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Brennstoffzellenhersteller in der Produktübersicht

Die Brennstoffzellenheizung ist hierzulande noch recht neu und der Markt ist stetig in Bewegung. Auf dieser Seite finden Sie fortlaufend aktualisiert die derzeitig verfügbaren Brennstoffzellenheizungen und ihre wichtigsten Kenndaten. Die verlinkten Unterseiten führen Sie dann zu den Detailinformationen zu dem jeweiligen Gerät.
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Brennstoffzellenhersteller und ihre Brennstoffzellen im Vergleich

In den vergangenen Jahren ist die Brennstoffzellenheizung schon des Öfteren in Artikeln aufgetaucht und ihr Potential wurde ihr nur selten abgesprochen. An marktreifen Produkten mangelte es jedoch. Das hat sich inzwischen geändert: 2018 gibt es eine Vielzahl an Brennstoffzellenheizungen mit verschiedenen Brennstoffzelltypen, aus denen der geneigte Kunde seine Auswahl treffen kann. Alle Produkte aus der Liste haben sich bereits in der Praxis bewährt. Sie müssen also keine Angst haben, sich einen bockenden Prototypen in den Keller zu stellen.

Förderprogramme zur Brennstoffzellenheizung haben der Ausbreitung der Brennstoffzelle schon einen ordentlichen Schub verpasst. Das liegt nicht zuletzt an den ansehnlichen Summen, die Käufern zustehen - bei der KfW gibt es im Programm 433 beispielsweise einen Festbetrag von 5.700 Euro zuzüglich 450 Euro für jede weiteren angefangenen 100 Watt zusätzlicher elektrischer Leistung.

Im Folgenden erhalten Sie über die Links zu den Geräten alle Tiefeninformationen als Datenblatt. Für einen Kurzüberblick finden Sie direkt nach den Links eine Kürzübersicht.

Detailinformationen zu Brennstoffzellen:

Aktuelle Brennstoffzellen im Vergleich

Hersteller

Leistung

Wirkungsgrad Zus. Kessel Speicher
Buderus
Logapower FC10
SOFC
0,18 - 0,70 kWel
0,2 - 0,6 kWth
bis 46 % elektrisch
bis 85 % gesamt
Ja, Logamax plus GBH172 mit
24,3 kW Heizleistung und
30,3 kW Heizleistung für Warmwasser
Ja,
140 Liter Pufferspeicher
75 Liter Warmwasser­speicher
Solidpower
BlueGEN
SOFC
0,5 kWel - 1,5 kWel
bis 0,61 kWth
bis 60 % elektrisch
bis 85 % gesamt
Nein, Beistellgerät.
Kann mit anderen Heizsystemen kombiniert werden.
Nein, Beistellgerät. Einbindung über bestehenden Speicher.
SenerTec
Dachs InnoGen
PEM
0,25 - 0,7kWel
bis 0,96 kWth
bis 35% elektrisch
bis 56% gesamt
Ja
20 kW Heizleistung
Ja
300 Liter Pufferspeicher mit Frischwasserstation
Viessmann
Vitovalor PT2 & PA
PEM
bis 0,75 kWel
bis 1,1 kWth
bis 57% elektrisch
bis 92%
Ja,
vier Modelle mit je:
11,4 kW
19 kW
24,5 kW
30,8 kW
Ja
220 Liter
Freudenberg Sealing Technologies
Elcore 2400 Max & Elcore 2400 Plus
HT-PEM
0,305 kWel
0,7 kWth
bis 32% elektrisch

Elcore 2400 Max: Ja, 24 kW Heizleistung
Elcore 2400 Plus: Nein, Beistellgerät
Ja
560 Liter mit Hygienespeicher für Warmwasserbereitung

Hinweise zur Auswahl einer Brennstoffzelle

Die Gerätepreise stammen aus Angaben der Brennstoffzellenhersteller selbst und verstehen sich ohne Montage- und Installationskosten. Hier können also noch Beträge im vierstelligen Bereich hinzukommen.

Eine Brennstoffzellenheizung ist fast immer ein zusätzliches Heizgerät, kein alleinstehender Ersatz für eine Heizung. Sie übernimmt große Teile der Grundversorgung eines Gebäudes, ist aber für besondere Lasten (Warmwasserbereitung beim Duschen und anderes) darauf angewiesen, dass ein zusätzlicher sogenannter Spitzenlastkessel diese Bedarfsspitze abdeckt. Meist handelt es sich dabei um einen herkömmlichen Gasbrennwertkessel. Viele Brennstoffzellenhersteller haben entsprechende Lösungen im Angebot, die eine Brennstoffzelle als Einzelgerät (Beistellgerät) umfassen, die man beispielsweise nur mit an den Pufferspeicher anschließen muss oder eine Komplettlösung, bei der ein passender Gasbrennwertkessel mit im Paket enthalten ist.

Wenn man also einen Bestandsbau saniert und der bestehende Gaskessel sehr alt ist, kann man guten Gewissens zu einem Komplettpaket mit moderner Brennwertheizung greifen. Hat man bereits einen Brennwertkessel und einen ausreichend großen Pufferspeicher, tut es auch ein Beistellgerät, das man mit der vorhandenen Heizung koppelt.

Brennstoffzellen benötigen möglichst lange Laufzeiten

Bei der Auswahl der Produkte sollten Sie beachten: Mehr ist nicht besser! Es ist nicht sinnvoll, den Blick auf eine möglichst große thermische und / oder elektrische Leistung zu legen. Brennstoffzellen sollten möglichst lange Laufzeiten erreichen, um so viel Strom wie möglich zu erzeugen. Ist beispielsweise die thermische Leistung zu hoch, so "feuert" die Brennstoffzelle immer nur kurz, da der Wärmebedarf schnell gedeckt ist. Das bedeutet, dass sie sich oft an- und wieder ausschaltet - sie taktet. Das ist nicht nur schlecht für das Gerät, sondern verschlechtert die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffzelle beträchtlich, denn die Stromproduktion (ob zum Eigenverbrauch oder zur Einspeisung nach KWK-Gesetz) ist ein bedeutender Faktor zur Finanzierung einer Brennstoffzelle.

Ähnliches gilt auch, wenn der Strombedarf zu niedrig für die Brennstoffzelle ist. Überschüssiger Strom kann zwar gegen eine Entlohnung in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden, allerdings ist der Eigenverbrauch deutlich effizienter. Erkundigen Sie sich beim jeweiligen Brennstoffzellenhersteller, ob ein bestimmtes Modell für Ihr Nutzungsverhalten geeignet ist.

Viele Brennstoffzellen benötigen für ihre Arbeit vergleichsweise niedrige Rücklauftemperaturen. Lassen Sie sich vor Ort von einem Fachmann beraten, ob eine Brennstoffzellenheizung Sinn ergibt, wenn Sie ältere Heizkörper besitzen, die hohe Systemtemperaturen benötigen.

Sind Brennstoffzellen sicher? Wasserstoff für sich genommen ist sicher – von allein explodiert da nichts. Dafür müsste zusätzlich ein Oxidator (Luft, reiner Sauerstoff) und eine Zündquelle vorliegen. Wasserstoff wird seit vielen Jahrzehnten problemlos in Stahlflaschen gespeichert und transportiert. Außerdem kommen in einer Brennstoffzellenheizung nur geringe Mengen Wasserstoff zum Einsatz. Weiterhin zerfällt er nicht, ist weder ätzend noch giftig, verunreinigt das Wasser nicht und verbrennt rückstandsfrei.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de