Gas-Kombi-Kesseltherme reparieren oder auf Brennwert-Technologie umsteigen?

1993 haben wir eine Junkers ZWR 24 2 ADE 21 eingebaut. Sie läuft seit diesem Zeitpunkt eigentlich störungsfrei und das sind mittlerweile 24 Jahre !!
Der Wärmeblock müsste jetzt ausgetauscht werden, da hier ein ganz feines Leck aus der Trinkwasserleitung in den Heikreislauf erkannt wurde.
Lohnt sich diese Reparatur (ca 1000 €) oder sollten wir direkt in eine neue Therme investieren und wenn ja welche?
Die Brennwertthermen hören sich ja gut an (Energieeffizienz usw...) sind aber definitiv wartungsintensiver als unsere Therme, die robust all die Jahre überstanden hat. Hier wird denke ich durch die regelmäßigen jährlichen Wartungsarbeiten ganz schnell die Ersparnis im Gasverbrauch aufgefressen.
Bei den Brennwertthermen muss man auch darauf achten, das der Wärmeblock aus Edelstahl ist, da sonst eine frühzeitige Reparatur ansteht. Auch die Kondensatabführung ist nicht ganz problemlos.
Wir müssen uns jetzt kurzfristig entscheiden ob Reparatur oder neu und wenn neu, dann was....
Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen dazu ?

Kommentare

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Wartungsintensiver eher nicht, aber die Teile halten halt nicht mehr solang. Es ist eigentlich auch egal ob Alusillit oder VA ........ der Teufel liegt in anderen Details. Die erhoffte, aber ganz selten erreichte Ersparnis wird natürlich komplett aufgefressen. Das kann ich ruhigen Gewissens bestätigen. Eher sollte man noch ein klein wenig oben rauf packen.
    Für den Fall du planst einen Umbau. Es gibt kein Problem mit dem Kondensat. Dafür gibt es Pumpen und wenn es sein muss, kann man das auch zum Mond pumpen.

    Wenn du mit dem Gasverbrauch leben kannst, dann lasse das Teil besser reparieren. Wenn es irgendwie geht, würde ich noch ein paar Jahre warten, bis sich die Hersteller endlich mal ein wenig wieder in Richtung akzeptabler Qualität bewegen.

    Weiterhin sollte man zuvor prüfen, ob es überhaupt Sinn macht auf Brennwert umzusteigen. Brennwert lohnt sich nur bei sehr niedrigen Temperaturen im Vorlauf. Je niedriger - je besser ist die Ausbeute. Eine Einrohrheizung ist da nicht unbedingt förderlich.

    Aus meiner gemachten Erfahrung kann ich sagen, dass viele Betreiber Probleme mit der Umstellung haben. Früher wurde das haus verlassen und die Ventile an den Heizkörper geschlossen. Sie kamen zurück und alles wurde aufgerissen und es wurde schnell warm, weil die Anlage immer die schönen 70 und mehr ° in die Anlage gehämmert hat. Damit ist es dann vorbei oder auch nicht. Wenn nicht, dann hab ich auch keinerlei Ersparnis. Alles was über die 60°C geht, ist nichts für eine Brennwertanlage. Nur die Leute zum Umdenken zubewegen ist nicht einfach. Das fundamentale Denken die Ventile abzudrehen, wenn man das haus verläßt ist so fest in den Köpfen verankert, dass es wenig Sinn macht irgendwie dagegen zu reden. Ich hab es auch jahrelang versucht und heute stellt man alles so ein, dass die Leute zufrieden sind.
    Die meisten Betreiber stehen sich ihrer Ersparnis selbst im Weg. Ich kann nicht wissen in welcher Altersgruppe du bist, aber prüfe dein Verhalten in Bezug auf Heizen vor einem eventuellen Austausch des Kessel.

    In diesem Sinne einen schönen Restsonntag noch
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 3
    Danke für die erste schnelle Antwort. Heute habe ich die nächsten 2 Angebote reinbekommen und diese sind noch viel teurer als das erste....
    Mir qualmt ein wenig der Kopf... Am Wochenende haben wir angedacht die Junkers in "neu" einzubauen, gibt es auch, aber eine Rechtsvorschrift von Okt 2015 verbietet den Einbau im EFH. Nur in Mehrfamilienhäusern, wo alles durch einen Schornstein geht, sind diese alten robusten Kombi Heizthermen evtl noch erlaubt. Das heißt wenn neu dann nur noch Brennwert-Technik..!
    Das bringt uns eher dahin, die "alte" zu reparieren und noch hoffentlich ein paar Jahre zu warten, aber ist das wirklich sinnvoll?
    Im ersten Moment auf jeden Fall kostensparend. Ist der Wärmetauscher in so einer alten Anlage das anfälligste Bauteil, dann lohnt sich eine Reparatur allemal. Wir fahren auch alte zuverlässige Autos und stecken "immer" noch ein paar hundert Euro rein, aber sie fahren und sind auch 25 Jahre alt.....
    Ich kaufe mir doch kein neues Auto nur weil da irgendwas kaputt gegangen ist...
    Bin ich auf dem Holzweg, wenn ich die alte Therme repariere und mir noch im besten Falle ein paar Jahre raushole, bevor wir dann letztendlich doch eine neue einbauen müssen?
    5-7 Tsd Euro sind ein Wort und stehen hier etwa 1 Tsd Euro gegenüber....
  • Beiträge: 3
    Zum Heizverhalten unsererseits ist zu sagen: Wir haben alles einmal eingestellt, Thermostate an den Heizungen und Steuerungsmodul mit Innenfühler, seither wird da garnicht mehr viel dran rumgefummelt. Wenn überhaupt ändere ich die Temperatur am Steuergerät minimal und damit fahren wir gut. Zusätzlich gibt es einen Kaminofen, der die Räumlichkeiten so erwärmt, das die Heizung garnicht erst anspringt.
    Beste Grüße
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Eines guten Tages ist immer mal etwas Neues angesagt. Man sollte immer den Knickpunkt im Auge behalten und sich selbst durchrechnen, wann es sich einfach nicht mehr lohnt altes zu reparieren oder neues zu erwerben.
    Bei deinem Gerät kann nicht soviel kaputt gehen. Wärmetauscher ist schon so ziemlich das teuerste. Irgendwann wird es allerdings keine Ersatzteile mehr geben. Gerade die Platinen werden wohl zuerst in der Produktion eingestellt werden. Dann sollte man in meinen Augen darüber ernsthaft nachdenken ein neues Gerät zu kaufen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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