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Wie hoch ist die BHKW Vergütung?

Die Einspeisevergütung für BHKW ist im KWK Gesetz festgelegt. Sie muss vom Energieversorger bezahlt werden, wenn ein Betreiber eines Blockheizkraftwerkes Strom für den Eigenverbrauch gesteht oder in das allgemeine Netz einspeist. Die Zusammensetzung der Einspeisevergütung ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
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Einspeisevergütung für BHKW: Höhe, Zuschlagsdauer und Zusammensetzung

Die Einspeisevergütung von BHKW setzt sich im Allgemeinen aus drei Teilen zusammen:

  1. Durchschnittspreis für Basislaststrom (Baseloadpreis, KWK-Index) an der Strombörse
  2. KWK-Zuschlag
  3. Vermiedene Netznutzungsentgelte für die dezentrale Einspeisung.

Für ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von unter 50kW ergibt sich unter Zugrundelegung obiger Faktoren folgende beispielhafte Einspeisevergütung - wie sich diese einzelnen Faktoren zusammensetzen, erfahren Sie im Folgenden:


Einspeisevergütung
Preis Leipziger Strombörse 3. Quartal 2016 (bei Einspeisung)
2,826 Cent/kWh
KWK-Bonus (bei Einspeisung / Eigenverbrauch)
8 Cent/kWh
Vergütung für vermiedene Netznutzung 0,3 bis 1,5 Cent/KWh

1) Der Durchschnittspreis für Basislaststrom / KWK-Index bis 2016

Der erste Faktor in der Einspeisevergütung für Blockheizkraftwerke ist Preis für den eingespeisten Strom. Wie viel dieser Wert ist, ist Verhandlungssache mit dem Netzbetreiber. Wenn sich Netzbetreiber und Blockheizkraftwerk Betreiber nicht über die Höhe der Einspeisevergütung einigen können, wird der durchschnittliche Preis für Grundlaststrom an der Leipziger Strombörse EEX im jeweils vorangegangenen Quartal für die Berechnung der Einspeisevergütung herangezogen. Dieser lag im 3. Quartal 2016 bei 28,26€ pro Megawattstunde (2,826 Cent / kWh). Hinzu kommt ein Zuschlag für vermiedene Netzkosten.

Grafik: Heizungsfinder.de, Daten: eex.com

Zunächst ist der Netzbetreiber gefragt, der über ein geeignetes Netz verfügt und die kürzeste Entfernung zum BHKW hat. Wenn der den Strom nicht aufnehmen kann, weil unzumutbare Investitionen auf ihn zukämen, muss der nächstgelegene Netzbetreiber den Strom einspeisen und die Vergütung für den Stromverkauf zahlen.

Die Höhe für die Vergütung für den Stromverkauf wird zwischen Netzbetreiber und BHKW Betreiber verhandelt. Wenn der BHKW Betreiber nachweisen kann, dass ein Dritter dem Stromverkauf für einen bestimmten Preis zugestimmt hat, ist der Netzbetreiber ebenfalls verpflichtet, diesen Preis zu bezahlen. In der Praxis wird es kaum vorkommen, dass ein Dritter BHKW Strom kauft, der kein Energieversorgungs­unternehmen oder einen großen Industriebetrieb hat, da der Stromkauf vom Blockheizkraftwerk bürokratisch aufwändig ist.

Bei großen Blockheizkraftwerken muss der Netzbetreiber den Strom nur für die im KWK Gesetz festgelegte Zuschlagsdauer abnehmen und eine Einspeisevergütung dafür zahlen. Bei BHKW bis zu einer Leistung von 50 kWel auch über diesen Zeitraum hinaus. Netzbetreiber müssen nach KWK Gesetz BHKW Strom vorrangig abnehmen. Vorrangig heißt, dass auch eine Vergütung für den Stromverkauf gezahlt werden muss, wenn es im Netz zu Engpässen kommt.

2) Zusammensetzung der Einspeisevergütung für BHKW

Der KWK-Zuschlag von wird unabhängig von der Einspeisung für jede erzeugte Kilowattstunde Strom eines BHKW gezahlt. Im Falle des Selbstverbrauchs wird zusätzlich die Stromsteuer zurückerstattet.

Zuschlag für KWK-Strom aus "neuen, modernisierten und nachgerüsteten" KWK-Anlagen nach KWK-Gesetz §7 in Cent pro Kilowattstunde:

KWK - Leistungsanteil (kW) ≤ 50
> 50 - 100 > 100 - 250 > 250 - 2000 > 2000
Einspeisung in allg. Stromnetz 8 6 5 4,4 3,1
KWK-Anlagen, die nicht einspeisen:
KWK-Anlagen bis 100 kW 4 3 - - -
KWK-Contracting 4 3 2 1,5 1
KWK in stromintensiven Unternehmen 5,41 4 4 2,4 1,8

Zuschlagsdauer der Einspeisevergütung für BHKW

Die Zuschlagszahlungen erhalten Sie nicht unbegrenzt. Die Förderdauer wird in Vollbenutzungsstunden angegeben. Die Vollbenutzungsstunden sind keine Betriebsstunden. Die Vollbenutzungsstunden ergeben sich aus der gelieferten Strommenge geteilt durch die elektrische Leistung einer Anlage. Für wie viele Vollbenutzungsstunden Sie eine Einspeisevergütung für BHKW erhalten, gestaltet sich nach §8 des KWK-G folgendermaßen:

KWK-Typ Vollbenutzungsstunden Bedingungen
Neu 60.000 elektrische Leistung ≤ 50 kW
Neu 30.000 elektrische Leistung ≥ 50 kW
Neu 60.000 bei elektrischer Leistung < 2 kW - Optional mach §9 KWK-G: Vorabzahlung des KWK-Zuschlages zu 4 Cent pro Kilowattstunde bei angenommenen 60.000 Vollbenutzungsstunden. Dadurch entfällt allerdings die Einzelabrechnung der erzeugten Strommenge permanent
Modernisiert

15.000 Modernisierung frühestens fünf Jahre nach Dauerinbetriebnahme oder nach Dauerinbetriebnahme einer bereits modernisierten Anlage
Modernisiert 30.000 Modernisierungskosten betragen mind. 50 Prozent der Kosten einer Neueinrichtung oder Modernisierung frühestens 10 Jahre nach erstmaliger oder wiederholten Dauerinbetriebnahme
Nachgerüstet 10.000 Nachrüstkosten belaufen sich auf ≥ 10 und ≤ 25 Prozent der Kosten einer gleichwertigen Neueinrichtung
Nachgerüstet 15.000 Nachrüstkosten belaufen sich auf ≥ 25 und ≤ 50 Prozent der Kosten einer gleichwertigen Neueinrichtung
Nachgerüstet 30.000 Nachrüstkosten belaufen sich auf ≥ 50 Prozent der Kosten einer gleichwertigen Neueinrichtung

Das KWK-G definiert die Klassen "Modernisiert" und "Nachgerüstet" in §2 so:

"Im Sinne dieses Gesetzes ist oder sind...

18. „modernisierte KWK-Anlagen" Anlagen, bei denen
a) wesentliche die Effizienz bestimmende Anlagenteile erneuert worden sind,
b) die Modernisierung eine Effizienzsteigerung bewirkt und
c) die Kosten der Modernisierung mindestens 25 Prozent der Kosten betragen, welche die Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung nach aktuellem Stand der Technik gekostet hätte,

19. „nachgerüstete KWK-Anlagen" Anlagen der ungekoppelten Strom- oder Wärmeerzeugung, bei denen
a) fabrikneue Anlagenteile zur Strom- oder Wärmeauskopplung nachgerüstet worden sind und
b) die Kosten der Nachrüstung mindestens 10 Prozent der Kosten betragen, welche die Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung nach aktuellem Stand der Technik gekostet hätte,"

3) Vermiedene Netznutzungsentgelte - Vergütung der vermiedenen Netzkosten (VNEE)

Der Strom aus einem BHKW muss nicht über lange Strecken verteilt werden. Der Betreiber des BHKW steht deshalb für die Nichtnutzung verschiedener Netzebenen nach § 18 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) eine Vergütung zu. Diese ist leider nicht einheitlich festgelegt. Meist bewegt sich die VNNE zwischen 0,3 bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Abnahmepflicht für Strom aus BHKW


BHKW Einspeisevergütung für vermiedene Netznutzung

Insgesamt ergibt sich daraus für ein beispielhaftes BHKW unter kWel 50 die obige Einspeisevergütung von:


Einspeisevergütung
Preis Leipziger Strombörse 3. Quartal 2016 (bei Einspeisung)
2,826 Cent/kWh
KWK-Bonus (bei Einspeisung / Eigenverbrauch)
8 Cent/kWh
Vergütung für vermiedene Netznutzung 0,3 bis 1,5 Cent/KWh

Anders als beschrieben sieht es aus, wenn das BHKW mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird. In diesem Fall erfolgt die Einspeisevergütung nach dem EEG.

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"Dieser Artikel wurde erstellt von:" Thorben Frahm", Redakteur www.Heizungsfinder.de"