Logapower FC10

Buderus ist seit Anfang des Jahrtausends Teil der Bosch Thermotechnik GmbH und gehört damit zu den führenden Herstellern von Heiztechnik in Deutschland. Buderus hat mit der Energiezentrale Logapower FC 10 eine eigene Brennstoffzellenheizung der Mikro-BHKW-Klasse im Angebot. Sie eignet sich besonders für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Logapower FC10, die Brennstoffzelle von Buderus

Die Buderus Brennstoffzelle Logapower FC10 kommt als Komplettpaket: Im Paket ist nicht nur die Brennstoffzelle mit einer elektrischen Leistung von 180 - 700 Watt und einer thermischen Leistung von 200 - 600 Watt enthalten - auch ein Spitzenlastkessel des Typs Logamax Plus GBH172 findet dort seinen Platz. Er schaltet sich dazu, wenn Wärmebedarf vorliegt, der über der thermischen Leistung der Brennstoffzelle liegt.

Weitere Systemkomponenten der Brennstoffzellenheizung sind ein Warmwasserspeicher und ein Heizwasserspeicher mit einem Volumen von 75 respektive 140 Litern. Das spart durch eine räumliche Konzentration der Komponenten Platz und sorgt für eine einfache und schnelle Montage der Brennstoffzellenheizung.

In der Logapower FC 10 verrichtet eine SOFC bzw. Festoxidbrennstoffzelle (siehe auch: Brennstoffzellentypen) ihre Arbeit. SOFC laufen mit höheren Temperaturen als PEMFC-Brennstoffzellen und haben einen höheren Wirkungsgrad als diese. SOFC-Brennstoffzellen eignen sich besonders für den Dauerbetrieb mit hohen Laufzeiten, sind allerdings nicht so schnell regelbar wie eine PEMFC-Brennstoffzelle.

Datenblatt: Logapower FC10 im Detail

Modell: Buderus Logapower FC10
Brennstoffzellen-Typ SOFC (solid oxide fuel cell) / Festoxid-Brennstoffzelle
Elektrische Leistung 180 - 700 W
Thermische Leistung: 200 - 600 W
Elektrischer Wirkungsgrad bis zu 46 %
Gesamtwirkungsgrad bis zu 85 %
Energieeffizienz A++ für Raumheizung, A für Warmwasserbereitung
Maße 1.200 * 1.800 * 650 mm
Gewicht 300 kg
Spitzenlastkessel / Zusatzheizgerät Ja, Logamax plus GBH172
Nominelle Heizleistung 24,3 kW
Nom. Heizleistung Warmwasserbereitung 30,3 kW
Inhalt Warmwasserspeicher 75 Liter
Inhalt Pufferspeicher 140 Liter
Preis Circa 32.000 Euro

Preis, Fördergelder, Betrachtungen zur Wirtschaftlichkeit

Die Buderus Logapower FC10 ist für ungefähr 32.000 Euro erhältlich. Auf den ersten Blick scheinen Brennstoffzellenheizungen generell teurer als herkömmliche Heizsysteme, jedoch ist die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei dieser Heiztechnik ein wenig komplexer: zum einen wird die Anschaffung einer Logapower FC10 durch KfW oder BAFA stark gefördert, zum anderen gibt es verschiedene Modelle, überschüssigen Strom vergütet in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen. Schlussendlich spart man mit dem Eigenverbrauch des Stroms aus der Brennstoffzelle signifikante Ausgaben für den Bezug von Strom aus dem Netz.

Förderung der Buderus Brennstoffzelle Logapower FC10:

Der Erwerb einer Logapower FC10 wird durch verschiedene Quellen gefördert. Hauptbestandteil der Förderung ist die KfW-Bank. Über das KfW Programm 433 erhält der Käufer dieser Brennstoffzellenheizung insgesamt 8.850 Euro.

KfW 433 - Programm Förderhöhe für Logapower FC10
Festbetrag 5.700 Euro
Bonus 450 Euro je angefangenen 100 Watt kWel im Bereich von 0,25 bis 5,0 kWel

Die KfW vergibt über dieses Programm einen Festbetrag von 5.700 Euro zuzüglich 450 Euro je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Da die Logapower FC10 eine elektrische Leistung von 700 Watt aufweist, ergibt sich daraus der Förderbetrag von 5.700 Euro Festbetrag + 3.150 Euro Bonus (7 * 450) = 8.850 Euro Förderung.

Auf der Firmenseite wird eine Gesamtförderung von 10.530 Euro angegeben. Für das KfW-Programm 433 gibt es jedoch 8.850 Euro. Das liegt daran, dass der KWK-Zuschlag nach KWK-Gesetz als Pauschale hinzugerechnet wird. Als Käufer eines BHKW (auch Brennstoffzellenheizungen zählen dazu) hat man als Betreiber einer eher kleinen Anlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2 Kilowatt die Wahl,

  • sich den selbst erzeugten Strom für derzeit 8 Cent pro Kilowattstunde vergüten zu lassen (Eigenverbrauch für 4 Cent pro Kilowattstunde)

oder

  • sich direkt bei der Anschaffung der Brennstoffzelle einen Pauschalbetrag auszahlen zu lassen, der von 60.000 Vollbenutzungsstunden mit entsprechender Einsspeisung ausgeht. Dieser Pauschalbetrag würde sich bei der Logapower FC10 auf 1.680 Euro belaufen.

Die elektrische Einbindung erfolgt im Netzparallelbetrieb mit Überschusseinspeisung. Der erzeugte Strom wird primär im Gebäude verbraucht. Der Stromverbrauch eines Einfamilienhauses kann zu einem Großteil durch die Energiezentrale gedeckt werden. Nur bei keiner oder geringerer Abnahme wird überschüssiger Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der notwendige Stromerzeugungszähler ist bereits im Gerät integriert. Die Energiezentrale Logapower FC10 arbeitet mit einer Energieeffizienzklasse von A++ nach der EU-Richtlinie für Energieeffizienz.

Serviceleistungen

Buderus bietet ein Servicepaket über zehn Jahre für das Brennstoffzellenmodul an. Es umfasst die Wartung inklusive einer Funktions- und Leistungsgarantie. Diese ist auch eine Bedingung für die Bezuschussung durch das KfW-Programm 433. Das Servicepaket deckt sämtliche Reparaturen inkl. Ersatzteilen und Arbeitszeit mit ab. Darüber hinaus werden mindestens 85 % der elektrischen Nennleistung von 700 Watt garantiert.

Für das Gas-Brennwertgerät kann der Kunde zwischen dem Servicepaket Premium und dem Angebot Fullservice Premium+ wählen.

Konnektivität

Die Energiezentrale ist mit dem Regelsystem Logamatic EMS plus mit Bedieneinheit Logamatic RC310 ausgestattet. Sie kann per Smartphone und Tablet über die App EasyCell schnell und bedarfsgerecht gesteuert und überwacht werden. So kann zum Beispiel ganz einfach eine Änderung der eingestellten Raum-Solltemperatur erfolgen.

Weiterhin können die Stromerzeugung und der Eigenverbrauch im Gebäude überwacht werden. Damit kann die Wirtschaftlichkeit der Anlage optimiert und kontrolliert werden, indem variable elektrische Verbraucher (Spülmaschine, Waschmaschine) nacheinander bzw. in Zeiten mit geringem Stromverbrauch betrieben werden.

Von PACE unterstützt

Die Buderus Brennstoffzellen – Energiezentrale Logapower FC10 wird von PACE gefördert. PACE ist ein öffentlich – privates Projekt mit einem Volumen von 90 Millionen Euro. Durch das Projekt soll sichergestellt werden, dass sich Brennstoffzellen-μKWKs als Energiesysteme auf dem europäischen Wohnungsmarkt weiter etablieren.

Fotos: Bosch Thermotechnik GmbH

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

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