Blockheizkraftwerke versorgen Immobilien dezentral mit Strom und Wärme. Die Einsatzbereiche reichen vom Einfamilienhaus, über die Wohnungswirtschaft und Kleingewerbe bis hin zu Krankenhäusern, Schwimmbädern, EDV-Zentren und Industrieanlagen.
Ideale Einsatzbereiche sind ein konstant hoher Strom- und Wärmebedarf.
Berechnungsgröße für den Anschaffungspreis eines BHKW ist die elektrische Leistung der Anlage (€/kW). Über die laufenden Kosten für den Brennstoff erzielt das BHKW Einsparungen gegenüber herkömmlichen Heizungsanlagen.
Wartungskosten werden in der Regel über Instandhaltungsverträge geregelt.
Ist ein BHKW für die eigene Heizungsmodernisierung die richtige Wahl? Welche anderen Heizsysteme sind eine wirtschaftliche Alternative zum Blockheizkraftwerk? Der Heizungsrechner vergleicht individuell die verschiedenen Heizungen.
Die Ergebnisse können zu einer kostenfreien Anfrage bei Fachbetrieben genutzt werden.
Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sowie das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK Gesetz) ermöglichen einen finanziellen Zuschuss für Strom, der mit Blockheizkraftwerk erzeugt wird.
Zuschuss für die Anschaffung durch das BAFA ist derzeit nicht möglich.
Um die Wirtschaftlichkeit eines BHKW zu beurteilen, wird eine Vergleichsrechnung herangezogen. Verglichen werden die jährlichen Heiz- und Stromkosten der aktuellen Heizung mit den Anschaffungs- und Betriebskosten des BHKW.
Die Einspeisevergütung trägt einen weiteren Teil zur Wirtschaftlichkeit bei.
Blockheizkraftwerke sind originär Großanlagen, die mehrere Hundert Kilowatt Strom und Wärme erzeugen. Anlagen bis 15kW elektrischer Leistung werden als Mikro BHKW bezeichnet - im Einsatz in der Wohnungswirtschaft und Kleingewerbe.
Die "stromerzeugende Heizung" ist speziell auf Einfamilienhäuser zugeschnitten.
Blockheizkraftwerke, Mini und Mikro BHKW sowie stromerzeugende Heizungen werden von verschieden Firmen im In- und Ausland produziert und vetrieben. Eine erste Übersicht über stromerzeugende Heizungen und Mikro BHKW gibt dieser Bereich.
Neben dem klassichen Kauf bieten einige Hersteller auch Mietlösungen an.
Gas und Öl sind die klassischen Brennstoffe für ein Blockheizkraftwerk. In jeder Rohstoffgruppe ist ein regenerativer Brennstoff - Biogas und Pflanzenöl - und ein fossiler Brennstoff - Erdgas und Heizöl - möglich für die Strom- und Wärmegewinnung.
Pellets und Hackschnitzel sind bei kleinen und großen BHKW die Ausnahme.
Ein Blockheizkraftwerk kann mit unterschiedlichen Motoren betrieben werden. Je nach Leistung und Brennstoff stehen zur Auswahl Dampfmotoren, Stirlingmotoren, Ottomotoren oder Dieselmotoren. Brennstoffzellen sind bis dato nicht marktreif.
Die Strom- und Wärmeerträge der BHKW Motoren weichen stark voneinander ab.
Biogasanlagen erzeugen in vier Verfahrensschritten aus Biomasse Strom und Wärme. Dies wird möglich durch ein System aus Vorgrube, Fermenter, Gärrestlager, Biogasspeicher und Blockheizkraftwerk, in dem das Biogas verbrannt wird.
Gärreste und Wärme unterstützen als Kaskadennutzung die Biogasgewinnung.
BHKW (Blockheizkraftwerk): vielseitig einsetzbarer Wärmelieferant für Gewerbe, Industrie und Eigenheime
Ein BHKW erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme (daher auch die Bezeichnung Kraft-Wärme-Kopplung oder KWK). Für den wirtschaftlichen Einsatz eines Blockheizkraftwerk ist entscheidend, dass möglichst ganzjährig ein hoher Wärmebedarf für Raumheizung, Warmwasser oder industrielle Prozesse vorhanden ist. Klassische Einsatzbereiche für ein BHKW sind deshalb Krankenhäuser, Hotels, Altenheime, Industrie & Gewerbe, Biogasanlagen sowie Schwimmhallen. Hier erreicht das Blockheizkraftwerk eine Laufzeit von mehreren tausend Betriebsstunden im Jahr. Allerdings gibt es auch sinnvolle Möglichkeiten zum Einsatz von BHKWs in Einfamilienhäuser.
Einspeisevergütung für ein BHWK
Der Strom, der während dieser Zeit kontinuierlich vom BHKW produziert wird, wird vom Staat mit dem KWK-Bonus vergütet (5,11 Cent/kWh). Zusätzlich erhält der Betreiber des Blockheizkraftwerk eine Einspeisevergütung, wenn der Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird (Referenzwert ist der KWK-Index an der Leipziger Strombörse). Diese Vergütung ist die Grundlage für die Refinanzierung und Amortisation des Blockheizkraftwerk.
Für Einfamilienhäuser ist ein klassisches BHKW überdimensioniert. Verschiedene Hersteller haben aus diesem Grund spezielle Mikro-BHKW entwickelt, die auf den geringen Wärmebedarf angepasst sind. Die Branche hat für diese Geräte den Begriff "Stromerzeugende Heizung" geprägt. Diese BHKW wenden sich von der klassischen Betriebsweise mit möglichst hohen Betriebsstunden ab und produzieren Wärme nur dann, wenn Sie auch gebraucht wird. Strom fällt bei diesem Blockheizkraftwerk eher als Nebenprodukt an und steht nicht im Zentrum der Refinanzierung des Geräts.
Als Brennstoff kommt bei kleinen wie großen BHKW in der Regel Gas (Erdgas, Flüssiggas, Biogas) zum Einsatz. Dieses wird in modifizierten Otto- und Dieselmotoren (Stirling- und Dampfmotoren bei Mikro-BHKW) verbrannt und nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in thermische und elektrische Energie umgewandelt.
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