KfW 433: Förderung der Brennstoffzelle 2021

5. Oktober 2021
Das Programm KfW 433 der KfW fördert den Erwerb einer Heizung mit Brennstoffzelle in Wohngebäuden in Form eines Zuschusses mit einem Festbetrag von 6.800 Euro und einem variablen Bonus, der an die elektrische Leistung der Brennstoffzelle gekoppelt ist.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenBrennstoffzelleFörderung der Brennstoffzelle

KfW 433 vergibt Brennstoffzellenheizung Förderung als Zuschuss

Inhalt:

Die KfW Förderung der Brennstoffzelle setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einem Festbetrag - der Grundförderung - und einem variablen, leistungsabhängigen Anteil - der Zusatzförderung. Diese hängt von der elektrischen Leistung (kWel) ab.

KfW 433 - Programm Förderhöhe
Festbetrag 6.800 Euro
Bonus 550 Euro je angefangenen 100 Watt kWel (0,1 kW)im Bereich von 0,25 bis 5,0 kWel
Maximalbetrag 34.300 Euro


Bei einer Brennstoffzellenheizung mit einer elektrischen Leistung von 0,5 kWel würde sich die Förderung also mit 9.950 Euro bemerkbar machen, während ein Brennstoffzellen-BHKW mit einer Leistung von 1,3 kWel bereits 13.950 Euro über das KfW 433 Programm erhält. Was eine Brennstoffzellenheizung in der Anschaffung kostet, lesen Sie in unserem Artikel zu den Kosten einer Brennstoffzellenheizung.

Der Gesamtzuschuss beläuft sich auf Festbetrag plus Zusatzförderung bis zu einem Anteil von bis zu 40% der förderfähigen Kosten. Der Höchstbetrag für die KfW Förderung einer Brennstoffzellenheizung liegt bei 34.300 Euro.

Förderfähige Kosten sind der Einbau der Brennstoffzellenheizung, eventuelle Kosten für einen zusätzlichen (integrierten) Wärmeerzeuger, die (im Vorfeld fest zu vereinbarenden) Kosten für einen zehnjährigen Vollwartungsvertrag sowie die Ausgaben für die Analysen durch einen Energieeffizienzexperten. Die Begutachtung des Projektes durch einen Energieeffizienzexperten ist für das Förderprogramm zwingend erforderlich. Zusätzlich fallen "Umfeldmaßnahmen" unter die förderfähigen Kosten. Umfeldmaßnahmen umfassen alle Schritte, die nicht direkt zu den Anschaffungs-, Installations- oder Inbetriebnahmekosten zählen, ohne die eine Heizung aber nicht eingebaut werden könnte. Darunter fallen zum Beispiel der Abbau und die Entsorgung einer alten Heizung, die Optimierung des Heizungsverteilsystems oder die nötigen Anschlussleitungen und deren Verlegung.

Besonders attraktiv am KfW 433 Programm im Vergleich mit anderen Programmen: dieser Zuschuss zur Brennstoffzelle wird im Bestandsbau und im Neubau vergeben. Übrigens ist das KfW 433 Programm nicht Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Planen Sie neben der Brennstoffzellenheizung noch weitere Arbeiten im Bereich der energetischen Sanierung, sollten Sie sich in dieses Programm weiter einlesen.

Wie erhalte ich die KfW 433 Förderung für Brennstoffzellenheizungen?

  • Sie nehmen Kontakt mit einem Energieeffizienzexperten auf
  • Sie beantragen vor Maßnahmenbeginn den Zuschuss der KfW auf dem Zuschussportal der KfW
  • Nach der Förderzusage können Sie das Projekt beginnen
  • Nach bestätigter Durchführung erhalten Sie den Zuschuss der KfW
  • Alle nötigen Informationen und die "Richtlinie zur Bundesförderung für innovative Brennstoffzellenheizgeräte in Gebäuden", auf der die KfW 433 Förderung basiert, finden Sie im Merkblatt der KfW zum Programm 433.

Anforderungen an das Heizgerät und die Antragstellung

Anforderungen an die Brennstoffzelle:

  • Die KfW Förderung der Brennstoffzelle greift bei allen Brennstoffzellenheizung mit einer elektrischen Leistung von 0,25 bis 5,0 kW im Neubau und Altbau.
  • Der Gesamtwirkungsgrad der Brennstoffzelle muss η ≥ 0,82 und der elektrische Wirkungsgrad ηel ≥ 0,32 sein.
  • Die Brennstoffzellenheizung benötigt einen Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren. Dieser muss einen elektrischen Wirkungsgrad von nel ≥ 0,26 sicherstellen.
  • Ein hydraulischer Abgleich ist Pflicht und bei Bedarf nachzuweisen.
  • Energieverbräuche und erzeugte Wärmemengen müssen messtechnisch erfasst werden. Bis zum ersten Januar 2023 müssen alle Brennstoffzellenheizungen mit einer solchen Anzeige versehen sein.
  • Die KfW Förderung der Brennstoffzelle müssen Sie vor Beginn der Bauarbeiten beantragen.
  • Ein Energieeffizienzexperte ist vor Antragstellung in das Projekt einzubinden.

Das Programm KfW 433 kann von natürlichen Personen, die Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal zwei Wohneinheiten sind oder für Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften beantragt werden. Ferienhäuser und - Wohnungen sowie Wochenend- und Boardinghäuser sind kein Gegenstand der Förderung. Seit Sommer 2017 ist die KfW 433 Förderung für Kommunen und gewerbliche Interessenten geöffnet. Seit dem 01. Juli 2021 basiert die Förderung einer Brennstoffzellenheizung auf der Richtlinie zur "Bundes­förderung für innovative Brennstoff­zellen­heiz­geräte".

Kann ich das KfW 433 Programm und andere Förderprogramme kombinieren?

Ja. Grundsätzlich können Sie die KfW Förderung einer Brennstoffzelle auch mit anderen Programmen kombinieren - mit der Ausnahme von drei Programmen:

Ausgeschlossen ist die Kombination vom KfW 433 Programm mit der:

  • Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs­gesetz (KWKG, KWKAusVO)
  • Förderung nach dem Erneuer­bare Energien-Gesetz (EEG)
  • Steuerliche Förderung der energetischen Gebäude­sanierung nach § 35c Einkommen­steuergesetz

Die KfW Förderung der Brennstoffzelle erlaubt also nicht den Bezug der BHKW Einspeisevergütung (KWK-Zuschlag) nach dem KWK-Gesetz. Den "üblichen Preis" nach KWK-G §4 erhalten Sie allerdings trotzdem, ebenso wie die "Vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE)".

Und was ist mit einem Zuschuss durch das BAFA? Der Mini-KWK-Zuschuss des BAFA ist seit Ende 2020 nicht mehr erhältlich.

Weitere Detailinformationen zur staatlichen Förderung einer Brennstoffzelle und die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf den Seiten zum KfW 433 Programm. Fachbetriebe für Planung, Einbau und Wartung einer Brennstoffzellenheizung finden Sie kostenfrei über unsere Fachbetriebssuche.

Weiterlesen zum Thema "BAFA Zuschuss"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

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