Heizung einer Schulanlage dimensioniern

Hallo Zusammen

Ich schreibe gerade meine Diplomarbeit. Eine Schulanlage mit 7 Einzelgebäude wird heute mit einer Öl/Gas Heizung aus dem 80er Jahren beheizt. Die installierte Heizungsanlage wurde damals nicht berechnet sondern nach Erfahrung eines Monteurs gewählt. Deshalb bin ich mir nicht, ob diese Anlage über- sogar unterdimensioniert ist. Ich konnte mit sehr viel mühe den Energieverbrauch auf Monat herunter brechen. Wie kann ich die Leistung der neuen Anlage festlegen? Betriebszeit / Tag kenne ich leider auch nicht.

Ich danke euch im Voraus für eure Hilfe
Gruss
Demir

Kommentare

  • Beiträge: 67
    Hallo Demir,

    wenn die Altanlage rein auf der Erfahrung des Monteurs basierend ausgewählt wurde, ist eine Unter- oder eher Überdimensionierung nicht unwahrscheinlich. Damit du das Ganze im Rahmen deiner Abschlussarbeit vernünftig angehen kannst, würde ich empfehlen einen Blick in das bestehende Regelwerk zu werfen.

    Die Auswahl eines Wärmeerzeugers mit der festgelegten Leistung bzw. dem Leistungsbereich (modulierender Wärmeerzeuger) erfolgt erst nach der Berechnung, welche Leistung denn überhaupt notwendig ist. Diese Leistung wird Heizlast genannt und ist in der DIN EN 12831 spezifiziert. Über deine Hochschule solltest du sicherlich einen Zugang zu perinorm haben, wo du dir die Norm anschauen kannst. Da du ja den Energieverbrauch der einzelnen Monate hast sollte sich ja daraus erkennen lassen ob auch die Warmwasserbereitung über das bestehende System geschieht.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Autsch..........!

    Wenn keinerlei Unterlagen vorhanden sind, wird es schwierig.

    Schau mal hier: http://www.tu-cottbus.de/LSTA/_downloads/DIN12831_SuR.pdf

    Das ist eine Grundlage für die Berechnung. Nun benötigst du nur noch die Daten des Gebäudes und schon ist alles paletti. :-)
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 67
    Hallo,

    Als weitere Anmerkung sei noch die prinzipielle Möglichkeit des Einsatzes eines Blockheizkraftwerkes zu prüfen. Da Nutzgebäude ja häufig auch einen relativ großen Strombedarf haben, kann hier die parallele Erzeugung von Strom und Wärme attraktiv sein. Konkret hängt das dann aber davon ab, ob die Gebäude bspw. in den Ferien gar nicht genutzt werden (d.h. das BHKW lange ohne Einsatz bleibt) und ob es beispielsweise durch eine Mensa oder Duschräume bei der Sportanlage eine ausreichend hohe Wärmeabnahme gibt.

    Zur Auslegung und Wirtschaftlichkeit gib es eine Reihe von VDI-Richtlinien, die du dir dort bei Bedarf dann ebenfalls ansehen kannst.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung
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