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Gasheizung: die Gaspreis Entwicklung

Erdgas wird, wie Heizöl und Strom auch, stetig teurer. Es bleibt deshalb meist nur die Wahl zwischen dem günstigsten Gasanbieter und dem Sanieren des Heizsystems - oder der Umstieg auf einen anderen Brennstoff. Stabilere Preise versprechen regenerative Heizsysteme, die mit Brennstoffen aus der Region heizen oder Umweltwärme nutzen. Die Gaspreisentwicklung 2014 im Überblick.
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Gaspreisentwicklung 2014 im Überblick

1998 wurde der bundesdeutsche Energiemarkt für den freien Wettbewerb geöffnet. Zu dieser Zeit  bestand große Hoff­nung auf sinkende Gaspreise. Dieses Ziel einer vorteilhafteren Gaspreisentwicklung wurde nur kurz­fristig erreicht. Die Gaspreise fielen auf­grund des beginnenden Wettbewerbs in den Jahren 1998 und 1999. Doch seit dem Jahr 2000 steigen diese fast kontinu­ierlich an.

Zu beachten ist auch, dass der Erdgaspreis an den Ölpreis gebunden ist. Der Preis für Heizöl ist in derselben Zeit sogar etwa um das 3-fache gestiegen. In den nächsten Jahren ist weiterhin mit einem Anstieg der Gaspreise bei Gasheizungen zu rechnen, wenngleich die Gaspreisentwicklung in den letzten Jahren relativ stabil verlief.

Gaspreisentwicklung bis 2014 Gaspreis Entwicklung (gelbe Linie) im Vergleich zu Öl und Pellets, Quelle für beide Grafiken: C.A.R.M.E.N. e.V.

 

Gaspreisentwicklung bis 2014 im Vergleich

 

Obige Angaben sind natürlich nicht absolut - die Gaspreisentwicklung hängt immer auch von der eigenen Region und den dort tätigen Gasanbietern ab. Zum Vergleich: der Verivox-Verbraucherpreisindex für Gas liegt 2014 bei 6,52 Cent pro Kilowattstunde (2013: 6,57 Cent pro kWh).

Prognose der Gaspreisentwicklung nur schwer möglich

Eine genaue Prognose, wie sich die Gaspreise weiter entwickeln werden, ist nur schwer möglich. Denn Erdgas wird nicht größtenteils in Deutschland gewonnen, sondern importiert. Bezugsländer sind hauptsächlich Russland, Norwegen, die Niederlande und auch Algerien. Die Preisgestaltung beim Erdgas ist deshalb von vielen äußeren Faktoren des Weltmarktes abhängig, die der hiesige Markt selbst nicht beeinflussen kann. Billiger wird es höchstwahrscheinlich jedoch langfristig nicht werden, auch wenn es zwischendurch vielleicht zu einigen kurzen preiswerteren Phasen kommen sollte.

Eine Möglichkeit für Verbraucher, die Gaspreisentwicklung abzufedern, besteht darin, durch einen Vergleich verschiedener Gasanbieter den regional günstigen Tarif zu finden. Oft kann man selbst bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh mehr als 100 Euro pro Jahr sparen.

Wie man sich von der Gaspreisentwicklung unabhängiger macht

Heizen unabhängig von der Gaspreisentwicklung wird zum Beispiel dann möglich, wenn man auf einen anderen Brennstoff umsteigt. Die Preise für Holzpellets liegen unter dem Kilowattstundenpreis für Erdgas. Allerdings sind Pelletheizungen in der Anschaffung wiederum teurer als Gasheizungen, so dass der Fachmann vor Ort genau gegenrechnen sollte.

Mit einer Wärmepumpe nutzen Sie die Umweltwärme ihrer häuslichen Umgebung. Mit einem geringen Anteil an Strom, der in Deutschland erzeugt wird, können Eigenheime so umweltfreundlich und unabhängig von der weiteren Gaspreis Entwicklung beheizt werden.  

Im Neubau gesetzlich bedingt sehr verbreitet, aber auch im Altbau eine effektive Möglichkeit, sich von der Gaspreisentwicklung ein wenig abzukoppeln, ist die Solarthermie. Die Kombination von Gasheizung und Solarthermie kann den Energieverbrauch bei guter Planung nachhaltig senken. Für das Erneuern einer Gasheizung in Kombination mit einer Solaranlage erhalten Sie übrigens auch Fördergelder durch das BAFA.

Die individuelle Situation vor Ort sollten Fachbetriebe für Heizsysteme genauer beurteilen.

 

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de