Heizen in der Übergangszeit

ThorbenThorben Administrator
bearbeitet August 2011 in Energie Ecke
Die Temperaturen bewegen sich inzwischen wieder zuverlässig im Plusbereich. Es stellt sich die klassische Frage in der Übergangszeit: wann schaltet ihr eure Heizungen ab - wenn überhaupt? Wovon macht ihr eure Entscheidung abhängig? Gibt es Faktoren, die ihr dabei einbezieht - Dämmung, Lage des Hauses, wie groß ist euer Haus und welche Heizung verwendet ihr?

Da ich den Thread aufgemacht habe, fange ich wohl an :-).
Habe selbst derzeit eine Wohnung um die 70qm - derzeit Fernwärme und seit einer Woche alle Thermostate auf Null. Inwiefern sich das finanziell niederschlägt, muss ich noch absehen, da ich relativ neu eingezogen bin und noch sehen muss, wie sich der Wärmebedarf wirklich darstellt. Insofern kann ich leider keine Vergleichswerte liefern.

Jedenfalls so ab 10-12 Grad schalte ich die Heizung meistens aus. Und bis Oktober bleibt das wohl auch so. Es gibt im Zweifelsfall ja noch den guten alten Pulli ;-).

Wie handlet ihr die Übergangszeit heiztechnisch?





P.S. Danke an Diethelm für die Idee zu diesem Thread!
Administrator & Online-Redakteur
Heizungsfinder.de

Kommentare

  • Macintosh Geselle
    bearbeitet April 2011 Beiträge: 98
    Die Steuerung der Elektroheizungen begibt sich in den Sommerbetrieb, will heißen, es wird
    alles auf konstant 18 Grad gehalten.

    Schließlich gibt es ja auch noch Kälte-Einbrüche, wie Schafskälte oder kalte Sophie....

    So ist man gegen üble Überraschungen gefeit.....:-)

    Herzliche Grüße

    Macintosh
  • diethelm Meister
    bearbeitet April 2011 Beiträge: 227
    hallo thorben,
    hallo ihr anderen,
    hab mir ne scheune ,oben unterm dach,ausgebaut,210 qm,mit großer verglaster veranda nach südost,und auch sonst viel dachfenster.Gedäömmt wurde das dach mit 030er 25 cm dämmwolle,plus 3 cm sparrendämmung.Der Fussboden 25 cm 30er dämmwolle,Spanplatten,danach zementplatten 20 mm,FB heizung in 20 mm Styropur in Alublechen,Fliesen.Im winter wirken die Fenster/Veranda wie ein ofen,im sommer aber auch.Ich schalte daher generell ab 1.4.ab,wie thorben schon sagt,gibt ja auch noch den guten pulli.Die letzten tage wars aber schön kalt,weil: auch keine sonne,da hatten wir schonmal 15 °.Geheizt wird ansonsten mit FB heizung,WP,300 l speicher.Im herbst wird solange wie möglich die sonne ausgenutzt.Heute morgen hatten wir 16°,jetzt nach drei std. 19°.
  • bearbeitet April 2011 Beiträge: 0
    Nette Idee! Also ich hab meine Heizung noch an (nicht hauen!).... ist mir morgens einfach zu kalt beim Duschen :-D . Da geh ich ja kaputt!
  • ThorbenThorben Administrator
    bearbeitet April 2011 Beiträge: 867
    Hier sinds 22 Grad... da geht man ja kaputt wenn man sie ANlässt ;-).
    Administrator & Online-Redakteur
    Heizungsfinder.de
  • bearbeitet April 2011 Beiträge: 0
    Schafskälte kenne ich ja... aber was ist denn kalte Sophie?

    Also bei mir bollerts noch... vor allem nachts noch zu kühl für meinen zarten Geschmack .)
  • BruttoSpencer Geselle
    bearbeitet April 2011 Beiträge: 40
    Tja. Also ich hab so 140 Quadratmeter, Gasbrennwert, ganz neu. Wollte eigentlich noch eine Solarthermieanlage, aber dafür hat das Geld nicht mehr gereicht. Ich schalte meist so ab Mai ab und so im September mach ich sie wieder an. Fragen mich immer alle, ob ich verrückt wäre, die Heizung so früh wieder anzumachen. Kommt mir selbst nicht zu früh vor. Kenne genug Leute, die haben die Heizung ganzjährig an (und wundern sich dann über die Abrechnung).
  • bearbeitet April 2011 Beiträge: 0
    Abgesehen von wirklich kaltem Frühjahr / Herbst kann der große Kessel aus bleiben, läuft alles über unseren Holzofen :-) .
  • bearbeitet May 2011 Beiträge: 0
    Also da muss ich zugeben - bei mir läufts eigentlich bis auf Juli/August durch. Ok ist die Warmwasserbereitung halt mir dran, wäre doof ohne ;-)
  • bearbeitet August 2011 Beiträge: 0
    Wenn man sich den aktuellen Sommer so anschaut kann man eigentlich auch von einer durchgängigen Heizperiode ausgehen :biggrin: . War da nicht mal was mit Klimaerwärmung?
  • Also ich fange bald wieder an mit dem Heizen, mir ist jetzt schon kalt, obwohl wir hier noch schöne sonnige Septembertage haben
  • bearbeitet October 2016 Beiträge: 10
    Wir haben erst vor drei Wochen die Heizung angemacht, als die Außentemperaturen nachts bei 4 Grad waren. Bis Juli/August durchzuheizen erschließt sich mir nicht, man muss ja zu Hause nicht im T-Shirt rumlaufen... Wie hoch sind denn eure Heizkosten, wenn ich fragen darf?
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Wenn ich in meinem Haus nicht mehr so rumlaufen kann, wie ich das möchte, werde ich es verkaufen.....ganz sicher verkaufen.
    Ich hab es gerne warm, was in Zahlen ausgedrückt 24°C bedeutet. Mein Haus ist mir heilig und darin bewege ich mich, wie ich das möchte und so, wie ich mich wohlfühle.
    Meine Heizkosten bewegen sich bei runden 1200 - 1400 €/Jahr, wobei wir rund 100 qm bewohnen und zwei Mietwohnungen mit je 50 qm auch noch mit der Summe beheizt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass hier im Haus fast alle im Schichtdienst arbeiten. Das bedeutet rund um die Uhr Wärme zur Verfügung zu stellen.

    Persönlich möchte ich mal anmerken, dass es keinen Sinn macht auf Komfort zu verzichten, um damit ein paar Euronen im Jahr einzusparen. Das verhält sich wie mit den Leuten, die in ihren Spülkästen Steine reinlegen, um ein paar Liter Wasser einzusparen, aber die anschließende Verstopfung und deren Beseitigung mit einigen hundert Euronen bezahlen.
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • Beiträge: 10
    Hallo jospr,
    ich wollte damit niemanden angreifen und natürlich kommt es auch immer auf die individuelle Wohnsituation an. Im Grunde kann das jeder so machen, wie er möchte.

    Wir persönlich sparen allerdings durchaus mehr als ein paar Euronen damit, dass wir die Heizung nicht durchgängig laufen lassen. Außerdem finde ich, dass man sich in Punkto Nachhaltigkeit bewusst sein sollte, dass viel Energie auf Kosten der Umwelt flöten geht. Da spielen natürlich noch andere Dinge mit rein, wie Dämmung, Dichtungen etc.

    LG, Claudia
  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Ich hab es auch nicht als Angriff gewertet. Es ist einfach so, wie es ist und jeder muss sich in seinen 4 Wänden wohlfühlen, was du ja auch bereits geschrieben hast.

    Wenn du in einer Mietwohnung lebst und ohnehin mit min. 50% an den Heizkosten beteiligt bist, ob du heizt oder nicht, macht es wenig Sinn auf 100 Euronen Mehrkosten zu pochen, die man eventuell einspart. In meinem Bekanntenkreis habe ich auch so einen Experten, der überhaupt nicht heizt und sich jedes Jahr über seinen Heizkosten aufregt. nur sind bei dem sämtliche Erklärungsversuche sinn und zwecklos.
    Das Thema Nachhaltigkeit ist ein Thema für sich. Ich heize zu fast 100% mit Holz und der Sonne. Wobei die Sonnenenergie vielleicht mit 10% der Gesamtkosten zum Tragen kommt. Meinen Beitrag habe ich für die Umwelt geleistet. Naja...beim Haus jedenfalls, von meinem Auto bin ich noch nicht so überzeugt davon.
    Mit Thema Dämmung bin ich mittlerweile sehr vorsichtig geworden. Die gesamten staatlich geförderten Verkürzungen des eigenen Lebens sollte man sich sehr sehr gut durch den Kopf gehen lassen. Wärmerückgewinnung klingt erstmal sehr gut, aber wer kümmert sich darum? Niemand und nach nur wenigen Jahren ist es vorbei mit dem Raumklima. Mit der Dämmung verhält es sich auch nicht anders. Entweder ist die Fassade schnell entflammbar oder der Schimmel erhält schnell Einzug im Haus, im schlimmsten Fall halt beides. Weiterhin sind die Ausgasungen der modernen Bauchemie auch ein richtiges Problem.
    Ich selbst möchte in keinen neu gebauten Haus leben wollen. Ich fühle mich auch nicht wohl darin. Die Luft ist trocken, das ständige Geräusch von irgendeinem Gebläse nervt mich persönlich sehr und wie schon weiter oben geschrieben, gibt es irgendwann gesundheitliche Probleme durch Keimbildung in den Lüftungskanälen.
    Nachhaltigkeit gegenüber der Natur kann man auch anders ausüben. Beim Licht zum Bespiel, der Gefriertruhe, dem Kühlschrank, der Heizungspumpen, Auto ect.! Diese Liste kann man wirklich endlos fortführen. Aber frieren in der Wohnung kommt für mich niemals in Frage. ;-)
    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
  • bearbeitet November 2016 Beiträge: 10
    Dann bin ich ja beruhigt. Und bei dem, was du erzählst, habe ich auch keine Zweifel, dass du nachhaltig denkst und handelst. Da gehört selbstverständlich noch viel mehr dazu als beim Heizen zu sparen.

    Deine skeptische Sicht beim Thema Dämmungen beruht wohl auf schlechten Erfahrungen oder reden wir da aneinander vorbei? Kommt natürlich auf die Montage an. Wenn das schlecht gemacht wird, kann natürlich schnell Schimmel entstehen. Ich meinte auch weniger die Fassadendämmung, sondern die der Fenster und Türen.

    Wir haben uns den Rat von einem Energieberater eingeholt und im Rahmen der Fassadensanierung die alten doppelverglasten Fenster gegen welche mit metallisch beschichteten Scheiben ausgetauscht, deren Zwischenraum zudem mit Edelgas gefüllt ist. Soll laut Monteur momentan das beste auf dem Markt sein.

    Sowohl der Uf- als auch der Ug-Wert sind seitdem um einiges niedriger, was sich auch an der wohligen Wärme in den Räumen bemerkbar macht :)
  • Beiträge: 67
    Hallo,

    wie jospr63 anspricht, kommt es immer auf die individuelle Situation an, welche Maßnahmen und welche Eingriffe durch den Nutzer Sinn machen. Ob dies nun Dämmung, neue Anlagentechnik oder Assistenzsysteme für den Nutzer sind, hängt von der Ausgangssituation ab und welche Ziele erreicht werden sollen und welche Mittel dafür zur Verfügung stehen.
    In meinen Augen ist wichtig dass die Technik zum Gebäude und Nutzerverhalten passt und effizient betrieben wird. Ob nun jemand sehr hohe Raumtemperaturen haben möchte oder nicht, unnötige Verluste durch ineffiziente oder falsch eingestellte Anlagentechnik sollten immer vermieden werden.

    Beste Grüße, Erik von moderne.heizung
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