DAA WärmeIndex: Wie entwickelt sich der Heizungsmarkt

17. Oktober 2022
Politische Ereignisse und die Förderkulisse beeinflussen den Heizungsmarkt stetig. Der DAA WärmeIndex stellt jedes Quartal vor, wie sich das Interesse an Wärmepumpe, Gasheizung und Co. entwickelt haben. Wo stehen regenerative und wo fossile Heizungssysteme?
Gina  Doormann
Dieser Artikel wurde von
Gina Doormann für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenDAA WärmeIndex

Aktuelle Online-Nachfrage nach Heizungssystemen

Thermostat und GeldscheineHeizkosten beeinflussen das Interesse an verschiedenen Heizungssystemen. | Bildquelle: AdobeStock_Stockfotos-MG

Der DAA WärmeIndex stützt sich auf die Online-Nachfrage nach sowohl regenerativ als auch fossil betriebenen Heizungssystemen und wird von DAA aus Hamburg erhoben. DAA ist einer der größten deutschen Online-Dienstleister und Portalbetreiber für regenerative Energietechnik und ist auf Anfragen zu den Themen Heiztechnik, Photovoltaik, Sanierung und Energieeffizienz spezialisiert. Die Portale von DAA verzeichnen dabei eine durchschnittliche monatliche Besucherzahl von etwa 500.000 Seitennutzern (w/m/d).

Der DAA WärmeIndex basiert auf den Anfragen nach Heizungssystemen, die auf den Portalen von DAA abgegeben wurden. Für die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Systeme betrachtet DAA hierfür die Öl- und Gasheizung, für die mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungen hingegen Wärmepumpe, Solarthermie und Pelletheizung. Der DAA WärmeIndex gibt damit Aufschluss über das aktuelle Interesse an erneuerbar und fossil betriebenen Heizungssystemen, stellt diese gegenüber und gewährt Einblicke in den Markt.

DAA Wärme-Indizes der einzelnen Quartale

Hier finden Sie den DAA WärmeIndex des jeweiligen Quartals: zum Sofortlesen und auch zum Download. Sie haben Fragen dazu? Dann schreiben Sie gerne an presse@daa.net.


DAA WärmeIndex Q3 zeigt: Fossile erstmals wieder gefragt – Ölheizung stärker als Gasheizung

Der DAA WärmeIndex überrascht im dritten Quartal 2022 mit unerwarteten Entwicklungen. So übersteigt die Nachfrage nach Ölheizungen bei der DAA GmbH (DAA) aus Hamburg Mitte September die 100 Indexpunkte und hängt damit die ebenfalls steigende Gasheizungsnachfrage ab. Überraschend ist auch die Entwicklung des Interesses an Wärmepumpen: Von Juli bis September halbiert es sich auf hohem Niveau nahezu.

Hamburg, den 17.10.2022. Im dritten Quartal 2022 zeigt sich im DAA WärmeIndex ein kippender Trend: Ging es zuvor seit Februar 2022 für die Anfragen nach regenerativ betriebenen Heizungssystemen nur aufwärts, und für fossile nur abwärts, ist diese Entwicklung seit Mitte August gegenläufig. Damit zeigt sich erstmals seit langem eine steigende Tendenz der Nachfrage nach fossil betriebenen Heizungssystemen: von Juli bis September verdoppelten sich die Indexpunkte nahezu.

Dem gegenüber steht die erstmalig seit März 2022 sinkende Tendenz des Interesses an regenerativ betriebenen Systemen: Von Juli bis September haben sich die Indexpunkte fast halbiert. Sie sanken um 220 von 416 auf 196.

Gasheizung

BEG-Novelle und sinkendes Interesse an Wärmepumpen

Ein Blick auf die Nachfrage nach einzelnen Heizungssystemen bei DAA verdeutlicht deren spezifische Entwicklung. Nach wie vor dominiert auch im dritten Quartal 2022 die Nachfrage nach Wärmepumpen und bewegt sich dabei weiterhin auf einem hohen Niveau. Dennoch zeigt das Interesse an Wärmepumpen bei DAA von Mitte August an einen kontinuierlichen Abwärtstrend. Ein Zusammenhang zur Novelle der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vom 15. August 2022, mit der auch eine um mindestens zehn Prozent verringerte Förderhöhe für Wärmepumpen einhergeht, erscheint plausibel.

Gasheizung

Sinkende Nachfrage nach Pelletheizung: Zeitlicher Zusammenhang zu teureren Pellets

Die Negativentwicklung bei den Nachfragen nach Pelletheizungen steht im zeitlichen Zusammenhang mit stark steigenden Preisen für Pellets. Zwischen Juni und Juli 2022 begann laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) der Pelletpreis zu steigen. Damit sank zugleich der Preisvorteil im Vergleich mit Heizöl, bis es im September mit -0,3 gar keinen Preisvorteil mehr gab. Laut DEPI kostete Heizöl im September 15,22 Cent pro Kilowattstunde, während Pellets mit 15,28 Cent pro Kilowattstunde darüber lagen. Diese Entwicklung stützt auch das Statistische Bundesamt: Demnach waren die Preise für Brennholz und Holzpellets im August 2022 um 86 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Damit hatte die Pelletheizung den großen Vorteil des günstigen Brennstoffes verloren. Das könnte eine mögliche Erklärung für die kontinuierlich sinkende Nachfrage nach Pelletheizungen im 3. Quartal 2022 erklären.

Zum Quartalsende Ölheizung stärker gefragt

Eine weitere interessante Entwicklung betrifft das Verhältnis der Nachfrage nach Ölheizungen und Gasheizungen. Im gesamten vorherigen Zeitraum 2022 wirkte die Ölheizung, als sei sie bereits fast komplett vom Marktgeschehen verschwunden. Nichtsdestotrotz zeigt der DAA WärmeIndex seit Anfang September einen deutlichen Aufwärtstrend bei der Entwicklung der Anfragen nach Ölheizungen. Mitte September überschreitet die Nachfrage sogar mit einem Wert von 125 die magische 100-Marke auf dem Index und bleibt dort bis zum Quartalsende.

Eine Erklärung könnte die Entwicklung der Brennstoffpreise sein: Zwar wurde auch Öl über den ganzen Jahresverlauf 2022 teurer – allerdings nicht so sehr wie Gas. Und während der Gaspreis ungebremst steigt, tritt beim Ölpreis seit etwa Juni/Juli 2022 eine Stagnation ein, während der die Kosten sich bei etwa 15 Cent pro Kilowattstunde einpendeln. Das hält bis September an. Derweil liegt der Gaspreis bereits im August bei 17,62 Cent pro Kilowattstunde, Tendenz aufwärts.

Eine weitere Einflussgröße für die weiterhin nur wenig nachgefragten Gasheizungen könnten die Energiepreis-Entlastungspakete sowie die Gaspreisbremse der Bundesregierung sein. Möglicherweise war die Besorgnis wegen steigender Gaspreise nun weniger groß und damit ein potenzieller Handelsdruck geringer.

Der DAA WärmeIndex zeigt im drietten Quartal 2022 erneut: Interessenten (w/m/d) reagieren sehr sensibel auf energiepolitische Entscheidungen – vor allem hinsichtlich der Förderlandschaft – sowie auf spezifische Energiepreisentwicklungen. Und auch energiepolitische Entscheidungen scheinen sich weiterhin auf das Interesse an verschiedenen Heizungssystemen auszuwirken.

Download DAA WärmeIndex Q3 2022

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DAA WärmeIndex 2. Quartal 2022: Erneuerbare boomen weiterhin, vor allem Wärmepumpen-Nachfrage steigt im Juni nochmals

Als Antwort auf weiterhin hohe und steigende Energiekosten wollen offenbar immer mehr Interessenten (w/m/d) auf erneuerbare Alternativen umsatteln. DAA GmbH (DAA) aus Hamburg beobachtet im 2. Quartal 2022, dass sich dieser Trend aus den vorangegangenen drei Monaten fortsetzt. Während vor allem Wärmepumpen gewollt sind, sind Gas- und Ölheizung weit abgeschlagen.

Hamburg, den 19.07.2022. Die DAA GmbH aus Hamburg beobachtet im gesamten zweiten Quartal 2022 eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach den mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungssystemen Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarthermie. Nach der Gasheizung besteht eine durchschnittlich hohe Nachfrage, während die Ölheizung so gut wie keine Rolle mehr spielt.

DAA WärmeIndex 2. Quartal 2022DAA WärmeIndex 2. Quartal 2022: Indexierte Entwicklung der Nachfrage nach Heizungssystemen | Bildquelle: DAA

Wie das erste Quartal 2022 endete, geht das zweite Quartal 2022 weiter: Wärmepumpen sind auf sehr hohem Niveau gefragt. Auch die Nachfrage nach Solarthermie und Pelletheizung ist weiterhin überdurchschnittlich und bleibt es das gesamte Quartal über.

Wärmepumpen sind auf einem Level von 1.207 Indexpunkten in das Quartal eingestiegen und beendeten es auf beinahe demselben Stand: mit rund 1.100 Indexpunkten. Die im Vergleich geringste Nachfrage nach Wärmepumpen im zweiten Quartal verzeichnete DAA in der Kalenderwoche 24 – mit noch immer stark überdurchschnittlichen 592 Indexpunkten.

Dass das Interesse an alternativen Heizungssystemen weiterhin so stark war und zum Quartalsende nochmals zulegt, könnte in Zusammenhang mit den noch immer hohen und nochmals steigenden Gaspreisen im Zusammenhang stehen. Laut dem Vergleichsportal Verivox kostete eine Kilowattstunde Gas im Juni 2022 rund 13 Cent – um im Juli 2022 auf 16 Cent pro Kilowattstunde zu steigen.

Gasheizung

DAA WärmeIndex 2. Quartal 2022: Gegenüberstellung der Nachfrage nach erneuerbaren und fossilen Heizungssystemen | Grafik: DAA

Auf den Ausruf der zweiten von drei Stufen im Notfallplan Gas durch Wirtschaftsminister Robert Habeck am 23.06.2022, also in Kalenderwoche 24, folgt ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien, vor allem aber nach Wärmepumpen. Dieser Trend hält bis zum Ende des zweiten Quartals 2022 an.

„Wir erwarten eine weiterhin starke bis steigende Nachfrage nach Heizungssystemen, die mit regenerativen Energien betrieben werden, wie etwa Wärmepumpen oder Pelletheizungen“, sagt Rolf Steingrube, einer der Geschäftsführer der DAA GmbH.

Der extrem positiven Entwicklung bei den erneuerbar betriebenen Systemen steht ein weiterhin unterdurchschnittliches, maximal durchschnittliches, Interesse an

Gasheizungen und Ölheizungen gegenüber. Beispielsweise lag der Peak der Nachfrage nach Ölheizungen im zweiten Quartal bei 15 Indexpunkten, der Tiefpunkt bei 7. Die Nachfrage nach Gasheizungen bewegte sich zwischen den Indexwerten 79 und 155. Jedes einzelne regenerative Heizungssystem hat also die fossilen weit abgehängt.

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DAA WärmeIndex Q1 2022: Nachfrage nach regenerativen Heizungssystemen steigt um mehr als 500 Prozent – nach fossilen um weniger als 50 Prozent

Die Nachfrage nach erneuerbaren Heizsystemen steigt im ersten Quartal 2022 bei DAA rapide an, während das Interesse an fossilen Heizungssystemen klar abnimmt. Hohe Energiekosten sowie der Krieg in der Ukraine beeinflussen offenbar die Schwerpunktsetzung von Interessenten (w/m/d). Die „Wärmepumpen-Offensive“ sowie Habecks „EEG-Osterpaket“ geben zudem von politischer Seite klar die Richtung hin zu regenerativen Systemen vor.

Hamburg, den 26.04.2022. Das erste Quartal 2022 war sowohl politisch als auch energiepolitisch sehr bewegt. Dabei hat sich der Aufwärtstrend bei der Nachfrage nach regenerativen Heizungssystemen, der bereits im 4. Quartal 2021 begonnen hatte, noch deutlich verstärkt. Auch die Entwicklung bei den Anfragen nach den fossil betriebenen Ölheizungen und Gasheizungen ähnelte der vorhergehenden Entwicklung.

Infografik: Entwicklung Anfragen fossile vs. erneuerbare Heizungen bei DAAIm ersten Quartal 2022 liegen die Nachfragen nach Erneuerbaren deutlich über denen nach Fossilen. | Grafik: DAA

Relevante innen- und außen- sowie energiepolitische Daten aus dem ersten Quartal beeinflussten das von DAA beobachtete Anfrageverhalten von Interessenten (w/m/d). Direkt in Kalenderwoche 4, am 24. Januar 2022, sorgte der plötzliche und vorgezogene vorläufige Stopp der Neubauförderung von Effizienzgebäuden 55 für zusätzliche Unruhe im Bausektor.

DAA bemerkte eine Reaktion darauf daran, dass für die folgenden drei Wochen nur noch ein marginaler Anstieg an Nachfragen nach den erneuerbaren Systemen Solarthermie, Wärmepumpe und Pelletheizung erkennbar war: Es ging in diesem Zeitraum lediglich um 9 Indexpunkte nach oben. Bei den fossilen Systemen Ölheizung und Gasheizung ging die Nachfrage fast simultan zurück und zeigte erst von KW 6 bis 7 wieder eine Erholung.

Steiler Anstieg der Nachfrage nach erneuerbaren Heizungssystemen

Aber ab der KW 7 drehte sich diese Entwicklung: Die Erneuerbaren legten in der Folgewoche um ganze 122 Indexpunkte zu, während die Fossilen 27 Punkte verloren. Was geschah in dieser Woche? Im Vorlauf der Eskalation des Konfliktes in der Ukraine hatten russische Truppenbewegungen mehrere hochrangige westliche Politiker dazu gebracht, den russischen Präsidenten Putin zu treffen. Eine allgemeine Nervosität wurde spürbar und auch das Thema der Abhängigkeit vom russischen Gas und Öl wurde bereits medial thematisiert.

Das Ergebnis: ein deutlich steigendes Interesse an alternativen Heizungslösungen zu Gas und Öl – bei gleichzeitiger Abwendung von fossilen Brennstoffen. Diese Entwicklung verfestigte sich während des gesamten ersten Quartals 2022, zumal mit dem tatsächlichen Beginn des Ukraine-Krieges am 24.02.2022 in der 8. Kalenderwoche.

Die von Bundeskanzler Olaf Scholz thematisierte „Zeitenwende“ scheint nicht allein außen-, sondern auch energiepolitisch eingetreten zu sein. Von KW 7 bis KW 9 legten die Anfragezahlen nach erneuerbaren Heizungssystemen bei DAA um 189 von 179 auf 368 Indexpunkte zu: ein Anstieg um mehr als das Doppelte. Derweil nahm das Interesse an fossil betriebenen Heizungssystemen um 24 Indexpunkte ab: Es sank von 185 Indexpunkten in KW 7 auf 161 Indexpunkte in KW 9.

Neben Sorgen um die persönliche Versorgung mit Gas zum Heizen kam seit Kriegsbeginn auch hierzulande die Belastung durch kontinuierlich steigende Energiepreise hinzu. Bereits vor dem Krieg, seit Jahresbeginn, waren die Energiepreise sprunghaft angestiegen. Laut dem Vergleichsportal Verivox hatte etwa Gas noch im Dezember 2021 rund 8,5 Cent pro Kilowattstunde gekostet und war im Januar 2022 mit rund 16,5 Cent pro Kilowattstunde auf mehr als das Doppelte geschnellt.

Der Strompreis hat mit dem Jahreswechsel ebenfalls stark angezogen: von rund 35 Cent pro kWh im Dezember 2021 auf rund 41 Cent pro Kilowattstunde im Januar 2022. Mit dem Kriegsbeginn stiegen zudem die Preise fürs Tanken: In der KW 10 überschritten sowohl Benzin als auch Diesel die 2-Euro-Marke pro Liter.

Energiekosten Q1 2022 laut Verivox

Gas

Strom

(Dez 21)

(8,52 ct/kWh)

(34,64 ct/kWh)

Jan

16,51 ct/kWh

40,64 ct/kWh

Feb

14,15 ct/kWh

38,82 ct/kWh

März

12,98 ct/kWh

37,02 ct/kWh

(Quelle: verivox.de)

Heizungs-Austauschprogramm wird vorgezogen: Nachfrage nach Erneuerbaren zieht an

Grafik: Nachfragen nach verschiedenen Heizungssystemen bei DAA im ersten Quartal 2022Das Interesse an Wärmepumpen lag das komplette erste Vierteljahr 2022 weit über dem an allen anderen Heizsystemen. | Grafik: DAA

Die Politik reagierte in der KW 12, am 24.03.2022, auf die gestiegenen Energiepreise mit dem „Energie-Entlastungspaket“: Neben Einmalzahlungen enthält es die Senkung der Kraftstoffsteuer für drei Monate und stark vergünstige Fahrkarten für den öffentlichen Personennahverkehr – als Alternative zum Auto. Zudem wurde die Austauschpflicht für Gasheizungen angepasst: Statt wie vorher ab 2025 soll nun bereits ab 2024 jede neu eingebaute Gasheizung zu 65 Prozent erneuerbare Energie integrieren – und auch das Austauschprogramm für Heizungsanlagen, die älter als 20 Jahre sind, soll novelliert werden. Weiterhin hat Bundeswirtschaftsminister Habeck eine „Wärmepumpen-Offensive“ angekündigt. Diese politischen Ankündigungen erklären, dass die Nachfrage nach Erneuerbaren von KW 12 bis KW 13 um nochmals 159 Indexpunkte anzog: von 450 auf 609 Indexpunkte. Allein die Wärmepumpen-Anfragen stiegen um 264 Indexpunkte. Zum Vergleich: Die Fossilen stiegen um lediglich 29 Indexpunkte von 119 auf 148 Indexpunkte an.

Bereits in der 9. KW, am 04.03.2022, hatte Bundeswirtschaftsminister Habeck das „EEG-Osterpaket“ angekündigt. Die zahlreichen enthaltenen Änderungen unterstrichen den Willen der Regierung, den Ausbau der Versorgung durch erneuerbare Energien voranzubringen. Bei den verstärkten Bestrebungen, eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erlangen, spielt für die Bundesregierung nun auch die strategische Abhängigkeit vom Hauptlieferanten Russland, der mit 55 % Anteil den Löwenanteil an den deutschen Gas-Importen hält, eine elementare Rolle von nationaler Tragweite. Bundesfinanzminister Lindner spracht in diesem Kontext bei den erneuerbaren Energien auch von „Freiheitsenergien“.

Der BDEW (Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft e. V.) veröffentlichte derweil Daten, nach denen der Erdgasverbrauch in Deutschland in den Monaten Januar und Februar 2022 im Vergleich zu 2021 ebenfalls gesunken ist. Dies steht selbstredend in keinem Zusammenhang zu den reduzierten Anfragen nach Gas- und Ölheizungen. Dennoch könnte der Rückgang um rund 8 bis 11 Prozent im Verbrauch durchaus auf ein Hinterfragen des eigenen Heizverhaltes durch Verbraucher in Anbetracht steigender Energiepreise hindeuten. Weiterhin seien laut BDEW im selben Zeitraum 54 Prozent des deutschen Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt worden.

Prozentuale Entwicklung der Nachfrage nach einzelnen Heizungssystemen bei DAA im 1. Quartal 2022 (von KW 13 im Vergleich zu KW 1)

System

Entwicklung in %

Regenerativ

509,28

Fossil

47,97

Gasheizung

53,21

Ölheizung

7,14

Pelletheizung

212,35

Solarthermie

368,10

Wärmepumpe

782,43

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