Solidpower BlueGEN

Die BlueGEN Brennstoffzelle von Solidpower ist eine Brennstoffzellenheizung, die als Beistelllösung gedacht ist. Sie ist klein, kompakt, leicht und einfach über einen Warmwasserspeicher an ein Heizsystem anzubinden. Mit einer elektrischen Leistung von 1,5 kW und einem elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 60 Prozent ist sie ideal für die Stromproduktion geeignet.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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BlueGEN, die Brennstoffzelle von Solidpower

Solidpower begann im Jahr 2006 als Ausgliederung aus der Eurocoating-Turbocoating Gruppe und war danach unter dem Namen SOFCpower S.R.L. bekannt. 2007 übernahm SOFCpower dann die HTceramix SA, die auf die Fertigung von Hochtemperatur-Membranreaktoren spezialisiert ist.

Nach dem Bau einer Pilotfertigungsanlage in Italien 2008, einer erfolgreichen Technologiedemonstration 2009 und der Auslieferung der ersten Mikro-KWK-Systeme im Rahmen des EU-weiten Brennstoffzellen-Programms ene.field 2012 wurde ein weiteres Produktionszentrum in Italien eröffnet und der Name der Unternehmung in Solidpower geändert.

Dann übernahm SOFCpower S.R.L. 2015 die Ceramic Fuel Cells GmbH, die das BlueGEN-System produziert. 2016 erfolgten die ersten Auslieferungen des neugestarteten BlueGEN-Systems an Kunden in ganz Europa.

Brennstoffzellenheizung mit Fokus auf Stromproduktion

Die BlueGEN Brennstoffzelle ist eine Brennstoffzellenheizung, die vor allem für kleinere Unternehmen, Privathaushalte oder öffentlichen Einrichtungen konzipiert ist. Der Solidpower Brennstoffzelle liegt die SOFC / Hochtemperaturbrennstoffzellentechnik zugrunde. Sie arbeiten mit deutlich höheren Temperaturen als PEMFC-Brennstoffzellen und vor allem für den Dauerbetrieb gedacht. Die BlueGEN ist vor allem für die Stromproduktion optimiert. Besonders hervorzuheben ist der elektrische Wirkungsgrad, der bis zu 60% beträgt.

Die BlueGEN ist als Beistelllösung ausgelegt. Sie unterstützt die bestehende Heizung, ist aber hauptsächlich ein Stromproduzent. Sie verfügt also nicht über einen integrierten Spitzenlastkessel oder Warmwasser- / Pufferspeicher, sondern sie muss an eine bestehende (oder zu kaufende) Heizlösung gekoppelt werden. Die BlueGEN setzt auf Standardanschlüsse und kann über den Heizspeicher an praktisch alle anderen Heizsysteme gekoppelt werden.

Dafür weist die BlueGEN ein geringes Gewicht und kompakte Maße auf und ist im Endeffekt nicht größer als eine übliche Waschmaschine. Die geringere Anzahl an verbauten Komponenten macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar, der niedriger als bei Kompaktsystemen mit integrierten Spitzenlastkesseln und Speichern ausfällt.

Datenblatt: BlueGEN im Detail

Modell: Solidpower BlueGEN
Brennstoffzellen-Typ SOFC (solid oxide fuel cell) / Festoxid-Brennstoffzelle
Elektrische Leistung 0,5 kWel - 1,5 kWel
Thermische Leistung: bis 0,61 kWth
Elektrischer Wirkungsgrad bis zu 60 %
Gesamtwirkungsgrad bis zu 85 %
Energieeffizienz A++ für Raumheizung
Maße 1.010 * 600 * 660 mm
Gewicht 195 kg
Spitzenlastkessel / Zusatzheizgerät Nein
Nominelle Heizleistung entfällt
Nom. Heizleistung Warmwasserbereitung entfällt
Inhalt Warmwasserspeicher entfällt
Inhalt Pufferspeicher entfällt
Preis Circa 25.000 Euro

Preis, Fördergelder, Betrachtungen zur Wirtschaftlichkeit

Die Solidpower BlueGEN Brennstoffzelle kostet ungefähr 25.000 Euro. Dazu kommen noch Monatgekosten und Installationsarbeiten und - falls noch nicht vorhanden - die Kosten für einen Spitzenlastkessel mit Speicher (hier mehr unter Preise einer Gasheizung).

Förderung der Solidpower Brenstoffzelle:

Der Erwerb einer BlueGEN wird durch verschiedene Quellen gefördert. Hauptbestandteil der Förderung ist die KfW-Bank. Über das KfW Programm 433 erhält der Käufer dieser Brennstoffzellenheizung insgesamt bis zu 12.450 Euro.

KfW 433 - ProgrammFörderhöhe für BlueGEN
Festbetrag5.700 Euro
Bonus450 Euro je angefangenen 100 Watt kWel im Bereich von 0,25 bis 5,0 kWel

Die KfW vergibt über dieses Programm einen Festbetrag von 5.700 Euro zuzüglich 450 Euro je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Da die BlueGEN eine elektrische Leistung von 1,5 kW aufweist, ergibt sich daraus der Förderbetrag von 5.700 Euro Festbetrag + 6.750 Euro Bonus (15 * 450) = 12.450 Euro Förderung.

Dazu kommt der KWK-Zuschlag nach KWK-Gesetz: Als Käufer eines BHKW (auch Brennstoffzellenheizungen zählen dazu) hat man als Betreiber einer eher kleinen Anlage mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2 Kilowatt die Wahl,

  • sich den selbst erzeugten Strom für derzeit 8 Cent pro Kilowattstunde vergüten zu lassen (Eigenverbrauch für 4 Cent pro Kilowattstunde)

oder

  • sich direkt bei der Anschaffung der Brennstoffzelle einen Pauschalbetrag auszahlen zu lassen, der von 60.000 Vollbenutzungsstunden mit entsprechender Einsspeisung ausgeht.

Für wen eignet sich die BlueGEN Brennstoffzelle?

Da die BlueGEN einen Fokus auf Stromproduktion mit einer verhältnismäßig hohen elektrischen Leistung ist, eignet sie sich nicht für eher kleine Stromverbräuche. Solidpower selbst gibt potentiellen Kunden eine Tabelle an die Hand, welche die Eignung vereinfacht nach dem jährlichen Stormbedarf aufschlüsselt:

Strombedarf / JahrGeeignet
bis 4.000 kWh/anur bedingt
um 6.000 kWh/aJa
ab 8.000 kWh/aSehr gut


Wartung, Service und Konnektivität

Der BlueGEN wird mit einem 10-Jahres Vollwartungsvertrag angeboten. Dieser umfasst alle anfallenden Wartungs- und Serviceleistungen. Eine Preisangabe war allerdings nicht auffindbar, hier sollten Sie Kontakt mit dem Unternehmen herstellen. Das Serviceintervall liegt bei 12 Monaten. Der Wartungsaufwand für die jährliche Wartung wird von dem Unternehmen mit etwas 2 Stunden veranschlagt.

Als Betreiber eines BlueGEN erhalten Sie Zugang zum Online-Portal BlueGEN.net. Hier können Sie verschiedene aktuelle und historische Daten Ihrer Anlage abrufen. Die direkte Steuerung des Gerätes ist für Betreiber einzelner Geräte derzeit nicht möglich.

Foto: SOLIDpower GmbH

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

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