Kfw Heizungsmodernisierung mit Zuschüssen & Darlehen

Wenn Sie ihren Bestandsbau energetisch sanieren, kommt für die Heizungsmodernisierung oder andere Maßnahmen vor allem das Programmpaket "Energieeffizient Sanieren" der KfW-Bankengruppe in Betracht. Hier erhalten Sie entweder zinsgünstige Kredite für die großflächige Sanierung eines Altbaus oder für Einzelmaßnahmen (wie den Heizungstausch) oder über ein weiteres Programm auch Zuschüsse für eine energetische Sanierung.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenGasheizungFörderungKfW-Förderung

KfW Heizungsmodernisierung - Zuschüsse & Darlehen für die Sanierung

Reine Förderung des Heizungs­tausches: Wenn Sie nur ihre Heizung austauschen möchten, ist wahrscheinlich das Programm 152 "Energieeffizient Sanieren - Einzel­maßnahmen" das Richtige für Sie.

Mit Bezug auf die Heizung werden Maßnahmen wie der Austausch eines alten Heizkessels, der Einbau einer neuen Anlage, Verlegung einer Fußbodenheizung, der Einbau einer zusätzlichen Solarthermieanlage oder einer neuen Umwälzpumpe gefördert.

Sie können alternativ auch Maßnahmen wie Wärmedämmung, den Austausch von Fenstern und Türen oder den Einbau einer Lüftungsanlage fördern lassen.

Im Rahmen dieses Programms erhalten Sie einen Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Für das Einzelmaßnahmenprogramm muss der Bauantrag des Gebäudes vor dem 01. Januar 1995 gestellt worden sein. Diese Art der KfW Heizungsmodernisierung ist allerdings nicht mit dem Programm 430 oder Fördermitteln des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - zum Beispiel dem Kesseltauschbonus - kombinierbar.

Wenn Sie mit ihren Einzelmaßnahmen den Status eines Effizienzhaus erreichen, empfiehlt die KfW, stattdessen das Programm 151 "Energieeffizient Sanieren - KfW Effizienzhaus" in Anspruch zu nehmen, da es in diesem Fall spezielle Tilgungszuschüsse gibt (siehe weiter unten).

Einzelmaßnahmen & Sanierung per Zuschuss fördern lassen: Programm 430

Wenn Sie ein Ein- oder Zweifamilienhaus mit maximal 2 Wohneinheiten besitzen oder ein neu saniertes Ein- oder Zweifamilienhaus erwerben, kommt das Programm "Energieeffizient Sanieren - 430 - Investitionszuschuss" für die KfW Heizungsmodernisierung und andere Maßnahmen in Betracht. Hier erhalten Sie bis zu 15.000 Euro Zuschuss entweder für Einzelmaßnahmen (siehe oben) oder für das Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards.

  • Bei Einzelmaßnahmen erhalten Sie einen Zuschuss von 7,5 Prozent der förderwürdigen Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 3.750 Euro pro Wohneinheit.
  • Bei Erreichen des Effizienzhausstandards steigen die Zuschüsse mit dem jeweilig erreichten Effizienzniveau - bei einem Effizienzhaus 115 gibt es beispielsweise bis zu 10% der Kosten und einen Maximalbetrag von 7.500 Euro pro Wohneinheit.
  • Erreicht man den Effizienzhaus 55-Standard gibt es den obigen Maximalbetrag von 20% der förderfähigen Kosten mit bis zu 15.000 Euro.

Das Programm 430 ist nicht mit dem Programm 152 / 151 kombinierbar (Kreditvarianten).

Komplettsanierung eines Altbaus: Programm 151

Auch bei diesem Programm werden alle förderfähigen Maßnahmen aus den obigen Beispielen erfasst. Hier erhalten Sie allerdings bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit. Auch hier müssen Sie nachweislich den Standard eines KfW-Effizienzhauses durch die Heizungsmodernisierung und andere Maßnahmen erreichen. Der Unterschied zum Programm 152 besteht in der höheren Fördersumme und der Möglichkeit, Tilgungszuschüsse zu erhalten. Dies Programm bietet sich besonders an, wenn Sie neben einer Heizungsmodernisierung noch weitere energetische Schwachstellen in ihrem Gebäude beheben möchten.

Fachbetriebe für Heiztechnik unterstützen Sie bei ihrer Heizungsmodernisierung und beraten Sie auch zu Fördermitteln. Fragen Sie auch bei ihrer Hausbank an, Sie hilft ihnen zuverlässig weiter.


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Gasheizung

Berechnung von notwendigen kW im Verhältnis zur Wohnfläche

Wieviel kW sollte meine Heizung haben? Meine Wohnfläche beträgt ca 240 qm. Gibt es eine Faustformel, mit der man die notwendigen kW ins Verhältnis zur Wohnfläche setzen kann?
Antwort von Anlagensanierung Georgi

Der Heizbedarf sollte in einer Wärmebedarfsberechnung ermittelt werden - für die Inanspruchnahme von Fördermitteln sogar notwendig. Die Angaben KW/m² wird zwar auch benutzt - es sind aber nur sehr ungenaue Schätzwerte. Man benötigt dazu die Verbrauchswerte oder die Richtwerte der Wärmeschutzverordnung oder Energieeinsparverordnung nach Baujahr - wenn es so gebaut wurde? Das ist z. B. bei einem älteren Haus sehr gewagt.

MfG Gunter Georgi

Gaskombitherme austauschen: Einbau einer neuen Heizwerttherme möglich?

Ich stehe vor dem Austausch meiner Gaskombitherme Junkers zwr 18 - 1 ke. Sie ist etwas über 30 Jahre alt. Muss ich nun eine Brennwerttherme einbauen (nach aktueller Gesetzeslage) oder kann ich wieder eine Heizwerttherme (Kombigerät) wählen? Ich persönlich würde gerne wieder eine Heizwerttherme einbauen, am besten wieder Junkers. Die Wohnung ist 74 Quadratmeter groß.
Antwort von Ingenieurbüro für effiziente Energieanwendung

Seit dem 26. September 2015 ist die Neuinstallation von Heizwertgeräten im gesamten EU-Gebiet verboten. Es gibt Ausnahmen, die die Fälle der Mehrfachbelegung von Schornsteinanlagen atmosphärischer Geräte betreffen.
Der Ersatz von alten Heizwertgeräten bedarf einer Anpassung des vorhandenen Abgassystems und einer Anlage zur Abfuhr des anfallenden Kondensates aus der Brennwerttechnik. Denn nur Brennwertgeräte sind dann als Neuinstallation zulässig. Der Austausch von Bauteilen an Heizwertgeräten ist so lange möglich, wie die Herstellerindustrie diese Bauteile nachliefert.
Es ist immer sinnvoll, die Meinung des zuständigen Schornsteinfegers einzuholen. Er nimmt die Anlage sowieso ab.
Hinweis: 1. Bei Weiterbetrieb von Heizwertanlagen ist der Einsatz von Hocheffizienzpumpen sinnvoll.
2. Einsparungen durch neue Brennwerttechnik ist immer auch von der nachgeschalteten Wärmeverteilung im Gebäude
abhängig, d.h. von der erforderlichen Vorlauftemperatur.
3. Der Ersatz von Wärmeerzeugern macht einen hydraulischen Abgleich der thermostatischen Heizkörperventile
erforderlich, besonders wenn Fördermittel generiert werden sollen.

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

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