Vereisung der Ausseneinheit

Seit etwa 3 Jahren wärmt eine gesplittete Viessmann Vitocal 200-S unser Haus aus den 70ern.
Solange die Temperaturen über 5-6 Grad bleiben, macht die Heizung das sehr gut bei modulierenden 20 bis 40 Hz Kompressorleistung.
Unter null Grad steigen diese Werte natürlich bis auf 75 Hz an.

Problematisch wurde es ab dem zweiten Betriebsjahr im Bereich zwischen 0 und 5/6 Grad. Dann vereist die obere der beiden Ausseneinheiten so sehr, dass sie wie ein geschlossener Eisblock erscheint. Die darunter angebrachte zweite Ausseneinheit bleibt hingegen weitgehend eisfrei. Auswirkung: Die Vorlauftemperatur sinkt nicht unerheblich. Die Kompressorleistung steigt bis zum Maximum, trotzdem bleibt die Vorlauftemperatur unten, wahrscheinlich weil die zweite nicht vereiste Ausseneinheit überfordert ist, alleine für die notwendige Wärme zu sorgen. Der regelmäßig einsetzende Abtauvorgang führt zu weiter fallenden Vorlauftemperaturen, die nach dem Wieder-Starten der Anlage bis zum erneuten Vereisen nicht aufgeholt werden können - ein Teufelskreis.

Der vor Ort untersuchende Techniker von Viessmann vermutete Bautoleranzen mangels anderer Anhaltspunkte, um die unterschiedlichen Vereisungscharakteristiken der beiden Ausseneinheiten zu erklären.
Im Viessmann-Forum erklärte ein "Viess-Mann" dazu, die Werks-Daten würden beweisen, dass die Vereisung keine Auswirkungen auf die Wärmeleistung hätte - eine mehr als gewagte Behauptung.

Bei einer erneuten Fragestellung, welche Anlage einzubauen sei, würde ich mich nicht mehr für Viessmann entscheiden - nicht zuletzt auch wegen der unterirdischen Kundendienst"leistung"...

Vielleicht hat aber jemand einen Lösungsansatz?

Kommentare

  • Beiträge: 3
    Inzwischen scheint sich die Angelegenheit zu klären:

    Nachdem ich Viessmann im Dezember 2018 und Januar 2019 mehrere ausführliche Fotoreihen der Vereisung mit den entsprechenden Heizungsdaten (Temperaturen, Heizleistung usw....) vorgelegt hatte, war plötzlich noch im Januar ein umgehender Technikerbesuch von Viessmann angesagt.
    Nach wenigen Blicken auf meine Foto-Dokumentation und anschließend auf die Wärmepumpenkonstruktion erklärte der Techniker - so berichtete es mein anwesender Heizungsbauer -, die Rohrverbindungen müssten nach den zwischenzeitlich neueren Erkenntnissen von Viessmann geändert werden. Die Pläne hierzu würden demnächst übersandt.
    Nach wochenlangem Schweigen und meinem entsprechenden Vermerk im Viessmann-Forum kam jetzt die Mitteilung von Viessmann, man hätte bereits Ende Januar 2019 meinem Heizungsbauer ein "Schema" geschickt unter Hinweis auf ein fehlendes Umschaltventil, worauf ein Viessmann-Techniker übrigens bereits bei Inbetriebnahme der Anlage 2013(!) hingewiesen habe. Toll!
    Auch mein Heizungsbauer meldete sich (nicht mehr sehr überraschend, nicht wahr?), um nach einer Bestandsaufnahme den Umbau der Heizung zum Monatsende März 2019 anzukündigen.

    Genauere Erklärungen zur Wirkungsweise des Umschaltventils insbesondere im Hinblick auf die Vereisung und die entsprechenden Auswirkungen auf die Innentemperatur habe ich trotz Nachfrage bisher nicht erhalten. Ich rechne auch nicht mehr damit, nach allem, was ich bisher an "Kundendienstleistung" im Zusammenhang mit der Fa. Viessmann und deren Vertragspartner erfahren habe.
    Über die Auswirkungen des einzubauenden Umschaltventils werde ich berichten, wahrscheinlich aber erst nach Einsetzen der ersten Fröste zum Jahresende 2019. Auf die paar Monate kommt es jetzt nach so vielen Jahren auch nicht mehr an, oder?
  • Beiträge: 3
    Kleine Korrektur:
    Es handelt sich bei der Wärmepumpe um eine Viessmann Vitotronic, nicht Vitocal.....
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