Kaufempfehlung - Ersatz für Ölheizung Buderus Junotherm 14 TE

Hallo liebe Heizungsfreunde,

ich habe im November 2016 ein Fertighaus (Bj. 1984 von Bien-Zenker) mit 160m2 Wohnfläche gekauft.

In den nächsten Monaten sollen die Fenster und die Öl-Heizung gegen neue Technik getauscht werden.

Deshalb habe ich mir aus dem Bereich Heizung auch schon regionale Heizungsbauer zu Besuch kommen lassen,
um eine neue Alternative anbieten zu können.
Bis jetzt habe ich nur von Viessmann Geräte angeboten bekommen.
Einmal die Vitoladens 300-C mit extra Wasserspeicher 160L, und zum anderen die Kombivariante als Vitorondens 222-F.

Wenn ich aber sehe, wie Leute alleine in den letzten 6 Monaten diese Modelle negativ zerreißen, bekomme
ich sehr große Angst.
Weil diese Investion soll keine Baustelle werden.
Nach dem Ausstausch möchte ich Ruhe haben, und nicht jeden Tag Angst haben, dass meine Frau mich der Arbeit anruft, dass die Heizung nicht geht. Und Geld für Reperatur ist ja auch immer nur begrenzt verfügbar.

Aktuell werkelt noch eine Buderus Junotherm 14 TE mit 21KW von 1984 im Keller vor sich hin.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, und welches Modell von Hersteller XY wäre eurer Rat für mich ?

Was darf ich preislich von einem Heizungsdienst für diesen Tausch als Komplettpaket (inkl. Aufbau & Entsorgung) erwarten ?
Was kosten heute Wartungsdienste pro Jahr ? Mit Sonn- und Feiertagsabdeckung ?

Freue mich auf eure Kommentare.

Vielen Dank.

Euer Kalle.
Getaggt:

Kommentare

  • SockoSocko Meister
    Beiträge: 635
    Welche Wasserhärte hast du? DLE/Wellrohrspeicher

    Wartung macht man mit dem Installateur der es einbaut.

    Solang die Buderus es noch ohne Ersatzteile macht, weiter betreiben.
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    Hallo Socko,

    vielen Dank für dein Feedback.

    Die Vorbesitzer müssen im letzten Jahr immer wieder mal Ausfälle gehabt haben,
    so dass Sie mir diesen Rat auf den Weg gegeben haben.
    Zudem habe ich wegen dem Fensteraustausch auch die ganzen KFW Papiere von bei meiner Bank abgezeichnet und bewilligt bekommen.
    Würde die Heizung jetzt auch tauschen.

    Wasserhärtegrad: 11,2°dH

    Nach meiner ersten Recherche bekommt die Buderus GB145-15 recht positives Feedback.
    Hier würde ich noch einen 160L Wasserspeicher benötigen.
    Preis wäre für dieses Paket laut Internet etwa 5.800€ (ohne Aufbau)

    Und ein Pufferspeicher mit 750L (ausreichende Größe ???) soll auch ratsam sein.
    Preis wäre hier grob 750€ (ohne Aufbau).

    Montage und Verschrottung setzte ich mal mit 2.000€ an.

    Gesamtpaket Heizung inkl. aller Arbeiten: ca 9.000€


    Könnt ihr die Kombination als gute Lösung gut heißen ?


    Freu mich auf eure Meinungen.


    Beste Grüße

    Kalle
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Den Schornstein würd ich lieber nicht vergessen.........
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • SockoSocko Meister
    bearbeitet January 2017 Beiträge: 635
    Schönes Gerät, allerdings würde ich auf den separaten Wasserspeicher verzichten und lieber einen großen Kombispeicher nehmen (750-1000Puffer). Der muss nicht von Buderus sein. Ein anderer tut es auch. Anschlussschemen sind ja eindeutig.
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    @ jospr63

    Stimmt diesen Patienten hatte ich ganz vergessen.
    Danke für diese Bemerkung, werde ich in meine Kalkulation einfließen lassen.

    + 1.000€ zusätzlich für Schornstein und diverse Kleinteile

    @ Socko

    Dieser Vorschlag gefällt mir sehr gut.
    Die Kombispeicher von Buderus bekommt man ab 3.000€.

    Ist eine gute Alternative mit 1000L (nicht Buderus) auch schon für 1.800€ zu bekommen ?


    Vielen Dank für die tolle Unterstützung.
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    @ Socko

    Vielen Dank für deine große Mühe und Unterstützung.
    Da habe ich wieder eine Menge Input.
    Das werde ich mir mal vornehmen und vergleichen.
    Was die Unterschiede sind, und was mich hinter dem Oberknaller erwartet.

    Jetzt habe ich noch mal eine Frage bezüglich der Heizung Buderus GB145-15:

    So habe ich gelesen, dass dieser Kessel eine Vorheizleistung von 1600W benötigt,
    und deshalb bei falscher Einstellung oder Anwendung durch häufiges Starten sehr viel
    Strom verbraucht.
    Ist dieser Punkt außer Acht zu lassen, oder ist da schon was dran, dass diese Heizung
    der Stromfresser schlecht hin ist ?

    Besten Dank, euer Kalle.. :-bd
  • SockoSocko Meister
    Beiträge: 635
    Auch hier keine Panik. Häufiges Starten ist faktisch ausgeschlossen bei 1000l Puffer
    Das kann der Brenner. Du bist nicht der erste der den Betreibt. Weniger Sorgen mehr Freude an diesem Teil! Ölvorwärmen 2

    Viele Sachen in dem Gerät

    Ist doch ein schönes Ding.
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    Ich habe noch mal eine Frage zu den Ausführungen von Speichern/Puffern:

    Die Umsetzung von Wasserspeichern für Trinkwasser und Pufferspeicher für Heizungswasser (Heizkörper) verstehe ich.
    Um diese in einem Speicher zu kombinieren gibt es Kombispeicher.
    Hier bin ich davon ausgegangen, dass eine Art Tank in Tank System handelt, was man auch oft
    unter dieser Namensgebung so findet.
    Bei einem 1000L Speicher wird oft 200-300L für Trinkwasser durch einen kleinen Tank im Inneren bereitgestellt. Der Rest ist der Puffer für den Heizkreislauf.
    Was mich jetzt ein wenig verwirrt, ist die Produktreihe Hygiene Speicher, aber ebenso oft Kombispeicher genannt.
    Hier handelt es sich um einen 1000L Gefäß mit 1 oder 2 Wärmetauschern.
    Ist dieser Tank ebenso für Trink- und Heizwasser geeignet ?
    Ist meine Annahme richtig, dass die Wasserqualität dadurch immer auch selben Niveau gehalten wird und Keime usw. durch Erhitzen keine Chance haben ?
    Somit es egal ist, ob das Wasser für Trinken oder Heizung genutzt wird ?
    Die bessere Variante aber dennoch die getrennte Ausführung (kleiner Tank in großer Tank) ist ?

    Vielleicht helft ihr mir meine Wissenlücke zu schließen.

    Ich danke schon mal. \m/
  • SockoSocko Meister
    bearbeitet January 2017 Beiträge: 635
    Bei Tank in Tank Systemen verweilt das Wasser insgesamt länger im Tank. Kann man sich ja vorstellen, wenn man 2 Tage nicht da ist hat man vll. 200L "altes" Wasser.

    Beim Hygienespeicher wird das Trinkwasser direkt durch einen Wärmetauscher geleitet ohne zu speichern. Da hat man vll. 20L "Totwasser".

    Es gibt darüber hinaus natürlich auch Systeme die weitere Wärmetauscher haben um z.B. Solarwärme oder Wärme aus wasserführenden Kaminen einzuspeichern.

    Letztlich muss man zuerst wissen was alles angeschlossen werden soll. Welche Energiequellen, welche Leistung, Querschnitte usw. Dann sollte man wissen wieviel Leistung man Speicher will oder muss um z.B. auch Warmwasser für Sanitär zu gewinnen. Außerdem kann sich ein Speicher auch lohnen wenn man hydraulische Probleme hat.

    lG
    Socko
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung. :-h

    Da ich lediglich Heizwärme und Warmwasser im System benötige (kein Solar oder weitere Energieformen einspeise), sind deine Vorschläge für den 1000L Hygiene-Speicher wohl in meinem Fall die beste Lösung.

    --> Abdeckung von Heizwärme und Warmwasser // Gute Trinkwasserhygiene

    Wieder was gelernt. Dankeschön.

    :)
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Ein 1000 Liter Hygienespeicher lohnt sich nur, wenn man andere, alternative Quellen einspeisen kann.
    Der Wärmetauscher für Warmwasser befindet sich im oberen Drittel bis max. in der Hälfte der Höhe des Puffer. Nur bis zu dieser Höhe wird dann auf 60°C geheizt. Der Rest wäre dann ungenutzt und da unterhalten wir uns über ein Volumen von 5 bis 633 Litern. Sinnvollerweise wird das Volumen durch eine Solaranlage aufgeheizt oder durch einen Ofen mit Wassertasche. Man verschenkt halt sehr viel Volumen und somit auch bares Geld, wenn man einen 1000 Liter Speicher nur mit einem Ölkessel aufheizt. Man kann sicherlich das gesamte Volumen mit einem Ölkessel aufheizen, macht aber auch keinen rechten Sinn, weil man soviel Puffervolumen nicht ausreizen kann und wird.
    Das Problem bei Speichern dieser Größenordnung besteht auf der einen Seite durch die auftretenden Stillstandsverluste durch Auskühlung und auf der anderen Seite durch unentwegtes Halten einer Mindesttemperatur für die Warmwasseraufbereitung.
    In deinem Fall macht eine Frischwasserstation in Verbindung mit einem 500 Liter Pufferspeicher mehr Sinn. Dadurch verlängert man die Laufzeiten vom Kessel und man kann das Volumen voll und ganz nutzen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    @jospr63

    Vielen Dank für deine Erläuterung, macht Sinn.
    Also ist es ratsam, doch die Speicher von Frischwasser (Wasserspeicher ~ 160L) und Pufferspeicher für Heizwärme (~ 500L) zu separieren.
    Werde es mir notieren.
    Danke :)
  • jospr63 Meister
    bearbeitet April 2017 Beiträge: 2,758
    Ja, in deinem Fall schon! Oder halt das Warmwasser über eine Frischwasserstation zu produzieren. Bei 11° DH sollte das kein Problem sein. Schau mal hier: ( link abgelaufen, 404)
    oder hier: https://www.heizungsdiscount24.de/regelungstechnik/technische-alternative-fristar2-l-frischwasserstation-montage-links-01fristar2-l.html

    Der ca. 500 Liter Pufferspeicher wird auf 60°C gehalten und wenn Warmwasser irgendwo gezapft wird, nimmt sich die Frischwasserstation die Wärme aus dem Puffer. Der Rest bleibt dann für die Heizung.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    @jospr63

    Danke Danke.
    Diesen Lösungsansatz kannte ich noch gar nicht.
    Sollte gerade in meinem Fall, wo der Platz nicht ganz so groß ist eine gute Idee sein.
    Ich werde mir jetzt erst mal mir 2-3 Angebote für die Heizung mit 2 getrennten Behältnissen (Warmwasser/Heizwärme) einholen.
    Dann die Preise vergleichen, und anschließend bei Zusage eines Handels diesen Aspekt noch mal ansprechen.
    Erst mal hoffen, dass die Variante mit 2 Puffern nicht zu teuer wird.
    Und ich Schuhe und Strümpfe verliere.

    ;)
  • bearbeitet January 2017 Beiträge: 10
    So habe ersten Heizungshandel im Ort besucht.
    Da hat man zu mir gesagt ich wäre verrückt, warum ich den Pufferspeicher bei dieser Heizung haben möchte. Er hätte schon einige dieser Kessel verbaut und alle ohne Pufferspeicher.
    Er sieht das mit dem Stromverbrauch durch die Startphasen anders als ich.
    Klasse... :-q
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Der kann das ja sehen wie immer er möchte. Ein Pufferspeicher kostet nicht viel Geld, aber Strom wird nicht mehr günstiger. Der wird immer teurer werden. Und selbst, wenn du nur 50% der Startvorgänge durch den Puffer abpassen kannst, macht sich dieser innerhalb von 2 bis 3 Jahren bezahlt.
    Schau mal! Alle Ölheizungen haben fast alle das gleiche Problem. Sie sind von der Leistung einfach viel zu groß. Nehmen wir mal an, du entscheidest dich für einen Kessel 2 stufig mit einer unteren Leistung auf der ersten Stufe von 12 KW. Darunter geht ja nichts bei Brennern mit den herkömmlichen Düsen. Welches Haus benötigt 12 KW? Kaum ein Haus braucht soviel Leistung. Auf ein Auto übertragen würde das bedeuten, du haust auf die Bremse, um die Geschwindigkeit zu regeln, bist aber weiterhin mit dem rechten Fuß auf Vollgas unterwegs. Ein Heizkessel schaltet irgendwann ab, startet aber neu, wenn die Temperatur sinkt. Das macht er ziemlich oft, da das Wasservolumen in den letzten Jahren im Kessel immer mehr gesunken ist. Dieses Verhalten nennt man dann Takten. Das kostet sehr viel Energie und geht auf das Material. Man kann das auch mit einem Kaltstart beim Auto vergleichen.
    Ergo bleibt nur eines übrig! Man speichert die überschüssige Energie in einen Puffer und entnimmt die gespeicherte Energie, wenn man sie benötigt.
    Ein Haus benötigt heutzutage noch runde 80 W/qm. Das ist allerdings eine Leistung, die man für Außentemperaturen von -12 bis -16°C zu Grunde legt. Was ist mit dem Rest des Jahres? Wir schreiben jetzt über vielleicht 2 Wochen im Jahr, an denen wir die volle Leistung abrufen würden und die restlichen 50 Wochen?
    Der Buderus hat einen Verdampfungsbrenner und kann zwar ein wenig modulieren, auch er geht nicht unter die 4,9 KW. Auch die werden in einem normalen Haus von einer Größe zwischen 100 bis 150 qm Fläche nur selten gebraucht. Wohin also mit der zuviel produzierten Leistung?
    Dein Heizungsbauer meint zwar, dass die Anlagen laufen, das machen sie ja auch, aber effektiv arbeiten sie nicht. Wenn ein Brenner mehr als 3 mal die Stunde startet, stimmt irgendwas nicht in dem Gesamtkonzept, soweit überhaupt eines erarbeitet worden ist.
    Es gibt auch ein gutes Sprichwort: Wer billig baut, zahlt am Ende doppelt!
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • SockoSocko Meister
    Beiträge: 635
    Da stimme ich Jospr ganz zu. Puffer ist absolut sinnvoll und erforderlich. Persömlich würde ich eben daher auch bei beim großen Speicher bleiben. In der "Übergangszeit" wird das Startverhalten ohne Speicher auch nicht besser.
  • bearbeitet April 2017 Beiträge: 10
    @jospr63

    Vielen Dank für die sehr ausführliche Beschreibung.
    Für mich steht definitiv fest, dass jede Heizung auf dem jetzigen Markt mit einem Speicher kombiniert werden sollte. Davon rücke ich nicht ab.
    Wie gesagt, ich werde mal die Angebote abwarten, und mit deren Vorschläge zurück kommen.

    Habe da sicher noch die eine oder andere Frage zum Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG).
    Wird ja oft mit 35L Größe zusammen mit der Heizung angeboten, manch einer passt dessen Größe an, ein anderer hat 2 MAGs im Einsatz. Was ist die richtige Vorgehensweise.
    Da blicke ich noch nicht so durch.

    @Socko

    Auch Dir kann ich nur Danke sagen.
    Das Thema ist für mich ja noch nicht beendet, so dass ich mich über jede Meinung sehr freue.
    Denn ich hasse es, wenn ich etwas anschaffe und das komplette Schicksal liegt in anderen Händen.
    So versuche ich als Laie wenigstens den Ball in die richtige Richtung zu lenken.
    Und dabei kann ich meine Kenntnis auf unbekanntem Terrain dank Euch verbessern.

    an alle

    Dickes DANKE

    :)
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Das Volumen eines Ausdehnungsgefäß richtet sich nur nach dem Gesamtwasservolumen einer Anlage. Als Faustformel nimmt man 10% des Anlagenvolumen. Bei 800 Litern wären das demnach 80 Liter Ausdehnung.
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