Heizungssysteme mit Zukunft: wirtschaftlich & regenerativ

Heizen mit regenerativen Energieträgern ist wirtschaftlich und in vielfältiger Form möglich. Wärmepumpen nutzen Umweltwärme, die im Boden oder in der Luft gespeichert ist. Pelletheizungen verbrennen Biomasse in Form von Restholz. Solarthermie Anlagen gewinnen Wärme aus der Sonneneinstrahlung. Wer bei klassischen Energieträgern wie Gas oder Öl bleiben will, für den sind Blockheizkraftwerke eine wirtschaftliche Alternative.

Heizen mit regenerativer Energie - Wärmepumpe, Pellets & Solarthermie

Regenerative Heizsysteme sind in der Anschaffung teurer als eine klassische Gas- oder Ölheizung. Warum also in ein solchens Heizsystem investieren? Weil diese Systeme mit preisstabileren und langfristig günstigeren "Brennstoffen" heizen als Erdgas und Heizöl.

Preisstabiler deshalb, weil Umweltwärme, Biomasse und Sonnenergie als regionaler Rohstoff nicht importiert werden muss. Langfristig günstiger, weil Bioenergie erneuerbar ist und nicht einer zunehmenden Verknappung unterliegt. Dieser Kostenvorteil spricht bei einer Neuanschaffung mit längerfristigem Investitionshintergrund (15 bis 20 Jahre) für Heizsysteme mit regenerativen Energieträgern. 

Heizen mit Umweltwärme - die Wärmepumpe

Wärmepumpen heizen Gebäude mit Wärme, die in der unmitelbar räumlichen Umgebung zum Haus gespeichert ist - im Boden, im Grundwasser oder in der Luft. Hierzu ist ein gewisser Anteil an Strom (Wärmepumpenstrom) nötig, um die gewonnene Wärme auf ein nutzbares Niveau zu bringen. Dieser Stromanteil spielt für die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe die entscheidende Rolle.

Funktionsprinzip einer Wärmepumpe

 

Hausbesitzer, die sich für eine Wärmepumpe interessieren, benötigen je nach System (3 stehen zur Auswahl: Sole-Wasser; Wasser-Wasser; Luft-Wasser) ein verschieden großes Grundstück, um die unterschiedlichen Wärme-Kollektoren zu installieren. 

Heizen mit Biomasse - Pelletheizungen, Kaminöfen & Holzheizungen

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. In der holzverarbeitenden Industrie fällt zudem ein beständig großer Anteil an Restholz an, der für das Heizen von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern genutzt werden kann.

Dabei ist Holz in drei verschiedenen Formen nutzbar:

  • Pellets (kurze schmale Presslinge, kaum größer als eine Büroklammer)
  • Scheitholz
  • Hackschnitzel (geschreddertes Restholz)

Für Einfamilienhäuser sind vor allem Pelletheizungen interessant. Diese können als Zentralheizungssystem das gesamte Haus heizen, oder in Form eines Pelletofen einzelne Räume. Ebenso wie bei Wärmepumpen stellen Pelletheizungen gewisse Anforderungen an die räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Pellets werden in der Regel als Jahresvorrat (4 bis 6 Tonnen) gelagert.

Funktionsprinzip einer Pelletheizung

 

Scheitholz kann in Kaminöfen ebenfalls im Einfamilienhaus genutzt werden. Ansonsten sind klassische Holzheizungen (Scheitholzheizungen und Hackschnitzelheizungen) aufgrund ihrer hohen Wärmeleistung für Mehrfamilienhäuser, Gewerbe und Industrie geeignet.

Zentralheizungen jeglicher Art unterstützen - Solarthermie Anlagen

Solarthemie Anlagen (Solarheizungen) gewinnen Wärme aus der Energie der Sonneneinstrahlung. Diese Systeme können ein Haus nicht allein beheizen, jedoch die Heizung und Warmwasserbereitung von Frühjahr bis Herbst wirkungsvoll unterstützen. Solarthemie Anlagen sind mit allen Heizsystemen kombinierbar, vorausgesetzt das Hausdach erfüllt die Anforderungen an Statik, Größe und Ausrichtung.

Funktionsprinzip einer Solarthermie Anlage

 

Wirtschaftlicher Heizen mit Gas und Öl - Blockheizkraftwerke / BHKW

Ein BHKW nutzt den Brennstoff Gas bzw. Öl noch effizienter und wirtschaftlicher, als moderne Gas-  oder Ölheizungen. Der Grund: ein Blockheizkraftwerk produziert neben Wärme gleichzeitig Strom. Dieser kann selbst genutzt oder in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. In beiden Fällen wird vom Staat und / oder Stromnetzbetreiber ein Zuschlag / eine Vergütung für den Strom gezahlt.

Für Einfamilienhäuser werden BHKW oft als "stromerzeugende Heizung" angeboten. Dies sind so genannte Mikro-BHKW, die spezielle auf den Wärmebedarf eines Hauses ausgelegt sind. 

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Autor: Thorben Frahm