Heizen mit der Brennstoffzelle


Mit einer Brennstoffzellenheizung erhalten Sie das modernste Heizsystem, das es zu kaufen gibt. Sie erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig - somit bleibt Ihre Immobilie ganzjährig warm und nebenbei erzeugen Sie einen beachtlichen Teil Ihres Haushaltsstromes. Überschüssigen Strom speisen Sie gegen eine garantierte Vergütung ins allgemeine Stromnetz ein. So erhalten Sie Strom und federn die Investition in Ihre neue Heizung ein wenig ab.

Eine Brennstoffzellenheizung arbeitet im Prinzip wie ein BHKW ohne Motor oder Verbrennung - und ist so deutlich effizienter, da eine Menge Umwandlungsverluste und somit auch Fehlerquellen wegfallen. Ihr elektrischer Wirkungsgrad ist erheblich höher. Die Brennstoffzelle gewinnt direkt Strom und Wärme vollständig aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Den Wasserstoff gewinnt die Brennstoffzellenheizung aus der handelsüblichen häuslichen Erdgasversorgung.

Was eine Brennstoffzellenheizung kostet

Eine Brennstoffzelle kostet derzeit (2018) zwischen 20.000 bis 25.000 Euro pro Gerät, zuzüglich Installation und Inbetriebnahme. Insgesamt fallen also Kosten um die 30.000 Euro für eine neue Brennstoffzellenheizung an. Allerdings gibt es staatliche Fördergelder, beispielsweise vom BAFA und der KfW, die diese Kosten um einige Tausend Euro senken.

Dazu erhalten Sie für den Strom aus Ihrer Brennstoffzelle eine Einspeisevergütung zuzüglich weiterer Boni - die meisten Brennstoffzellen für den Endkunden liegen im Leistungsbereich von bis zu 50 kW elektrischer Leistung:

Leistung (kW) Einspeisevergütung je Kilowattstunde (kWh)
bis zu 50 kW 8 Cent
50 bis zu 100 kW 6 Cent
mehr als 100 bis zu 250 kW 5 Cent
mehr als 250 kW bis zu 2 Megawatt 4,4 Cent
mehr als 2 Megawatt 3,1 Cent

Genau aufgeschlüsselt setzt sich die Einspeisevergütung für Brennstoffzellen folgendermaßen zusammen:

Teilbereiche der Einspeisevergütung für Brennstoffzellen Einspeisevergütung
Preis Leipziger Strombörse 3. Quartal 2016 (bei Einspeisung)
2,826 Cent/kWh
KWK-Bonus (bei Einspeisung / Eigenverbrauch)
8 Cent/kWh
Vergütung für vermiedene Netznutzung 0,3 bis 1,5 Cent/KWh

Fördergelder machen die Brennstoffzelle attraktiv

Programm BAFA Zuschuss / Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen KfW Programm 433 "Zuschuss Brennstoffzelle"
Höhe der Förderung Gestaffelter Festbetrag von 1.900 bis 3.500 Euro Festbetrag von 5.700 Euro
Boni Wärmebonus +25% der Basisförderung 450 Euro pro 100 Watt angefangener elektrischer Leistung von 0,25 - 5,0 kWel
Stromeffizienzbonus +60% der Basisförderung
Besonderheiten Nur im Altbau, auch in Gewerbeimmobilien oder kommunalen Gebäuden Neubau und Altbau, nur Ein- und Zweifamilienhäuser, seit Sommer 2017 auch für Gewerbe- oder kommunale Immobilien


Die Brennstoffzellenheizung ist teurer als eine Gasheizung, da sie noch recht neu ist. Die Preise für eine Brennstoffzelle liegen aktuell bei etwa 30.000 Euro. Jedoch hat der Gesetzgeber das Potential der Brennstoffzelle erkannt und bietet deswegen sehr großzügige Förderungen an, wenn Sie eine Heizung mit Brennstoffzelle erwerben. Und es steht zu erwarten, dass die Preise für diese Technologie in den kommenden Monaten weiter sinken werden. Detailinformationen zur Vergütung und den Fördergeldern für Brennstoffzellenheizungen erhalten Sie hinter den Links in der obigen Tabelle.



Die Brennstoffzellenheizung arbeitet leise & umweltschonend

Ein weiterer Vorteil der Brennstoffzelle: die Schadstoffemissionen sind sehr gering. Die Kohlendioxid-Emissionen sind außerordentlich niedrig und auch Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid oder Ruß- und Staubemissionen oder Stickoxide fallen im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen, die über Verbrennung arbeiten, kaum an. Außerdem ist eine Brennstoffzellenheizung sehr leise. Ein zusätzlicher Lärmschutz ist nicht nötig. Heizen mit einer Brennstoffzelle ist für Einfamilienhäuser wie Zweifamilienhäuser problemlos möglich. Inzwischen gibt es Geräte in einem Leistungsbereich, die perfekt auf die Bedürfnisse üblicher Wohnimmobilien angepasst sind. Im Prinzip benötigen Sie nur eine kleine Stellfläche und einen Anschluss an das lokale Gasnetz.

Grafik: ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.

Durch den modularen Aufbau der Brennstoffzellengeräte gibt es natürlich auch Lösungen, die größere Wohn- oder Gewerbeflächen sicher mit Heizenergie und Elektrizität versorgen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den verschiedenen Typen von Brennstoffzellen in der Heiztechnik.

Jetzt Fachbetriebe für BHKW finden
  • Geprüfte Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!

Bildnachweise: Die Brennstoffzellenheizung im Überblick - © Gina Sanders - Fotolia.com

Was eine Brennstoffzellenheizung kostet - © Gina Sanders - Fotolia.com

Brennstoffzellen Hersteller - © Konstantin Yuganov - Fotolia.com

Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Neue Heizung für altes Bauernhaus

Heizung für altes Bauernhaus (denkmalgeschützt), ca. 280qm: welche Heizung bietet sich an und mit welchen Kosten muss man rechnen?
Antwort von Buderus Deutschland

Hallo, wir bieten ein Tool an, in dem verschiedene Varianten gerechnet werden. https://www.buderus.de/de/heizsystemberater
Entscheidend ist auch, welcher Energieträger ( Erdgas, Strom für Wärmepumpe oder Pellet) verwendet werden soll, d.h. es sollte geprüft werden ob Erdgas anliegt. Soll ein Kaminofen zum Einsatz kommen? Ist ein Schornstein oder Kamin verfügbar? Soll eine Fußbodenheizung eingebaut werden? Denkbar wäre auch ein Hybridsytem, also eine Kombination aus verschiedenen Energieformen.
z.B. Gasbrennwertkessel mit Anbindung eines Kaminofens und Solaranlage.
GBH192i als Hybridmodell https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/alle-produkte/8089_logamax-plus-gbh192it

Ölheizung austauschen - welche Heizung ist zu empfehlen?

Ich habe derzeit eine Öl-Heizung. Gas liegt nicht an, welche Heizung würden Sie empfehlen, mit welchen Fördermitteln kann ich rechnen und wie sind die Preisunterschiede? Es ist ein Einfamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschos, 4 Zimmer ober Trempelhöhe 80 cm. 5 Zimmer im Erdgeschos, voll unterkellert keinerlei Isolierung der Hülle. Standort Thüringen.
Antwort von Energieberatung Ing. Büro Sperber

In so einem Fall rate ich auch die ganze Hülle zu dämmen. Ich empfehle eine Pelletheizung und eine Solarthermie mit Heizungsunterstützung. Die Heizung + Pelletlager+ Solar + Speicher kosten ca. 40000 Euro in meiner Region. Der Pelletkessel und auch die Solarthermie siehe BAFA wird ( ca 8000) gefördert.
Die Hülle wird von der KfW je nach Standard mit max 30000( 30 % von 100000 Euro Investition) Euro pro Wohneinheit + 4000 Euro (für Baubegleiztung) gefördert (Wenn die Dachgeschosswohnung als eine Wohneinheit, eine abgeschlossene Wohnung darstellt, hätten Sie 2 Wohneinheiten. Dann wäre die Förderung max 60000 +4000 Euro)

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Ergänzung oder Alternative zur Luftwärmepumpe im Neubau in Baden-Württemberg?

Gibt es beim Neubau einer Doppelhaushälfte (2,5Ar Grundstück, keine Erdbohrung möglich, Dachgauben) in Baden-Württemberg noch eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung zur LW-Wärmepumpe?
Antwort von GF-Bau Selbstbaupartner GmbH

Um es auf den Punkt zu bringen, sie haben mit einer LW-Wärmepumpe die richtige Heizquelle für Ihr Wohnhaus ausgesucht. Als direkte Unterstützung zur Heizung und Warmwasserbereitung können Sie einen Holzofen mit Wassertaschen integrieren und können so in der Übergangszeit damit Ihr Warmwasser erzeugen und Ihren Wohnbereich heizen.

Weiter wäre eine Photovoltaikanlage auch noch erwähnenswert, welche dann Ihren Heizstrom auf Ihrem Dach erzeugt. Für Ihr Wohnhaus wird doch von einem Energieberater o.a. Der Wärmeschutznachweis berechnet, er berechnet Ihnen gerne auch die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Komponenten Ihrer Heizungsanlage, dann können Sie selbst entscheiden, was für Komponenten für Sie wichtig sind.
Mit freundlichem Gruß,

Gerhard Fingerle
GF-Bau Selbstbaupartner GmbH

30 Jahre alte Ölheizung austauschen - gegen was?

Wenn ich meine 30 Jahre alte Oel-Heizung auswecheln möchte, was würdet ihr mir für ein System vorschlagen. Ein neuer Gasanschluß könnte installiert werden.
Antwort von Haustechnik Koch Gmbh & Co. KG

Gasbrennwerttherme in Verbindung mit einer Solaranlage mit Heizungsunterstützung

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

Die Heizung der Zukunft

Welche Heizung ist für die Zukunft sinnvoll und bezahlbar?
Antwort von Porzel Energie und Warenhandel UG

Ich denke in Zukunft wird es die Brennstoffzelle sein. z.B. Brennstoffzellenheizung
Vitovalor PT2

Gibt es Alternativen zu einer Gas-Etagenheizung?

Ich habe in einer Eigentumswohnung eines mehrstöckigen Mehrparteienhauses eine Gas-Kombiheizung. Obwohl diese weit unter 10 Jahren ist, fällt dieser jährlich und trotz Jahreswartung (Vertrag) ein bis mehrmals aus. Ich folgere daraus: Entweder baut Buderus nur noch minderwertige Heizungen (werden vom professionellen Handwerk kaum noch aktiv angeboten sondern nur noch auf Nachfrage) oder Gasheiztechnik ist einfach veraltet, instabil und anfällig. Ich suche daher nach brauchbaren Alternativen für ein schwieriges Szenario: Am Kamin hängen mehrere Heizungen, es ist daher technisch keine Brenntwertgastherme möglich. Solar auf dem Dach ist nicht möglich. Kein ausreichender Keller zur Lagerung von Brennstoff. Als Ideen schweben mir entweder Nano-BHKW oder pure Stromheizungen (jedoch nicht Nachtspeicheröfen wie in den 50ern) vor. Das Wasser soll auf irgendeine Weise mitgeheizt werden, Boiler ist mangels Platz nicht möglich. Verrohrung in Form von Standardheizkörpern durch die ganze Wohnung vorhanden. Welche Möglichkeiten gibt es mit ganz grober Kosteneinschätzung?
Antwort von ALX Haustechnik GmbH

Eigentlich ist die Lösung die Sie heute haben, eine gute. Das Heizgerät läuft eigentlich ohne Probleme, man sollte einmal die bisherigen Fehler einmal auswerten, um eine Meinung zu bekommen. In Ihren Fall würde ich Ihnen raten bei der Gasheizung zu bleiben, da die Stromheizung eine Alternative darstellt.
Daher ist es ratsam sich den Fall vor Ort anzusehen um die Lösung zu finden.

Lohnt sich eine Brennstoffzellenheizung in einem Einfamilienhaus

Welche infrastruktur benötie ich um eine Brennstoffzellenheizung für ein EFH instalieren zu können? Ab wann lohnt sich überhaupt für ein EFH eine Brennstoffzellenheizung? Welche Förderungen kann ich beantragen.
Antwort von Gerhard Mayr

Nur mit Zuschuss

Eigene Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort

?
Experten und Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen rund ums Thema Heizungen
Jetzt Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort

Fachbetriebe in den 100 größten Städten Deutschlands (Alle Städte)