suche improvisations Fachmann :-)

bearbeitet February 2017 in Energie Ecke
Hallo zusammen, ich bin am installieren unserer Zentralheizung in unserem Katamaran. Da es in einem Segelschiff nur spärlich Platz hat, und zugleich zugänglich sein sollte, muss ich improvisieren. Daher brauche ich Fachleute, die sich in der Improvisation auskennen, also nicht nur mit Standartmodelen zu tun haben. Sozusagen aus der Entwicklungsgeschichte der Heizung. Die Wärmequelle ist ein runder Wasser hohlzylinder, der durch einen Petrolbrenner von unten her erhitzt wird, und die Hitze mit den Abgasen fliessen durch den Zylinder in den Kamin. Da das heisse Wasser steigt, und dabei meines erachtens Blasen bilden, würde die Umwältzpumpe eher diese Blasen umwälzen als das Wasser.Zugleich habe ich dort kein Platz . Der Vorlauf steigt ca 30cm und geht dann durch ca 2m den Brückenaufbau, um dann in einem T getrennt, in den einen Heizkörper im anderen Schwimmer, dessen Einspeisung jedoch fast 30cm höher liegt, und in den ca 150cm niedriger gelegenen kleinen Sanitärheizkörper . Die beiden Rückläufe führe ich zusammen und möchte dort die Umwälzpumpe installieren, welch ca 30cm das Wasser wieder durch das Brückendeck zur Heizung zurückführt. Das Expansionsgefäss denke ich vor der Umwälzpumpein den Kreislauf einzuschliessen, gesichert mit einem Rückschlagventil. Jetzt bin ich Unsicher,ob ich das expansionsgefäss vor oder nach der Pumpe installieren soll, und vor allem ob ich die Pumpe in den Rüchlauf motieren kann, da meist diese im Vorlauf montiert ist. Danke für die Hinweise Alfons Max

Kommentare

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Ich würde da gar nicht mit Wasser rum experimentieren, sondern auf Luftheizung gehen. Ein Wärmeerzeuger, ein Gebläse und ein paar kleine Kanäle für die Luft zum Umwälzen und schon wird es warm. Heizkörper nehmen Platz weg und die Sicherheit ist auf einem Boot eher fraglich. So würde ich es jedenfalls machen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • bearbeitet March 2016 Beiträge: 8
    Mit der Trennung des Vorlaufs und der Zusammenführung nach den Heizkörper wird es ein Problem geben, das die Heizkörper gleichmäßig mit Warmwasser versorgt werden. So hab ich den verlauf Deiner Leitung jedenfalls verstanden. Wenn das so sein sollte brauchst Du eine Gewährleistung, das alle Heizkörper den identischen Volumenstrom erhalten um die gleiche Heizleistung zu erreichen. Es wäre erstmal der Volumenstrom zu Messen der am Ende vor der Zusammenführung herauskommt. Ich denke nicht das dieser Identisch sein wird, da auch Wasser faul ist und den Weg des geringsten Widerstands nimmt. Möglich wäre eine Angleichung des Volumenstrom mit Ventilen aber auch nicht sehr genau und mit Aufwand. Die Pumpe im Rücklauf funktioniert. Bei mir im Haus ist die Pumpe im Rücklauf zum bzw. vor dem Speicher eingebaut und benötig 6 Watt für ein 110 m² Haus mit einer Höhendifferenz von 2 Meter.

    Dem Expansionsgefäss ist es relativ egal ob vor oder nach der Pumpe. Wegen der Temperaturbelastung ist es im Rücklauf besser, wie Du es geplant hast.

    Ist es ein GFK Rumpf oder Metall? Sprich ist Bewegung im Rumpf möglich oder sehr steifer Rumpf. Das würde für die Art der Verrohrung wichtig sein.

    Eine Luftheizung wäre vom Aufwand sicher einfacher. Bei Platzproblemen werden die Isolierten Luftkanäle aber nicht vorteilhafter.
    Von meiner Seite würde ich 2 Standheizungen verwenden, die gibt es auch für Dauerbetrieb im Schiffsbereich z.B. mal bei Eberpächer.de reinschaun oder anderen Herstellern. Würde bei einem Ausfall auch nicht gleich das ganze Boot kaltstellen. Ist aber nur mein Gedanke.

    Nicht einfach was zu sagen ohne was vom Boot gesehen zu haben. Deine Lösung wird sehr Individuell sein müssen.

    Wäre nicht vielleicht auch Platz für eine zweite Rohrleitung so das du Vorlauf und Rücklauf in einen Strang verlegst wie auch in einem Haus? möglich wäre auch ein Einrohrsystem. Das würde das Volumenstromproblem lösen.

    Gruß Jörg
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Bei mir im Haus ist die Pumpe im Rücklauf zum bzw. vor dem Speicher eingebaut und benötig 6 Watt für ein 110 m² Haus mit einer Höhendifferenz von 2 Meter.


    Für die Berechnung einer Pumpe spielt die Höhe keine Rolle. Dafür ist der Anlagendruck zuständig. Viele Leute denken das und kaufen sich viel zu große Pumpen, die auch wieder wesentlich mehr verbrauchen. Eine Pumpe, die mit 4 Meter angegeben wird, schafft einen Druck von 0,4 bar. 0,4 bar bedeuten umgerechnet rund 4 Meter Wassersäule. Damit ist aber nicht die Höhe gemeint, sondern der zu überwindende Widerstand bedingt durch Bogen, Ventile, Heizkörper und Rohrleitungen. Jedes Teil raubt ein klein wenig vom Durchfluss und das gleicht die Pumpe wieder aus. Wenn also meine Anlage einen Gegendruck oder auch Verlust von 0,2 bar aufweißt, reicht eine 4 Meter Pumpe dicke aus. Habe ich ein Haus mit 3 Geschossen, sind das rund 10 Meter Höhe. Das betrifft jetzt den Anlagendruck. Ergo muss der Anlagendruck höher als 1,0 bar betragen, damit das Wasser bis in die obersten Heizkörper gelangt. Entsprechend muss auch der Vordruck vom Ausdehnungsgefäß eingestellt werden.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 8
    Das ist schon richtig, es ist ja auch die Leistungsaufnahme der Pumpe bei mir die ausreichen für die Zirkulation ist. Der Anlagendruck ist eine andere Sache und wird von der Überwindung der Höhe beeinflusst. Die Anlage ist selbst sehr speziell, um die es geht. Wenn Wasser als Wärmeträger gewählt werden sollte wird ein Druck von ca. ein Bar ohnehin schon sein müssen. Das für jeden Höhenmeter zusätzlich 0,1 Bar erforderlich sind werde ich auch nicht bestreiten (Grundwissen Hydraulik).
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