Hydraulik soll geändert werden


[img]https://s14-eu5.startpage.com/cgi-bin/serveimage?url=https://i.ytimg.com/vi/kWUuubgAV-w/maxresdefault.jpg&sp=d7d3ffee17d27862fc24c1c03e1792f8[/img]

Hallo Holzheizer,

meine Hydraulik ist fast die gleiche wie auf dem Bild im o.g. Link. Zum besseren Verständnis kann man sich auch auf youtube ein Video ansehen. https://youtube.com/watch?v=kWUuubgAV-w
Grundsätzlich bin ich mit der Hydraulik zufrieden, außer, daß man dafür eine sehr teure Steuerung benötigt, die ich nicht kaufen möchte. Im Moment ist es so, daß, nachdem der Kessel 60° erreicht hat, das HEizungswasser in den Heizkreis geht. Nachdem 75° erreicht sind, geht ein Teil in den Puffer, ein Teil in den Heizkreis, je nach Förderleistung der Heizkreispumpe und Ladepumpe. Sinkt die Kesseltemperatur unter 75°, leitet der Mischer das gesamte Wasser in den Heizkreis, schließt also den Mischer, bis die Rücklaufanhebung ab 60° nichts mehr durchläßt.
Die Schwierigkeit für mich besteht nun darin, daß ich ohne eine teure Steuerung den Mischer mit 2 Billigreglern regle. Regler 1 öffnet den Mischer am Puffer, wenn die Temperatur 75° erreicht hat und schließt ihn bei Temperaturen darunter. Regler 2 öffnet den Mischer, wenn die Vorlauftemperatur für den Heizkreis den voreingestellten Wert unterschritten hat (je nach Außentemeratur). Ich habe somit 2 unterschiedliche Öffnungsparameter, einmal beim Laden des Puffers, wenn eine bestimmte Temperatur überschritten wird. Dann
genau entgegengesetzt, wenn der Puffer entladen wird, eine bestimmte Temperatur unterschritten wird.
Ich habe mich für diese Hydraulik entschieden, da hierbei auch die Wärme genutzt wird, wenn der Puffer nicht beladen wird. Also beim Anheizen zwischen 60 und 75°. Und wenn der Kessel ausgebrannt ist zwischen 75 und 60°.
Ich benötige nun also Hinweise zur Änderung der Hydraulik, wobei die Änderung folgende sein sollte.
Die Ansteuerung des Mischers erfolgt nur noch von einer Steuerung. Die Nutzung der Restwärme und Wärme beim Anheizen bevor der Puffer geladen wird bleibt erhalten.
Vielen Dank für die Anregungen, am besten mit Skizze.

Kommentare

  • jospr63 Meister
    Beiträge: 2,758
    Hm...das ist schon eine sehr merkwürdige Art einen Holzkessel zu betreiben. Das System halte ich für sehr umständlich und auch teuer.
    Fassen wir einmal zusammen: Die Rücklaufanhebung brauche ich immer bei einem Holzkessel. Dafür geht ein Mischer drauf, der die Rücklauftemperatur bei rund 65°C hält. Natürlich geht dafür auch eine Pumpe drauf.
    Was der Kessel nicht benötigt, wandert entweder direkt in den Heizkreis oder wird in den Puffer geschoben. Dort wird es wieder entnommen, wenn die Kesseltemperatur soweit abgesackt ist, dass die erforderliche Rücklauftemperatur nicht mehr erreicht werden kann und der Mischer für die Rücklaufanhebung zum Heizkreis komplett geschlossen ist.
    Dann benötige ich einen Mischer für den Heizkreis oder auch mehr, je nachdem wie viele Heizkreise ich versorgen muss. Jewals wieder mit einer Pumpe ausgestattet.
    Mehr benötigt man wirklich nicht. Du hingegen brauchst von Haus aus schon einen Mischer mehr. Warum? Das erschließt sich mir nicht.

    Alternativ kann man anstatt eines Mischer auch mit einem Thermovar arbeiten, wobei dann der Mischer für die Rücklaufanhebung auch noch wegfallen würde.

    Wie auch immer! Um Warmwasser, bis zu 2 Mischerkreise für die Heizkreise und die Rücklaufanhebung steuern zu können, benötigt man exakt eine einzige Regelung. Empfehlen kann ich die Technische Alternative UVR 1611. Die habe ich selbst am Laufen im Netzwerk und das seit knapp 10 Jahren.

    Kurz noch einmal zur Hydraulik und dem Viessmannfilmchen. In meinen Augen ist dort ein Fehler. Dieser begründet sich aus der Tatsache, dass die Pumpe der Rücklaufanhebung mit in den Heizkreis und auch in den Ladekreis für die Warmwasseraufbereitung unkontrolliert drücken kann. Das bedeutet ohne zusätzliche gesteuerte Absperrung würde das Warmwasser unkontrolliert mit aufgeheizt werden und zusätzlich wird der Mischer vom Heizkreis überschoben. Das wiederum bedeutet, dass ständig heißes Heizungswasser gegen den Mischer gedrückt wird. Dadurch kann ein Pendeln des Mischers entstehen, der dann ständig auf und zufahren wird. Man bekommt nur sehr schwer eine konstante Temperatur in den Vorlauf der Heizung.
    Den Mischer und auch das Absperrventil für den Warmwasserkreislauf kann man sich sparen.
    Man sollte sich auch immer vor Augen führen: Je mehr dran ist, je mehr geht auch kaputt!

    Zu meiner Anlage: Die wird gesteuert durch 2 TA Regelungen UVR 1611.
    Angeschlossen sind.
    1 Holzvergaserkessel
    3 gemischte Heizkreise mit 3 Umwälzpumpen
    1 Rücklaufanhebung mit Mischer und Pumpe
    1 Boilerladekreis für Warmwasser
    1 Solaranlage
    1 Mischventil zur Umschaltung der Solaranlage von Boiler auf die Pufferspeicher und Pumpe.
    1 Ölkessel mit Pumpe und automatischer Absperrung
    1 Stellventil zur Umschaltung, wenn Puffer 1 mit Wärme gefüllt ist, um dann Puffer 2 bis 4 laden zu
    können
    3 Fernbedienungen für jede Wohnung.

    Zusätzlich ist die Anlage über PC und Handy zu erreichen.

    Das mit der Restwärme vom Holzkessel ist immer so ein Problemchen. Man hat diese Verluste, klar, aber die wiegen nicht soviel. Man überschätzt das sehr schnell. Bei mir schaltet sich die Pumpe der Rücklaufanhebung erst bei 72°C Kesseltemperatur ein. Die Rücklauftemperatur ist bei konstant 65°C. Darunter sollte man eigentlich auch nicht gehen. Schwitzwasser richtet viel Schaden an. Daher lieber auf 65°C gehen. Dann benötigt der Holzkessel auch eine Zeit, bis der Brand optimal in Gang ist und wenn 65°C erreicht worden sind, ist eh nichts mehr im Kessel drin. Der gast halt nur noch den Rest weg, damit sich keine Schwelgase bilden können.

    Wer sich selbst eine Heizung baut, baut nie wieder eine!W
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