Dachs InnoGen

Die Dachs InnoGen ist eine Komplettlösung für Ein- und Zweifamilienhäuser: Neben der gut modulierenden Brennstoffzelle umfasst das System einen Spitzenlast-Brennwertkessel mit einem zusätzlichen Pufferspeicher, der 300 Liter fasst. Der Hersteller SenerTec ist Marktführer für BHKW und die InnoGen selbst ist 2017 mit dem Plus X Award versehen worden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Dachs InnoGen, die Brennstoffzelle von SenerTec

Der Ursprung von SenerTec Kraft-Wärme-Energiesysteme GmbH - bekannt für die "Dachs" BHKW - Produktfamilie - liegt in der Fichtel & Sachs (heute ZF Sachs), einem Automobilzulieferer. 1979 entwickelte man dort eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Einzylinder-Verbrennungsmotor. Die spätere Einbindung in ein Heizsystem basierend auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung war nach dem Ölpreisverfall naheliegend – der erste Dachs war geboren. SenerTec selbst wurde 1996 in Schweinfurt gegründet und produziert exklusiv Blockheizkraftwerke. SenerTec beschäftigt aktuell rund 140 Mitarbeiter und ist der führende Hersteller im BHKW-Bereich .

Die InnoGen ist das neueste Mitglied in der Dachs-Familie, die damit jetzt auch Brennstoffzellenheizungen umfasst. Mit einer gut modulierbaren elektrischen Leistung von 250 - 700 Watt und einer thermischen Leistung von 960 Watt eignet sie sich besonders für Neubauten und energetisch sanierte Ein- und Zweifamilienhäuser. Durch die gute Modulationsfähigkeit ist die InnoGen ganzjährig durchgehend gut zu betreiben und passt sich dem aktuellen Energiebedarf an.

In der InnoGen verrichtet eine PEMFC bzw. PEM Niedertemperatur - Brennstoffzelle (siehe auch: Brennstoffzellentypen) ihre Arbeit. Sie arbeitet mit Temperaturen von meist unter 100 Grad Celsius. Aufgrund dieser Arbeitstemperatur ist die Niedertemperatur-Brennstoffzelle langlebig und preiswert in der Herstellung. Auch der Wartungsaufwand ist relativ gering. Sie startet schnell und ist im Teillastbetrieb leichter regelbar als eine SOFC / Festoxid-Brennstoffzelle. Ihr elektrischer Wirkungsgrad ist nicht so hoch wie es bei SOFC-Brennstoffzellen der Fall ist, allerdings liegt der Fokus der InnoGen nicht auf der Maximierung der Stromproduktion wie beispielsweise bei der BlueGen von Solidpower.

Mit der InnoGen erwirbt man ein System, in dem alle nötigen Komponenten für die Heizenergieversorgung bereits enthalten sind. In der InnoGen sind neben dem Brennstoffzellenmodul auch ein Brennwert-Spitzenlastkessel und ein Speicher mit einem Puffervolumen von 300 Litern installiert. Weiterhin enthalten ist ein Hydraulikmodul mit bis zu zwei geregelten Heizkreisen und eine Frischwasserstation.

Datenblatt: InnoGen im Detail

Modell: InnoGen
Brennstoffzellen-Typ

PEFC / PEM Proton Exchange Membrane Fuel Cell bzw. Polymerelektrolytmembran - Brennstoffzelle

Elektrische Leistung 250 - 700 Watt
Thermische Leistung: 960 Watt
Elektrischer Wirkungsgrad bis zu 35%
Gesamtwirkungsgrad bis zu 56%
Energieeffizienz A++
Maße 1,80 m x 1,20 m x 1,05 m
Gewicht 125 kg für Brennstoffzelle
Spitzenlastkessel / Zusatzheizgerät Ja
Nominelle Heizleistung 4,8 - 20 kW
Nom. Heizleistung Warmwasserbereitung Frischwasserstation
Inhalt Warmwasserspeicher Frischwasserstation an Pufferspeicher
Inhalt Pufferspeicher 300 Liter
Preis Circa 28.000 Euro

Preis, Fördergelder und Betrachtungen zur Wirtschaftlichkeit

Die Dachs InnoGen ist für circa 28.000 Euro erhältlich. Auf den ersten Blick scheinen Brennstoffzellenheizungen generell teurer als herkömmliche Heizsysteme, jedoch ist die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei dieser Heiztechnik ein wenig komplexer: zum einen wird die Anschaffung einer InnoGen durch KfW oder BAFA stark gefördert, zum anderen gibt es verschiedene Modelle, überschüssigen Strom vergütet in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen. Schlussendlich spart man mit dem Eigenverbrauch des Stroms aus der Brennstoffzelle signifikante Ausgaben für den Bezug von Strom aus dem Netz.

Förderung der InnoGen:

Der Erwerb einer InnoGen wird durch verschiedene Quellen gefördert. Hauptbestandteil der Förderung ist die KfW-Bank. Über das KfW Programm 433 erhält der Käufer dieser Brennstoffzellenheizung insgesamt 8.850 Euro.

KfW 433 - Programm Förderhöhe für InnoGen
Festbetrag 5.700 Euro
Bonus 450 Euro je angefangenen 100 Watt kWel im Bereich von 0,25 bis 5,0 kWel

Die KfW vergibt über dieses Programm einen Festbetrag von 5.700 Euro zuzüglich 450 Euro je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Da die InnoGen eine elektrische Leistung von 700 Watt aufweist, ergibt sich daraus der Förderbetrag von 5.700 Euro Festbetrag + 3.150 Euro Bonus (7 * 450) = 8.850 Euro Förderung.

Zu der KfW-Förderung gesellen sich noch weitere Gelder. Nach KWK-Gesetz haben Sie als Käufer eines "kleinen" BHKW mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2 Kilowatt die Wahl,

  • sich den selbst erzeugten Strom für derzeit 8 Cent pro Kilowattstunde vergüten zu lassen (Eigenverbrauch für 4 Cent pro Kilowattstunde)

oder

  • sich direkt bei der Anschaffung der Brennstoffzelle einen Pauschalbetrag auszahlen zu lassen, der von 60.000 Vollbenutzungsstunden mit entsprechender Einsspeisung ausgeht.

Wartung, Service und Konnektivität

Eine Wartung der Brennstoffzelleneinheit findet nach Angaben von SenerTec nur alle drei Jahre statt. Eine Inspektion des Gesamtsystems ist einmal im Jahr fällig.

Betreiber einer InnoGen (und anderer Geräte aus der Dachs-Familie) haben über ein eigenes Dachs Portal und eine zusätzliche App (für Iphone und Android) Zugriff auf verschiedene Funktionen und Services. Dazu zählen unter anderem Überwachungs- und Regulierungsfunktionen, mit denen man sich die aktuellen Betriebsdaten (zum Beispiel die aktuelle Stromproduktion oder die Temperaturen im Heizkreislauf) und Einstellungen anzeigen lassen oder bei Bedarf ändern kann. Zusätzlich erhalten Betreiber über Portal und App aktuelle Nachrichten rund um den Dachs und bekommen beispielsweise besondere Vorteilspakete mit Vergünstigungen.

Die InnoGen ist Träger des Plus X Award

Der Plus X Award zeichnet jedes Jahr besonders innovative und zukunftsfähige Produkte aus. Der Dachs InnoGen überzeugte in puncto Innovation, High Quality, Design, Bedienkomfort, Funktionalität und Ökologie. Mit dem Innovationspreis 2016/17 erhielt der Dachs InnoGen eine weltweit anerkannte Auszeichnung und aussagekräftiges Gütesiegel. Gleich in sechs von insgesamt sieben Kategorien entschied das jüngste Mitglied der Dachs Produktfamilie den renommierten Plus X Award für sich. Das sorgte für die Sonderauszeichnung Bestes Produkt 2017.

Fotos: © SenerTec Kraft-Wärme-Energiesysteme GmbH

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

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