Verbesserung / Problembehebung bestehender Viessman Ölheizung

Hallo zusammen,
zur Beheizung und WW für ein 2 Familien Wohnhaus 200qm Bj. 82 ( 30er Porotonsteine + 4cm Wärmeputz) mit einer Heizkörper-Einrohrheizungsanlage wird ein Viessmann Vitola 200 27 KW Kessel mit einem Weishaupt WL5/1-B H Brenner zusammen mit einem Viessmann 200l liegendem Edelstahl WWS betrieben. Es geht sich um die verbrauchte Ölmenge in einem 5 Jahreszeitraum zur abgelesenen kWh des Wärmemengenzähler.
Beide Wohnungen sind mit Wärmezähler ausgestattet.
- Es wurde in 5 Jahre incl. Warmwasser für die Dachgeschosswohnung 32000kwh abgelesen bzw. umgerechnet
- für die Erdgeschosswohnung 25900kwh + ca. 25RM Buche/Eiche Holz Ofen
Also insgesamt 57900kwh = 5790L Öl !!!
An Öl wurden 11000L eingekauft !!!
wenn man das Holz mal nicht berücksichtigen würde...wären das ja knapp 48% die an Energie verloren gegangen sind. Sind das realistische Werte für Stillstandsverluste ect.? Wobei ich erwähnen muß das die gesamte Verrohrung im Heizungskeller und die WW Leitungen für das Erdgeschoss im Keller noch nicht Isoliert worden sind! Im letzten Winter fing ich an mich mit der Witterungsgeführten Steuerung zu beschäftigen, Schalthysterese usw. einzustellen. Rohre werden jetzt Isoliert. Heute guckte ich mir mal die Bedienungsanleitung des Brenners mit Düsenangaben durch, nach der Tabelle und der alten 0,50 Steinen Düse müßte der Brenner 22,6kwh haben. Paßt diese Kessel-Brennerkombi zusammen? Wo könnten die Verluste noch zu suchen sein?

Vielen dank für eure Hilfe....

Kommentare

  • Beiträge: 2
    Socko schrieb:
    Allermeistens stimmt die hydraulische Einstellung nicht. Bei einer Einrohr-Anlage ist das nicht einfach.
    Hallo Socko,
    ja das denk ich mir. Hab mich heute mal mit Laserthermometer bewaffnet und alle Heizungen im Erdgeschoss aufgedreht um mal zu gucken wie die Wärmeverteilung an den einzelnen HK sich zeigt. Es sind 8 HK installiert und die Wärmeverteilung zeigte sich gleichmäßig, nachdem ich mir im Keller die zu und abgehende Rohre näher betrachtete viel mir auf das für das EG 2 vor und Rückläufe installiert wurden um sich die 8 HK zu teilen. In das Dachgeschoss geht nur eine vor und Rücklaufleitung für 5 HK. Oben hab ich mir die Wärmeverteilung noch nicht angeguckt.
    Könnte ich nicht anhand der vor und Rücklauftemperaturen zur Außentemp. eine erste Einschätzung bekommen ob sich für die Einrohrheizung eine Brennwerttherme für die Zukunft eignen würde. Worauf müßte ich bezüglich einer neuen Brennwertheizung bei der Auswahl des Brennstoffs achten da ich ja Öl im Keller mit vorhandenem Gasanschluss habe? Es wird ja auch manchmal hier im Forum je nach System erwähnt das man das Heizwasser besser Puffern sollte damit die Brennwertheizung nicht soviel taktet und das System runder läuft...wäre sowas bei unserer Einrohrheizung auch von Vorteil?
  • SockoSocko Meister
    bearbeitet December 2016 Beiträge: 639
    Grundsätzlich ist ein Einrohrsystem auch für Brennwert geeignet. Es kommt halt auf die Rücklauftemperaturen an. Die richtige Abstimmung des Hydraulikkreises macht es.
    Auch bei einem Zweirohrsystem kommt es auf den Rücklauf an. Nur ist hier die Einstellung leichter.

    Ich sage es mal ganz platt, je niedriger die Rücklauftemperatur, umso Brennwert ;) (25°C)
    Einrohr-System
    max. Rücklauf 35° - max. Vorlauf 45° / Das schafft aber fasst keine Anlage. Nur als Hinweis

    Jetzige Wärmeverteilung; erster Heizkörper am Vorlauf ist der heißeste. Die Vorlauftemperatur ist beim 2ten schon niedriger! Bei dritten noch weniger usw. Dem Vorlauf des nachfolgenden Heizkörpers wird ja immer der Rücklauf des vorherigen Heizkörpers beigemischt. Am Ende der Kette soll es "so kalt wie möglich" sein. So funktioniert 1Rohr. Für den Wärmebedarf der Räume, nehmen wir mal an der wäre überall gleich, werden dann die Heizkörper immer "stärker" (größer).

    Mal eben auf 2Rohr umbauen ist nicht. Darum guter hydraulischer Abgleich und/oder entsprechend ausgelegte Heizkörper verwenden.

    VORSICHT, BEVOR etwas "gedreht" wird. Einstellungen an Ventilen Rückläufen Schiebern usw. markieren, aufschreiben, fotografieren !!!

    Bei den genanten Verbräuchen würde ich schon sagen das etwas besser gemacht werden kann. Erste und einfachste Sache wäre ein Pufferspeicher damit der Brenner nicht zur kurz läuft. Aber dann sollten es schon 1000l sein. Wenn die Anlage noch "super" ist lohnt sich auch die Nachrüstung eines Abgaswärmetauschers, Brennwerttechnik. Und letztlich Austausch des Brenners gegen einen 2stufigen.

    Insgesamt ist dann die Frage ob nicht gleich Brennwerttechnik eingebaut wird.

    Und nein, es ist nicht vom Brennstoff abhängig. Wichtig ist bei einem "eisernen" Ölkessel dass der Wasserdampf des Abgases nicht da ausfällt wo es schädlich ist. Wenn du Öl hast, mit Öl weiterarbeiten!
    Du kannst nicht sparen wenn du auf Gas umstellst. Wichtig ist, wenn der Brenner nicht modulieren kann, das man einen Puffer hat. Sonst "taktet" u.U. der Brenner. Es gibt sehr gute Öl-Wärmeerzeuger die geringe untere Leistungsgrenzen haben. Da braucht man keinen Puffer mehr.

    Persönlich würde ich bei Öl zu einem "Vollbrennwert"-Gerät greifen. Scheidet für die meisten aber aus da es komm Firmen gibt die diese Hersteller im Wartungsprogramm haben.
    Ein fetter Pufferspeicher kann nie schaden.

    Aber elementar ist der hydraulische Abgleich um auf niedrige Rücklauftemperaturen zu kommen.

    !



  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Das größte Problem, Socko hat es schon angedeutet, dass es bei Einrohrheizungen nie so ganz hinhauen wird. Das Problem sind die zum nächsten Heizkörper immer niedriger werdenden Temperaturen. Leider werden/wurden die Heizflächen nicht entsprechend angepaßt. Das bedeutet, betrachtet man es richtig, müssten die nachfolgenden Heizkörper immer größer werden, da sie mit immer niedrigeren Temperaturen auskommen müssen. Das hat halt niemand gemacht und daher werden alle Einrohrheizungen mit sehr sehr hohen Temperaturen betrieben, die dem Brennwert nicht gerade förderlich sind.

    Oventrop bietet so eine Art Lösung im Kleinen an. Schau mal hier: https://www.oventrop.com//de/products/hbtd/db_1146004_de.pdf

    Aus dem Datenblatt geht auch die Problematik mit der Einrohrheizung hervor. Es ist schwierig bis fast unmöglich die Temperatur ohne großen Aufwand nach unten zu bekommen, damit Brennwert überhaupt in Frage kommen würde. Dazu sollten die Rücklauftemperautren die 60°C nicht überschreiten.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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