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    Photovoltaik mit Wärmepumpe kombinieren

    Wenn Sie bereits eine Photovoltaik Anlage besitzen kann es Sinn machen, über eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe nachzudenken. Die Wärmepumpe ist ein zusätzlicher Stromabnehmer im Haushalt, der dazu beiträgt, mehr erzeugten Solarstrom selbst zu verbrauchen. Photovoltaik und Wärmepumpe zu kombinieren ist deshalb vor allem für Anlagenbetreiber interessant, die noch Einspeisevergütung für selbst verbrauchten Strom bekommen.
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    Photovoltaik und Wärmepumpe: eine Wärmepumpe zu PV hinzukaufen

    [Vorbemerkung: wenn Sie eine Wärmepumpe besitzen und über den Kauf einer Photovoltaik Anlage nachdenken finden Sie hier weitere Informationen.]

    Photovoltaik Anlagen refinanzieren sich über die Einspeisevergütung. War es vor einigen Jahren noch sinnvoll, nahezu den gesamten Strom ins Netz einzuspeisen und den Haushaltsstrom wieder aus dem Netz zu beziehen weil mehr Einspeisevergütung pro Kilowattstunde gezahlt wurde als was diese beim Energieversorger gekostet hat, haben sich die Vorzeichen heute geändert. Für eingespeisten PV-Strom erhalten Anlagenbetreiber weniger Geld, als was eine Kilowattstunde Haushaltsstrom beim Energieversorger kostet.

    Deshalb ist es heute sinnvoller, den eigenen Strombedarf so weit wie möglich mit der Photovoltaik Anlage zu decken, möglichst viel selbst produzierten Strom zu verbrauchen und so wenig wie möglich Strom aus dem Netz zu beziehen. Für Photovoltaik Anlagen, die noch Geld für selbst verbrauchten Strom bekommen, ist dieser Anreiz besonders hoch - und damit auch Photovoltaik mit Wärmepumpe zu verbinden.

    Wenn Sie noch Einspeisevergütung für Eigenverbrauch bekommen

    Photovoltaik Anlagen, die zwischen dem 01.01.2009 und 31.03.2012 in Betrieb genommen wurden erhalten Eigenverbrauchsvergütung für selbst verbrauchten Strom. Die Höhe der Vergütung hängt davon ab, ob mehr oder weniger als 30% des erzeugten Solarstroms selbst verbraucht wird. Über 30% ist die Vergütung für den selbst verbrauchten Strom höher als unter 30%. Mit den klassischen Haushaltsgeräten ist eine Eigenverbrauchsquote von mehr als 30% jedoch kaum zu realisieren.

    An diesem Punkt setzen aktuell die Hersteller von Photovoltaik und Wärmepumpe Kombinationen an. Ihre Philosophie: indem sich Anlagenbetreiber von Photovoltaik Anlagen eine Warmwasser-Wärmepumpe installieren, holen Sie sich einen zusätzlichen konstanten Stromverbraucher ins Haus, mit dem die Eigenverbrauchsquote und damit die Einspeisevergütung für den Eigenverbrauch gesteigert werden kann.

    Photovoltaik und WärmepumpeEine Warmwasser-Wärmepumpe nutzt die Abwärme in Hauswirtschaftsräumen oder Heizungskellern für die Warmwasserbereitung | Bildquelle: Glen Dimplex Deutschland GmbH, Kulmbach

    Stiebel Eltron spricht bei seiner Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe davon, dass diese den Eigenverbrauch um ca. 8 bis 10% steigern kann und zielt damit auf eine Eigenverbrauchsquote, die die 30% Marke knackt. Durch die Kombination Photovoltaik mit Wärmepumpe holen Sie sich zwar einen zusätzlichen Stromverbraucher ins Haus, sparen mit der Warmwasser-Wärmepumpe jedoch Energiekosten ihrer klassischen Heizungsanlage für die Warmwasserbereitung. Von Frühjahr bis Herbst kann die Photovoltaik Anlage die Wärmepumpe bei ausreichender Größe nahezu vollständig mit Betriebsstrom versorgen - und die Heizungsanlage bleibt aus.

    Wenn Sie keine Einspeisevergütung für Eigenverbrauch mehr bekommen

    Photovoltaik Anlagen, die ab dem 01.04.2012 (mit Übergangsregelung bis 30.06.2012) in Betrieb genommen werden, erhalten für selbst verbrauchten Strom keine Vergütung mehr. Hinzukommt, dass Anlagen über 10 kWp Leistung nur für 90% der jährlich erzeugten Strommenge Einspeisevergütung erhalten. Vor diesem Hintergrund wird die Entscheidung, Photovoltaik mit Wärmepumpe zu kombinieren, schwieriger. Lassen Sie sich in diesem Fall von einem Wärmepumpen Fachbetrieb beraten.

    Photovoltaik und Wärmepumpe Überlegung bei PV-Anlagen über 10 kWp

    Anlagen über 10kWp müssen 10% ihrer jährlich erzeugten Strommenge selbst verbrauchen (oder zu einem weitaus niedrigeren Preis selbst vermarkten). Wenn Anlagenbetreiber in ihrem Haushalt eine Eigenverbrauchsquote von 10% nicht erreichen, macht es Sinn über Photovoltaik mit Wärmepumpe nachzudenken.

    Photovoltaik und Wärmepumpe Überlegung bei PV-Anlagen unter 10 kWp

    Anlagen unter 10 kWp erhalten für 100% des jährlich erzeugten Stroms Einspeisevergütung. Die Entscheidung, Photovoltaik mit Wärmepumpe bei diesen Anlagen zu koppeln hängt objektiv gesehen davon ab, in welchen Verhältnis der Cent-Preis pro eingespeister Kilowattstunde im Vergleich zum Wärmepumpenstrom-Tarif des örtlichen Energieversorgers steht.

    Ist der Wärmepumpenstrom-Tarif höher als die Einspeisevergütung macht es theoretisch Sinn, den erzeugten Strom zum Betrieb der Wärmepumpe zu verbrauchen, als den kostenintensiveren Wärmepumpenstrom vom Energieversorger zu beziehen. Tendenziell entwickelt sich dieses Verhältnis in eine positive Richtung für die Kombination Photovoltaik mit Wärmepumpe, da die Einspeisevergütung ab 2013 unter 18 Cent / kWh fallen wird und bereits der Wärmepumpenstromtarif von Vattenfall mit 100% Ökostrom bei 18,90 Cent / kWh liegt.

    Anfragen für eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe können Sie hier stellen.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Heizungsfinder.de