Kauf einer neuen Öl-Heizung

bearbeitet February 2016 in Ölheizung, Ölbrennwert
Hallo liebe Forengemeinde!
Wir sind laut Kamienkehrer verpflichtet, eine neue Ölheizung ein zu bauen. Wir haben mehrere Angebote eingeholt, darunter waren die Heizungsmarken wie Vissmann, Buderus (Buderus Logano puls GB 145-15 V2) und Junkers ( Suprapur-compact-o KUB18-1). Laut einem Heizungsbauer sind Buderus und Junkers genau so langlebig wie die Vissmann, jedoch ist diese fast doppelt so teuer als die Junkers.
Es handelt sich um ein Mietshaus, in dem die neue Heizung eingebaut werden soll.
Hat jemand positive / negative Erfahrungen in Sachen :

- Wartung/Kosten
-Reparaturanfälligkeit etc...

Hoffe von euch zu hören und wünsche einen schönen Sonntagabend!

Viele Grüße
Klaus

Kommentare

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Wo soll ich anfangen aufzuzählen?

    Bei Viessmann gerate ich selbst regelrecht ins Straucheln. Ehrlich gestanden kommt bei mir kein Viessmann mehr ins Haus. Das Geld und den Ärger mit den neuen Kisten werd ich mir hier wirklich ersparen. Beruflich habe ich sehr viel mit Viessmann zu tun und kann es mit leider nicht aussuchen.
    Solltest du dich dennoch für einen Viessmann entscheiden, dann nur in Verbindung mit einem Pufferspeicher.
    Das gilt auch für alle anderen Geräte mit Ausnahme vom Buderus GB 145.
    Dabei wären wir auch bei Junkers. Die gehören mittlerweile alle zur Bosch/Siemens Gruppe. Aber auch Buderus hat Probleme mit dem neuen Kessel. Wie mir zu Ohren gekommen ist, werden mittlerweile die Brenner und Regelungen komplett ausgetauscht. Ich kann allerdings nicht sagen, warum das der Fall ist. In jedem Fall sollte ein eventuelles Problem damit beseitigt worden sein. Seit der Installation von den ersten Kesseln, bin ich nicht mehr bei diesen Kunden gewesen. Die Anlagen sind einfach gelaufen und das ohne Probleme.

    Buderus arbeitet mit dem Prinzip des Verdampfungsbrenner. Dieser läßt sich fast so steuern wie ein Gaskessel. Das macht ihn auch so interessant.
    Bei Viessmann schaut das anders aus. Mittlerweile haben die auch so einen halbscharigen "modulierenden " Brenner auf den Markt gebracht, allerdings liegt die untere Leistungsgrenze immer noch bei 12 KW.

    Mein persönliches Fazit ist:

    Viessmann = Fabrikat ist verbesserungswürdig, Wartungskosten sind sehr hoch! Die Kosten fressen die versprochene Ersparnis locker auf.

    Buderus = Ich muss hier ehrlich gesagt passen. Ich habe selbst 4 Kessel vom GB 145 eingebaut und war seither nicht mehr dort. Sie laufen irgendwie. Warum es den Fall mit dem Kundendiensteinsatz gegeben hat, kann ich noch nicht nachvollziehen werde da allerdings nachhaken.

    Brötje= Keine Erfahrung mit den neuen Geräten. So wie mir zu Ohren gekommen ist, darf der modulierende Brenner nur noch vom Werkskundendienst selbst betreut werden. nagel mich auf dieser Aussage nicht fest, denn ich hab es auch nur gehört. Generell halte ich Brötje für durchaus vertretbar.

    Wolf = Hm.....wie heißt es so schön? Wer billig baut, zahlt am Ende doppelt. Regeltechnisch sind sie schlecht, aber sie sind nicht so schlecht, wie sie einst waren. Wer sich damit beschäftigen möchte, kann sich Wolf gerne einbauen.

    Was ich bestätigen kann, dass außer bei dem Buderus Kessel ein Haufen separate Kosten anfallen.

    Viele Probleme sind auch hausgemacht. Es wird eine Kiste an die Wand geklatscht und dann ist das Gejammer eines Tages groß. Das gesamte System muss einfach stimmig sein. Ich kann nicht 12 KW Leistung produzieren und bringe die am Ende nicht weg. Dann beginnt das Gerät zu takten und dann kommt der hohe Verschleiß. Da ist Viessmann sehr sehr anfällig.

    Alle Anlagen, die mit einem Pufferspeicher betrieben werden, haben kaum Probleme. Ohne Puffer machen alle Kessel Probleme ohne Ende.



    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 2
    Hallo jospr 63 Meister,
    danke für Deine Meinung. Deine Ausführung hat uns bestätigt, nicht Vissmann nicht zu nehmen.
    Würdest Du bei der Buderus GB 145 trotzdem einen Pufferspeicher nehmen, wenn ja, wie groß sollte dieser sein. Das Haus ist Bj.1980 mit 36er Ziegeln gebaut und die Wohnung hat ca. 100 qm. Hast Du auch eine Ahnung, wie teuer so ein Pufferspeicher ist?
    Von der Junkers mit Pufferspeicher hältst Du nichts?

    Gruß Klaus
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Bei 100 qm würde ich in jedem Fall einen Puffer dazwischen schalten. Selbst der kleine Buderus hat ja immer noch eine Mindestleistung von 5 KW. Schaltet man so einen kleinen 600 Liter Puffer dazwischen kann man schon einiges abfedern. Außerdem kann man später auch noch andere Wärmeerzeuger einbinden. Die Kosten für so einen Puffer liegen bei vielleicht 500 € + die Montage halt.
    Zu Junkers kann ich nicht viel schreiben. Die sind hier so gut wie überhaupt nicht vertreten. Die haben sich früher auch schon mit Öl versucht, genauso wie Vaillant. So richtig geklappt hat es damals nicht, weil die damit lediglich eine Nische versucht haben abzudecken. Bei Gaskessel sind die eigentlichen Stärken von Junkers und Vaillant zu suchen.

    Man kann auch Viessmann einbauen. Allerdings niemals ohne einen Pufferspeicher.

    Wenn bei dem Buderus absichern kann, dass die 5 KW stetig weitergebracht werden, kann man auf einen Puffer verzichten. Ich denke allerdings die Wohnfläche ist zu gering für die stetige Abnahme der Mindestleistung.

    Egal für was man sich entscheidet, eines sollte man sich immer vor Augen führen: Eine Heizung ist eine langfristige Investition, die 30 und mehr Jahre halten soll. Man sollte da wirklich nicht wegen 1000 € rumeiern und sich nachher ärgern.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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