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Solarthermie: Warmwasser & Heizungsunterstützung

Solarthermie wandelt Sonnenenergie zu Wärmeenergie. Die thermische Solaranlage fängt die Sonneneinstrahlung mithilfe von Kollektoren ein und macht sie für den heimischen Gebrauch nutzbar. Die Sonnenwärme eignet sich perfekt, um damit das häusliche Warmwasser zu erhitzen, die Heizung wirkungsvoll zu unterstützen oder gar den eigenen Pool im Garten zu beheizen.

Ein südlich ausgerichtetes Dach mit dreißig bis fünfzig Grad Neigung sind für eine thermische Solaranlage optimal, Abweichungen sind aber in der Regel immer noch wirtschaftlich.

Eine thermische Solaranlage allein stellt nicht ausreichend Energie bereit, um ein Haus vollständig mit Wärme zu versorgen. Die thermische Solaranlage muss deshalb mit einer anderen Heizung kombiniert werden. Von der klassischen Gasbrennwertheizung bis hin zur Wärmepumpe ist die ganze Bandbreite verfügbar - allerdings sind moderne Solarthermie Systeme in Kombination mit Niedertemperaturheizkörpern oder einer Fußbodenheizung energetisch klar im Vorteil. Alle Grundlagen zur Solarthermie finden Sie im folgenden Themenspecial:

Was Solarthermie kostet und wie Sie Förderung erhalten

Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung

Es gibt Solarthermie Anlagen zur reinen Warmwasserbereitung oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Eine thermische Solaranlage zur Trinkwassererwärmung deckt problemlos sechzig Prozent des jährlichen Bedarfes an Warmwasser ab. Die Preise für eine solche thermische Solaranlage liegen im Schnitt zwischen 3000 und 6000 Euro und pro Person im Haushalt sollte man von bis zu 1,5 Quadratmetern Kollektorfläche und einem Speichervolumen von 60-80 Litern ausgehen.

Eine Solarthermie Anlage zur Heizungsunterstützung ist teurer und benötigt mehr Fläche und Speichervolumen - ungefähr das Doppelte im Vergleich zu einer Warmwasser Solarthermie Anlage. Dafür erhält man im Bestandsbau Fördermittel für eine Solarthermie Anlage durch das BAFA. 2018 erhält man eine Mindestförderung von 2.000 Euro für eine heizungsunterstützende Solarthermieanlage und 500 Euro für eine Warmwasseranlage zuzüglich weiterer Boni wie beispielsweise dem Kesseltauschbonus von 500 Euro. Mit einer heizungsunterstützenden Solarthermieanlage können Sie zwischen 20 - 30% Ihrer gesamten Heiz- und Warmwasserkosten pro Jahr umweltfreundlich abdecken.

Solarthermie AnlagentypPreiseFörderung (BAFA / Altbau)
Warmwasser - Solarthermie3.000 - 6.000 Euro500 Euro Mindestförderung zzgl. Boni
Heizungsunterstützung - Solarthermie5.000 - 12.000 Euro2.000 Euro Mindestförderung zzgl. Boni

Solarthermie sachgerecht planen

Eine Solarthermieanlage muss exakt geplant werden: Kollektortyp und -Fläche, Speichervolumen und Anbindung müssen genau zum individuellen Heizverhalten und -Bedarf passen, damit die Anlage zuverlässig und wirtschaftlich arbeitet. In den folgenden zwei Übersichtstexten haben wir alles zusammengefasst, was Sie vor dem Kauf beachten sollten und was mit den Fachbetrieben besprochen werden sollte. Im Anschluss finden Sie unseren Heizungsratgeber, der Ihnen auf Wunsch berechnet, was Sie eine Heizungssanierung kosten würde. Er schlägt auch Alternativprojekte vollautomatisch vor und ermöglich bei Bedarf Kontakt zu regionalen SHK Fachbetrieben.

Die Technik hinter der Solarthermie Anlage

Generell stehen zwei verschiedene Kollektortypen zur Auswahl: der Flachkollektor und der Vakuumröhrenkollektor. Beide haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Der Flachkollektor ist preiswert, bringt aber nicht so viel Leistung pro Quadratmeter wie der teurere Vakuumröhrenkollektor. Ersterer ist allerdings im absoluten Großteil aller Solaranlagen verbaut und ist besonders bei der Warmwasserbereitung das Mittel der Wahl. Besonders bei der Heizungsunterstützung findet sich auch der Vakuumröhrenkollektor häufiger auf deutschen Dächern, da bei dieser Anwendung mehr Energie benötigt wird. Auch wenn es darum geht, Fläche auf dem Dach zu sparen kann der Röhrenkollektor seine Stärke ausspielen, da mit diesem insgesamt weniger Platz belegt wird. Das ist vor allem dann günstig, wenn sich die Solarthermieanlage das Dach mit einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung teilen soll.

Solarthermie eignet sich im Altbau wie im Neubau. Da Sie im Altbau Fördergelder von BAFA und auch KfW erhalten, eignet sich eine solche Anlage vor allem, wenn Sie ohnehin einen alten Heizkessel austauschen. Dann können Sie bei der Erneuerung Ihrer Heizung direkt eine Solaranlage einbinden. Auch im Neubau ist Solarwärme interessant: neuere gesetzliche Vorgaben verlangen einen bestimmten Prozentsatz an erneuerbarer Energie in einem Neubau. Mit einer Solaranlage im Verbund mit aktuellen Brennwertkesseln oder alternativen Heizsystemen wie einer Pelletheizung erfüllen Sie diese Bestimmungen des EEWärmeG problemlos.

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Bildnachweise:
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Erfahrungen & Fragen zum Thema Solarthermie

Bei Neubau: Gas-Brennwertheizung vs. Luftwärmepumpe?

Wir planen ein Fertighaus - und haben hier die Wahl seitens des Bauträgers zwischen einer Gas-Brennwert Heizung und einer Luft-Wärmepumpe (eine Erdwärmepumpe steht nicht zur Verfügung). Der Gasanschluss kostet ungefähr 400 Euro. Bei den Luftwärmepumpen sind die Mehrkosten etwa 10.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung. Angeboten wird hier eine Nibe F2040 oder einer Nibe F2120. Was macht hier am meisten Sinn, um zukünftig auf der sicheren Seite zu sein? Mein Kopf sagt, dass sich der Mehrpreis für eine Luftwärmepumpe beim aktuellen Gaspreis nicht lohnt. Zudem kann man für den Mehrpreis ja auch eine Solarthermie oder Photovoltaikanlage installieren (oder zumindest teilweise auch schon vorbereiten). Allerdings hat meine Frau auch widerrum Vorbehalte gegen die Sicherheit einer Gasheizung (wegen Gasaustritt) - wobei ich nicht weiß, ob das bei neuen / aktuellen Gasheizungen noch ein Thema ist. Was würden Sie hier empfehlen?
Antwort von LKS SARL

Ich würde raten weder noch! Sie haben schon bei der Solarthermie einen vernünftigen Gedanken, warum nicht direkt auf Pellets hinaus gehen: wir haben das schon fast 20 Jahre: Komfort hervorragend, heimische Energie, bezahlbare wenig schwankbare Kosten und Gebäude Wertzunahme.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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