BAFA Zuschuss für Brennstoffzellen 2021

1. März 2021
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Mini-KWK im Bestandsbau bis zu einer Leistung von 20 Kilowatt elektrischer Leistung mit einem attraktiven Zuschuss. Darunter fallen auch neue Brennstoffzellenheizungen. Besonders effiziente Geräte erhalten zusätzliche Boni.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Heizungsfinder.de verfasst.
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BAFA Zuschuss für Brennstoffzellen BHKW und Mini-KWK-Anlagen 2021

Hier finden Sie die aktuellen Förderkonditionen für Mini-KWK-Anlagen. Wir sprechen hier themenbedingt von Brennstoffzellen-BHKW, der Mini-KWK-Zuschuss gilt aber auch für die meisten mit anderweitigen Techniken und Brennstoffen betriebenen BHKW. Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem beschriebenen Förderprogramm um einen Investitionszuschuss handelt. Informationen zur Stromvergütung und weiteren Boni, die Sie im laufenden Betrieb erhalten, finden Sie in unserem Artikel zur Einspeisevergütung für BHKW.

Basis + Bonusförderung für Brennstoffzellen

Die Förderung der Brennstoffzelle setzt sich dabei aus einem Basis- und einem Bonusbetrag zusammen. Während Hausbesitzer dabei grundsätzlich 5.700 Euro für jede zugelassene Brennstoffzellenheizung bekommen, gibt es noch einmal 450 Euro je 100 Watt elektrischer Leistung.

BAFA Zuschuss für Brennstoffzellenheizungen und andere Mini-KWK-Anlagen

Leistung kWel BAFA Zuschuss für Brennstoffzelle
< 1 1.900 €
> 2 2.200 €
> 3 2.500 €
> 4 2.800 €
> 5 2.900 €
> 6 3.000 €
> 7 3.100 €
> 8 3.200 €
> 9 3.300 €
> 10 3.400 €
> 11 3.410 €
> 12 3.420 €
> 13 3.430 €
> 14 3.440 €
> 15 3.450 €
> 16 3.460 €
> 17 3.470 €
> 18 3.480 €
> 19 3.490 €
< 20 3.500 €

Brennstoffzellen-BHKW mit einer elektrischen Leistung, die nicht ganzzahlig ausfällt, werden wie folgt berechnet. Teilbeträge werden anteilig bei einem angenommenen Satz von 100 € pro Kilowatt elektrischer Leistung vergütet. Ein Mini-Brennstoffzellen-BHKW mit einer Leistung von 5,6 kWel erhielte also 2.900 € Basisförderung zuzüglich 0,6 kWel * 100 Euro/kWel, also 2.960 €.

Bonusförderung

Ist das Brennstoffzellen-BHKW in Sachen Wärme oder Strom besonders effizient, so können Sie zusätzlich zum obigen Betrag noch weitere Bonuszahlungen vom BAFA erhalten: den Wärmebonus und den Strombonus. Beide Boni können bei Erfüllung aller Bedingungen kombiniert werden, allerdings nicht separat zur Basisförderung beantragt werden.

  • Wärmeeffizienzbonus: der Wärmebonus wird für Mini-KWK-Anlagen ausgezahlt, die einen (zweiten) Abgaswärmetauscher aufweisen und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem angeschlossen sind. Der Wärmeeffizienzbonus beläuft sich auf einen Aufschlag von 25 Prozent der Basisförderung. Das genannte Brennstoffzellen-BHKW aus dem obigen Beispiel erhielte also einen Wärmeeffizienzbonus von 740 Euro.
  • Stromeffizienzbonus: der Stromeffizienzbonus greift, wenn das Mini-BHKW einen hohen elektrischen Wirkungsgrad vorweist. Der Stromeffizienzbonus beträgt 60 Prozent der Basisförderung. Unser Beispiel-BHKW erhielte also einen Stromeffizienzbonus von 1.776 Euro. Erfüllt die Brennstoffzellenheizung diese Kriterien, erhalten Sie den Stromeffizienzbonus:
Leistung Min. kWel Leistung Max. kWel Elektrischer Wirkungsgrad
> 0 ≤ 1 > 31%
> 1 ≤ 4 > 31%
> 4 ≤ 10 > 33%
> 10 ≤ 20 > 35%


Bedingungen für den Mini-KWK-Zuschuss

Das Brennstoffzellen-BHKW muss

* in der Liste der förderfähigen Mini-KWK-Anlagen verzeichnet sein,

* per Wartungsvertrag fachlich betreut werden,

* nicht in Regionen befindlich sein, in welchen ein Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme in Kraft ist,

* einen Wärmespeicher mit einem Volumen von 60 Liter pro Kilowatt thermischer Leistung (kWth) besitzen

* einen Stromzähler installiert haben, damit der KWK-Zuschlag korrekt erfasst werden kann

* müssen ab einer elektrischen Leistung von mehr als 10 kWel die technischen Möglichkeiten aufweisen, Signale des Strommarktes zu erhalten und dadurch ansteuerbar zu sein

* einem hydraulischen Abgleich unterzogen worden sein.

Formelles:

* Der Antrag muss vor Beginn der Baumaßnahmen gestellt werden. Damit ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages und nicht der tatsächliche Einbau bezeichnet.

* Nur wenn die Bauanzeige vor dem 01. Januar 2009 erstattet oder der Bauantrag bis zu diesem Termin gestellt wurde, ist die Förderung möglich.

Die Liste der förderfähigen Anlagen, den Förderantrag sowie weiterführende Informationen zur BAFA Brennstoffzellen und Mini-KWK-Förderung finden Sie hier auf den Seiten des BAFA.

Weitere Förderprogramme für Brennstoffzellen-BHKW: KfW Programm 433

Alternativ zum BAFA Zuschuss für Mini-KWK-Anlagen können Sie sich auch an die KfW wenden. Sie bietet über das Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle (433)" die Bezuschussung von Brennstoffzellenheizungen an.

Dieser Zuschuss gilt ausschließlich für Brennstoffzellenheizungen mit einer elektrischen Leistung von 0,25 bis 5 kWel und ist nicht mit der BAFA Förderung kombinierbar. Die genauen Konditionen finden Sie in unserem Artikel zum KfW Programm 433.

Weiterlesen zum Thema "KfW Förderung 433"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Brennstoffzelle

Neue Heizung im Altbau - bislang keine Zentralheizung vorhanden

Wenn man in einem alten Haus indem keine Zentralheizung (nur Nachtspeicheröfen) vorhanden ist, eine Heizung einbauen will, welche bietet sich da am besten an? Also zunächst wird erstmal ordentlich gedämmt.
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Was als Alternative zur alten Nachtspeicheröfen installiert werden kann hängt hauptsächlich davon ab, welchen Umfang an Arbeiten Sie akzeptieren können/wollen.
Soll es eher nur eine Renovierung werden, bei der Wände und Fußböden erhalten bleiben sollen oder wird es eine Sanierung, bei der Schäden im Wandputz keine Rolle spielen oder gar der Bodenbelag inkl. Estrich raus kann/ darf/ soll.
Es gibt die Möglichkeit „modernere“ Nachtspeicheröfen einzubauen oder Infrarotheizkörper. Vorteil: vorhandene Kabel können genutzt werden, wenig Kolateralschaden an Wände und Böden , Nachteil: Heizen mit elektrischen Strom ist bei einer Stromdirektheizung am teuersten. Die kWh-Wärme kostet Ihnen dann ca. 0,27€/kWh ( Öl kostet ca. 0,09€/kWh, Gas etwas weniger, Pellets etwas weniger als Gas)

Eine Wärmepumpe benötigt ebenfalls Strom, aber im Gegensatz zu einer Stromdirektheizung wird hier Luftwärme oder Erdwärme genutzt, deshalb sind hier die Stromkosten niedriger ( ca, 0,10€/kWh Luft bzw. 00,07€/kWh Erdwärme).
Eine Wärmepumpe benötigt für einen effizienten Betrieb eine Flächenheizung ( Fußboden, Wand und/oder Decke).
Es gibt wasserblauerer Fußbodenheizungen für die Altbausanierung die insgesamt nur 50mm Aufbauhöhe haben ( Trockenestrichelemente oder Spezial-Nassesteiche.

Sollen normale Heizkörper nachgerüstet werden, kann man die halbwegs elegant mit Sockelleisten-Verrohrung bewerkstelligen. Ob dann die Steigleitungen zwischen den Geschossen Aufputz oder Unterputz verlegt werden ist eine Kostenfrage. Bei der Installation von Heizkörpern ist man dann aber auf Feuerungsheizungen ( Pellet, Gas oder wer sich das antun möchte auch Öl) angewiesen, weil die Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Eine derzeit übliche Wärmepumpe wird bei hohen Vorlauftemperaturen unwirtschaftlich.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzelle?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 150qm Wohnfläche. Unsere Buderus Gasheizung soll vor der nächsten Heizperiode ausgetauscht werden. Bei Recherchen bin ich da auf die Brennstoffzelle gestoßen. Da sind ja höhere Kosten aber auch eine attraktivere Förderung zu erwarten (z.B. https://www.heizungsfinder.de/brennstoffzelle/heizung-foerderung). Ab wann lohnt sich das Ihrer Meinung nach? Ist das Konzept schon ausgereift und welche Hersteller sind zu empfehlen?
Antwort von Buderus Deutschland

Die Wärme und Strom erzeugende Brennstoffzelle Logapower FC10 von Buderus ist die zukunftsweisende Lösung für effiziente und umweltschonende Energienutzung.Hausbesitzer können attraktive Fördermöglichkeiten bis zu 10.530 € pro Anlage in Anspruch nehmen.
Damit liegen die Investitionskosten abzüglich Förderung bei ca.19000 €. Nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie im Buderus „Serviceleitfaden“, unter der Hotline 06190-9263-492

Unter diesem Link erhalten Sie weitere Informationen.
https://www.buderus.de/de/produkte/catalogue/buderus-produkte-fur-ihr-haus/stromerzeugung/brennstoffzellen-energiezentrale
/102411_logapower-fc10.

Sofern Sie einen Einschätzung/Vergleich zu einer Gasbrennwertheizung bzw. in Kombination mit Solarer Unterstützung wünschen, benötigen wir noch weitere Angaben wie Stromverbrauch, bisheriger Gasverbrauch, aktueller Strom und Gaspreis.
Sobald diese Daten vorliegen können wir eine genauere Einschätzung vornehmen.

Ölheizung austauschen: gegen was?

Wir müssen bis 2022 unsere Ölheizung austauschen. Welche Heizungsart ist in diesem Fall sinnvoll?
Antwort von Haustechnik August Diez

Sollten die Öltanks noch 20 Jahre halten würde ich eine Ölbrennwertheizung einbauen, eventuell mit Solarenergie. Wenn Gas im Haus ist würde ich eine Gasbrennwertheizung installieren. Die Gasbrennwertheizung ist vom Kosten/Nutzen die einfachste Lösung. Es sollte aber eine Beratung vor Ort durchgeführt werden.

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