Renovierung eines 1900 gebuates 1980 renoviertem Haus

Hallo,

ich habe ein Einfamilienhaus welches ehemals ein 1900 gebautes Postkutchen haus war, ca. 1985 ist ein Anbau und gesamt renoviert worden.
Nun habe ich wieder einer Gesamt Renovierung vor: Küche, Bad, Heizung, strom Leitungen, wasserleitungen, Boden, Fenster usw.

Erdgeschoss und dachgeschoss alles zusammen ca 140-150 m²
im moment sind Elektro Nachtspeicherheizungen verbaut mit ca. 4.000€ Strom Kosten im Jahr.

Im Haus meiner Eltern wurden vor 5 Jahren Fussbodenheizung mit samt neuem Esstrich gelegt, neuer Esstrich wird hier aber nicht benötigt und wäre zu teuer. deshalb suche ich nach einer anderen Alternative um doch noch fussbodenheizung zu bekommen.
da gibt es wleche von 1,2-5cm aufbau Heizung, ich weiß aber nicht ob sowas empfehlenswert ist oder nicht.

Gerne würde ich dazu auf Öl-Heizung gehen, in zusammenarbeit mit einem Pufferspeicher der auch Brauchwasser aufwärmt,
evt zusätzlichem Luftwärme Tauscher? zwecks Jährlicher kostenminimierung,

in etwa so stelle ich es mir vor, ich bitte um vorschläge ob das auch so machbar ist, oder was ich besser machen sollte.

das ganze möchte ich gerne in größtmöglicher Eigenleistung machen, und in low Budget!

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir mit rat zur seite steht, wie es am besten funktionieren könnte, und wleche anforderungen so eine heizung erfüllen muss.

Ich bin legatheniker und bitte um nachsicht meiner schreibweise... ;-)
vg Axel

Kommentare

  • bearbeitet June 2016 Beiträge: 67
    Hallo Axel,

    bei dem geplanten Vorhaben gibt es natürlich eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, die miteinander kombiniert werden können. Das ganze sollte aber aufeinander abgestimmt sein, und dafür ist sicherlich ein Energieberater zu Rate zu ziehen. Das du von der eigentlichen Arbeit einiges in Eigenregie machst, bleibt davon natürlich unberührt. Vorteil ist, dass du dir ggf. auch diverse Förderprogramme sichern kannst.

    Aber folgende Anmerkungen schon einmal vorab:

    Du schreibst von bisherigen Stromkosten von 4000 € im Jahr. Welchen spezifischen Preis zahlst du denn pro kWh? Bei unterstellten 20 Cent/kWh wären das ja etwa 20000 kWh und etwa 140 kWh pro m² und Jahr, also etwa Energieeffizienzklasse E.

    Gegen die nachträgliche Installation der Fußbodenheizung auf dem Estrich spricht in meinen Augen nicht viel, wenn die Raumhöhe dies hergibt, da gibt es ja verschiedene Lösungen einzelner Hersteller. Neben der Kostenersparnis entsteht dabei ja auch weniger Aufwand für die Renovierung. Positiv bei der Fußbodenheizung ist auf jeden Fall die geringe Systemtemperatur, die dir viel Spielraum beim Wärmeerzeuger lässt.

    Das führt natürlich zu der Frage, wieso du zu der Entscheidung einer Ölheizung gehen möchtest. Da bisher Nachtspeicherheizungen verbaut waren, müsste dafür ja ein neuer Tank inkl. regelmäßiger Befüllung erfolgen. Aus energetischen und ökonomischen Gründen würde ich dort eher zu einer anderen Lösung tendieren. Ein Gas-Brennwertkessel eine sehr gute Lösung sein, vor allen Dingen da ja auch die Warmwasserbereitung umgestellt werden soll (bisher über Durchlauferhitzer?). Aber das ganze macht erst wie oben geschrieben in einem Gesamtkonzept Sinn, wozu erstmal eine fundierte Datenaufnahme inkl. Heizlastberechnung gehört.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Hallo Axel,

    im Großen und Ganzen hat Erik schon alles beschrieben. Öl ist recht gut, aber man sollte sich immer vor Augen führen, dass die Energiekosten immer schneller steigen werden als die Löhne. Das bedeudet man sollte in der Beziehung so wenig verbrauchen, um auch die Kosten in Zukunft gering zu halten. Da du ohnehin vor hast mit einem Puffer zu arbeiten, empfehle ich eine Solaranlage. Die kann man leicht selbst installieren und die Panel kosten mittlerweile wirklich nicht mehr die Welt. Selbst wenn man damit nur die Warmwassergeschichte für knapp ein halbes Jahr halbwegs abdecken kann, macht sich das sehr schnell bezahlt. Warmwasseraufbereitung zerrt mächtig an den Ressourcen einer Anlage und wenn auch noch Frau und pubertierende Kinder im Haus sind, amortisiert sich so eine Anlage noch schneller.

    Von der Fußbodenheizung mit dem geringen Aufbau halte ich persönlich nicht sehr viel. Der Austausch ist zu gering, weil die Oberfläche der Rohre einfach zu gering ist. Man muss sehr eng legen oder mit höheren Temperaturen fahren, was nicht gerade förderlich ist. Auch kommt es darauf an wo die Heizung eingesetzt werden soll? Ist ein Keller bzw. beheizter Raum darunter, komme ich mit 50% Isolierung aus. Ist dies nicht der Fall bedeutet das 100%. In jedem Fall bekommst du Probleme mit den Fenstern und Türen, weil der Aufbau höher wird. Was hälst du von einer Wandheizung? Das wäre doch eine Alternative oder?
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 3
    Habe gerade in der Stromrechnung nachgekuckt, es sind 2015 16.600 kWh zum Preis von 3880€ gewesen. 3 Zimmer mit Nachtspeicher und das Bad hat einen Durchlauferhitzer.
    Keller ist auch keiner vorhanden.

    mit zwei energieberatern hatte ich mal kontakt aufgenommen, jedoch hatte ich das Gefühl, das mann lieber kundschaft hätte mit einem Dicken portmonee und vollführsorge...
    und die kosten sind natürlcih auch ein Thema!
    kennt jemand einen neutralen und guten energieberater im Raum Bergisch Gladbach/Köln?
    oder weiß wie ich soeinen finde?

    Gas Heizung kommt für mich nicht in frage, eine strassen leitung besteht meines wissens eh nicht also müste ein tank her, folglich kann ich gleich auf Öl gehen, was ich kenne und dem ich auch vertraue.

    fussbodenheizung ist halt etwas sehr feines, der Boden, die Schuhe, die Füsse sind besonders im Winter immer sehr schön warm, und im Sommer hat es auch einen guten Kühl effect da die heizung im eltern haus im sommer abgeschaltet wird, jedoch der Kreislauf weiterläuft, ergibt das ein sehr kühles haus...

    ob ich jetzt wandheizung oder Fussbodenheizung mache, komme ich auf die selbe investition (nach meiner kalkulation) es kommt halt im endeffect auf die vor und nachteile an und kosten an.
    Fussboden soll teilweise Fliesen (eingang, bad) und rest soll Holzboden werden.

    danke schonmal für die antworten... Axel



  • Beiträge: 67
    Hallo noch einmal,

    wie jospr63 angesprochen hat, kann die Einbindung einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung eine interessante Alternative bzw. Ergänzung sein. Wichtig ist dabei vor allen Dingen der angesprochene Warmwasserverbrauch. Fällt dieser gering aus, so zerren Speicher- und Zirkulationsverluste schon einen nicht unerheblichen Anteil der Gewinne auf. Ist aber der Verbrauch durch mehrere Personen gegeben, so kann die angesprochene gute Möglichkeit der Eigeninstallation attraktiv sein. Wichtig ist dabei aber sicherlich, den Unterschied zwischen Flach- und Vakuumkollektoren zu beleuchten, da diese unterschiedliche Stärken bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen besitzen.

    Ein Punkt aus deinem ersten Beitrag, den ich jetzt erst sehe ist der „zusätzliche Luft Wärmetauscher“. Was genau ist damit gemeint? Meinst du eine Wärmerückgewinnung in Verbindung mit einer Lüftungsanlage? Dies wäre natürlich ein weiterer interessanter Punkt, wobei sicherlich auch hier der Aufwand für die Umsetzung bei einer Renovierung nicht unerheblich ist.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung
  • Beiträge: 3
    nene Lüftungsanlage meine ich nicht, habe jetzt den Fachbegriff Wärmepumpe ErdWärme, oder Luftwärme.
    das ist eine überlegung.
    bezüglich der solarthermie habe ich jetzt zwei firmen angefragt, es ist aber schon sehr grenzwertig, da das haus im Tal ist, und dementsprechend warscheinlich zu wenig sonne heran kommen kann.
    Ständig neue informationen.....
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Von einer LWP rate ich ab. Die hat in unseren Breitengraden nichts, aber auch gar nichts verloren. Eine Solepumpe ist okay, setzt aber auch sehr niedrige Systemtemperaturen voraus.

    Wenn es irgendwelche Einschränkungen gibt bezüglich der Solarthermie, auf Grund von Bäumen oder anderen Hindernissen, dann fallen Flachkollektoren ohnehin weg. Für diffuses Licht sind die Vakuumröhren bestens geeignet. Auch diese lassen sich sehr leicht selbst montieren. Allerdings ist bei Bausätzen über Ebay ein wenig Vorsicht geboten, denn die Flüssigkeit in den Heatpipes muss auch noch -30°C unbeschadet überstehen können. Viele Bausätze werden für den mediterranen Bereich produziert und hier angeboten. Das bedeutet Frostschutz bis nur vielleicht -10°C.
    Also Augen auf beim Eierkauf!

    Wenn du einen guten Kessel benötigt, dann nehme den Buderus GB 145. Mit fast allen anderen Kessel gibt es Probleme.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • bearbeitet June 2016 Beiträge: 67
    Hallo Axel,

    Wie jospr63 angesprochen hat ist eine LWP in unseren Breitengraden sehr kritisch zu sehen. Das Problem sind geringe Außentemperaturen die wir ja doch recht häufig haben und hohe Vorlauftemperaturen für die WW-Bereitung, so dass der Wirkungsgrad schnell in die Knie geht.

    Wenn der Wärmebedarf dann nicht gedeckt werden kann, heizt du mit einem zusätzlich verbautem Heizstab (elektrischer Widerstand) zu, und das im Verhältnis 1 zu 1, also aus einem Teil Strom generierst du ein Teil Wärme, was kostenmäßig ein immens hoher Aufwand ist.

    Bei der Solarthermie wären Vakuumkollektoren dann ggf. die interessantere Alternative zu Flachkollektoren. Diese verschaffen dir bei gleicher Fläche mehr Ausbeute durch den höheren Wirkungsgrad, zusätzlich sind diese auch bei niedrigeren Temperaturen noch leistungsfähig. Dabei aber unbedingt auf den angesprochenen Frostschutz achten.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung
  • Beiträge: 10
    schmitzkatze schrieb:
    nene Lüftungsanlage meine ich nicht, habe jetzt den Fachbegriff Wärmepumpe ErdWärme, oder Luftwärme.
    das ist eine überlegung.
    bezüglich der solarthermie habe ich jetzt zwei firmen angefragt, es ist aber schon sehr grenzwertig, da das haus im Tal ist, und dementsprechend warscheinlich zu wenig sonne heran kommen kann.
    Ständig neue informationen.....

    Wir haben bei unserer Renovierung die alte Gasheizung gegen eine umweltfreundlichere Sole-Wasser-Wärmepumpe/Erdwärme-Pumpe ausgetauscht. Eine Ölheizung wäre in deinem Fall aber vielleicht wirklich die bessere Alternative. Oder du denkst mal über eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe oder Luft-Wasserpumpe nach. Die Vor- und Nachteile wie auch die Anschaffungs- und Folgekosten kannst du hier auch nochmal durchlesen: http://www.energieheld.de/heizung/anschaffungskosten

    Ich möchte unsere Fußbodenheizung gerade im Bad nicht mehr missen wollen. Wir haben im Bad vieles in Eigenregie gemacht und dadurch wie auch durch die bestellten Armaturen, Waschtische und Duschkabine, die wir über Badezimmertotal geordert haben, viel einsparen können. Mein Mann ist allerdings auch selbst Installateur, da sollte man schon wissen, was man tut.

    Liebe Grüße,
    Claudia


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