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    Heizsysteme für Passivhäuser

    Obgleich der Name dazu verleitet, benötigt auch ein Passivhaus ein System zur Wärmeerzeugung. Besonders die Warmwasserbereitung kommt nicht ohne zusätzliche Energiequellen aus - aber auch der Wärmebedarf benötigt ein kleines System um ein warmes Heim sicherzustellen. Aber was ist die beste Passivhaus Heizung?
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    Passivhaus Heizung im Überblick

    Das Passivhaus ist nach den Kriterien das Passivhausinstituts Darmstadt unter anderem so definiert, dass es einen Heizwärmebedarf von höchstens 15 Kilowattstunden im Jahr auf den Quadratmeter (kWh/m2a) nicht übersteigen darf. Weiterhin darf der Primärenergiebedarf nicht über 120 kWh/a liegen und auch die Luftdichtheit und Dämmung unterliegen strengen Voraussetzungen.

    Ein gewisser Teil des Wärmebedarfs wird durch die Bewohner selbst sowie durch solare Gewinne (Einstrahlung durch Fenster und andere Bauteile) gedeckt. Ein weiterer Teil der Energie wird oft durch Wohnraumlüftungssysteme gedeckt, die gleichzeitig über eine integrierte Wärmerückgewinnung dem Gebäude Energie zuführen. Es verbleibt aber immer noch eine Restmenge an Energie, die durch diese Zuflüsse nicht abgedeckt werden kann, vor allem für die Warmwasserbereitung. Welche Systeme bieten sich als Passivhaus Heizung an?

    Video: EnergieAgentur.NRW, Lizenz: CC BY 3.0

    Kompaktgeräte übernehmen alle Aspekte der Passivhaus Heizung

    Eine Passivhaus Heizung erfordert eine sehr detaillierte Heizlastberechnung, damit der Wärmeerzeuger zum Objekt passt. Stellenweise kann man die notwendige Heizlast (circa 10 Watt pro Quadratmeter) auch durch eine Zuheizung bereitstellen, welche in das Lüftungsgerät integriert ist. Die Heizwärme wird dann direkt über die Zuluft mittransportiert und ein Wärmeverteilnetz entfällt.

    Oft kommen zur Bereitstellung der Restwärme sogenannte Kompaktgeräte als Passivhaus Heizung zum Einsatz. Sie vereinen mehrere Funktionen und stellen somit die sachgerechte Lüftung, den Heizwärmebedarf und die Warmwasserbereitung gleichzeitig sicher. Der zusätzliche Wärmeerzeuger ist oftmals entweder eine Wärmepumpe (hier kann das ganze Spektrum von Luft-Luft über Luft-Wasser oder auch Sole-Wasser eingesetzt werden), ein kleines Gasbrennwertgerät oder auch ein sehr kleiner Biomasse-/Pelletkessel (noch nicht breit am Markt vertreten).

    Die Wärmeverteilung erfolgt dann entweder wie oben erwähnt über die Zuluft oder ein klassisches Verteilnetz wie zum Beispiel einer Fußbodenheizung. Das Warmwasser wird dann in einem zusätzlichen internen Speicher bevorratet.

    Passivhaus Heizung mit klassischen Heizsystemen

    Man muss allerdings nicht zwangsläufig auf ein Kompaktgerät als Passivhaus Heizung zurückgreifen. Auch klassische Heizsysteme finden neben der notwendigen Wohnraumlüftung durchaus ihren Platz im Passivhaus. Die ganze Palette von Gasbrennwertgeräten über Wärmepumpen, Pelletheizungen oder kleineren Einzelöfen steht zur Wahl. Bei Einzelöfen sollte man beachten, dass der Raum nicht durch die Feuerung überhitzt.

    Der hauptsächliche Unterschied zwischen Passivhaus Heizung und einer herkömmlichen Heizung im Einfamilienhaus besteht vor allem in der Dimensionierung der Wärmeerzeuger der Passivhaus Heizung - aufgrund der niedrigen Heizlast kann das System sehr klein ausfallen (natürlich wie immer die Warmwasserbereitung im Auge behalten).

    Zusätzlich kann man das Dach des Hauses in die energetische Planung mit einbeziehen. Hier kann man entweder eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung - eine sehr effektive Wahl in Kombination mit einer häuslichen Wärmepumpe - oder eine Solarthermieanlage zur Wärmebereitstellung in Betracht ziehen.

    Fachbetriebe für Heiztechnik helfen Ihnen bei der passgenauen Berechnung einer Passivhaus Heizung.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Heizungsfinder.de