Wärmespeicher - Wärme nach Bedarf

Pufferspeicher und Warmwasserspeicher einer zentralen Warmwasserbereitung haben mehrere Aufgaben im Heizkreislauf. Pufferspeicher nehmen Wärme langfristig auf und verbessern den Wirkungsgrad einer Heizungsanlage, wenn sie richtig dimensioniert sind. Für manche Systeme und bei einer Kombination verschiedener Heizungen ist ein Pufferspeicher unbedingt notwendig. Auch bei der Warmwasserbereitung hat ein zentraler Wärmespeicher Vorteile.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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HeizungenHeizsystemWärmespeicher

Wärmespeicher im Heizkreislauf & der Warmwasserbereitung

Ein Kombispeicher erwärmt Heiz- und
Warmwasser gleichzeitig,
Bild: www.wagner-solar.com

Wärmespeicher erfüllen eine wichtige Rolle im Heizkreis­lauf. Einer der Vorteile vom Wärmespeicher liegt in einer verbesserten Taktung der Heizung, vor allem bei Kesseln, die zu groß dimensioniert sind. Der Brenner der Heizung arbeitet für längere Zeiträume und in größeren Abständen.

Dies erhöht den Wirkungsgrad und die Lebensdauer der Anlage - und auch der Schadstoffausstoß sinkt. Ein Wärmespeicher für die Heizung bietet sich im Neubau wie auch im Bestandsbau an.

Wann ist ein Wärmespeicher notwendig?

Grundsätzlich ist der Einsatz von einem Wärmespeicher nicht zwingend, wenn man nur eine einzelne (und gut ausgelegte) Heizung besitzt. Aber auch in diesem Fall reduziert ein guter Wärmespeicher die Heizkosten. Erzeugt man Wärme über regenerative Heizsysteme wie einer Festbrennstoffheizung (Pelletheizung, Holzvergaser, Scheizholzkessel), einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage, ist ein Pufferspeicher notwendig.

Eine Solarthermieanlage erzeugt nur unregelmäßig Wärme, so dass der Wärmespeicher in Zeiten geringen Wärme­aufkommens genug Energie zum Beheizen eines Gebäudes enthält, während Holzheizungen viel effizienter und durchgängig im Volllastbetrieb arbeiten. Bei der Wärmepumpe gleicht der Wärmespeicher eventuelle Sperrzeiten aus, in denen das System nicht arbeitet.

Auch im bivalenten Heizbetrieb, also der Kombination mehrerer Energieerzeuger - beispielsweise einer Gasbrenntwertheizung zusammen mit einer Solarthermieanlage - ist ein Wärmespeicher sinnvoll. Entscheidend ist beim Kauf von einem Wärmespeicher die Wahl der richtigen Größe. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) knüpft abhängig von der Wahl des Heizsystems bestimmte Mindestgrößen vom Wärmespeicher an die Vergabe von Fördergeldern.

Der Wärmespeicher in der zentralen Warmwaserbereitung

Auch eine zentrale Warmwasserbereitung benötigt einen Wärmespeicher. Während eine dezentrale Warmwasserbereitung in separaten Räumen bedarfsabhängig Wasser erwärmt (meist elektrisch), arbeitet eine zentrale Warmwasserbereitung mit Wärmespeicher kostengünstiger. Zentrale Heizsysteme arbeiten weitaus effektiver als kleine, dezentrale System und auch eine Ergänzung oder ein Wechsel der Energiebereitstellung verursacht keine Probleme.

Bei der Planung vom einem Wärmespeicher für die Warmwasserbereitung ist einerseits das Speichervolumen und die Größe des Speichers wichtig. Das Speichervolumen hängt vor allem von der Anzahl der Personen in einem Haushalt und dem Verbrauchsverhalten ab. Als Richtwert kann man von einer Speichergröße von 50 Liter pro Person im Haushalt ausgehen. Weiterhin sind auch Brauchwasser-Wärmespeicher erhältlich. In diesem speziellen Wärmespeicher ist das Trinkwasser selbst das Wärmeträgermedium.

Fachbetriebe für Heiztechnik beraten gern über die verschiedenen Wärmespeicher und ihren Einsatz im Alt- und Neubau.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmespeicher

Ansprechpartner für Dämmung eines kleinen Holzhauses in HH gesucht

Wir haben ein Grundstück gepachtet, auf welchem auch ein Gartenhaus (24qm) aus Holz steht. Da wir das Haus vom vorherigen Eigentümer übernommen haben, wissen wir nicht ganz genau, wie es aufgebaut wurde. Boden und Wände sind wohl etwas gedämmt (mit Mineralwolle??), die Wände sind wahrscheinlich so aufgebaut: Profilholz (ca. 2 cm außen - ca. 8 cm Dämmung – wieder Profilholz, ca. 2cm. Ganz genau wissen wir es aber nicht. Das Haus ist schon ca. 10 Jahre alt, es hat keine Feuchtigkeitsschäden oder ähnliches. Aber es hat einen extrem hohen Wärmeverlust. Im Sommer überhitzt es bei der kleinsten Sonneneinstrahlung, im Winter geht die Heizungswärme von drinnen innerhalb kürzester Zeit wieder verloren. Wir haben letztes Jahr das Dach dämmen lassen mit 80mm Holzfaserdämmplatte, weil wir eine 2.Ebene eingebaut haben zum Schlafen. Obwohl die Zwischendecke nur aus OSP-Platten besteht, speichert das „Dachgeschoss“ im Winter die Wärme schon viel besser als der Rest des Hauses. Im Sommer überhitzt es allerdings auch schnell. Wir würden gern wissen, ob es sich lohnt, Maßnahmen zu ergreifen für eine bessere Wärmespeicherung im Winter bzw. für besseren Hitzeschutz im Sommer und wenn ja, welche Maßnahmen dies sein müssten. An wen kann man sich denn diesbezüglich wenden? Wir haben einen befreundeten Tischler, aber so richtig kennt der sich mit Dämmaßnahmen etc. auch nicht aus. Und man hört ja auch immer wieder, dass bei Holzhäusern eine Dämmung nicht sooo viel bringt, solange keine Masse eingebracht wird. Haben Sie einen Tipp hier für den Raum Hamburg?
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Sicher kann man noch etwas machen, aber da spielen einige Faktoren eine Rolle, z. B. Vorhandene (Dach)-Fenster, jetziger Wandaufbau,tragende Bauteile... Schreiben kann ich das hier nicht alles, aber Sie können gerne anrufen, telefonisch lässt sich einiges besser erläutern.

Produziert ein BHKW weiter Strom, auch wenn der Wärmespeicher voll ist?

Also ich möchte mir ein BHKW zulegen - wenn nun der Wärmespeicher voll ist, produziert das BHKW trotzdem noch die gleiche Spitzenlast Strom? Obwohl keine thermische Last mehr benötigt wird?
Antwort von FET Fleischer EnergieTechnik

Ein BHKW wird entweder Strom geführt oder Wärme geführt! Was heißt das?
Strom geführt läuft das BHKW so lange, bis kein Strom mehr benötigt wird.dh. es müssen so viel Pufferspeicher vorhanden sein, das die gemachte Wärme auch abgenommen werden kann. zb. Krankenhaus oder Altersheim.
Wärmegeführt läuft das BHKW so lange , bis alle Pufferspeicher voll sind und dann geht das BHKW aus. Meist kleinere Anlagen

Lüftungsanlage tauschen: Worauf muss ich achten?

Ich plane den Austausch einer Aerex bw175 Lüftungsanlage mit Latentwärmespeicher. Worauf muss ich beim Austausch achten? Welche Hersteller / Anlagen sich empfehlenswert?
Antwort von Rolf Schlechter Haustechnik GmbH

Kompatiblität der Anschlüsse sind wichtig . Guter Hersteller ( wenn es auch keiner lesen will !!!! ) ist die Fa. Wolf Heiztechnik . Gutes Preis / Leistungsverhältnis , gute Wartungsmöglichkeiten , und Appfähig , seit Sommer 2016 einige Anlagen in Betrieb . Alle Kunden hochzufrieden .
Reglereinstellung spielend einfach , auch ohne technische Fachkenntnis .
Weiterer Tipp ; Anlage nicht zu groß auslegen , da sonst Strömmungsgeräusche die Folge sein können .

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