Hocheffizienzpumpe: Sparmeister der Umwälzpumpen

22. April 2021
Die Hocheffizienzpumpe gehört zu den Heizungspumpen und sorgt damit für den Kreislauf des Heizwassers im Heizsystem. Zugleich ist sie die derzeit modernste Variante der Heizungs- oder Umwälzpumpe - eine echte Energiesparpumpe, welche die Sparsamkeit anderer elektronisch geregelter Pumpen noch übertrifft.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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Hocheffizienzpumpe – was zeichnet sie aus?

© rhenag Rheinische Energie AG

Bereits eine ältere elektronisch geregelte Umwälzpumpe kann im Vergleich zu ungeregelten Pumpen als Energiesparpumpe bezeichnet werden. Ungeregelte Heizungspumpen erbringen stets dieselbe Pumpleistung (einstufige ungeregelte Pumpen), unabhängig vom konkreten Wärmebedarf innerhalb einer Immobilie, oder sie lassen sich manuell auf einige Stufen einstellen (mehrstufige ungeregelte Pumpen).

Beides wird einer modernen Heizung nicht gerecht. Eine geregelte Heizungspumpe orientiert sich als Energiesparpumpe dagegen am aktuellen Wärmebedarf und verhindert so, dass die Pumpe mit zu hoher Leistung läuft und damit Energie verschwendet.

Die Hocheffizienzpumpe ist eine Variante der elektrisch geregelten Heizungspumpe. Gegenüber einer ungeregelten Pumpe ist sie alleine deshalb bereits eine Energiesparpumpe. Von einer älteren geregelten Heizungspumpe unterscheidet sich die Hocheffizienzpumpe durch einen besonders effizienten Motor.

Laut Broschüre „UmweltWissen - Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen“ des Bayerischen Landesamts für Umwelt verbraucht die mit einem Synchronmotor laufende Hocheffizienzpumpe bis zu 70% weniger Strom als eine herkömmliche geregelte Energiesparpumpe mit Asynchronmotor. Die Hocheffizienzpumpe ist also quasi die Energiesparpumpe unter den Energiesparpumpen mit deutlich reduziertem Pumpenstromverbrauch.

Gemessene Energieeffizienz bei Heizungspumpen

Seit dem Jahr 2005 existiert eine freiwillige Selbstverpflichtung europäischer Pumpenhersteller, die unter Leitung des europäischen Pumpenhersteller-Verbandes „Europump“ entstanden ist und von vielen großen Herstellern unterzeichnet wurde. Die Hersteller verpflichteten sich, Heizungspumpen mit einem Energielabel zu kennzeichnen, das man etwa von Haushaltsgeräten wie Kühlschränken kennt und das Energieklassen von „A“ bis „G“ bietet. Eine Hocheffizienzpumpe hat in der Regel die Energieklasse „A“.

Die Energieklasse einer Hocheffizienzpumpe oder anderen Pumpe wird durch den Energieeffizienzindex (EEI) der Pumpe festgelegt. Dieser Wert orientiert sich an einer Referenzpumpe, die dem Wert 100% oder 1 entspricht. Bis Ende 2012 liegt der Wert für die Effizienzklasse „A“ bei einem EEI-Wert unter 0,4. Die Effizienzklasse „G“ entspricht einem EEI-Wert ab 1,4, wobei Pumpen mit diesen Werten meilenweit von denen einer Hocheffizienzpumpe entfernt sind. 2013 werden sich die Werte noch verschärfen.

Hocheffizienzpumpe wird andere ersetzen

Ab Anfang 2013 darf eine zum Verkauf angebotene Hocheffizienzpumpe nur noch einen EEI-Wert von maximal 0,27 besitzen. 2015 sinkt der maximal zulässige EEI-Wert erneut und zwar auf 0,23. Das gilt für sogenannte Nassläuferpumpen, bei denen das gepumpte Wasser auch zur Kühlung des Elektromotors verwendet wird. Die neue Regelung bedeutet nicht, dass man nun sofort einen Fachbetrieb kontaktieren muss, um die ältere geregelte Heizungspumpe gegen eine modernere Hocheffizienzpumpe austauschen zu lassen. Sie gilt für den Kauf einer neuen Pumpe.

Fachbetriebe für Heiztechnik beraten Sie gerne weiter rund um den Einbau einer neuen Hocheffizienzpumpe (zum Beispiel zum wichtigen hydraulischen Abgleich) und wie schnell sich der Preis einer neuen Umwälzpumpe bezahlt macht.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Hocheffizienzpumpe

Brennwerttherme heizt Räume nicht richtig auf

Wir bewohnen Lim Landkreis Fulda seit August letzten Jahres einen vorschriftsmäßig gedämmten 138 qm-Bungalow ohne Keller mit einer Einzelraum-gesteuerten ROTH-FBH (17 Heizkreise, 17 mm Systemheizrohre x-Pert S5 im Zementestrich unter keram. Fliesen), die von der Weishaupt Brennwerttherme WTC 15-A W-PEA mit integrierter Hocheffizienzpumpe versorgt wird. Seit Oktober 2017 betrug der Flüssiggasverbrauch in der zu Ende gehenden Heizperiode im Durchschnitt rd. 65 Liter pro Woche bzw. 260 Liter pro Monat. Das Haus als Ganzes wurde gut warm und wir haben auch nicht gelitten, aber ... Problem: In Bad/WC (Gesamtfläche 8,3 qm) konnte in der Übergangszeit höchstens eine Raumtemperatur von 20°C und bei Außentemperaturen im Minusbereich von höchstens 19°C erreicht werden, obwohl der Raumthermostat natürlich höher gestellt war. Die aus Komfortgründen gewünschte Normheiztemperatur von 24°C konnte auch nicht annähernd erreicht werden. In diesem Heizkreis (die beiden über Eck stehenden Heizkreisverteiler befinden sich in der Trennwand des räumlich unmittelbar angrenzenden kl. Abstellraums) sind für Bad und WC zusammen angeblich 65 m Heizrohr (Anbindelänge 5 m) verlegt worden, was nicht mehr geändert werden kann und wohl hingenommen werden muß. Die benachbarten Heizkreise werden im Teillastbetrieb gefahren. Auslegung lt. "Nachweis des hydraulischen Abgleichs": Bad (4,70 qm, Heizlast 425 W, Massenstrom 17 kg/h, 48 m Heizrohr); WC (1,9 qm; Heizlast 145 W, Massenstrom 17,4 kg/h, 17 m Heizrohr), das vom Bad aus über eine geschlossene Türe erreicht wird. Die offene Dusche (1,5 qm) ist vom Bad aus direkt zugänglich und verfügt über keine FBH. Frage: Wo liegt der Kern des Problems? Ist hier Abhilfe mit technischen Mitteln möglich? Könnte mit Einbau eines einstellbaren Differenzdruckreglers oder Austausch der konventionellen Verteiler und Installation voreinstellbarer Heizkreisventile mit integrierter Differenzdruckregelung ("automatischer hydraul. Abgleich") eine zuverlässige Lösung gefunden werden? Was ist zu tun?
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Ob die Raumheizlasten und die Hydraulik korrekt berechnet und danach entsprechend installiert wurde, lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Die Volumenströme erscheinen mir jedoch deutlich zu niedrig.
Ebenso ist unbekannt, ob die Restförderhöhe der integrierten Heizkreispumpe ausreichend ist.

Ein „automatischer hydraulischer Abgleich“ ist eine rein plakative Werbung der jeweiligen Anbieter, da es diesen normalerweise nicht geben kann.

Energieeffizienz-Experte / TGA Planung / freier Gutachter
http://www.gesbb-energieberatung.de/

Alte Heizungs-/Solarpumpen austauschen - nur wie?

Ich möchte meine in die Jahre gekommenen Heizungs- bzw. Solarpumpen durch energiesparende Hocheffizienzpumpen austauschen. Beide Pumpen sind allerdings integriert in eine Solarstation KS0110 bzw. ein Heizkreisset HSM20. Beides aus dem Jahr 2002. Wie kann das am besten durchgeführt werden? Müsste ich die kompletten Komponenten tauschen oder ist auch nur ein Pumpentausch möglich? Alles zusammen hängt an einer Logamatic 4111.
Antwort von Energieberatung für Heizungssanierung Rudi Wärthl

Pumpentausch ist jederzeit möglich !!

Austausch der Heizungspumpen - Heizwasser wechseln?

Ich werde vier alte Heizungspumpen gegen Hocheffizienzpumpen austauschen. Muss gleichzeitig neues Heizwasser verwendet werden oder sollte ich das alte Heizungswasser behalten?
Antwort von OTTO KONRAD moderne wärme

Was die Kollegen weiter unten schreiben ist richtig. Gerade die modernen Pumpen ziehen gerne mal Magnetit an. Sicherheitshalber sollte das neue Heizungswasser nach Herstellerangaben behandelt werden (allein schon wegen der Garantie) bzw. ein Schlammabscheider montiert werden.

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