung ist erst 7 Jahre alt. Bin ich am überlegen mir auch eine Kalkschutzanlage zu zu legen. Da ich Neuling auf diesem Gebiet bin. Meine Frage:

    Hast Du Dir schon eine Anlage angeschafft?

    Welche wurde es?

    Hast Du einen Spezialisten gefunden?

    Wie ist Deine Erfahrung?

    Die Erfahrung mit Heizungsbauern die dieser Sache skeptisch gegenüber stehen kann ich nur teilen.

    Freu mich von Dir zu lesen.

    Vg Thea
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    thhertel schrieb:
    Hallo Dirk,

    da meine Heizung (Gasheizung von Brötje) mir immer mehr Probleme bereitet - der Wärmetauscher ist bereits zum 2. Mal entkalkt worden - und die Heizung ist erst 7 Jahre alt. Bin ich am überlegen mir auch eine Kalkschutzanlage zu zu legen. Da ich Neuling auf diesem Gebiet bin. Meine Frage:

    Hast Du Dir schon eine Anlage angeschafft?

    Welche wurde es?

    Hast Du einen Spezialisten gefunden?

    Wie ist Deine Erfahrung?

    Die Erfahrung mit Heizungsbauern die dieser Sache skeptisch gegenüber stehen kann ich nur teilen.

    Freu mich von Dir zu lesen.

    Vg Thea


    Meine Enthärtungsanlage hat mit allen Bauteilen noch nicht einmal die Hälfte gekostet und das ist eine richtige und nicht so ein Teil, was angeblich Kalk umformen soll, damit man es vom Duschkopf abwischen kann. Ich würde die Finger davon lassen.

    Es muss ja keine Grünbeck oder BWT sein. Es gibt auch wirklich gute und günstige Alternativen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • dmb73 Geselle
    Beiträge: 112
    Hallo Thea, leider sind wir selber noch nicht dazu bekommen. Bei den herkömmlichen Enthärtern stört mich der hohe Ressourcenaufwand an Salz und die Veränderung des Trinkwassers. Kalk im Trinkwasser ist nicht unbedingt schlecht.
    Ein Freund von mir hat seit 2 Jahren die Perma Trade PT25 im Einsatz und ist begeistert. Der Filter hält für ca. 5 Jahre oder 540m3.

    Der Hauptvorteil für mich bei diesem schonenden Verfahren ist quasi, dass das Wasser nur von der Struktur, nicht aber von den Inhaltsstoffen etc. verändert wird. Es bleibt der Kalkanteil erhalten.

    Wir haben mittelhartes Wasser. Bräuchten eigentlich keine Entkalkungsanlage.

    Der schlechte Ruf dieser "Umwandler" kam noch aus den Anfängen. Bei Stiftung Warentest hatten sich damals neben den üblichen Qualitätsfirmen wie BWT und Grünbeck auch etliche Scharlatane eingeschlichen. Die sollten das Wasser mittels z.B. 3 Metallringe und und und "enthärten". 70% der Geräte sind durchgefallen. Aber schon damals wurde der Wirkungsgrad bei den Qualitätsherstellern bestätigt.

    Die Ergebnisse und Wirkungsweise wurde nun im Freundeskreis (ohne Werbegeschwätz) bestätigt. Und auch der gewohnte Heizungsbauer, muß nicht immer der richtige Ansprechpartner sein. Denn das ist für die Zunft auch teilweise neu und unerklärlich… und was der Bauer nicht kennt.

    Will sagen… ich schütte mir keine Tonnen Salz ins Wasser. Eine sehr fragwürdige Umweltbilanz, mal von den laufenden Kosten und Aufwand abgesehen. Trotzdem solltest Du beim alternativen Kalkschutz vorsichtig sein. Die Scharlatane gibt es nach wie vor. Guck also wenn überhaupt nur bei den von mir o.g..

    Beim Perma Trade (und den Anderen) gibt es eine max. Wirkungsgrenze, die mit der max. Wassertemperatur zusammenhängt. Hier sind es 80 Grad.. Wird das Wasser dort höher erhitzt, funktioniert das System nicht mehr bzw. verliert es die Funktion (hat was mit den physikalischen Gesetzten zu tun).

    Als Beispiel…. guck Dir das mal an:
    http://perma-trade.de/produkte/kalkschutz/technische_daten_permasolvent_primus_kalkschutzsystem_pt_p_25.html#content_unten

    Vg Dirk
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Daher rührt der Wind. Du bist so ein Vertreter der Branche oder?
    Stiftung Warentesturteile sind schnell herbei zitiert. Demnach ist Wolf auch bei 1.8 im Gesamturteil. In der Realität eher bei 5.0 anzusiedeln.

    Du weißt überhaupt nicht wie eine Enthärtungsanlage funktioniert! eine Tonne Salz reinschütten und dann hab ich keinen Kalk mehr, aber das Salz. Meine Güte.......da kann man wirklich nur mit dem Kopp schütteln.
    Was für eine Umweltbilanz meinst du denn? Das Salz zum Regenerieren? Also das ist wirklich ein Witz.
    Du bist ein Vertreter dieser dubiosen Teile oder? Oder du bist jemand der darauf reingefallen ist und es nicht besser weiß oder nicht zugeben möchte?
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • dmb73 Geselle
    bearbeitet December 2015 Beiträge: 112
    Jospr.... was soll das schon wieder?! ;-) Jetzt muss ich schmunzeln...das ist echt der Brüller! ;-) Um Dich zu beruhigen... ich bin Unternehmensberater für IT-; U-Strategie und Marketing. Besondere Expertise im Bereich KEP/Post und Logistik. Wenn Du nett bist, schicke ich Dir mal meine Xing-Kontaktdaten. Find ich aber klasse, dass Du mich da verorten möchtest. :-)

    Spaß beiseite, lass doch einfach mal andere Meinungen stehen. Es tut mir ja leid, wenn Dir meine Erfahrungen oder Meinungen nicht so in den Kram passen aber ändern kann ich deswegen nicht. Und da ich nicht der einzige unter meinen Freunden bin, der Eigentum hat, ergeben sich auch hier Erfahrungswerte.
    Ich habe (Stand heute) insgesamt schon 3 Eigenheime für mich gebaut und die Planung mit den Architekten, Statiker immer mit gestaltet. Ich lese mich gerne ein und breche "altes Denken" auf bzw. hinterfrage die Angelegenheit. "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht" ist die typische Haltung, mit der ich nichts anfangen kann.

    Ein Witz ist (um in Deinem Sprachgebrauch zu bleiben), dass Du mal wieder auf die persönliche Schiene gehst und andere Meinungen nicht stehen lassen kannst. Es ist mir (um ehrlich zu sein) wurscht, für wen oder was Du mich hältst... denn Dich vom Gegenteil zu überzeugen brauche ich wohl nicht.

    Im nächsten Jahr baue ich ein 4-Parteien Mietshaus. Auch hier werde ich mir den für die Anlage perfekten Energiemix überlegen.

    So... und nun nochmal zu den in Deinen Augen dubiosen Teilen!! Ich glaube, Du hast gar nicht verstanden, was ich mit Umweltbilanz und der Salzverwendung eigentlich wirklich meine?!

    Es gibt zum Glück viele Weitere wie mich, die neue Wege gehen und ausprobieren, Altes hinterfragen.
    Du kannst ja gerne bei BWT, Judo, Grünbeck, Perma-Trade & Co. Deine Bedenken gegenüber den alternativen Kalklösungen anzweifeln und diese namhaften Firmen verklagen. Sicherlich gibt es Gauner aber die sind bei den o.g. Firmen eher nicht zu finden.

    Natürlich gibt es Rahmenparameter, die es einzuhalten gilt, da sonst der alternative Kalkschutz wirkungslos ist. (Beispiel: max. Temperatur 80 Grad etc.). Der Vorteil für mich ist aber, dass ich nicht sackweise und Jahrelang Salz in eine Anlage kippen muss und die Wasserqualität mit allen wichtigen Bestandteilen erhalten bleibt.

    Vg Dmb

    P.S. Es gibt natürlich auch einen gravierenden Nachteil.... ein funktionierender alternativer Kalkschutz ist in der Anschaffung meist teurer als die klassische Enthärtung.

    P.P.S. Zum Thema Ressourcenverschwendung... Wie viel Kg Salz bräuchte ich im Jahr (natürlich individuell nach DH)....zwischen 50 und 150 Kg.

    und dann noch

    P.P.P.S. Völlig kalkloses Wasser ist vergleichsweise aggressiv und greift z.B. Metall-Wasserleitungen an. Heißt... einfach irgendein Billigenthärter gekauft und eingesteckt kann kontraproduktiv sein.
    (O-Ton Verbandswasserwerk)





  • Beiträge: 2
    Hallo Dirk,
    wir stehen vor der gleichen Entscheidung, wie Du vor zwei Jahren.

    Wir wollen auf keinen Fall eine Enthärtungsanlage mit Ionenaustauscher und haben uns viel informiert, was alternative Wege angeht.

    Letztendlich sehen wir zwei Alternativen
    - Judo I-Balance
    - Permasolvent Primus von Perma Trade

    Bei Judo sehen wir dem Vorteil, das ein Teil des Kalks periodisch ausgespült wird, da wir sehr kalkhaltiges Wasser (20°dH) haben.
    Letztendlich ist aber wichtig, dass die Anlage gut funktioniert und hier fehlen uns Erfahrungen um die richtige Entscheidung zu treffen.

    Für welche Anlage hast Du Dich entschieden? Mit welchen Anlagen hast Du schon Erfahrungen?

    Für eine Antwort wären wir sehr dankbar.

    Grüße
    Thomas u. Olga
  • Beiträge: 1
    Hallo Thomas grundsätzliches mal was zum Thema Enthärtungsanlage bei einen härte grad von 20 grad deutscher Härte ist die Art der Wasser-Behandlung nur eingeschränkt möglich,denn bei sehr harten Wasser muss die Enthärtungsanlage viel Calcium und Magnesium entfernen,um die angestrebten 8 grad erreichen zu können. Dadurch müsste allerdings dem Wasser soviel Natrium zugefügt werden,dass der zulässige Grenzwert der Trinkwasserversorgung 200 mg/L überschritten wird. Deswegen empfehle ich dir ein physikalisches wasserbehandlungssystem wir verbauen das System der Firma permatrade permasolvent primus 2.0 haben in einer großen Wohnanlage die Geräte verbaut mit positiven Erfahrungen
  • Beiträge: 2
    Hallo mark56,
    vielen Dank für die Antwort.

    Für unser Trinkwasser haben wir eine Umkehrosmoseanlage.
    Trotzdem wollen wir keinen Ionenaustauscher (wg. der Umweltverschmutzung).

    Wir haben bereits einen Artikel gefunden, der beschreibt, dass das Permatrade-System für große Anlagen gut funktioniert.

    Wie sieht es mit Einfamilienhäusern aus?

    Könntest Du uns Deine Meinung zu diesen Erfahrungsbericht mitteilen ?
    https://www.kaffee-netz.de/threads/permatrade-mittlerweile-mehr-erfahrungen.94474/

    Es geht um den Beitrag von "The Rolling Stone".

    Vielen Dank
    Thomas u. Olga

  • dmb73 schrieb:
    Hallo liebes Forum,

    ...

    Ein Ionenaustausch kommt dabei bei mir und der Verwendung von Salz nicht in Frage. Ich möchte weder mein Trinkwasser qualitativ verändern, noch regelmäßig Sackweise Salz in ein Gerät füllen müssen. Was eine Ressourcenverschwendung!!! Grundsätzlich geht's mir ja nur um das Verhindern der Verstopfung.

    Wer also sicher gehen möchte, dass die alternative Kalkschutzanlage auch wirklich tut, was sie verspricht, muss auf ein Prüfsiegel achten!!! DVGW geprüft

    Bei mir sind es jetzt 3 mögliche Anlagen, Hersteller, die in Frage kommen:
    - Judo I-Balance
    - Grünbeck Geno-4k
    - Perma Trade Wassertechnik PT 25

    Wer noch weitere gute alternative Anlagen kennt, soll sich gerne bei mir melden. Eine finale Bewertung steht noch aus und Preise hole ich gerade ein. Muss man bei der Perma einen Filter wechseln (alle 5 Jahre), so braucht es bei der Judo gar nichts. Welche nun das beste Konzept verfolgt... mag ich noch nicht beurteilen. Preis dürfte bei allen 3en um die 2.000 Euro liegen.

    ...

    Vg Dirk

    Guten Tag Dirk,

    dass unbedingt ein DVGW Zeichen vorhanden ist, würde ich nicht sagen. Sicherlich gibt bzw. gab es viele schwarze Schafe auf dem Markt. Diese sind meiner Meinung nach jedoch sehr rückläufig, da die Verbraucher nun besser informiert sind. Auf den Test der Stiftung Warentest würde ich auch nicht so viel geben. Das DVGW Zertifikat hat wenn überhaupt nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine nennenswerte Stellung.

    Die Systeme, welche Du aufgezählt hast (Judo, Grünberg, Parma Trade) haben zwar ein DVGW Zertifikat, jedoch sehe ich hier auch nicht zu vernachlässigende Probleme der Systeme. So haben die Systeme von Judo und Grünbeck beide einen Abwasseranschluss für Spülwasser. Dieser dient meiner Meinung nach dem Reinigen der Kalkschutzsysteme, um vor einer Verunreinigung des Trinkwassers durch Keime/Bakterien zu schützen. Grünbeck warnt sogar in der Bedienungsanleitung ausdrücklich vor einer möglichen Verunreinigung des Trinkwassers auf Seite 13.

    Bedienungsanleitung Judo: https://judo.eu/wp-content/uploads/2016/09/1702263.pdf (Seite 12)

    Bedienungsanleitung Grünbeck: https://www.gruenbeck.de/fileadmin/user_upload/produkte/enthaertung/pdf/ba-157940_geno-k4.pdf (Seite 13, Warnung vor verunreinigtem Trinkwasser auf Seite 8 )

    Für mich ist deshalb selbst ein DVGW Prüfzeichen lange kein Grund, ein Kalkschutzsystem für ein Qualitätsprodukt zu halten. In anderen Ländern (wie z.B. in England) werden Kalkschutzsysteme grundsätzlich auf Trinkwasserkonformität z.B. nach WRAS Standard oder nach NSF Standard geprüft.
    Ich finde es vor allem "fragwürdig" von den großen deutschen Herstellern, dass die Problematik der Verkeimung der "zertifizierten" Kalkschutzsysteme nur in der Bedienungsanleitung (die sich kaum ein Verbraucher richtig durchlesen wird) erwähnt wird.

    Ich würde mich daher grundsätzlich auch nach Systemen erkundigen, die kein DVGW Prüfzeichen haben. Wichtig ist aus meiner Sicht eine Trinkwasserkonformität und ein Wirkungsnachweis + Referenzen. Empfehlenswert wäre auch noch eine Geld-zurück-Garantie (am besten für 1 Jahr).

    Da auch ich schon seit vielen Monaten nach einem vernünftigen Kalkschutzgerät für meine Heizung und meinen Haushalt suche, da ich in einem Gebiet mit 23°dH (Gesamthärte) wohne, habe ich mittlerweile ziemlich viele Hersteller verschiedenster Systeme angeguckt (Ionentauscher, Katalyse, Spulen, Magnete usw.). Aus meiner Sicht ist ein neues System names "AQON Pure" recht vielversprechend. Zumindest ist das System so konstruiert, dass keine Spülung und Abwasseranschluss zur Desinfektion gebraucht wird.
    Das System wurde anscheinend in einem renommierten Labor in den USA (GSA) getestet und hat 2 Zertifikate für die Trinkwasserkonformität. Außerdem gibt der Hersteller zumindest eine 60 Tage Geld-zurück-Garantie.
    Internet: http://aqon-pure.com/index.php

    Ich habe mir mittlerweile ein Angebot zukommen lassen. Es gibt ein System "Basic" für knapp 1000€ und ein System "Premium" für etwas mehr als 1800€ für ein Einfamilienhaushalt. Ich denke, dass ich mir im neuen Jahr das System zulegen werde und gebe hier dann gerne ein Update zu meinen Erfahrungen.

    Ich hoffe ich konnte mit meinen Recherchen weiterhelfen. Viele Grüße

    Dietz







  • SockoSocko Meister
    Beiträge: 635
    Hallo Ludwig, danke für den Beitrag. Daraufhin habe ich die Systeme mit kalkstabilisierenden Eigenschaften nochmals gescheckt. Leider ist es noch immer (DVGW, haha) schwierig echte Nutzerberichte zu finden. Die "Test"-Berichte sind entweder von der einen oder der anderen Seite eingefärbt.

    Lange Rede kurzer Sinn, die allermeisten verstehen den Unterschied zwischen Stabilisierung und Ionentausch schon im Ansatz nicht.

    Lustigerweise gibt es Hersteller die sich das DVGW-Siegel gekauft haben, vermutlich damit sich diese Geräte überhaupt an Handwerker verkaufen lassen.

    Die Studien und Testungen zeigen, zum Unglauben vieler, deutlich die Wirkung "physikalischer" Wasserbehandlung.

    Ich hoffe du kannst hier einen neutralen Bericht abliefern. Nicht nach dem Motto es wirkt oder alles ist besser oder gar alles Mist. Fang schon mal an, schau dir Wasserflecken (Kalkrückstände) an um nachher zu sagen ob sich was ändert.
  • bearbeitet December 2017 Beiträge: 4
    Hallo Socko,

    Endlich mal jemand, der auch etwas offener an das Thema herangeht!
    Ich sehe das auch so, dass es nicht immer so leicht ist zu verstehen, wie bestimmte Systeme funktionieren. Deshalb ist ein Zertifikat/Siegel ja auch keine schlechte Idee. Ich bin beim Thema DVGW nur sehr skeptisch, wenn in Studien des DVGW zu Systemen zu Kalkschutzgeräten den alternativen/physikalischen Systemen "pauschal" eine Wirkungslosigkeit zugesprochen wird. Ich habe hierzu einen sehr interessanten Bericht aus 2003 gefunden: http://docplayer.org/11919381-Studie-trinkwasseraufbereiter.html
    Meiner Meinung nach ist das wissenschaftlich nicht sehr "sauber" oder zumindest veraltet.
    Neuere Studien (aus renommierten Fachjournalen) haben mittlerweile gezeigt, dass so ein "alternativer" Kalkschutz schon möglich ist. Besonders auf Grundlage katalytischer Materialien: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0011916412007084

    Zu dem Angebot von Aqon pure: Ich kann natürlich letztendlich auch nicht genau sagen, ob dieses System genauso funktioniert. Zumindest behauptet diese Firma, auch irgendwelche katalytischen Reaktionen in ihrem System hervorzurufen: http://aqon-pure.com/wissenswertes/5-faqs

    Ich habe mir dieses System jedenfalls doch schon heute bestellt. Mein Sanitär-Installateur kann das zwar erst im neuen Jahr einbauen, aber ich werde dann gerne berichten was sich "tut" oder "nicht tut". Es wäre natürlich interessant zu sehen, wie gut mein Boiler tatsächlich geschützt wird. Theoretisch müsste ich den vorher warten und reinigen lassen, um dann nach dem Einbau des Gerätes zu sehen, wie gut es wirklich ist. Ich hoffe zumindest, dass man auf den Oberflächen einen Unterschied sieht.
    Hat sonst noch jemand einen Tipp, wie ich die Wirkung nachprüfen kann?

    Frohe Weihnachten
    Dietz
  • Frohes neues Jahr zusammen!
    sorry dass ich mich jetzt erst mit einem Erfahrungsbericht melde.

    Ich habe das Aqon Pure home basic 15 System nun seit knapp 1 Jahr im Einsatz.
    Insgesamt bin ich äußerst zufrieden mit dem Effekt. Es gibt tatsächlich einige Dinge, bei denen ich eine Veränderung der Verkalkung festgestellt habe:
    - Verkalkung der Perlatoren: Üblicherweise haben wir ca. 3 - 4 mal pro Jahr unsere Perlatoren an den Wasserhähnen entkalkt. Im vergangen Jahr musste ich das kein einziges Mal machen! Ähnlich verhält es sich mit unseren Duschköpfen. Hier sind nur noch wenig Kalkrückstände.
    - Duschtrennwand aus Glas: Man sieht nach mehrmaligem Duschen wieder wie sich Kalk ansammelt. Ich würde sagen es ist weniger als zuvor. Der sichtbare Kalk ist leichter abzuputzen als vorher.
    - Fugen zwischen den Fließen in Dusche und an Waschbecken: Ohne Aqon Pure haben sich nach einiger Zeit Kalkablagerungen mit "braunen Rändern" gebildet. Dies ist ebenfalls weniger geworden. Man kann die Fugen leichter reinigen.
    - Wassertank unseres Kaffeevollautomaten: Früher hat sich an der Wand des Tanks mit sinkendem Wasserstand eine Kalkschicht gebildet. Den Tank musste ich ca. 2-3 mal pro Jahr entkalken. Mit dem Kalkschutzsystem lässt sich der Kalk mit dem Finger wegwischen, ähnlich wie eine Art Kreide. Gelegentliches reinigen mit einem Tuch oder Schwamm genügt nun. Unseres Wasserkocher würde ich ähnlich bewerten.
    - Geschmack: Hier konnte ich keine Veränderung feststellen.

    Es gibt noch einen subjektiven Teil, den ggf. jeder anders bewerten würde: Aus meiner Sicht fühlt sich das Wasser etwas angenehmer an.

    Ich hätte noch bis kommenden Montag Zeit (Hersteller gewährt 1 Jahr Geld-zurück-Garantie), das System ausbauen zu lassen und zurückzusenden. Die Garantie werde ich nicht in Anspruch nehmen, da ich das System behalten werde. Es gab mir allerdings Sicherheit beim Kauf. Einbau verlief problemlos und war innerhalb 1 Stunde erfolgt.
    Aufgrund der guten Funktion und des Preises würde ich das System wiederkaufen und auch gerne weiterempfehlen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dietz
  • SockoSocko Meister
    bearbeitet 3. January Beiträge: 635
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Hallo und ein frohes neues Jahr noch.

    99% der angebotenen "Alternativen" sind einfach Geldschneiderei. Das lässt sich auch ganz einfach überprüfen, in dem man eine Wasserprobe entnimmt.
    Dafür benötigt man eine Flüssigkeit, mit der man den realen Kalkgehalt im Wasser überprüfen kann.
    https://www.ebay.de/itm/Wasserharte-Messbesteck-Titrierlosung-Hartetest-Kalktest-Kalk-Wasser/201954302816?epid=1443417658&hash=item2f056a1b60:g:NnsAAOSwrklVP2xa:rk:1:pf:0

    Erst wenn man dann eine wirkliche Verbesserung gegenüber den 23° DH erreicht hat, taugt das Teil etwas. Bei einer richtigen Entkalkungsanlage kann ich übrigens den Kalkgehalt selbst bestimmen, der aus dem Hahn kommt. Ich bezweifel hier wirklich sehr sehr stark, dass dies mit der beschriebenen Anlage überhaupt auch nur ansatzweise möglich ist.

    Also einfach mal die Flüssigkeit kaufen, kostet nicht viel, und dann ist man auf der sicheren Seite. Ein kleiner Tipp von mir! Alle Geräte, die irgendwie Wasser benötigen, sind auf runde 8° DH konstruiert worden. Das betrifft den Kaffeeautomaten genauso wie die Waschmaschine und Geschirrspüler. Alles was darüber geht, sorgt für eine kürzere Laufzeit der Geräte und das gilt auch für die gesamten Armaturen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Guten Tag zusammen,

    @Socko: Unser Druckminderer ist auf 3,5 bar eingestellt. Die Gesamtwasserhärte wird von unserem Versorger mit maximal 23,1°dH angegeben.

    @jospr63: Deine Aussage mit den 99% halte ich für ziemlich verallgemeinernd. Außerdem ist dein Messbesteck nicht für die Art von Wasseraufbereitung geeignet, über die die gesamte Diskussion hier geht. Dein Messbesteck ist anwendbar auf klassische Wasserenthärter/Ionentauscher, welche chemisch die Wasserhärte also den Kalkgehalt (Calcium/Magnesium) reduzieren. Das Wasser eines solchen Wasserenthärters hätte sicherlich eine geringere Wasserhärte als vorher und kann auch sicherlich mit deinem Testbesteck gut gemessen werden. Die gesamte Diskussion hier geht ja aber gerade um Alternativen zu solchen Wasserenthärtern/Ionentauschern.
    Die gesamten Kalkschutzgeräte, die bei Eröffnung der Diskussion von dmb73 aufgezählt wurden (Judo I-Balance, Grünbeck Geno-4k, Perma Trade Wassertechnik PT 25), als auch mein aqon pure system, entziehen ja gerade nicht den Kalk dem Wasser (verringern nicht den Härtegrad). Daher ist dein Messbesteck auch völlig unbrauchbar zur Ermittlung der Effektivität der hier diskutierten alternativen Anlagen. Solche Kalkschutzgeräte, um die es hier geht, verhindern, dass sich Kalk an Oberflächen anlagert, indem die Kalkstruktur geändert wird. Im Wasser bleibt er dabei mengenmäßig vollständig erhalten.
    Ich habe mich bewusst für solch ein alternatives System zu einem Ionentauscher entschieden, weil ich die Wasserqualität nicht beeinflussen möchte (genau wie dmb73 anfangs geschrieben hat) und den Kalk (Mineralien in Form von Calcium und Magnesium) weiterhin trinken möchte.
    Ich denke du solltest nochmal die gesamte Diskussion hier durchlesen, damit es verständlicher wird, um welche Art von Kalkschutz es sich hier handelt. Es geht hier aus meiner Sicht ja wie gesagt gerade nicht um einen Wasserenthärter/Ionentauscher.

    Schönen Sonntag!
    Dietz
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Trotzdem nutzt es dann nichts. Bei der Härte sollte der Kalk auf ein normales Maß abgesenkt werden, auch zum Schutz der technischen Geräte, die dem Wasser ausgesetzt sind. Wenn man das nicht nachmisst, hat man auch kein reales Ergebnis. Das ist so wie mit Glauben und Wissen. Die meisten glauben, dass sie das Richtige eingekauft haben, aber wissen wollen sie auch gar nicht, ob es wirklich gut funktioniert. Bei der Härte, würde ich mich nur auf messbare Ergebnisse verlassen und das bedeutet nun mal der Wahrheit ins Auge zu blicken.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • SockoSocko Meister
    Beiträge: 635
    Ach ja, wer mißt, mißt Mist. Wie Ludwig richtig schreibt, es geht NICHT um Enthärtung.

    DAS ist ein elementarer Unterschied. Und das an den Ergebnisse von Universitären gemachten Versuchen seitens der DVGW unterstützenden Industrie kein Interesse besteht, ist auch elementar.

    WAHRHEIT ist das es NICHT um Enthärtung geht.
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